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ARCHIVBILD - ZUR CVP-BUNDESRATSKANDIDATIN HEIDI Z'GRAGGEN STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Geduldig beantwortet Staenderatskandidatin Heidi Z'Graggen, CVP, die Fragen der Medien am Sonntag, 7. Maerz 2010, im Rathaus Altdorf, nach dem ersten Wahlgang der Staenderats-Ersatzwahl. Keiner der drei Kandidaten erreichte das absolute Mehr, es kommt somit am 25. April zum zweiten Wahlgang. (KEYSTONE/Geri Holdener)

Zwei Wochen bleiben Z'graggen, um sich im Sprint-Wahlkampf für den Bundesrat zu positionieren. Bild: KEYSTONE

So wird Heidi Z'graggen von der Outsiderin zur Bundesrätin

Die Uhr tickt für die in Bern weitgehend unbekannte Urner CVP-Bundesratskandidatin Heidi Z'graggen. Polit-Beobachter sagen, wie sie dem Sprint-Wahlkampf den Stempel aufdrücken kann. 



Es ist eine Herkulesaufgabe: Gut zwei Wochen bleiben der Urner CVP-Regierungsrätin Heidi Z'graggen, um eine Mehrheit der 246 National- und Ständeräte von sich zu überzeugen.

Ihr grosses Handicap: Als Kantonspolitikerin ist sie im Gegensatz zu ihrer Kontrahentin Viola Amherd im Bundeshaus wenig bekannt. Vier Experten sagen, wie sie den Sprint-Wahlkampf trotzdem für sich entscheiden kann. 

Franz Steinegger

Urner FDP-Doyen

Franz Steinegger, Praesident Verband der verladenden Wirtschaft VAP, waehrend der Pressekonferenz,

Bild: KEYSTONE

FDP-Urgestein Franz Steinegger (75) stammt wie Z'graggen aus dem Kanton Uri. Als FDP-Präsident hat er bei etlichen Bundesratswahlen die Fäden im Hintergrund gezogen.  

Heidi Z'graggen ist eine sehr umgängliche und ungeschliffene Politikerin. Sie geht Probleme lösungsorientiert und unvoreingenommen an. Damit kann sie sicher punkten. Sie sollte sich jetzt aber keinesfalls bei den Parlamentariern anbiedern. Aufdringlichkeit ist trotz des Zeitdrucks fehl am Platz. Es bringt nichts, jetzt mit möglichst vielen National- und Ständeräten Kaffee trinken zu gehen. Die damalige Genfer Regierungsrätin Micheline Calmy-Rey rannte während ihres Wahlkampfs auch nicht überall herum. Entscheidend werden die Hearings vor den Fraktionen sein. 

Esther Girsberger

Publizistin

Image

Die Publizistin Esther Girsberger beobachtet die Vorgänge im Bundeshaus seit Jahren. 2011 schrieb sie ein Buch über die damalige BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf, die 2008 bei der Blocher-Abwahl als Regierungsrätin den Sprung in den Bundesrat schaffte.

Die grösste Stärke von Z'graggen ist ihre Authentizität, ihre öffentliche Wahrnehmung hat mich beeindruckt. Sie hat keinen Parlaments-Stallgeruch, Ideologien gehen ihr auf den Wecker. Sie darf sich jetzt auf keinen Fall in Bundesbern «verbiegen». Sie muss nun jene National- und Ständeräte treffen, die sich noch nicht entschieden haben. Punkten kann sie mit ihrer unternehmerischen Erfahrung, insbesondere mit dem auch aus Umwelt-Sicht gelungenen Mega-Projekt von Sawiris in Andermatt. Ich erachte ihre Wahlchancen als durchaus intakt. 

Iwan Rickenbacher

Kommunikationsberater

Iwan Rickenbacher, Kommunikatiosberater, SZ, bei der Eroeffnung zum 75 Jahr Jubilaeum der Schweizerischen Gesellschaft fuer Innere Medizin, SGIM, am Mittwoch, 16. Mai 2007 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern, KKL. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Bild: KEYSTONE

Der Schwyzer Kommunikationsberater Iwan Rickenbacher kennt als früherer CVP-Generalsekretär (1988–1992) die Abläufe vor Bundesratswahlen aus dem Effeff. 

Es bleibt nicht mehr viel Zeit. Entscheidend ist, dass sich Z'graggen minutiös auf die Gespräche und Hearings vorbereitet. Welche Fragen kommen, was sind mögliche Fallstricke? Elementar ist weiter, dass sich Z'graggen Fraktionsmitgliedern, die ihr nahestehen, als Sparring-Partner holt und die Anhörungen bei den Parteien simuliert. Ob sie sich dabei von externen Beratern unterstützen lässt, ist ihr überlassen. 

Hanspeter Trütsch

SRF-Legende

Image

Über 20 Jahre lang berichtete Hanspeter Trütsch als SRF-Bundeshauskorrespondent aus Bern. Dementsprechend viele Bundesrats-Wahlkämpfe hat er an vorderster Front miterlebt. 

Jetzt zählt für Heidi Z'graggen jede Stunde bis zur Wahl am 5. Dezember. Sie braucht ein klares Kommunikationskonzept und eine sehr gute Performance, um die richtigen Parlamentarier zu treffen und für sich gewinnen zu können. Dazu wird sich Z'graggen wohl die Unterstützung eines PR-Beraters holen, der mit der Berner Mechanik vertraut ist. Ihr Handicap: Man kennt die Urnerin in Bern nicht. Sie muss ihren Trumpf Zentralschweiz ausspielen – allenfalls im Rahmen einer Medienkonferenz, begleitet von Innerschweizer Kantonsvertretern. Dabei muss sie nochmals öffentlich erklären, weshalb gerade sie Bundesrätin werden sollte. Ohne diese breite regionale Abstützung ist es aus heutiger Sicht fast nicht machbar, dass sie die Wahl tatsächlich schafft.

Das sagt Z'graggen

Die CVP Bundesratskandidatin Heidi Z’graggen anlaesslich der CVP Delegiertenversammlung vom Samstag, 20. Oktober 2018 in der Messe Luzern. (KEYSTONE/Urs Flueeler)

Bild: KEYSTONE

Hat sie einen PR-Berater engagiert? Wer managt ihren Wahlkampf? Z'graggen gibt dazu auf Anfrage von watson keine Auskunft: «Wir bitten um Verständnis, dass wir keine Auskünfte zu Aufbau und Ablauf der Kampagne erteilen können», liess sie über den Info-Chef des Kantons Uri ausrichten. 

Ruth Leuthard redet über den Rücktritt ihrer Tochter

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Toni.Stark 21.11.2018 13:26
    Highlight Highlight ESS wäre die bessere Wahl gewesen und eine Vertreterin der NWS bzw. BL und BS. Evtl. gibt es noch Sprengkandidaten.
  • Schluch 21.11.2018 07:53
    Highlight Highlight Frau Zgraggen hat geholfen geltendes Recht (Lex Koller, Zweitwohnungsinitiative) für Sawiris zu umgehen. Wer weiss inwiefern sie und ihre Familie davon profitiert hat? Dass ihr das jetzt positiv angerechnet wird, finde ich schon sehr fragwürdig.
  • m1982 20.11.2018 20:55
    Highlight Highlight Also zumindest gegen ihre Zahnlücke kann sie jetzt etwas machen ;-)

    https://www.facebook.com/691989831002463/posts/941775489357228/
  • Leader 20.11.2018 19:18
    Highlight Highlight Kann trotz so viel Rückenwind von allen möglichen selbsternannten Experten in so kurzer Zeit alles was fehlt ( Charisma, fehlendes Netzwerk und vor allem Sozialkompetenz) aufgeholt werden?
    Darum bitte nicht die Frau aus Uri bei der Wahl- sonst wird es eine Qual.
  • px125 20.11.2018 16:30
    Highlight Highlight Die ganze Medienkampagne ist völlig sinnlos. Entscheiden wird die Bundesversammlung - und wer weiss, ob in der «Nacht der langen Messer» nicht plötzlich noch eine weitere Kandidatin oder ein weiterer Kandidat hervorgezaubert wird.
  • HGS 20.11.2018 15:18
    Highlight Highlight Ganz interessant und ganz helvetisch: Es gerät nur in Erregung, wer in und von der Politikblase lebt. Wir Normalsterblichen wissen hingegen, dass es ziemlich belanglos ist, ob Z‘graggen oder Amherd den Zuschlag erhält, gibt es doch wohl auf dem ganzen Globus keine Regierung, die machtloser ist als die schweizerische, was wir als glücklichen Sonderfall sehr zu schätzen wissen.
  • deka 20.11.2018 14:57
    Highlight Highlight Mir kommt es vor, dass die Medien mit aller Kraft versuchen, doch noch so etwas wie Spannung in die Bundesratswahl zu bringen.
    • Gurgelhals 20.11.2018 16:57
      Highlight Highlight Das ist wohl nicht zuletzt einer gewissen Eitelkeit der Journalistenzunft geschuldet — diese Vorstellung, man könne so jemanden regelrecht in den Bundesrat "schreiben".

      Das war ja 2011 bei der Calmy Rey-Nachfolge schon so, als Pierre-Yves Maillard gehypt wurde. Und natürlich letztes Jahr mit dem Maudet-Hype (der jetzt im Nachhinein besonders peinlich erscheint; inzwischen will da wohl niemand mehr dabei gewesen sein). Bezeichnenderweise hat sich der Hype in beiden Fällen dann als laues Lüftchen erwiesen: Berset und Cassis wurden beide in nur zwei Wahlgängen gewählt und zwar sehr deutlich.
  • Der Rückbauer 20.11.2018 14:23
    Highlight Highlight Uiri hit u morä! Sie ist unverbraucht, unverstrickt, frei, unabhängig, in keine Sümpfe verstrickt.
    • Macto 20.11.2018 16:38
      Highlight Highlight Deine intro ist eine mischung aus nidwaldner und berner dialekt. Aber nice try. Üri schreibt mans ;)
    • Alpchalb 20.11.2018 17:06
      Highlight Highlight Glaubst aber auch nur du...
      frag mal in ÜRI nach...
  • Gurgelhals 20.11.2018 14:10
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wer in 2 Wochen als Nachfolgerin von Doris Leuthard in den Bundesrat gewählt wird.

    Was ich aber ganz genau weiss: Dieser hyperventilierende Zgraggen-Hype, den die Medien nun krampfhaft veranstalten, hat schon nach wenigen Tagen angefangen zu nerven. Jetzt doch einfach mal abwarten und nur berichten, wenn es wirklich etwas Substantielles zur Sache zur berichten gibt. Ansonsten: Die Fraktionen einfach in Ruhe ihre Hearings machen lassen und dann sehen wir dann am 5. Dezember was passiert.
  • Muselbert Qrate 20.11.2018 13:57
    Highlight Highlight Z‘graggen und Keller-Sutter, das wäre toll! 👍
  • tychi 20.11.2018 13:43
    Highlight Highlight Ähm, irre ich mich oderversucht Watson Heidi Z'graggen mit einer Welle von Artikeln zu pushen? Irgendwie würde ich auch gerne mehr über die anderen Kandidat_innen erfahren. Die Watson-Berichterstattung ist zur Zeit etwas gar einseitig und auf Frau Z'graggen fixiert.
  • a-n-n-a 20.11.2018 13:33
    Highlight Highlight Auch wenn ich mich, als Urnerin, über eine/n urner BR freuen würde, muss ich doch sagen, dass ich in diesem Falle lieber noch etwas warten würde. Nichts gegen Heidi Z'graggen als Person, aber rein politisch würde ich Amherd bevorzugen.
    Wenn ich an "unsere" potentiellen Ex-Kandidaten wie Franz Steinegger oder Gabi Huber denke, ist Frau RR Z'graggen halt doch nicht das gleiche Kaliber.

    #myopinion
    • demokrit 20.11.2018 15:29
      Highlight Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.
    • Leader 20.11.2018 17:26
      Highlight Highlight Liebe a-n-n-a sie sprechen mir aus dem Herzen.
      Kaliber kann man eben nicht kaufen, schon gar nicht in zwei Wochen.
    • Platon 20.11.2018 19:27
      Highlight Highlight @a-n-n-a
      Sehr gut! Nicht wie Herr Steinegger und Frau Huber zu sein, zeichnet jemanden doch gerade dazu aus ein BR zu sein.

  • Curly Turkey 20.11.2018 13:23
    Highlight Highlight Was ist speziell finde (und staatspolitisch etwas bedenklich): Dieser ganze Z'graggen-Zirkus, der seit Freitag läuft. Jede Zeitung, jede Site mit einem Interview. Ganz so, als gäbe es keine anderen drei Kandidaten.

    Genau das, was die CVP gewollt hat. Und das, was wohl der eine oder andere Spin Doctor im Hintergrund einfädelt.

    Klar, dass Z'graggen die Überraschung der letzten Woche war. Klar auch, dass sie die unbekannteste der vier Kandidatinnen und Kandidaten ist. Aber warum spricht z.B. niemand über FDP-Aussenseiter Wicki?
  • Bündn0r 20.11.2018 13:18
    Highlight Highlight Die bürgerliche Mehrheit im Parlament hat mit KKS und Z'graggen die Möglichkeit den Bundesrat nachhaltig bürgerlicher zu besetzen. Ich hoffe sie nehmen sie wahr.
    • amore 20.11.2018 19:03
      Highlight Highlight Und ich hoffe, sie nehmen sie NICHT wahr.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

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