Schweiz
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ARCHIVBILD ZUR JAHRESZAHLEN-MK 2018 VON SRF, AM DONNERSTAG, 10. JANUAR 2019 ----  View on the roof of the building of the Swiss Radio and Television SRF with the broadcasting station of the television program «Meteo Schweiz», in the former industrial area Leutschenbach, pictured in Zurich, Switzerland, on January 17, 2018. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Blick auf das Dach des Gebaeudes des Schweizer Radios und Fernsehens SRF mit der Sendestation von «Meteo Schweiz», im ehemaligen Industriegebiet Leutschenbach, aufgenommen am 17. Januar 2018 in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Bei SRF wurden Jahresergebnis und Gewinnreserven zu gut dargestellt. Bild: KEYSTONE

Die SRG hat sich um 26 Millionen verrechnet



Über Jahre hinweg waren die Bilanzen der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaften falsch. Dies zeigen Recherchen der «SonntagsZeitung». Ab 2011 hat der Konzern nicht mehr einkalkuliert, dass nicht alle Personen ihre Radio- und TV-Gebühren bezahlen. Diese möglichen Zahlungsausfälle müssten aber in der Bilanz einkalkuliert sein.

Der Fehler habe zur Folge, dass fortan «das Jahresergebnis und die Gewinnreserven zu gut dargestellt worden sind». Dies gesteht die SRG im aktuellen Jahresbericht ein. Nun hat der Konzern nachträglich und im Stillen die Bilanz von 2017 angepasst. Das Eigenkapital wurde kurzerhand um 26 Millionen Franken gekürzt. «Es handelt sich um einen buchhalterischen Fehler auf unserer Seite», gibt SRG-Sprecher Edi Estermann auf Anfrage an.

Dass tatsächlich nicht alle Gebührengelder eingeholt werden können, zeigte sich 2018 so stark wie nie. Die Billag stellte rund 4,5 Millionen Rechnungen aus, wie bisher unveröffentlichte Zahlen zeigen. Gleichzeitig musste sie fast 1,5 Millionen Mahnungen verschicken und 63'000 Betreibungen. Ende 2018 waren noch Forderungen von 39 Millionen Franken offen.

Diese wird die Billag kaum noch eintreiben. Laut «SonntagsZeitung» ist das Management nicht mehr im Amt, von einst 210 Angestellten arbeiten nur noch 20. Nach dem Auftrag des Bundes droht der Inkasso-Firma das Aus. «Die gegenwärtige Planung geht davon aus, die Billag ordentlich zu liquidieren», sagt ein Sprecher vom Mutterkonzern Swisscom.

(ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • inmi 14.07.2019 16:43
    Highlight Highlight «Die gegenwärtige Planung geht davon aus, die Billag ordentlich zu liquidieren»

    Wenigstens ein Bisschen Good News...
  • Fairness 14.07.2019 12:24
    Highlight Highlight 26 Mio. und keiner merkt‘s, keine Konsequenzen? Mehr als bedenklich. Nur schade, dass die No Billag- Initiative nicht angenommen wurde. Dank Angstmacherei und fehlendem gesunden Menschenverstand.
    • Tjuck 15.07.2019 11:53
      Highlight Highlight 71,6 Prozent der Schweizer Stimmbürger/innen geht also der gesunde Menschenverstand ab? Interessante News. (Und überdies danke, habe ich doch auch Nein gestimmt.) Vielleicht sollte man sich einmal Gedanken machen über den Sinn der Demokratie, und ob nicht eine Diktatur nicht doch besser wäre. Ein Diktator mit gesundem Menschenverstand müsste es sein! Das wäre natürlich die Bedingung, und er müsste hoch und heilig versprechen, nicht zu lügen. Einer wie Trump vielleicht... OK, war ja nur ein Vorschlag...
  • Künzli 14.07.2019 11:29
    Highlight Highlight Bei einem Milliardenbudget ist der Fehlbetrag in einem Mikrobereich. Fehler passieren nun mal. Wer hat sich noch nie verrechnet…? …Eben! Wir sollten nicht knausrig sein und uns der Pingeligkeits-Hysterie hingeben. Die machen einen Superjob und ich freue mich auf den neuen Tatort, der in der teuersten Stadt der Welt – in Zürich gedreht wird. DA ist Kontrolle gefragt, sonst wird das nix und wir müssen uns im Ausland wieder schämen. Zum Glück hat der Stadtrat von Zürich 1,6 Mio. an die Produktion gespendet. 👁
    • chicadeltren 14.07.2019 14:04
      Highlight Highlight Spende doch du an den Tatort, statt andere dafür bezahlen zu lassen.
    • oliversum 14.07.2019 16:02
      Highlight Highlight Künzli "arbeitet" bei der SRG.
  • Sandro Miggi 14.07.2019 11:06
    Highlight Highlight SRF soll 1. das Jugendsegment aufmischten. Weg mit "zwei am morge" und youngbulanz". Lässt junge Generationen nur verdummen und gibt ihnen falsche Signale. 2. Ganzen um 50% sinken. da hat ein Moderator(in) immer noch recht viel übrig.
    • EvilBetty 14.07.2019 14:25
      Highlight Highlight Vielleicht sollte auch mehr Schulfernsehen gesendet werden.
  • Baron von Eberstein 14.07.2019 10:40
    Highlight Highlight Swisscom, i feel ya! Ist mir in der Schule auch immer passiert😢
    • Baba 14.07.2019 10:58
      Highlight Highlight Swisscom? Die haben andere Probleme...☁️☁️☁️
    • Baron von Eberstein 14.07.2019 11:15
      Highlight Highlight Touché, baron'scher Verschreiber welcher dem gestrigen Gin Tasting zuzuschreiben ist
    • Baba 14.07.2019 11:26
      Highlight Highlight Mmmmh, Gin Tasting...exzellenter Grund. Baron, Ihnen sei verziehen 😉.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Cmo 14.07.2019 10:32
    Highlight Highlight Also da frage ich mich doch wieso ich so doof war, die Billag-Rechnung zu bezahlen.
  • rodolofo 14.07.2019 10:09
    Highlight Highlight Okay. Ich nehme das zur Kenntnis.
  • Artsens 14.07.2019 09:56
    Highlight Highlight 26 Millionen mal so streichen. Ihr seid Helden von SRG.
    • Tjuck 15.07.2019 11:54
      Highlight Highlight Was sollten sie denn tun? Die wahren "Schuldigen" sind die Schuldner, welche die Gebühr nicht bezahlt haben.
  • Froggr 14.07.2019 09:11
    Highlight Highlight Die Damen und Herren bei der SRG sind einfach nur extrem peinlich und unfähig.
  • Freilos 14.07.2019 09:01
    Highlight Highlight Hätte ich meine letzten Billag Rechnungen besser nicht bezahlt😅
    • Tjuck 15.07.2019 11:55
      Highlight Highlight Wieso? Meine Zahlungsmoral lautet anders. Ich bezahle auch dann meine Rechnungen, wenn ich nicht davon ausgehen muss, dass ich betrieben werde.
  • LuLaa 14.07.2019 08:03
    Highlight Highlight Good news für diejenigen, welche noch offene Rechnungen von der Billag haben. Die haben das noch nicht mal mehr abgegrenzt im Jahresabschluss! Waren ja auch nur 26 Mio, die im Nachhinein korrigiert wurden. Ein lächerlicher unwesentlicher Betrag, wenn man mit Milliarden rechnen darf... Ironie/off

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