Schweiz
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Das Volk soll über den Kauf neuer Kampfjets abstimmen können. Linke und armeekritische Kreise haben das Referendum lanciert. (Archivbild)

Ein Kampfflugzeug F-35A von Lockheed Martin (USA) im Juni 2019 bei Tests in Payerne. Bild: KEYSTONE

Keiner weiss, wer gewinnt – vielleicht springt am Schluss ein US-Jet aus der Büchse

Die Armee von Viola Amherd glaubt ein Auswahlverfahren für Kampfjets installiert zu haben, das Manipulationen verhindert.

Henry Habegger / ch media



Für viele ist der «Rafale» der Favorit, das Flugzeug von Dassault, den Franzosen. Weil er als solides und bewährtes Mehrzweckflugzeug gilt, weil er die letzte Ausscheidung leistungsmässig angeblich gewonnen hat, weil die Schweiz vielleicht mit Vorteil bei einem europäischen Nachbarn kauft.

Aber es kann auch ganz anderes kommen. Es kann sein, dass am Schluss der laufenden Ausmarchung für neue Kampfflugzeuge ein US-Jet ganz oben auf der Rangliste erscheint, der Super Hornet von Boeing oder der F-35 von Lockheed. Es kann sein, dass Donald Trump im November als US-Präsident wiedergewählt wird und dass ihm die Schweiz wenig später für sechs Milliarden Jets abkauft. Nichts ist auszuschliessen.

«Keiner weiss heute, was rauskommt. Das weiss man erst Anfang 2021», sagt Peter Winter, Vizedirektor von Armasuisse, Programmleiter der Air2030. Er ist der Mann, der für die Evaluationen von Kampfjets und Luftabwehr verantwortlich zeichnet. Für Ausgaben von rund 8 Milliarden Franken.

Gripen-GAU steckt ihnen in den Knochen

Allen steckt noch der Gripen-GAU in den Knochen. Das Verteidigungsdepartement (VBS) unter dem damaligen Armeeminister Ueli Maurer hatte ein nicht fertig entwickeltes Flugzeug zur Evaluation zugelassen. In den Tests erfüllte der Kampfjet mehrere Vorgaben nicht, schloss schlechter ab als seine Konkurrenten Eurofighter und vor allem Rafale. Aber der Bundesrat beschloss Ende 2011, den günstigsten Jet zu kaufen. Das gab Ärger bei der Konkurrenz, Testberichte sickerten durch, und der «Papierflieger» Gripen hob trotz teurer Kampagne der schwedischen Herstellerfirma Saab nicht ab: 2014 setzte das Volk dem Spuk ein Ende, es sagte mit 53.4 Prozent Nein zum Gripen-Fonds-Gesetz, dem Finanzierungsvehikel des 3.1 Milliarden teuren Kampfflugzeugs.

Das totale Chaos. Sechs Jahre später soll alles anders sein. Im Verfahren sind diesmal, macht Milizoberst Winter deutlich, zahlreiche Sicherungen eingebaut, damit es weder von innen noch von aussen beeinflusst werden kann, damit es sauber abläuft.

Kosten des Flugzeugs sind die halbe Miete

Nach vier Kriterien läuft die Schweizer Evaluation ab. Die Wirksamkeit wird mit 55 Prozent gewichtet, der Produktesupport (Wartungsfreundlichkeit, Supportautonomie) 25, die Kooperation und die direkte Industriebeteiligung mit je 10 Prozent. Diese vier Kriterien zusammen ergeben aber nur 50 Prozent des Endresultats. Die anderen 50 Prozent macht der Preis aus, also die Beschaffungs- und die vom Hersteller geschätzten Betriebskosten des Jets.

Um Missbräuche zu verhindern, sorgt Armasuisse laut Winter dafür, dass keine der involvierten Personen zu viel weiss: jeder Fachspezialist sieht nur den Teil der Offerten, der für seine Aufgabenerfüllung notwendig ist. Im Prozess sind bei den Kampfjets und Bodluv je fünf Teams am Werk. Jedes Team ist für eines der fünf Auswahlkriterium zuständig, also: Wirksamkeit, Produktesupport, Kooperation, Gegengeschäfte, Preis.

Keiner weiss, wer gewinnt, sagt der Programmleiter

Jedes der Teams verfügt nur über jenen Teil der Offertangaben der Hersteller, für den es zuständig ist. Niemand habe den Gesamtüberblick, sagt Programmleiter Winter, auch er selbst nicht. Er könnte zwar theoretisch bei den einzelnen Teams nachfragen, aber das würde auffallen. Und wer die Daten vom Datencenter abzurufen versucht, wird vom System registriert, er hinterlässt also Spuren.

Heute kann also laut Armasuisse keiner sagen, welcher Jet im Rennen vorne liegt, welcher die besten Werte hat. Nicht nur das: Weil die Resultate noch nicht einmal team-intern ausgewertet worden seien, könne derzeit auch niemand sagen, wie die Situation in seinem eigenen Bereich konkret aussehe.

Ab November werden die Offerten ausgewertet

Das soll noch eine ganze Weile so bleiben. Im November - also nach der Abstimmung über den Kampfjet-Bundesbeschluss - reichen die Hersteller ihre zweite und letzte Offerte ein. «Auch die zweite Offerte wird wieder gesplittet», sagt Winter. Jedes Team erhält daraus den Teil, für den es zuständig ist. Die Umschläge werden unter Aufsicht durch einen externen Notar verteilt. Auch dieser hat keinen Einblick, er prüft, so Winter, den Inhalt der Couverts, aber er sieht keine Einzelheiten, beispielsweise keine Preisangaben.

Ab November werten die Teams die Offerten aus ihrem Bereich aus. Erst Anfang 2021 werden die Resultate zusammengeführt, der Evaluationsbericht wird verfasst. Erst dann zeigt sich, wer das Rennen gemacht hat. «Dann macht mein Team eine Empfehlung zuhanden der Chefin», sagt Winter, «dann werden wir ein Flugzeug und ein Bodluv-System empfehlen.»

Über Versäumnisse beim Gripen spricht man lieber nicht

War das alles auch schon beim Gripen so, wurden auch damals diese strikten Sicherheitsmassnahmen ergriffen? Winter blickt zum Informationschef von Armasuisse, Kaj-Gunnar Sievert, überlässt diesem die Antwort. Der Fall scheint klar: Beim Gripen waren die Schutzmechanismen weniger stark, aber darüber spricht man heute lieber nicht. «Sie waren nicht schwächer, sondern anders», drückt sich Sievert aus. «Wir haben sicher dazugelernt», sagt Winter schliesslich.

Bild

«Machen alles gegen Datenleaks»: Peter Winter, Programmleiter Air2030. Bild: VBS

Auf der Hut ist das VBS offensichtlich auch in Sachen Hacker- oder Spionageangriffe. So werden die Unterlagen und Dokumente zu den Beschaffungen im Rahmen von Air2030 nur auf Computern und Servern gespeichert, die nicht ans Internet angeschlossen. Es gibt etwa 70 Laptops, auf denen die Fachexperten mit den ihnen zugänglichen Daten arbeiten. Diese Laptops können einzig mit dem Datencenter kommunizieren, das nicht am Internet angehängt ist. Sie können weder ans Internet angeschlossen werden, noch können Daten extern abgespeichert werden: Die Laptops haben keine USB-Anschlüsse oder andere Schnittstellen.

Wer also an die ganzen Datensätze will, müsste schon bei Armasuisse einbrechen und die in einem speziellen Raum zusätzlich gesicherte Computeranlage abtransportieren. Das ist im hoch gesicherten Verwaltungsgebäude am Guisanplatz, in dem sich auch die Bundesanwaltschaft und das Bundesamt für Polizei (Fedpol) befinden, vermutlich nicht so einfach.

«Wir machen alles dafür, dass wir keine Datenleaks haben», sagt Winter.

Bundesrat kann Resultat über den Haufen werfen

Die Evaluation von Kampfjets und Luftabwehrsystem ist demnach ein systematischer Prozess, an dessen Ende ein technokratisch bestimmter Sieger aus Box springt. Ob der Bundesrat das Resultat aber übernimmt, oder ob er aus politischen Überlegungen vom vorgeschlagenen Typenentscheid abweicht, ist eine andere Frage.

Und das letzte Wort, betont man im VBS, habe sowieso das Parlament: Weil die Flugzeuge über die Armeebotschaft finanziert werden, müssen National- und Ständerat die nötigen Kredite bewilligen.

Das weiss auch Winter. «Unser Auftrag ist, der Politik gründliche und zuverlässige Entscheidungsgrundlagen zu liefern», sagt er. Diesen Auftrag wolle er «sauber und nachvollziehbar» ausführen.

Ob es aber überhaupt so weit kommt, ist auch wieder andere Frage. Im September stimmt die Bevölkerung über den Kampfjet-Kredit ab. Sagt sie nein, geht es zurück auf Feld eins. Wie schon nach dem Gripen-Aus.

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67
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67Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • TT (TraugottTaugenichts) 23.07.2020 13:45
    Highlight Highlight Flugi Flugi fliiiiieg :-) Ja das Spiezeug der Superpfadi... Wirds der Eurofighter der viel zu teuer ist und abstürzt wenn der Computer ausfällt? Oder der schrottige Rafale mit grottigen Werten? Vieleicht die von der Schweiz in den 90ern finanzierte F/A18F, die mehr Bomber als Jäger ist? Oder aber der Angriffskrieg-Tarnkappen F-35 der nun doch nicht getarnt ist aber deshalb nicht optimale Airodynamik und russische Triebwerke statt Rolls-Royce hat? Der Grippen wäre eigentlich ganz konkurenzfähig, aber ist wohl ein rotes Tuch. F-35 ist übrigens eher Bush-Jet den Trump. Trump will Raumschiffe. ;-)
  • TheKen 23.07.2020 10:56
    Highlight Highlight die logische und vernuenftigste Wahl ist der Rafale. Auch die Inder haben die Flieger evaluiert.
  • easy skanking 23.07.2020 10:50
    Highlight Highlight schlussendlich gehts ja nur darum, welche jet-milliardenfalle, im kriegsfall als erstes abgeschossen wird..
    denn egal welche armee die schweiz mit jets angreifen würde, sie wären uns zahlenmässig überlegen..
    somit würden wir uns rückblickend fragen, wieso wir die milliarden nicht in erneuerbare energie investierten.
    denn wenn wir nicht schleunigst was unternehmen, wird es keine zu verteidigende schweiz wie wir sie kennen mehr geben.
    • Bits_and_More 23.07.2020 11:36
      Highlight Highlight Und wie würdest du die Luftpolizei ohne Jets gestalten?
    • easy skanking 23.07.2020 11:41
      Highlight Highlight emp kanonen
  • TheKen 23.07.2020 10:47
    Highlight Highlight Der F35 kann es wohl nicht sein, ein Flugzeug, das noch immer in der Entwicklung steckt, nicht schneller als Schallmauer fliegen darf. Aehnliche Vorzeichen wie beim Gripen. Da wuerde die Schweiz bei einem Kauf mitentwickeln muessen. SuperHornet, ist doch zu gross fuer unsere Alpen. Der jetzige FA18 ist schon zu gross.
  • SchrödingersKatze 23.07.2020 10:29
    Highlight Highlight Solange kein Boeing-Jet angeschafft wird, ist alles in Ordnung.
  • smoking gun 23.07.2020 10:27
    Highlight Highlight Für die Aufgabe „Luftraumüberwachung“ reichen 12 Jets. Vier im Einsatz, vier Standby und vier in der Wartung. Der F-35 ist das ungeeigneste Flugzeug von allen Kandidaten. Gravierende Mängel und viel zu teuer.

    Für konventionelle Kriege kann zudem Bodluv in einem kleinen Land wie die Schweiz sehr effizient sein. Da kann man durchaus was investieren. Russische Produkte sind da übrigens führend - für die Schweiz kein Thema, ich weiss.

    Ich denke, das VBS sollte sich zudem intensiv Gedanken über Biowaffen machen. Die USA betreiben in Osteuropa mehrere Labors wo intensiv geforscht wird.

  • LURCH 23.07.2020 10:23
    Highlight Highlight Da wird also einmal mehr versucht das Volk für dumm zu verkaufen und schön im dunkeln zu lassen.
    Ich bin definitiv für zurück auf Feld eins.
    Benutzer Bild
  • Pafeld 23.07.2020 10:20
    Highlight Highlight Das winzige Stück Restvertrauen, dass ich der Armasuisse noch entgegen bringe, ist positiv ab den Bemühen einer sauberen Evaluation überrascht.
    Dem Parlament dagegen traue ich in dieser Frage nicht einen mm über den Weg. Warum ein solch hoher Aufwand einer sauberen Evaluation, wenn man sie nicht zur Abstimmung bringen will? Das Parlament und der Bundesrat täuschen offensichtlich vordergründig eine saubere Evaluation vor und im Hintergrund wird weiter fleissig gemauschelt. So nicht. Es geht auch um eine grundpolitische Stilfrage, wie uns das Parlament Geschä zur Abstimmung unterbreitet.
  • Past, Present & Future 23.07.2020 09:40
    Highlight Highlight Hauptsache "Trump" in den Titel gepackt, egal wie wenig der Inhalt des Artikels mit ihm zu tun hat...
  • Zeit_Genosse 23.07.2020 09:35
    Highlight Highlight 1) mit Trump hat das nichts zu tun. Das ist unqualifizierte Stimmungsmache des Artikelschreibers. Die Jets werden nicht nach ausl. Präsidenten gekauft

    2) Ich hoffe, dass die Umstände, mit EU und NATO kompatibel zu sein, was angesichts des (engen) Luftraums sinnvoll erscheint, auch gewichtet wird

    3) Und wie wird die Einpassung in den CH-Armee-Mix bewertet, wenn diverse Teams nur partiell darüber befinden? Die Gesamtsicht ist wichtig

    4) Die F35 fällt bereits beim Preis durch. Sie ist modern und deshalb auch teurer. Die Rafale ist 1986 erstmal geflogen und wird seit 1997 in Serie produziert
  • Hans der Dampfer 23.07.2020 09:31
    Highlight Highlight Was ist ein "Trump-Jet"? Die Flugzeuge werden von amerikanischen Firmen produziert. Trump hat damit nichts zu tun. Warum muss alles was aus Amerika kommt noch mit Trump in Verbindung gebracht werden? Es heisst doch auch nicht "jetzt kommt das neue Trump-iPhone"?!
  • chrissy_dieb 23.07.2020 09:26
    Highlight Highlight Haben Sie Ihr Netflix-Abo bei Obama's Abgang gekündigt und werden es erneut abschliessen, wenn Biden Präsident ist?

    Es ist falsch den Präsidenten des Herstellerlands mit in die Betrachtung zu nehmen - schlussendlich sollte nur die Technik entscheiden.
    Der Begriff "Trump-Jet" ist einfach Schwachsinn.

    P.S.: Ich bin wohl gegen den Geldsegen für den Jet - aber wennschon, dann bitte den geeignetsten (egal ob amerikanisch oder französisch).
    • Henzo 23.07.2020 10:08
      Highlight Highlight Naja.... die Regierung völlig ausser Acht lassen, muss man nicht zwingend. Ich werde auch bestimmte Länder privat nicht besuchen, so lange bestimmte Regierungen an der Macht sind (ich möchte jetzt keine konkreten Beispiele nennen, da ich es vermeiden möchte beim Verlassen des Flughafens "päcklet ds werde", weil ich kritisch über den Machthaber/das Regime geschrieben habe. Jeder kann sich selber Vorstellen, welche Länder damit gemeint sind).

      Wenn man mit einer Bestimmten Regierung nicht zufrieden ist, sollte man diese nicht unterstützen.
    • chrissy_dieb 23.07.2020 11:17
      Highlight Highlight @Henzo: Ja, aber wir kaufen die Jets ja auch nicht in Nordkorea. Beachten Sie bitte noch folgendes:

      1. Ist die USA eine Demokratie mit Gewaltentrennung und diversen Vertretern auf unterschiedlichen Staatsebenen und Funktionen.
      2. Wird Trump bald oder spätestens in 5 Jahren nicht mehr Präsident sein - unsere Jets sollten ihn da schon überdauern.
      3. Können Sie mir mit Sicherheit sagen, dass in 10 Jahren nicht Le Pen Präsidentin ist?
      4. Ist der Jet Markt nicht beliebig gross. Es gibt auf der Welt mehr „Ferien all inclusive“ Anbieter wie Jet-Produzenten.
  • THEOne 23.07.2020 09:16
    Highlight Highlight jedes system kann gehackt werden. dss unsere führung von it null plan hat, hat sie schon duzende male bewiesen. manchmal muss es nicht mal gehackt werden, es reicht auch ein whistleblower.
    und völlig überzüchtete jets mit nsa navi drin brauchen wir schon garnicht
  • Matti_St 23.07.2020 09:10
    Highlight Highlight Ich hoffe, wir erfahren wenigstens, welches Flugzeug im Auswahlverfahren den ersten Platz eingenommen hat. Schliesslich muss das Volk als oberstes Gremium unsere Politik kontrollieren.
  • Turicum04 23.07.2020 09:03
    Highlight Highlight Im Klimawandel brauchen wir keine Kampfjets, die stinken, lärmen und die Umwelt zerstören! Die Ewiggestrigen denken immer noch daran, dass es Krieg geben wird.

    Das Geld können wir besser in die Umwelt- und Flüchtlingspolitik investieren und so verteilen!
    • MarGo 23.07.2020 09:45
      Highlight Highlight Ich bin auch kein Kampfjet-Fan, aber:
      1) diese werden für die Flugraumsicherung beschafft und nicht damit wir uns in einem Krieg wehren könnten - könnten wir uns auch mit den Paar Flugis im Übrigen nicht...
      2) Rüstungsgelder werden ohnehin in Rüstung investiert. Dieses Budget wird und keinen Umständen in andere Ressorts geleitet... allenfalls wäre hier aber der Ausbau der Bodluv eine Alternative.
    • Sharkdiver 23.07.2020 10:15
      Highlight Highlight glauben die Blitzer bei MarGo wirklich die Schweiz könnte sich echt gegen einen Feind erfolgreich wehren mit den Jet‘s😂
    • Bits_and_More 23.07.2020 11:40
      Highlight Highlight @Sharkdiver
      Im kalten Krieg stecken geblieben? Es gibt ja nicht nur das Szenario, dass der böse Grossmacht in die Schweiz einmarschieren möchte.
  • Unserious_CH 23.07.2020 08:56
    Highlight Highlight "Trump-Jet"?

    Ich lies Watson ja echt gern, aber einmal ein Artikel zu lesen der nicht gezwungen mit Trump in Verbindung gebracht wird, wäre eine schöne Abwechslung.
    • Joseph Quimby 23.07.2020 09:50
      Highlight Highlight *geschrieben mit Trump-Software
  • Vortex86 23.07.2020 08:52
    Highlight Highlight Liebes Watson
    Ist es wirklich nötig diesen Artikel mit der leichten negativen Konnotation zu veröffentlichen? Wirklich differenzierte oder kritische berichterstattung sähe in meinen augen anders aus. Das hier geht schon fast in richtung des üblichen Armee-Bashings.
    Und nun könnt ihr die Blitze regnen lassen😉.
  • Quacksalber 23.07.2020 08:39
    Highlight Highlight Ist sowieso nur zum spielen, dann wenigstens ein Modell aus der Nachbarschaft.
  • p4trick 23.07.2020 08:36
    Highlight Highlight Ich hoffe das Volk entscheidet für ein NEIN!
    • 7immi 23.07.2020 10:01
      Highlight Highlight Und dann? Dann wird der Auftrag ausgeschrieben und ein anderes Land übernimmt die Aufgabe, was ca gleich viel kosten dürfte...
    • Bits_and_More 23.07.2020 11:40
      Highlight Highlight Luftpolizei dann von Deutschland / Frankreich / Italien?

      Ich finde die Sicherung des eigenen Luftraumes sollte in unserer Verantwortung liegen.
    • p4trick 23.07.2020 12:17
      Highlight Highlight Eine Alternative wäre das Militär Budget zu kürzen und auch die Beschaffung auf 3Mia zu limitieren.
      Militär Budget 3Mia pro Jahr und Beschaffung neuer Jets muss aus diesem Budget erfolgen, kann aber vorgezogen werden, dann gibt's einfach die folgenden 12 Jahre nur 2.5Mia.?
      Nur so als Beispiel
    Weitere Antworten anzeigen
  • GetReal 23.07.2020 08:22
    Highlight Highlight Es kann auch sein, dass Trump wiedergewählt wird und wir amerikanische Produkte des täglichen Bedarfs kaufen, von mehreren Milliarden Dollar wert. Computer, Coca-Cola... you name it. 🤷‍♂️
  • marki19 23.07.2020 08:22
    Highlight Highlight Die Neutralität ist eh im Ar...
    Könnt ihr euch erinnern, wie Frankreich uns im Streit mit der EU gedroht hat? Könnt ihr euch erinnern, wie wir ständig an den Pranger gestellt werden, weil wir beim Verein der EU nicht mit machen? Jetzt, vor der Abstimmung ist es doch verdächtig ruhig von Seiten der EU-Diktatoren. Deshalb Nein, wir kaufen keinen EU-Flieger und die Amis brauchen wir auch nicht. Wir bleiben am Boden und schützen unsere Werte politisch.
    • Eskimo 23.07.2020 12:09
      Highlight Highlight Und lassen dann unseren Luftraum von unseren "Freunden" überwachen...
  • De-Saint-Ex 23.07.2020 08:21
    Highlight Highlight ... also wird die Wirksamkeit mit 25% gewichtet?
    Danke, sehr aufschlussreich. Von mir erst recht definitiv ein NEIN.
    • Helvetiavia Philipp 23.07.2020 08:55
      Highlight Highlight Das ist immer so. Bei öffentlichen Beschaffungen macht der Preis häufig 90-100% der Ausschreibung aus. Kampfjets sind wesentlich komplexer, sodass es sinnvoll ist, den Preis mit nur 50% zu gewichten. Die Wirksamkeit wird bei allen Jets hoch sein, denn der Anforderungskatalog an die Jets ist detailliert bestimmt, weshalb es keinen Sinn macht, diese nochmals als ausschlaggebendes Kriterium zu wählen.
    • Froggr 23.07.2020 09:01
      Highlight Highlight Ah ein Experte. Der 10‘376te Experte den ich höre.
    • Oberon 23.07.2020 09:07
      Highlight Highlight Du willst deine Abstimmung nur anhand einer falschen Prozentzahl aus machen?

      Ich rate dir mehr Kriterien für dieses Thema ins Auge zu fassen.

      Als erstes zumindest ob die Schweiz in Zukunft ihre Lufthoheit selber bestimmen soll/kann.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jonas der doofe 23.07.2020 08:17
    Highlight Highlight Ok, gut zu wissen.
    Aber eine Frage trotzdem: Wie kommen die entsprechenden Papiere in die entsprechenden Couverts? Irgendjemand muss ja mal alles sortieren. Und ich habe das Gefühl, so eine Offerte umfasst doch 100rte Seiten. Es geht um sehr viel Geld, da sickert doch immer was durch, und sei es am Schluss durch enttäuschte Mitbewerber, so wie beim Gripen
  • Goldjunge Krater 23.07.2020 08:03
    Highlight Highlight Es wäre sehr, sehr peinlich für die Schweiz, wenn der Rafale gewinnen würde!!

    Mein erstes Auto war ein Peugeot, nie wieder!!
    • MacB 23.07.2020 10:02
      Highlight Highlight Na, wenn das mal kein qualifizierter Grund ist, wieso eine Rafale schlecht sein soll...dein erstes Auto.
    • 7immi 23.07.2020 10:03
      Highlight Highlight Schau mal, was Dassault so macht, den Vergleich mit Peugeot ist quasi Rufmord ;)
    • User01 23.07.2020 10:13
      Highlight Highlight Ich habe eine Peugeot Pfeffermühle, mit der ich sehr zufrieden bin. Daraus schliesse ich, dass der Rafale ebenfalls gut ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • blueberry muffin 23.07.2020 08:01
    Highlight Highlight Bei der Armee hat niemand den Überblick. Ganz toll. Da ist dann auch niemand Schuld.
  • Der Rückbauer 23.07.2020 07:58
    Highlight Highlight Nur kein US-Flüügerli. Ich möchte nicht, dass ein Irrer wie zB die Orange bestimmen kann, wann geflogen wird und wann nicht. - SamuraiGra: Ja, die Kombination Natoflieger/Russe hat etwas an sich.
  • Thomas Melone (1) 23.07.2020 07:46
    Highlight Highlight Hoffentlich siegt die Vernunft und die Milliarden werden für wichtigeres ausgegeben.
  • Samurai Gra 23.07.2020 07:33
    Highlight Highlight Ich wäre für eine Kombi
    Natoflieger (wenn möglich keine Amiproduktion) und die neueste MiG.

    Nur so könnten wir unsere Neutralität schützen
    • Völkerrechtler 23.07.2020 07:45
      Highlight Highlight Oder wir kaufen einfach bei niemanden, dann verhalten wir uns auch ganz neutral und haben erst noch mehr Geld für sinnvollere Investitionen!
    • Thomas Melone (1) 23.07.2020 07:55
      Highlight Highlight Haben Länder ohne Kampfflugzeuge wie zum Beispiel Irland denn keine Neutralität?
    • Max Dick 23.07.2020 08:08
      Highlight Highlight Was natürlich am allergünstigsten käme 😂
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