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ZUR COOP FILIALE IM EINKAUFSZENTRUM SEEWEN MARKT STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- The fruit and vegetable department at the branch of retailer Coop at the shopping center Seewen Markt in Seewen, Canton of Schwyz, Switzerland, on May 15, 2018. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Gemuese- und Fruechteabteilung in der Filiale des Detailhaendlers Coop im Einkaufszentrum Seewen Markt, aufgenommen am 15. Mai 2018 in Seewen, Kanton Schwyz. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Lebensmittel, die nicht mehr verkaufbar, aber noch essbar sind, müssen in Tschechien neu gespendet werden, so will es das Gesetz.  Bild: KEYSTONE

Politiker fordern: Coop und Migros sollen nicht verkaufte Lebensmittel spenden müssen

In Tschechien dürfen Supermärkte nicht verkaufte Lebensmittel nicht mehr wegwerfen, sondern müssen sie spenden. Die Schweiz ist noch weit davon entfernt. Zwei Politikerinnen wollen das nun ändern.  



Tschechien hat dem Foodwaste den Riegel geschoben: Grosse Supermarkt-Ketten dürfen abgelaufene oder unverkäufliche Lebensmittel nicht mehr wegwerfen, sondern müssen sie kostenlos an Hilfsorganisationen abgeben. 

Tschechien ist nicht das erste Land mit einem solchen Gesetz. Auch in Frankreich müssen grössere Lebensmittelläden Strafen von bis zu 4'500 Euro zahlen, wenn unverkaufte, aber noch essbare Lebensmittel im Müll anstatt bei gemeinnützigen Organisationen landen. 

In der Schweiz hat der Kampf gegen Foodwaste nicht oberste Priorität. Die Fairfood-Initiative, über die die Schweizer Bevölkerung vergangenen September abstimmte, forderte unter anderem Massnahmen, um die Lebensmittelverschwendung zu bremsen. Ohne Erfolg. Die Vorlage scheiterte mit 61,3 Prozent Nein-Stimmen. 

ARCHIV - ZUR MK DER CARITAS ZUR ARMUTSPOLITIK, AM MONTAG, 27. AUGUST 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ----  People in need shop at the Caritas Market in Zurich, Switzerland, pictured on January 11, 2010. The Caritas Market sells groceries and hygiene products at very low prices for people earning minimum wages. (KEYSTONE/Gatean Bally)

Beduerftige kaufen am 11. Januar 2010 im Caritas-Markt in Zuerich Lebensmittel ein. Im Caritas-Markt koennen Menschen mit minimalem Einkommen Lebensmittel und Hygieneartikel zu Tiefstpreisen einkaufen. (KEYSTONE/Gatean Bally)

Hilfsorganisationen wie Caritas oder Tischlein deck dich retten Lebensmittel vor der Vernichtung und verteilen sie an armutsbetroffene Menschen.   Bild: KEYSTONE

Einzelne Politiker versuchen dennoch weiterhin, die Sensibilisierung gegen Foodwaste voranzutreiben. 2017 wollte Isabelle Chevalley, GLP-Nationalrätin, bereits vom Bundesrat wissen, ob Detailhändler dazu verpflichtet werden können, unverkäufliche Lebensmittel zu spenden. 

Wie gesund oder ungesund ist dein Essen? Alles relativ.

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Der Bundesrat antwortete knapp. Eine Spende-Pflicht wäre ein erheblicher Eingriff in die Wirtschaftsfreiheit und Eigentumsgarantie und würde eine gesetzliche Grundlage erfordern, heisst es in der schriftlichen Stellungnahme. 

Auf das neue Gesetz in Tschechien angesprochen, reagiert Chevalley positiv: «Das sind gute Neuigkeiten! Ich werde es mir im Detail ansehen, um herauszufinden mit welchen Argumenten die Regierung zu dieser Entscheidung gekommen ist», 

Auch Aline Trede, Grünen-Nationalrätin, liegt das Thema Lebensmittelverschwendung am Herzen. Sie habe bereits während der Abstimmung über die Fairfood-Initiative viele Diskussionen dazu geführt. «Ich werde sicher noch einmal nachhaken und versuchen, zusätzlich eine Kommissionsmotion bezüglich Sensibilisierung gegen Foodwaste im Alltag durchzubringen», so Trede. 

In der Schweiz wird ein Drittel der Lebensmittel weggeworfen

Video: srf

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