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Geri Mueller anlaesslich einer Medienkonferenz am Dienstag, 19. August 2014, in Zuerich. Die Badener Stadtregierung hatte am Sonntagabend entschieden, dass der wegen Nackt-Selfies in die Schlagzeilen geratene Gruenen-Politiker seine Fuehrungs- und Repraesentativaufgaben als Stadtammann von Baden vorlaeufig abgeben muss. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Causa Müller geht in eine weitere Runde. Bild: KEYSTONE

Geri Müller

«Es war Kriegszustand. So etwas habe ich noch nie erlebt»

Einmal mehr stellte sich Geri Müller heute im SRF den Fragen zum #Gerigate. Bevor es in der «Rundschau» zur Sache ging, haben Twitteruser bereits die Klingen gekreuzt. In der Sendung selbst zeigte sich Müller kämpferisch und ging mit den Medien hart ins Gericht.



Claudio Gagliardi
Claudio Gagliardi

Redaktor

Am Nachmittag twitterte der «Rundschau»-Moderator Sandro Brotz:

Die Antwort folgte prompt:

Brotz konterte:

Und erhielt Rückendeckung:

Sogar die Billag-Gebühren wurden ins Feld geführt:

Die selbe Dame forderte während der Sendung dann auch den Rücktritt von Geri Müller.

Müller will Vertrauen zurückgewinnen

Dann folgt die Sendung. Zuerst fasste die Redaktion in einem Beitrag den Fall Müller zusammen. (Nackt)-Selfies, erste Medienberichte, öffentliche Entschuldigung und zuletzt der Dossierentzug durch die Badener Stadtregierung.

Dann wird Müller vom gewohnt unzimperlichen Moderator Sandro Brotz in die Mangel genommen. Er wolle sich Zeit geben um das verlorene Vertrauen wieder zu gewinnen, sagt Müller. Er kehre auch nicht aus finanziellen Beweggründen in seine beiden Ämter (Stadtrat und Nationalrat) zurück.

Über die derzeitige Situation im Stadtrat wollte Müller, trotz mehrmaliger Nachfrage des Moderators, mit Verweis auf die laufenden Mediation partout keine Antwort geben.

Kinder hatten es besonders schwer

Im zweiten Teil des Gespräches wollte Sandro Brotz wissen, ob Müller Strafanzeigen wegen Persönlichkeitsverletzung einreichen werde. Dies sei laut Müller denkbar, aber die Abklärungen seien noch im Gange und ein Entscheid werde erst noch fallen. Müller erzählt jedoch vom Klima der Angst, wenn plötzlich private Dinge ausgeplaudert werden. Da müsse man sich an Grundrechte halten.

Besonders für seine Kinder seien die letzten Wochen sehr hart gewesen, sagt Müller. Journalisten hätten richtiggehend Jagd auf diese gemacht, hätten Personen aus der Verwaltung angesprochen und hätten zum Teil abgeschüttelt werden können. Das seien Kriegszustände gewesen, so etwas habe er noch nie erlebt, so Müller.

Müller ist der Überzeugung, dass die ganze Kampagne von vier bis fünf Leuten eingefädelt wurde. Es sei problematisch, wenn einfach ein paar Leute eine Neuwahl erzwingen könnten.

Brotz stellte auch die Frage, ob Müller nun den Winkelried spiele und die Gesellschaft vor Ähnlichem schützen wolle. Er habe diverse Rückmeldungen von Personen bekommen, die sagten, wenn die Öffentlichkeit dies oder jenes von ihnen wüsste, hätten sie auch ein Problem. Müller schliesst mit dem Satz, dass Denunziationsideen nicht toleriert werden dürfen.

Die Zusammenfassungen auf Twitter

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