Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Remy Pagani, Conseiller administratif du Departement des constructions et de l'amenagement, sÕexprime lors d'une conference de presse relative a l'audit de legalite et de gestion de la Cour des comptes concernant les frais professionnels des membres du Conseil administratif et de la direction de la Ville de Geneve, ce jeudi 1 novembre 2018 a Geneve. (KEYSTONE/Martial Trezzini)

Keine Sanktionen: Das Coronavirus verunmöglicht ein Verfahren gegen Rémy Pagani. Bild: KEYSTONE

Disziplinarverfahren gegen Genfer Stadtrat Pagani beendet



In Genf hat die Kantonsregierung das im Januar eröffnete Disziplinarverfahren gegen den Stadtrat Rémy Pagani (Linke Alternative) zu den Akten gelegt. Sie sei nicht in der Lage, das Verfahren vor dem Ende von Paganis Amtszeit am 31. Mai abzuschliessen.

Die Coronavirus-Pandemie habe es verunmöglicht, die notwendigen Anhörungen durchzuführen, um die Fakten vollständig zu ermitteln, teilte der Staatsrat am Montag mit. Pagani war verdächtigt worden, seine Amtspflichten verletzt zu haben.

Bei der Disziplinaruntersuchung ging es um zwei Dossiers. Das eine betraf die Genfer Stiftung für Flüchtlingshilfe. Fraglich waren dabei die Umstände und Modalitäten, wie diese Stiftung gegründet und wie das Anfangskapital aufgetrieben wurde.

Pagani wurde verdächtigt, öffentliche Gelder investiert zu haben, ohne die Sache dem Genfer Stadtparlament unterbreitet zu haben. Ausserdem soll er Hilfe eines grosszügigen Spenders erhalten haben.

Die zweite Affäre betraf die Baustelle bei der Renovation des Genfer Opernhauses, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit der Bauarbeiter und der Öffentlichkeit.

Die möglichen Sanktionen hätten je nach Ausgang der Untersuchung von einer Verwarnung bis zur Amtsenthebung Paganis reichen können. Der 65-jährige Pagani ist seit 2007 Mitglied der Genfer Stadtregierung und war bereits zweimal Stadtpräsident, zuletzt im Amtsjahr 2012/2013. Ende Mai scheidet er aus dem Amt, bei den Erneuerungswahlen in diesem Frühling war er nicht mehr angetreten. (dab/sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

So kam das Coronavirus in die Schweiz – eine Chronologie

Coronavirus – Verbreitung durch Husten

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

0
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kommentar

Liebe Velofahrer, ihr seid leider die schlimmsten Verkehrsteilnehmer

Das Coronavirus hat dazu geführt, dass in der ganzen Schweiz mehr Leute mit dem Velo unterwegs sind. Das Geschäft boomt, auch mit den E-Bikes. Zusätzlich stimmt die Stadt Zürich am 27. September darüber ab, ob man sich verpflichten will, 50 Kilometer Veloschnellrouten einzurichten.

Das Velo – und besonders die Velofahrer – stehen damit wieder einmal im Zentrum der Aufmerksamkeit. Ein guter Zeitpunkt, euch die Leviten zu lesen. Oder sollte ich sagen: uns? Denn bevor ihr mich in der …

Artikel lesen
Link zum Artikel