Schweiz
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Sicht auf ein Plakat mit mit Mastschweinen bei der Lancierung der Eidgenössischen Initiative “Keine Massentierhaltung in der Schweiz” von Sentience Politics, am Dienstag, 12. Juni 2018, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Am 12. Juni 2018 wurde die Initiative zur Abschaffung der Massentierhaltung lanciert. Nun sind genügend Unterschriften gesammelt. Bild: KEYSTONE

So viele Schweizer unterzeichneten die Initiative gegen Massentierhaltung



Unsere Ernährung wird immer politischer. Nach den Initiativen über Fair Food und Ernährungssicherheit, folgt womöglich bald eine Initiative die die Massentierhaltung abschaffen will.

Gemäss Meret Schneider, Co-Geschäftsleiterin des Tierrechtsvereins Sentience Politics und Kampagnenleiterin, sind die nötigen Unterschriften für die Initiative gegen Massentierhaltung gesammelt. «Wir haben 124'000 Unterschriften zusammen, die nun von den Gemeinden beglaubigt werden», so Schneider gegenüber dem Blick. Im September soll die Initiative offiziell eingereicht werden.

Die Initiative fordert, dass Bauern ihre Produktion in den nächsten 25 Jahren komplett umstellen. Alle Tierhalter sollen ähnliche Richtlinien befolgen müssen, wie diejenigen die für Bio Suisse gelten. Alle Tiere sollen mehr Platz und Auslauf im Freien erhalten. «Wir wollen eine Tierhaltung, wie sie uns in der Werbung von Swissmilk und Co. versprochen wird – Schweine im Stroh, wilde Hühner auf der Wiese», erklärte Schneider gegenüber watson in einem Interview im letzten Jahr.

(ohe)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Nonkonformist 08.07.2019 09:42
    Highlight Highlight Diese Initiative hat zum Glück nicht den Hauch einer Chance an der Urne. Sie würde die Schweizer Fleischproduktion so massiv verteuern, dass praktisch sämtliches Fleisch importiert werden müsste.
    • Stirling 08.07.2019 12:59
      Highlight Highlight Lies den Initiativtext...
      Import wird verzollt.
      Und fleisch wird so teuer wie es sein sollte, so dass es nur noch am Wochenende Fleisch gibt. Alles andere ist sowieso zu viel.
    • Nonkonformist 08.07.2019 16:00
      Highlight Highlight Dann hat die Initiative noch weniger Chancen. Und du bestimmst sicher nicht wieviel Fleisch ich esse und was zuviel ist. Alles andere als täglich mindestens zwei Mal Fleisch ist zu wenig. Fleisch muss definitiv billiger werden.
    • Stirling 08.07.2019 19:42
      Highlight Highlight Ich werde es nicht bestimmen, aber der Markt und deine Brieftasche werden es tun.
  • penpusher 08.07.2019 09:13
    Highlight Highlight Die Schweiz ist in punkto Mindeststandards Europaweit jetzt schon absoluter Spitzenreiter. Und die europäischen Standards sind denn anderen weit überlegen. Solange also der Import von Fleisch nicht verboten wird oder die selben Anforderungen hat, führt es nur dazu das in der Schweiz praktisch kein Fleisch mehr produziert wird. Wir geben lieber jedes Jahr 1000 Franken für das neuste Smartphone aus (zusammengesetzt von einem der für einen Hungerlohn arbeitet) anstatt einen anständigen Preis für unser Essen zu bezahlen, das unter guten Bedingungen gewachsen ist. Die Labels finden ja keinen Absatz
    • Hans007 08.07.2019 12:48
      Highlight Highlight Das ist die Propaganda des Bauernverbandes, die Realität ist ganz anders. Zudem haben wir schon heute die höchsten Preise der Welt, also können wir schon ein wenig Rücksichtsnahme auf Natur, Umwelt, Wasser, Tier, Mensch und Biodiversität verlangen.
    • penpusher 08.07.2019 20:08
      Highlight Highlight Ja ich bin nahe bei der Agronomie, aber ich finde es wichtig, das wir Höhe Tierschutzstandards haben. Diese (und auch div. anderer um die Landwirtschaft) schiesst aber über das Ziel hinaus. So wird das kaum r etwas vor dem Volk.
      Und meine Quelle betreffend den Standards ist der Schweizer Tierschutz STS, nurso...
  • Hillman 08.07.2019 07:14
    Highlight Highlight Neben dem ganzen Tierleid noch eine andere Argumentation gegen (Massen-) Tierhaltung "Wenn zwischen dem Handeln heute und den Folgen in der Zukunft eine so grosse Diskrepanz besteht dass falsche Anreize gesetzt werden, muss reglementiert werden", Nassim Taleb. Das Problem heute; Massentierhaltung generiert so viel Methan und CO2, dass nach neusten Erkenntnissen davon über 50% der menschgemachten Klimaaerwärmung ausgehen. https://www.simply-live-consciously.com/deutsch/ern%C3%A4hrung-umwelt/51-der-treibhausgase/
    • Avenarius 08.07.2019 11:59
      Highlight Highlight Das beste Argument ist, weniger Fleisch zu essen. Man muss nur Reduzieren, nicht verzichten.
      Mit der Reduzierung des Fleischkonsums kann viel schneller auf das CO2 (Klima) eingewirkt werden als alle Technologien zusammen. Mehr als 51% des CO2 kommen von der Fleischindustrie! Weniger Fleisch essen ist auch gesünder und gut für's Portemaonnaie ... und Klima :-) Bei uns kommt Fleisch 2-3 Mal/Woche auf den Tisch. Wir leben gesünder und sind fitter und vitaler. Es gibt nur Pluspunkte !!!
    • Hillman 08.07.2019 15:32
      Highlight Highlight Reduktion ist sicher keine schlechte Idee. Wenn du aber offen bist wie gesund Fleischkonsum nach den neusten unabhängigen Studien weltweit wirklich ist, empfehle ich dir mal das Buch "How not to die" von Drm Michael Greger zu lesen.
    • Hillman 08.07.2019 16:29
      Highlight Highlight Erlaube mir die Frage; Wenn ihr gesünder fitter und vitaler geworden seit, warum lässt ihrs dann nicht ganz weg? (Ich kann euch bestätigen, es geht euch dann noch besser!)
    Weitere Antworten anzeigen
  • na ja 08.07.2019 07:00
    Highlight Highlight @DerRaucher @Stirling
    Warum 25 Jahre? Ganz einfach, bis dahin hat dann auch der letzte Bauer aufgehört und geht jetzt einer geregelten Arbeit nach. In der CH ist dann alles super, genau so sollte es sein. Das Essen wird einfach importiert, null Problem.
    • Babatane 08.07.2019 08:47
      Highlight Highlight @na ja du hast dich nicht mit der initiative auseinandergesetzt.
      Die initiative fördert bauernbetriebe, da genau diese selten massentierhaltung betreiben. Was verboten werden soll, sind die grossen infustriellen fleischproduktionen.
      Das kommt dem bauern zu gute..
      Ebenso geht es auch dem importfleisch anden kragen
      Lies doch hier kurz nach, ist wirklich unterstützenswert:
      Www.massentierhaltungsinitiative.ch
    • Skip Bo 08.07.2019 10:21
      Highlight Highlight Stimmt leider. Mein Betrieb wird bis in 9 Jahren (AHV) auch geschlossen. Meinem potentiellen Hofnachfolger habe ich dringend abgeraten, in die LW einzusteigen. Das konzertierte Bauernbashing der letzten Wochen hat ihn in seiner Berufswahl bestätigt.
    • na ja 08.07.2019 12:29
      Highlight Highlight @Babatane, dann schau dich doch um, was wo und wann welche Initiativen laufen. Es ist ja immer nur und das auch wenig. Dann natürlich die Presse und alle Nichtlandwirte, die alles besser können und wissen.Glaubst du wirklich, dass man irgendwann nicht die Nase gestrichen voll hat?
      Dann kommt noch haufenweise anderes dazu z.B. Die Ornitholigen flippen fast aus, wegen der Artenvielfalt in unserem Graben, Studierende kommen Gräser zählen und und und. Dann kommt der Kontrolleur und meint,dies und das und jenes muss beseitigt werden. Oder wir haben12 Hühner 1 Hahn, laut denen,könnten wir 100 haben.
  • Skip Bo 08.07.2019 06:47
    Highlight Highlight Bereits heute gibt es Labels, welche betreffend Tierhaltung gleiche Vorgaben haben wie Biobetriebe. Zum Beispiel Weidefleisch von Weiderindern.
    Leider besteht kaum noch Nachfrage nach diesem Weiderindfleisch. Vor 5 Jahren hat es die Migros Aare aus dem Sortiment gekippt. Per Ende August 2019 hat auch Bell die Abnahmeverträge gekündigt. Die Begründung ist, dass die Konsumenten Weidefleisch nicht nachfragen.
    Wenn alle Unterschreibenden Weidefleisch vorziehen würden, könnte das relativ geringe Angebot restlos verkauft werden.
    Reden und Handeln stimmen nicht überein.
    • MacB 08.07.2019 08:32
      Highlight Highlight Die Spezial-Labels wie Weiderindfleisch werden von den Retailern vergoldet. Das treibt die Preise in Sphären, die nur wenige Konsumenten noch bereit sind zu bezahlen.

      Würden die Detailhändler mit fairen und etwas schmaleren Margen arbeiten, wäre eine breite Abdeckung möglich.
    • Avalon 08.07.2019 08:56
      Highlight Highlight @skip bo: Vielleicht sollte auch bei den Landwirtenein Umdenken stattfinden?
      Grossverteiler sind für mich wenig vertrauenswürdig, was Bio-Produkte angeht. Ich kaufe beim Bio-Betrieb direkt (auch online, und auch Fleisch) oder bei kleinen Läden wie z.B. dem Bachser Märt, wo die Verkaufsmitarbeitenden ihre Produzenten meist persönlich kennen.
      Ich esse wenig Fleisch und wenn, dann Bio und aus artgerechter Haltung.
    • Skip Bo 08.07.2019 12:13
      Highlight Highlight Avalon, es gibt viele Betriebe die das erfolgreich handhaben.
      Mein Betrieb ist darauf ausgelegt zu produzieren. Der Aufbau einer eigenen Vermarktung ist für einen Einmannbetrieb zu aufwändig. Die Zusammenarbeit mit den nachgelagerten Stufen hat bisher einigermassen gut geklappt.
      Weidefleisch wird u.a. von Importen wir irischem Rindfleisch konkurrenziert.
  • Maese 08.07.2019 06:46
    Highlight Highlight Nur so nebenbei... Durch solche Haltungsformen sinkt die Produktion. Aber da alle etwas essen möchten, am liebsten gratis, wird der Import gefördert. Wie die Haltungsformen in den jeweiligen Ländern aussehen, entspricht bei weitem nicht den heutigen Standard in der Schweiz.
    • Babatane 08.07.2019 08:52
      Highlight Highlight Das wär aber auch wirklich schade, wenn man nicht jeden tag seine wurst essen könnte & verzichten müsste..
      Würde ja auch der umwelt zugute kommen, das möchte ja niemand..
      Aber abgesehen davon hat die initiative auch dazu etwas vorgesehen

      „Der Bund erlässt Vorschriften über den Import von Tieren und Tierprodukten zu Ernährungszwecken, die diesem Artikel Rechnung tragen.“
    • Maese 08.07.2019 12:44
      Highlight Highlight Danke, das wusste ich nicht. Aber dadurch erhöt sich meine Skepsis noch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass der Bedarf gedekt werden könnte.
      Schweizer Landwirte erfüllen bereits heute einen sehr hohen Standart. Zusätzlich macht der grösste Teil der Tierhalter an verschiedensten freiwilligen Programmen mit. (BTS, RAUS, GMF, ect). Gleiches gillt für den Anbau von pflanzlichen Produkten.
      Daher sind diese Initiativen (Tinkwasser, Pestizid und Massentierhaltung) überflüssig.
  • DerRaucher 08.07.2019 06:08
    Highlight Highlight 25 Jahre puh, ein Drittel eines Menschenlebens. Kein Wunder sind wir immer meilenweit weg von gesteckten Zielen die das Klima angehen. Wetten das dann selbst noch die 25 Jahre verlängert werden sollte das alles so kommen?
    • AdvocatusDiaboli 08.07.2019 07:25
      Highlight Highlight Jeder kann bereits jetzt aufhören Fleisch aus Massentierhaltung zu kaufen.
  • Guardragon!? Tsuchinoko? 08.07.2019 05:19
    Highlight Highlight Na also, geht doch!
    & Liebes Stimmvolk, baut keinen Scheiss bei der Abstimmung..
  • Stirling 08.07.2019 04:58
    Highlight Highlight 25 Jahre? Wieso nicht in 5 Jahren?
    • immerdar 08.07.2019 07:03
      Highlight Highlight Weil man den Bauern soviel Zeit geben muss, um die Ställe umzubauen. Selbstverständlich darf aber jeder gleich sofort umbauen.

      Aber glauben Sie mir, in den heutigen Zeiten, in denen Tiere nur als Ware gelten, wird sich keiner darum reissen, Geld in solche Projekte zu investieren.

      Wussten Sie, dass man in Deutschland den Ferkeln noch immer ohne Betäubung die Hoden abschneidet. Zur Info: Schweine sind intelligent wie 3-Jährige Kinder und haben das gleiche Schmerzempfinden wie Hunde.
    • Stirling 08.07.2019 12:52
      Highlight Highlight Ich frage mich sowieso wieso ich in einer Welt lebe wo es Massentierhaltung noch gibt.
      Es soll mir auch keiner kommen mit der Begründung, dass die Preise steigen. Ja die Preise werden steigen, aber so wie sie eigentlich sein sollten.
      Heute ist fleisch sowieso zu günstig.

Die Zahl der Wölfe im Wallis hat sich verdoppelt – trotzdem wurden weniger Tiere gerissen

Im Kanton Wallis hat sich die Zahl der identifizierten Wölfe innert Jahresfrist von neun auf 18 verdoppelt. Trotzdem wurden weniger Nutztiere gerissen. Der Grund könnte ein verbesserter Herdenschutz sein.

Die Walliser Dienststelle für Jagd, Fischerei und Wildtiere (DJFW) hat für die Zeit zwischen dem 1. Januar und dem 31. Oktober 2019 eine Bilanz der Auswirkungen der Wolfpräsenz im Wallis erstellt. Demnach wurden in diesem Zeitraum 18 verschiedene Wölfe identifiziert, darunter zehn neue Individuen.

Im Chablais wurde, wie bereits bekannt, die Geburt von sieben Wolfswelpen nachgewiesen. Hinzu kommen zwei bis drei Jungwölfe im Vallon de Rechy und im Val d'Anniviers.

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