Schweiz
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ZUR EIDGENOESSISCHEN ABSTIMMUNG FUER EINE STARKE AHV (AHVPLUS) VOM SONNTAG, 25. SEPTEMBER 2016, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - An elderly couple enjoys a mild afternoon in June on a park bench in Buerkliplatz square in Zurich, Switzerland, pictured on June 11, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein aelteres Paar geniesst den lauen Juninachmittag auf einer Parkbank am Buerkliplatz in Zuerich, aufgenommen am 11. Juni 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Mit 64 bzw. 65 Jahren soll Schluss sein: Die Schweizer Bevölkerung ist zurzeit gegen eine Erhöhung des Rentenalters.  Bild: KEYSTONE

Deutliche Mehrheit ist gegen Rentenalter 67 



Die automatische Erhöhung des Rentenalters auf 67 Jahre im Falle einer Schieflage der AHV kommt bei der Schweizer Bevölkerung im Erwerbsalter laut einer weiteren Umfrage schlecht an. 63 Prozent der Befragten wollen von einem solchen Automatismus demnach nichts wissen.

Wie die Umfrage im Auftrag der Zeitung «Schweiz am Sonntag» ergab, befürworten nur 23 Prozent der Befragten die automatische Erhöhung, welche die zuständige Nationalratskommission kürzlich vorschlug. 14 Prozent haben keine Meinung. Noch ist nicht sicher, dass das Parlament den Automatismus auch beschliessen wird.

Umfrage

Höheres Rentenalter – ja oder nein?

  • Abstimmen

4,671 Votes zu: Höheres Rentenalter – ja oder nein?

  • 36%Ja. Das macht Sinn.
  • 58%Geht gar nicht!
  • 5%Weiss nicht.

Schon in früheren Umfragen sprach sich eine Mehrheit gegen die Erhöhung des Rentenalters von 64/65 auf 67 Jahre aus. In einer Umfrage des Medienhauses Tamedia sprachen sich Mitte Juni 57 Prozent der Befragten dagegen aus. Eine weitere Umfrage des Vermögensverwalters AXA Investment Managers ergab ebenfalls Skepsis für ein «von oben verordnetes höheres Rentenalter».

Junge Generation glaubt nicht mehr an AHV

Weiter ergab die neue Umfrage, dass rund die Hälfte der Bevölkerung unter 65 Jahren die finanzielle Situation der AHV als eher weniger sicher einschätzt. Stärker ist diese Haltung bei den unter 40-Jährigen: Über 60 Prozent von ihnen schätzt das Sozialwerk für eher wenig oder gar nicht sicher ein.

Für die Umfrage befragte das Institut Marketagent.com online 1122 Stimmberechtigte zwischen 18 und 65 Jahren aus der Deutsch- und Westschweiz. Die Erhebung fand vom 29. August und dem 7. September statt.

In der Umfrage fragte das Institut auch nach der Zustimmung zur Volksinitiative AHVplus, über die am 25. September abgestimmt. Eine relative Mehrheit von 34 Prozent will demnach Ja stimmen, 25 Prozent Nein. Die grösste Gruppe – 41 Prozent – ist unschlüssig. Die Aussagekraft ist beschränkt, da die über 65-Jährigen in der Umfrage fehlen. Diese würden aber direkt vom 10-prozentigen Zuschlag auf AHV-Renten profitieren. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 12.09.2016 19:03
    Highlight Highlight AHV neu finanzieren statt Rentenalter erhöhen!

    Die AHV sollte in Zukunft nicht wie bisher weitgehend über Arbeitgeber- und Arbeitnehmerbeiträge finanziert werden. Ergiebige neue Finanzquellen wie zum Beispiel eine Finanztransaktionssteuer sind neben der Erhöhung der Mehrwertsteuer zu prüfen. Aber auch eine Umlagerung der bestehenden Ausgaben von Bund und Kantonen zugunsten der AHV ist diskutierbar.
  • zialo 12.09.2016 00:28
    Highlight Highlight
    Eine Erhöhung um 2 Jahre enstpricht einer Verlängerung der Lebensarbeitszeit um 96 Wochen. Auf die gleiche Erhöhung kommt man, wenn man Ferien von 4 auf 2 Wochen kürzt (Rentenalter 65). Dabei ist allen klar, dass negative Effekte bei Sozialhilfe, Steuern und vielleicht auch der Krankenkasse entstehen. Sogar die Kinderbetreeuungskosten steigen, wenn Grosseltern zwei Jahre weniger für Enkel da sein können. Diese Vorlage ist ein neoliberaler Kahlschlag.
    • ottonormalverbraucher 12.09.2016 07:08
      Highlight Highlight Leider kommen die Effekte bei der Sozialhilfe den Staat günstiger. Ein ausgesteuertes Ehepaar ist günstiger als die ordentliche AHV auszuzahlen.
  • Zeit_Genosse 11.09.2016 07:59
    Highlight Highlight Die AHV braucht Geld. Ergo soll man länger einzahlen indem man länger arbeitet. Das ist technokratisch richtig gedacht. Doch der Arbeitsmarkt setzt auf junge und nicht auf alte Arbeitnehmer. Also rauf mit den Löhnen der jungen, damit steigt auch der AHV-Anteil. Ältere Arbeitnehmer mit hohen Löhnen sollte man Ü50 nicht entlassen, da sie substanzielle AHV-Beiträge liefern. Der Arbeitsmarkt funktioniert leider anders und sucht günstiges Personal. Wenn man das Rentenalter erhöht, werden die Beiträge der Arbeitslosenvers. erhöht werden müssen. Das zahlt dann auch die junge Arbeitergeneration.
    • ottonormalverbraucher 12.09.2016 07:10
      Highlight Highlight Das ist illusorisch. Es ist realistischer wenn wir junge einfach mehr Beiträge abliefern. Soviel macht das gar nicht aus, da die AHV Abzüge ein kleiner Prozentsatz des Lohnes ist. Es will aber niemand über die genauen Zahlen (benötigte Prozentuale Erhöhung der Beiträge) reden, obwohl diese bekannt sind.
    • Zeit_Genosse 12.09.2016 08:23
      Highlight Highlight @otto...
      Ja natürlich ist das illusorisch (die Löhne sinken ja eher). Wollte nur aufzeigen, wie kompliziert es wird, wenn man nicht am Prozentsatz (AHV = 8,4% ohne IV/EO) schrauben möchte, weil ja die Arbeitgeber da mit der Hälfte drinhängen und keine Freude haben, wenn die Sozialkosten bei allen Arbeitnehmenden steigen. Die älteren Arbeitnehmer länger arbeiten lassen ist die arbeitgeberfreundliche Idee, die nicht aufgehen kann, resp. die Last (ALV) dem Staat zuschiebt, wenn die Älteren keine Arbeit mehr finden.
  • Klirrfactor 11.09.2016 07:50
    Highlight Highlight Ist es immer noch der Fall dass immer weniger Junge, für die immer grösser werdenden AHV Bezüger bezahlen?

    Mögliche Vorscbhläge:
    Das Kinderkriegen attraktiver machen, den Bau, Kauf oder Miete von Wohnungen für Familien finanziell unterstützen.

    Wie das Ganze finanziert werden soll? Kine Ahnung, ich gebs zu. Aber ich bin auch kein Experte.

    Machen wir mehr Kinder, haben wir in zwanzig Jahren auch mehr Leute welche in die AHV einzahlen. Voraussetzung ist natürlich, dass Arbeit vorhanden ist.

    Vielleicht bin ich auf dem Holzweg. Ist auch nur ein Gedanke ohne gross zu überlegen.
    • ottonormalverbraucher 11.09.2016 09:44
      Highlight Highlight Geile Idee. Wer 4 Kinder zeugt, kriegt ein Haus vom Staat oder mindestens eine wirksame Unterstützung.
  • Fischra 11.09.2016 07:23
    Highlight Highlight Solange Menschen über 50 Jahren es schwer haben bei der Stellensuche oder gar keinen Job finden ist es ein Witz das Rentenalter zu erhöhen.
  • Philboe 11.09.2016 07:10
    Highlight Highlight Ich sehe das Hauptproblem darin dass halt Arbeitnehmer im Alter 50-67 kaum mehr angestellt würden und das sehe Ich persönlich als grossen Fehler. Gerade diese Generation hat doch Etfahrung in der Arbeitswelt also wieso nicht einmal aif ein erfahrenes Pferd setzen liebe HR Abteilung
    • ottonormalverbraucher 11.09.2016 09:46
      Highlight Highlight Weil zu teuer. Das ist tatsächlich absoluter Unsinn das Rentenalter zu erhöhen. Ausser man schafft die entsprechenden Stellen. Aber im Moment geschieht genau das Gegenteil.
    • Yes. 11.09.2016 10:07
      Highlight Highlight Was ich nie verstanden habe, ist weshalb die älteren Mitarbeiter höhere Löhne haben als jüngere. Die erworbene Erfahrung rechtfertigt diese offenbar nicht, wenn man sich anschaut wie schwer es die Ü50 auf dem Arbeitsmarkt hat.
    • ottonormalverbraucher 12.09.2016 07:05
      Highlight Highlight @Yes. Die älteren Mitarbeiter sind auch bei den Sozialabgaben teurer für Arbeitnehmer. Selbst wenn ein älterer Mitarbeiter den gleichen Lohn hat, wie ein jüngerer, kostet das den Arbeitnehmer immer noch mehr.
  • fcsg 11.09.2016 06:58
    Highlight Highlight Fazit: Alle wollen mehr und niemand will es finanzieren... Aber wenigstens ist bei den unter 40-jährigen die Einsicht vorhanden, dass es so nicht geht... R.I.P. AHV ab 2030 ist wohl Selbstvorsorge angesagt...
    • ottonormalverbraucher 11.09.2016 09:47
      Highlight Highlight Ich will es finanzieren. Für mich ist es kein Problem 40% mehr AHV zu bezahlen und ich bin 30 und habe Familie.
  • MikoGee 11.09.2016 04:00
    Highlight Highlight Wie alt wurden die SchweizerInnen denn damals, als man die 65 festlegte? Denn wenn die Lebenserwartung steigt, sollte man auch länger arbeiten. Notfalls legalisieren wir Cannabis und stopfen mit darauf erhobenen Steuern das Loch in der AHV zu. Allein der Grenztourismus wäre da wohl schon ausreichend, in Netherland klappts ja auch. xD
  • Emperor 11.09.2016 02:57
    Highlight Highlight Sind die, die ein höheres Rentenalter fordern nicht auch die, die keinen über 50 mehr einstellen?...
    • Yes. 11.09.2016 10:14
      Highlight Highlight Nein es sind grossteils die jungen Arbeitenden, die zT bei wenig Lohn die AHV von gesunden, fitten Ü65 bezahlen müssen, die in meinem subjektiven Umfeld grossteils ausserordentlich Wohlhabend sind.
      Wen wundert es da, dass viele sich von den Linken im Stich gelassen fühlen?
    • ottonormalverbraucher 11.09.2016 19:57
      Highlight Highlight @Yes. No! Die AHV ist ein sehr kleiner Teil der Lohnabzüge, das belastet kaum jemand entscheidend. Die allermeisten unter 35 jährigen, die ich kenne haben überhaupt kein Problem monatlich 20-100 Franken mehr AHV zu bezahlen. Mehr braucht es auch nicht um das Problem zu lösen, aber über Zahlen will irgendwie niemand reden. Nichtmal die Watson Journalisten.

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