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Immer mehr Menschen stehen am Arbeitsplatz unter Stress. Bild: shutterstock

Die Arbeit wird immer stressiger – Politiker wollen dennoch die Arbeitszeit deregulieren

Der Stress bei der Arbeit steigt, jeder fünfte Angestellte hat damit zu kämpfen. Die neuen Zahlen befeuern den Streit über die neuen Arbeitszeit-Regeln, der derzeit im Bundeshaus tobt. Gewerkschafter warnen vor einer Deregulierung.

kari kälin



Man wird häufig unterbrochen, erhält widersprüchliche Anweisungen, muss parallel an zu viele Dinge denken oder steht ständig unter Zeitdruck: Wer dies an seinem Arbeitsplatz erlebt, steht unter Stress.

Gemäss der Schweizerischen Gesundheitsbefragung traf dies im Jahr 2017 auf 21 Prozent der Erwerbstätigen zu. Das sind drei Prozent mehr als noch im Jahr 2012. Mit 25 Prozent signifikant mehr Stress als der Durchschnitt erleben Verkäufer, Köche, Friseure, Kosmetiker und Angestellte in ähnlichen Berufen, wie das Bundesamt für Statistik gestern auf Anfrage mitteilte.

Eine Jahresarbeitszeit statt ein Wochenmaximum

Den Gewerkschaften liefern die aktuellen Stressdaten neue Munition, um ein politisches Ziel bürgerlicher Politiker zu bekämpfen. Diese wollen die Arbeitszeiten flexibler gestalten. So soll etwa die maximale Höchstarbeitszeit von 45 Stunden pro Woche, welcher der Grossteil der Angestellten unterstellt ist, zugunsten einer Jahresarbeitszeit ersetzt werden.

Vorgesehen ist auch eine Lockerung bei der Sonntagsarbeit. Die tägliche maximale Arbeitszeit soll von 12,5 auf 13,5 Stunden steigen und die tägliche Ruhezeit dürfte mehrmals pro Woche von elf auf neun Stunden gesenkt werden. Im Durchschnitt müsste sie über vier Wochen jedoch elf Stunden betragen. Urheber dieser Ideen ist der Luzerner Ständerat Konrad Graber.

«Der Alarmismus aus Gewerkschaftskreisen ist nicht nachvollziehbar.»

Fredy Greuter, Sprecher des Arbeitgeberverbandes

Die Reformvorschläge des abtretenden CVP-Politikers sind politisch auf Kurs, voraussichtlich in der Wintersession wird sich der Ständerat mit ihnen befassen. Gelten würde das neue Jahresarbeitszeitmodell nicht für jedermann, sondern primär Personen mit hoher Arbeitsautonomie. Konkret handelt es sich um Vorgesetzte und Fachspezialisten mit einem Lohn von mindestens 120'000 Franken pro Jahr oder einem Hochschulabschluss, wie die Wirtschaftskommission des Ständerats im Mai präzisierte.

Zudem darf pro Woche nicht länger als 67 Stunden gearbeitet werden. Unter dem Strich sollen die Angestellten, so die Idee von Graber, nicht länger gearbeitet haben als unter dem heutigen Regime

Gewerkschaften warnen vor volkswirtschaftlichen Kosten

Der Schweizerischen Gewerkschaftsbund (SBG) taxiert solche Vorschläge als «zynische Deregulierungsschritte». Das Beharren auf die Reform sei unverständlich, schrieb er in einer Medienmitteilung. Anstatt Massnahmen gegen den steigenden Stress zu ergreifen, wollten bürgerliche Politiker das Arbeitsrecht verschlimmern. «Stoppen die Eidgenössischen Räte diesen Angriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmenden nicht, werden die Gewerkschaften das Referendum ergreifen», sagt SGB-Zentralsekretär Luca Cirigliano.

Auch Travailsuisse, der Dachverband von Arbeitnehmenden, forderte das Parlament gestern zum Verzicht auf längere tägliche und wöchentliche Arbeitszeiten auf. Stattdessen müsse der Schutz vor psychosozialen Belastungen ausgebaut werden. «Der zunehmende Stress in der Arbeitswelt wird mehr und mehr zu einem Gesundheitsrisiko für die Arbeitnehmenden und produziert hohe volkswirtschaftliche Kosten», schreibt Travailsuisse.

Die Hagelrakete zwischen Wunschdenken und Wissenschaft

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    Alle Leser-Kommentare
  • Pumba 21.08.2019 13:31
    Highlight Highlight Da müssen wir uns alle an der eigenen Nase nehmen. Unsere Ansprüche sind in den letzten Jahren immens gestiegen: Alles immer sofort, alles immer perfekt, alles zu jeder Zeit und am Besten noch gratis..
    • Clever&Smart 21.08.2019 14:34
      Highlight Highlight Ich kenne niemand der solche Ansprüche auspricht. Ich kenne aber viel Werbung die mir sagen will, dass es so sein soll. An welche Nase soll ich nun fassen ?
      Selbstverständlich nehmen die Leute die Angebote an welche die Wirtschaft macht, doch kaum einer fordert dies.
      Doch Konkurrenz schafft natürlich solche Angebote. Freie Marktwirtschaft halt.
    • Pumba 21.08.2019 23:10
      Highlight Highlight Dann waren sie noch nie in einem Warenhaus, Spitalnotfall oder an einem Konzert oder im Restaurant. Sehr wohl gibt es solche Leute und ich erlebe dies immer wieder. Und wenn es nicht so wäre dann würde es in einer Marktwirtschaft, welche sich ja nach Angebot und Nachfrage richtet, gar nicht soweit kommen. Die Nachfrage ist eben sehr wohl da.
  • Ze Dude 21.08.2019 13:21
    Highlight Highlight Ich denke mal schwer dass eher 85% der ArbeitNEHMER immer wieder unterbrochen werden, wiedersprüchliche Anweisungen erhalten und im Endeffekt für egal welche ausgeführte Anweisung die Quittung bekommen.. und der Zeitdruck? Ist es denn Arbeit ohne Zeitdruck?😱
  • Walser 21.08.2019 13:18
    Highlight Highlight Ich bin absolut dagegen dass mehr gearbeitet wird. Gegen Deregulierung, gegen Globalisierung und gegen das Rahmenabkommen. Die Leistung und die Leistungsbereitschaft sind in der Schweiz hoch. Jammern ist aber von Seiten Arbeitnehmerschaft auch nicht angebracht. Stress ist ein Modewort. Die jungen Leute sind oft im Stress weil sie neben ihrer Arbeit Nonstop über ihr Handy mit tausend wichtigen Menschen in Kontakt sein müssen. Das führt zu Unkonzentriertheit, Fehlern etc. ,etc.
    • wintergrün 21.08.2019 20:25
      Highlight Highlight Mir ist bisher noch kein Fall von Burnout wegen Handynutzung bekannt. Wohl aber wegen Leistungsdruck im Job.
      Also bitte keine Gerüchte verbreiten.
  • speedy_86 21.08.2019 13:08
    Highlight Highlight Finde das toll: Weil alle Kunden gleichzeitig beliefert werden wollen haben wir jetzt mehr als genug Aufträge. Wen kümmerts, dass meine Kinder Vorführungen, ich andere Verpflichtungen und meine Partnerin auch noch etwas von meiner Zeit haben will?

    Nein, nein und wieder nein: Ich arbeite um genug zu verdienen damit ich ohne staatliche Unterstützung meinen Lebensunterhalt bestreiten kann. Ich lebe nicht um zu arbeiten um mir Luxus zu leisten den ich dann gar nicht geniessen kann.

    Ich will auch für Partner und Kinder da sein und nicht nur ein weiteres, austauschbares Zahnrad der Wirtschaft.
  • DerSegler 21.08.2019 12:25
    Highlight Highlight Erst wenn die Firmen selber stärker dafür aufkommen müssen wenn Mitarbeiter krank werden und in Burnout's landen werden sie beginnen und sich stärker überlegen wie viel abverlangt wird.
  • openmind79 21.08.2019 11:47
    Highlight Highlight Neben dieser Deregulierung auch der in jüngster Vergangenheit an der Urne festgelegte Verzicht auf mehr Ferien... Im Hinblick auf den zukünftigen Stellenabbau in verschiedensten Branchen wird es weniger Jobs geben... zudem belegen Studien, dass der Output bei Teilzeitarbeit höher ist als bei Vollzeitanstellung... "Schaffe, schaffe, Hüsli baue"... und am Schluss verliert man alles... Leider gehen >90% der Leute total "fremdgesteuert" durchs Leben und glauben alles, was einem präsentiert wird. Wacht endlich auf, legt eure Handies bewusst zur Seite und versucht wieder mal selbständig zu denken!
  • Daniel Caduff 21.08.2019 10:27
    Highlight Highlight Ich habe seit ca 2 Jahren eine Kaderposition. Seither arbeite ich mit sogenannter "Vertrauensarbeitszeit". Bedeutet: Die Arbeit muss erledigt sein, egal wie lange es dauert. Solange die Deadline eingehalten wird, kann ich mir die Arbeit aber selber einteilen. Ergebnis zählt, nicht Zeit absitzen. Überzeit aufschreiben gibts nicht. Dafür erhalte ich zusätzliche Ferientage als Kompensation.

    Ich würde nie mehr wechseln wollen. Ich finds super. Die Flexibilität kann für beide Seiten ein Gewinn sein, wenn die Vertrauensbasis stimmt und es nicht ausgenutzt wird.
    • wolge 21.08.2019 12:07
      Highlight Highlight Das ist aber nur solange super wie dein Chef dir realistische und erreichbare Ziele setzt
    • wintergrün 21.08.2019 20:28
      Highlight Highlight Daniel
      Das ist der richtige Weg.
      Burnout betrifft Vor allem Leute die in die Planung ihrer Arbeit nicht einbezogen werden.
      Aufgabe Kompetenz und Verantwortung sind also nicht kongruent.
    • Daniel Caduff 22.08.2019 10:51
      Highlight Highlight @Wolge: Stimmt natürlich. Das gilt aber glaube ich in jedem Arbeitszeitmodell.

      Ich hatte zudem die Wahl, ob ich dieses Modell möchte, oder normale Überzeitregelung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Glücksbringer 21.08.2019 10:10
    Highlight Highlight In der Schweiz merkt man das noch nicht so stark, aber das Ziel ist die Versklavung der Leute. In der EU ist es grossenteils schon sehr schlimm. Ein Freund hat zwei 100% Arbeitsstellen. Er muss von 6 Uhr bis 22 Uhr voll gestresst durcharbeiten, um den (keinesfalls exzessiven) Lebensunterhalt zu bestreiten.
    Eigentlich sollte das System dem Wohl der Menschen dienen, aber jetzt läuft es genau in die entgegengesetzte Richtung. Und wozu? Wem nützt das, ausser sehr sehr wenigen?
    • aglio e olio 21.08.2019 12:08
      Highlight Highlight Uhr 6-22, zwei Vollzeitstellen.
      Also keine Pausen und keine Zeit für den Weg zwischen den Arbeitsstellen.
      🤔
    • speedy_86 21.08.2019 12:53
      Highlight Highlight Es nützt den sehr sehr Wenigen die so richtig viel Geld haben.
    • Glücksbringer 21.08.2019 13:16
      Highlight Highlight @aglio e olio. Die Zeit, die ich geschrieben habe, ist annähernd. Meistens ist es einiges mehr und dreimal pro Monat arbeitet er am Wochenende.
  • Evan 21.08.2019 10:08
    Highlight Highlight Ich bin nicht grundsätzlich gegen eine Lockerung, teilweise würde ich selber von einer Lockerung profitieren, allerdings ist das Gleichgewicht zwischen für den Mitarbeiter akzeptabel und inakzeptabel sehr sensibel. 67 Stunden pro Woche ist beispielsweise etwas, das ganz klar zu weit geht. Wie kommt man eigentlich auf so eine Zahl? Sofern man "nur" 6 Tage pro Woche arbeitet, sind das 11 Stunden und 10 Minuten jeden Tag.
  • Nik G. 21.08.2019 09:24
    Highlight Highlight Dieses permanente Angst machen der Bürgerlichen nervt! Wir arbeiten jetz schon viel mehr als sehr viele Länder. Dazu ist es bewiesen, dass man nicht produtkiver ist wenn man mehr arbeitet, im Gegenteil. Aber da wir Schweizer diesen Bockmist glauben, werden wir mehr arbeiten und auf weniger Ferien verzichten. So können Arbeitgeber noch mehr Geld machen während normale Arbeiter effektiv immer weniger im Portemonaie haben.
  • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 21.08.2019 09:15
    Highlight Highlight Sagt einfach nein zu Kairoshi. Tod durch Überarbeitung.
    In der Schweiz haben wir schon eine ziemlich hohe Selbstmordrate. Lasst uns das nicht verschlimmern, in dem wir alles für die Wirtschaft opfern.
    Lasst uns das Gegenteil tun, um die Situation zu verbessern.
  • blueberry muffin 21.08.2019 09:00
    Highlight Highlight Zuerst beruhigt lesen das man 120k und mehr verdienen muss, nur um dann den "oder fachhochschul abschluss" zu lesen. Verdammt.
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 21.08.2019 10:49
      Highlight Highlight Das habe ich und es mir auch vollkommen klar.
      Jedoch ist es erst der Anfang. Und gegen diesen Anfang sollten wir uns jetzt schon wehren.
      Vollkommen egal wie viele betroffen sind, es fängt oben an, und wird dann gegen unten weitergeführt.
    • Lichtblau550 21.08.2019 21:01
      Highlight Highlight Die 120k verdient man auch relativ schnell mal in der Verwaltung (oder als Gewerkschafter). Irgendwie kann ich die Beamten-Naturen in ihren Bürosandalen nicht mit solchen Kampfarbeitszeiten in Verbindung bringen.

      Aber ja, unbedingt dagegen wehren. Ich denke auch, das ist erst der Anfang. Meine Tochter und ich arbeiten beide in der „Kreativbranche“. Bei mir wird wegen guter Leistung nicht auf die Uhr geschaut, bei ihr herrscht Dauerstress. Deswegen arbeiten 8 von 10 ihrer ArbeitskollegInnen max. 80% — die Jungen zu sehr mickriger Bezahlung. Der „Lohn“ besteht aus einem coolen Eintrag im CV.
  • mike2s 21.08.2019 09:00
    Highlight Highlight Wo kann ich das Referendum schon mal prophylaktisch Unterschreiben?
  • Kiro Striked 21.08.2019 08:48
    Highlight Highlight "Urheber dieser Ideen ist der Luzerner Ständerat Konrad Graber."

    Also Weiss man ja in Luzern jetzt, wen man nicht mehr in den Ständerat wählen sollte?
    • weah 21.08.2019 12:40
      Highlight Highlight ja, wenn man einen abtretenden Ständerat nicht mehr wählt, wird das Problem bestimmt gelöst. Manchmal hilft es den Artikel richtig zu lesen.
  • Madison Pierce 21.08.2019 08:45
    Highlight Highlight Das Problem sind aus meiner Sicht nicht die Arbeitszeiten, sondern die Arbeitsbedingungen. Wird man "dank" moderner Technik ständig überwacht und in der Leistung mit den Kollegen verglichen, können einen schon acht Stunden pro Tag kaputt machen.

    Arbeitet man hingegen selbstbestimmt an einem interessanten Projekt, sind phasenweise längere Arbeitszeiten kein Problem.

    Von daher verstehe ich die Forderung nach Jahresarbeitszeiten. Aber nur für Leute, die selbstbestimmt arbeiten dürfen!
    • wolge 21.08.2019 12:13
      Highlight Highlight Moderne Arbeitszeitregelungen funktionieren nur mit modernen Führungs- und Organisationsmethoden. Die Realität ist meist jedoch so, dass nur das eine eingeführt und gelebt wird. Natürlich nicht das, was dem Mitarbeitenden zu gute käme...
    • wintergrün 21.08.2019 20:35
      Highlight Highlight Genau, eben Kader die auch in die Planung einbezogen werden.
      Wenn das Fußvolk ständig Mehrarbeit leisten muss Führt dass im wesentlichen dazu dass der dumme Kader Nix lernen muss.
      Das muss man nicht auch noch durch Gesetze unterstützen.
    • Spooky 22.08.2019 09:45
      Highlight Highlight "Wird man "dank" moderner Technik ständig überwacht..."

      Die Sklaven überwachen sich selber untereinander besser und effizienter und genauer, als jede technische Erfindung das könnte.
  • bcZcity 21.08.2019 08:36
    Highlight Highlight Die „ganz schlauen“ sagen mir immer wieder: „Stress ist Überforderung oder man ist schlecht organisiert“. Als ob jeder die Wahl hätte seinen Lieblingsjob perfekt organisiert und in einem super Team zu erledigen, mit gesundem Druck und gutem Lohn zu sozialen Bedingungen.

    In diesen Jobs stinkt es wohl auch noch nach Parfum wenn die Leute einen fahren lassen?!

    Reality check.
    • dä dingsbums 21.08.2019 09:01
      Highlight Highlight Herzchen für diesen Kommentar! :-)
  • janusodehalt 21.08.2019 08:29
    Highlight Highlight Mich stresst es, wenn der Chef 8 Stunden vor Feierabend noch mit neuen Aufgaben kommt.
  • samsam88 21.08.2019 08:26
    Highlight Highlight Ich sehe die Problematik nicht ganz. Es gibt ja keine Arbeitszeitverlängerung sondern eine Flexibilisierung und die kann ja auch im Sinne des Arbeitnehmers sein.

    Wo ist das Problem wenn die Zeit nicht mehr fix pro Woche abgearbeitet werden muss, sondern man mal ein paar Wochen ein paar Stunden mehr arbeitet und dafür mal 1-2 lockere Wochen mit nur ein paar Stunden arbeit hat.

    Ist doch Win-Win für alle, Unternehmen kann besser auf Schwankungen reagieren und Arbeitnehmer kann flexibler sein.
    • aglio e olio 21.08.2019 08:49
      Highlight Highlight Dann wird die Flexibilität zur Referenz und wer nicht mitmachen kann oder will wird zweite Wahl.
    • dä dingsbums 21.08.2019 09:01
      Highlight Highlight Der Arbeitnehmer kann nur im Sinne vom Unternehmer flexibler sein. Wenn viel Arbeit da ist musst Du dann flexibel 67 Stunden leisen und wenn keine Arbeit da ist, die Kinder keine Schulferien haben und das Wetter scheisse ist, kannst Du dann flexibel kompensieren.

      Oder wie denkst Du wird das denn sonst laufen? Homeoffice, GLAZ usw, gibt es alles bereits schon.
    • samsam88 21.08.2019 09:04
      Highlight Highlight Das kann man ja auch umdrehen. Das starre festhalten am bisherigen System ist Referenz. Jemand der gerne anders arbeiten würde hat gar keine Chance.

      Der Arbeitsmarkt ist wie der Name schon sagt ein Markt. Details im Arbeitsvertrag am Schluss immer Verhandlungssache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • daniserio87 21.08.2019 08:21
    Highlight Highlight Ich arbeite seit Jahren 90%. Nicht weil ich nicht 100 arbeiten könnte, sondern weil ich 0 Bock darauf habe und somit solche Kommentare in Boxershorts unter der Bettdecke schreiben kann. 😍
    • Fairness 21.08.2019 09:02
      Highlight Highlight Normalerweise mussman bei 90 % 100 % arbeiten wovon 10% gratis ...
    • daniserio87 21.08.2019 09:43
      Highlight Highlight @Faurness: Nicht ganz korrekt. Es müsste heissen: 90% Pensum, aber die Arbeit von 100% erledigen. So stimmts natürlich. Man arbeitet einfach effizienter. Ich würde behaupten: Auch 60% würden bei den meisten reichen. Man müsste halt einfach effizienter arbeiten.

      Mir persönlich geht es nur drum, nicht allzu viel Zeit ohne Arbeit abzusitzen. Darum fände ich eine 45 Stunden-Woche auch so ausserordentlich dämlich.
  • GraveDigger 21.08.2019 08:16
    Highlight Highlight Der Job ist nicht Stressiger geworden, sondern alles drum herum. Wie zum Beispiel 100x das Smartphone checken dazu noch die Kinder über WhatsApp erziehen, die Ferien planen und und und. Heute Arbeitet man nicht mehr für den Lebensunterhalt, sondern um all den Luxus zu finanzieren und die Karriereleiter hochzustiegen um den Menschen die man sowieso nicht mag zu beweisen was man ist. Dann jammert man über den Stress.
    • aglio e olio 21.08.2019 08:50
      Highlight Highlight Man soll nicht immer von sich auf andere schliessen. ;)
    • GraveDigger 21.08.2019 08:54
      Highlight Highlight Hehe.. weisst Du was das schöne an meinem Lusus ist? Ich hab gar kein Handy, Smartphone oder was auch immer..
    • GraveDigger 21.08.2019 15:21
      Highlight Highlight Ich habe früher mit kleinen Teams grosse Projekte gestemmt, wo man heute dafür x Personen mehr benötigt. vom Sicherheitsbeauftragten bis zum Qualitätsmanagment und ISO zertiirgendwas und und und. Vieles wurde einfach aufgebläht und jetzt entsteht der Druck weil nicht mehr jeden Preis bezahlt werden kann. Da muss man vor allem der Politik auf die Füsse treten die ständig mit überregulierungen neue kostentreibenden Mist eingeführt haben und künstlich Arbeitsplätze ohne Substanz geschaffen haben. Jetzt kommen die Bereinigungsprozesse die genau diese Ghostjobs bereinigen um kosten zu sparen.
  • Klaus Biene 21.08.2019 08:08
    Highlight Highlight Mit durchschnittlich drei Stunden Handykonsum pro Tag kommt man klar mehr in Stress mit allem anderen. Nicht nur die Arbeit wird dann als stressiger empfunden, alles andere auch. Die 3 h fehlen einem als Lebenszeit. So, und jetzt gehe ich arbeiten, hab schon zu lange hie im Forum vertüttertet
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 21.08.2019 08:40
      Highlight Highlight Und dafür hast du sicher unumstößliche, wissenschaftliche Beweise, dass es wirklich so ist, wie du behauptest?
  • tomtom60 21.08.2019 08:06
    Highlight Highlight Was in Bern diskutiert wird, existiert in der Realität schon lange. Es gibt Branchen, die keinem GAV unterstellt sind, z.B. IT. Acht Stunden Arbeitszeit beim Kunden, je 90 Minuten Hin und Rückfahrt, die Fahrt wird dem Kunden verrechnet, der Mitarbeiter muss das als Arbeitswegzeit auf seine Kappe nehmen. Sonst sinkt ja seine Produktivität 😏 das ist nur eines von vielen Beispielen, wie sich die Zitronen Arbeitnehmer, insbesondere Ü50 auspressen lassen.
    • Xiakit 21.08.2019 08:51
      Highlight Highlight Da haben Sie aber den falschen Arbeitgeber erwischt. Der IT See ist extrem trocken und Firmen zu finden die gut sind zu den Arbeitnehmern ein leichtes.
    • tomtom60 21.08.2019 11:23
      Highlight Highlight @Xiakit, auch in dieser Branche hat sich eine steifere Brise eingeschlichen. Das Risiko wird vermehrt auf die Arbeitnehmer abgewälzt - Stichwort Freelancer - und die Problematik der älteren "Arbeitnehmer" (welch blödes Wort) besteht auch hier. Wechseln nach 50 ist schwierig, auch wenn Konzessionen lohnseitig möglich wären - das wird schon als suspekt betrachtet. Und im "Management" sitzen viele, die in den goldenen Jahren bis zur Unfähigkeit befördert wurden. Nennen Sie mir die vielen Firmen, die gut sind zu den AN - ich höre, sehe & lese da ganz anderes.
  • Klaus Biene 21.08.2019 08:01
    Highlight Highlight Der allgemeine Tenor hier geht für mich nicht auf. Die Arbeitszeit ist doch nur einer von vielen Faktoren. Ich hab ne kleine Bude und stelle am liebsten ältere Arbeitnehmer ein, die Arbeiten i.d.R. viel weniger abgelenkt, mit mehr Eigenverantwortung und sorgfältiger. Sie müssen sich Termine nicht mehrfach bestätigen, weil was abgemacht ist, gilt... etc.. Stress habe ich, wenn man mir nicht vertrauen kann und ich mich immer beweisen muss. Da sollte man den Fokus drauf legen. Habe ich gegenseitiges Vertrauen und Humor als Möglichkeit, macht fast alles Spass — und zwar gemeinsam. Stress adieu.
  • goalfisch 21.08.2019 07:47
    Highlight Highlight Für wen arbeitet denn der Herr Konrad Graber? Wäre vermutlich aufschlussreich.
  • Sagittarius 21.08.2019 07:44
    Highlight Highlight Als ob Vorgesetzte und Fachspezialisten jetzt einen 9to5 Job hätten?!

    • Bits_and_More 21.08.2019 08:04
      Highlight Highlight Nope, haben sie nicht. Darum soll auch das Gesetz dementsprechend angepasst werden. Heute gibt es einfach viele Verstösse gegen das Arbeitsgesetz, obwohl es vielfach im gegenseitigen Einverständnis geschieht.
    • Brett-vorm-Kopf 21.08.2019 08:36
      Highlight Highlight @ Bits and Note: Mir ist der aktuelle Zustand lieber, da es das gegenseitige Einverständnis beider braucht.

      Bei einer Gesetzesänderung sitzt der Arbeitgeber wieder am längeren Hebel und kann sich obendrauf ein gutes Gewissen (weil legal) einreden.
    • Sagittarius 21.08.2019 08:38
      Highlight Highlight Bits... Für höhere leitende Angestellte gilt die Überzeitregelung sowieso nicht (50Std/Woche und erst ab 61 Std im Jahr).

      Unf bei den Fachspezialisten; Wo kein Kläger auch kein Richter.

      Ich zweifle einfach an der rechtlichen Umsetzung. Will er im ArG Mitarbeiterkategorien (mit separater Über- und Ruhezeitregelung) deklarieren oder überlässt er das dann netterweise dem Bundesgericht?

      Das ist einfach Irrsinn!
  • rodolofo 21.08.2019 07:36
    Highlight Highlight Die Natur geht am Raubbau durch die menschliche "Zivilisation" mit ihrer zwanghaft wachsenden Wirtschaftsmaschinerie zu Grunde!
    Und auch die MENSCHLICHE Natur wird von ebendiesem zwanghaft wachsenden und nicht mehr zu stoppenden, äusserst gefrässigen Monstrum, dem "Saurus Ökonomikus Konsumentus Stupidus" in den Wahnsinn und ins Burnout getrieben...
    Ich schlage ein neues Label für die Vermarktung vor:
    "Slow Work", in Anlehnung an den Begriff "Slow Food"!
    Bedeutet: "Hier GENIESSEN die Leute ihre Arbeit!
    Aber ich höre schon die Pfennigfuchser-Nörgeler:
    "Da sind sie ja morgen immer noch dran!"
  • Fairness 21.08.2019 07:35
    Highlight Highlight Das machen ja sowieso bereis der grösste Teil. Aber immerhin ist es gesetzeswidrig. Eigentlich. Und das sollte es auch bleiben!
  • banda69 21.08.2019 07:22
    Highlight Highlight Und die selbsternannte "Partei des Volkes" ist wieder an vordester Front, wenn es darum geht Arbeitnehmer zu benachteiligen.

    Ja die von der SVP, die tun was fürs Schweizer Volk.
    • rodolofo 21.08.2019 08:04
      Highlight Highlight SVP'ler schinden als "KMU-Büezer" gerne billige, rechtlose und deshalb "pflegeleichte" AusländerInnen, beispielsweise auf dem Bau und in der Landwirtschaft.
      Und in der Freizeit, am Stammtisch, oder in der Politik schimpfen sie dann lautstark und höhnisch über diejenigen, die innerhalb der Drecksarbeit die allerdreckigsten Arbeiten verrichten (müssen).
      Wie die schwarzen US-Soldaten im Vietnamkrieg...
      SVP müsst eigentlich STP heissen:
      "Sklaven-Treiber-Partei"...
    • dä dingsbums 21.08.2019 08:54
      Highlight Highlight Wenn die Tafel der Reichen üppig gedeckt ist, fällt auch mal ein Krümel runter.

      Nach diesem Prinzip richtet sich die SVP Politik seit Blocher das Sagen hat.
  • michirueegger 21.08.2019 07:02
    Highlight Highlight Jahresarbeitszeit hatte ich schon dan kannst 12 stunden arbeiten mit nur 30 min pause. Für die industrie ein segen. Aber der arbeiter geht drauf
    • dä dingsbums 21.08.2019 08:52
      Highlight Highlight Genau. Arbeitnehmer würden mit diesem Gesetz praktisch nichts gewinnen, aber sehr viel verlieren.
  • wintergrün 21.08.2019 07:01
    Highlight Highlight Ich beobachte an meinem Arbeitsplatz steigende Probleme wegen Überlastung der Arbeitnehmer.
    Zurückzuführen ist das auf mangelnde Planung vorgesetzter Stellen die dann versuchen ihre Probleme mit flächendeckender Überzeit von an der Planung unbeteiligten zu lösen.
    Diese Kreise brauchen leider mehr Regulierung, nicht weniger. Regulierungen sind immer für die schwarzen Schafe, und die werden tendenziell mehr. Meinen früheren Vorgesetzten war die Gesundheit der Leute schon aus eigenem Interesse wichtig. Das wird heute weniger.
    • dorfne 21.08.2019 08:26
      Highlight Highlight Überforderung führt auch vermehrt zu Mobbing, was das Problem der Arbeitsüberlastung noch verschärft. Nichts Schlimmeres als einen launischen und überforderter Chef!
    • Planet Escoria auch bekannt als Gähn 21.08.2019 08:51
      Highlight Highlight @Wintrgrün
      Aus diesem Grund mag ich meinen Chef so sehr.
      Ich arbeitet ja aktuell nur noch 50%, in der Spätschicht. Gestern wollte ich eigenen noch meine Maschine für den nächsten Auftrag umbauen. Hätte eine halbe Stunde gedauert. Ich durfte nicht. Mein Chef meinte nur, dass ich am Montag schon länger gearbeitet habe, und ich mich noch schonen soll.
      Einmal in der Woche wäre es ok.
      Solche Chefs bräuchte es. Fair und auf die Gesundheit der Mitarbeiter bedacht.
      Er ist ein wenig streng, aber sehr fair und menschlich. So macht arbeiten richtig viel Freude.
  • Coffeetime 21.08.2019 06:59
    Highlight Highlight Es soll ja ab einem Lohn von 120 000 CHF gelten. Seit wann kriegen Coiffeuses diesen? 🤔
  • Raffaele Merminod 21.08.2019 06:58
    Highlight Highlight Warum haben wir in der Schweiz einen so hohen Teilzeitarbeitsanteil? Weil 42 Stundenwoche einfach nicht mehr Zeitgemäss ist!
    Wir müssen die die 32 Stundenwoche einführen!
    • Scaros_2 21.08.2019 09:00
      Highlight Highlight Weil viele Väter heute lieber 80% arbeiten um Zeit mit den Kindern zu haben und der Lebenspartnerin somit ermöglichen auch wieder arbeiten zu gehen.

      Es hat nicht alles damit zu tun das die arbeit zu stressig ist.
    • Raffaele Merminod 21.08.2019 09:11
      Highlight Highlight @ Scaros_2: Es ist aber auch dann nicht mehr Zeitgemäss. Nicht nur wenn man Kinder hat!
    • Scaros_2 21.08.2019 09:17
      Highlight Highlight Es ist nicht mehr Zeitgemäss? Hast du mal nach Asien geschaut und was die Arbeiten? Und Anzahl Ferien? Was ist denn das "richtige" Zeitgemäss in deinem Sinn? Der Westen Chillt und der Osten killt sich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 21.08.2019 06:54
    Highlight Highlight Ich empfehle allen Politikern das herausragende Buch Reinventing Organizations von Frederic Laloux zu lesen. Unternehmen, Wirtschaft, Politik und Schulen müssen sich neu erfinden. Wir müssen aufhören uns in seelenlosen, technokratisierten Systemen sinnlosen Tätigkeiten zu widmen und uns rein auf Geld, Macht und Ego zu konzentrieren. Wir sollten einem Sinn nachstreben der es sich zum Ziel macht der Gesellschaft/Natur zu dienen. Wir sollten die Masken die wir tragen ablegen, wieder ganz Mensch sein dürfen und auf unser Innerstes, auf unsere Mitmenschen und die Natur hören lernen
    • Mr. Spock 21.08.2019 07:23
      Highlight Highlight @wolge: solang die Wirtschaft unseren Wohlstand sichert und alle schön mitspielen bei diesem Monopoly, bleibt dieser Wandel leider eine Utopie... Meiner Meinung nach muss es erst brennen, bevor wir zu einem derartige Umdenken fähig sind! Persönlich würde ich es dennoch sehr begrüssen und stimme absolut zu!
    • Galius Julius 21.08.2019 07:36
      Highlight Highlight übrigens das Buch utopia for realists ist auch zu empfehlen!
    • rodolofo 21.08.2019 07:47
      Highlight Highlight Das Grundproblem:
      Als UnternehmerInnen, als Angestellte und als KundInnen haben wir jeweils sehr unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen.
      Darum verhalten wir uns tendenziell schizophren bis zur multiplen Persönlichkeitsstörung.
      Warum machte Nixon während dem Vietnamkrieg Sprüche wie: "Jetzt zeigen wir diesen Bastarden mal, was ein Bombardement durch die freie Welt ist!" (Operation Christmas-Fire)?
      Weil er nicht selber hin musste, in diese gottverdammte, super-grausame Hölle auf Erden mit ca. 55'000 toten Amerikanern und ca. zwei Millionen toten Vietnamesen!
      "Der Chef" gab nur Befehle...
    Weitere Antworten anzeigen
  • YvesM 21.08.2019 06:49
    Highlight Highlight Sollte sich jeder merken, der im Herbst plant, bürgerlichen Parteien die Stimme zu geben.
  • KeineSchlafmützeBeimFahren 21.08.2019 06:47
    Highlight Highlight Vielleicht steigt nicht der Stress «am Arbeitsplatz», sondern eher das permanente Stressgefühl in der Seele des Einzelnen? Wir haben vielleicht verlernt abzuschalten? 🤷🏻‍♂️
    • wintergrün 21.08.2019 06:53
      Highlight Highlight Und woher soll der esoterische Seelenstressdann genau kommen?
    • Oigen 21.08.2019 06:56
      Highlight Highlight und warum?
      Früher hatte man EINEN job.
      Heute ist man Mechaniker, assistent, lehrlingsbetreuer, und noch vieles gleichzeitig.
      Das Telefon stand im Büro und hat ein paar mal am tag genervt.
      Heute wird vom werkstattmitarbeiter verlangt dass er ein firmenhandy trägt, innerhalb kurzer zeit auf emails antwortet, schaut das alles läuft da der vorarbeiter ja nicht mehr vo nöten ist und soll am besten noch 120% leisten.

      Ja unsere Gesellschaft ist gestresst.
  • Loe 21.08.2019 06:44
    Highlight Highlight Wäre wohl ein Schritt in die absolut falsche Richtung...
  • Gummibär 21.08.2019 06:40
    Highlight Highlight Mit 45 Wochen pro Stunde wäre ich auch gestresst !
    • ChiliForever 21.08.2019 08:14
      Highlight Highlight Komisch, unsere Eltern sind damit sehr gut zurecht gekommen... aber ist schon hart, das Leben dieser Generation...
    • aglio e olio 21.08.2019 08:56
      Highlight Highlight ChiliForever, im Mittelalter sind die Leute auch gut zurechtgekommen.
      Das Leben sollte aber nicht nur aus Überleben bestehen. Es darf schon etwas mehr sein. Persönlichkeitsentfaltung findet nunmal meist in der Freizeit statt.
    • Neruda 21.08.2019 09:06
      Highlight Highlight @ChiliForever: Aber genossen haben sie es trotzdem nicht und befürworten tun sie es ebenfalls nicht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rafael Wyder 21.08.2019 06:39
    Highlight Highlight Müsste es nicht 45 Stunden pro Woche heissen? :)
  • WID 21.08.2019 06:34
    Highlight Highlight Arbeitnehmerschutz geht am besten durch eine Begrenzugn der verfügbaren Aerbeitskräfte. Auf knappe Ressourcen wird mehr acht gegeben als auf unbegrenzt verfügbare.
    • aglio e olio 21.08.2019 08:59
      Highlight Highlight So wie in Japan z.B.? Die sogenannten Arbeitgeber wollen weiterhin, dass die Rendite stimmt. Dann erledigen halt weniger Leute die gleiche Arbeitsmenge.
    • WID 21.08.2019 10:25
      Highlight Highlight @aglio e olio: nein, dann sollte man den Job wechslen.
    • ChiliForever 21.08.2019 10:40
      Highlight Highlight Es herrscht nahezu Vollbeschäftigung, den Arbeitskräftemangel merkt man auch in der Schweiz an allen Ecken und Enden.
      Was willst su da noch verknappen?
  • Todesstern 21.08.2019 06:30
    Highlight Highlight «Der Alarmismus aus Gewerkschaftskreisen ist nicht nachvollziehbar.»

    Ich finde schon. Schaut mal wie sich das Arbeiten verändert hat in den letzten 15 Jahren. Wo ist der Wohlstand der immer versprochen wurde? Wem hat das ganze genützt? Wird nicht schon seit jeher versprochen mit neuer Technologie kann man die Arbeitszeit senken?
    • rodolofo 21.08.2019 07:55
      Highlight Highlight Für Einen, der nur im Chefbüro sitzt und von dort aus führt, indem er alles, was mit "arbeiten" zu tun hat, an die nächst tiefere Stufe delegiert, zwischendurch einige Rüffel erteilt, als von den Aktionärsblutsaugern gefeierter Kostensenker und Gewinnmaximierer Löhne drückt und die Produktivität steigert, indem die Arbeit auf weniger Leute, auf billigere Ausländer und auf Roboter verteilt wird, und wer sich dafür ebenfalls ein dickes Stück vom Kuchen abschneidet...
      ...ja für so jemanden ist es wohl wirklich kaum nachvollziehbar, wie es in der Arbeitswelt aussieht und zu und her geht...
    • Klaus Biene 21.08.2019 08:05
      Highlight Highlight Ich sehe vor allem, dass generell extrem viel mehr konsumiert wird als vor 15 Jahren. Alles ist viel stärker automatisiert.
    • Firefly 21.08.2019 08:37
      Highlight Highlight Mit neuen Technologien wurde nicht die Arbeitszeit begrenzt sondern die Produktion und Effizienz erhöht. Und mit dem zusätzlichen Gewinn aus dieser Produktionssteigerung wurden auch nicht nach "unten" verteilt sondern blieb oben hängen.

      Solche Dinge passierten noch nie von alleine, für solche dinge muss man immer kämpfen.

      Ich schlage vor, dass man die Wahl haben sollte, wenn man schon produktiver ist; Mehr Lohn für die selbe Zeit an Arbeit welche heute um X effizenter ist oder weniger Arbeit (mit dem gleichen Output) für den gleichen Lohn.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Me, my shelf and I 21.08.2019 06:30
    Highlight Highlight Dass das neoliberale Politiker*innen wollen ist keine Neuheit. Die Schweiz muss sich gegen Arbeitnehmer*innenschutzkürzungen auflehnen, sonst haben wir sehr bald ein sehr grosses Problem, siehe Deutschland:
    Neoliberale Politik führ zu prekarisierten Arbeitsverhältnissen, mehr Arbeitslosen und mieseren Löhnen.
    • Bits_and_More 21.08.2019 08:08
      Highlight Highlight Deutschland hat doch einen viel stärkeren Arbeitnehmerschutz als die Schweiz? Frankreich wiederum einen noch stärkeren, aber geht es darum den Menschen in Frankreich besser?
    • Me, my shelf and I 21.08.2019 08:32
      Highlight Highlight I beg to differ, ich sage nur Kündigungsschutz und Agenda 2010.
  • Majoras Maske 21.08.2019 06:25
    Highlight Highlight Schade behandeln die Räte das erst nach den Wahlen...
  • Nate Smith 21.08.2019 06:22
    Highlight Highlight "Man wird häufig unterbrochen, erhält widersprüchliche Anweisungen, muss parallel an zu viele Dinge denken oder steht ständig unter Zeitdruck". Das ist "nur" bei 21 Prozent der Jobs der Fall? Ich dachte das nennt man einfach arbeiten.
    Aber schon klar woher der Wind weht: die Baumeister wollen schon lange im Sommer länger arbeiten lassen. Im Winter werden dann die Arbeiter entlassen oder man arbeitet kurz. Maximal flexibel fürs eigene Portmonnaie.
    • Carl Gustav 21.08.2019 06:36
      Highlight Highlight So Leid es mir tut für die Betroffenen, aber Bescheidenheit und Vernunft setzt halt bei den meisten aus, wenn es um eine Beförderung geht.
      Man will aus Prinzip immer mehr und wer eine mögliche Chance ungenützt lässt wird komisch angeschaut
    • Beggride 21.08.2019 06:46
      Highlight Highlight Genau, und in der Baubranche wird ja bekanntlich schon jetzt nur aufs Portemonnaie geschaut. Schöne Wohnungen für die Mieter und schöne Häuser für die Allgemeinheit? Wer braucht das schon, wenn man 10% der Kosten beim Bau einsparen kann... (ist zwar langfristig teurer duech Renovationen und weniger Wert der Immobilie aber, hey wen interessiert das heute?)
    • Domimar 21.08.2019 06:46
      Highlight Highlight In der Treuhandbranche sollte nach dem Willen der alteingesessenen die ganze Arbeit bis zum Sommer gemacht sein. Die Zeiten, in denen man im Treuhand nur Jahresabschlüsse und Steuern machen musste sind vorbei. Meine ruhigste Phase im Jahr habe ich ende August bis Anfang Oktober und ruhig bedeutet einfach mal normal arbeiten. Den Rest des Jahres ist es normal geworden, dass man Wunder vollbringt. @Watson wenn ihr mal nach einer Branche sucht, in der man viel parallel machen muss, reportiert doch mal über Treuhand, bitte? Ach und nehmt dabei auch gleich mal die Löhne ins Visier. Nicht Zürich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Heinzbond 21.08.2019 06:10
    Highlight Highlight Herrn fredy Reuter Rate ich mal die eigene Medizin zu schlucken, 84 Stunden nachtdienst in einer Woche, oder drei mal hintereinander die Kompensation gestrichen zu bekommen weil kein Personal da ist... Dann wird er nicht mehr von alarmisums faseln...
  • Iseeus 21.08.2019 06:10
    Highlight Highlight Ja 45 Wochen pro Stunde sind wirklich mit sehr viel Arbeitsdruck verbunden. Wurde da mal mit dem Scheff sprechen.
    Guten Morgen! 😁
  • Glenn Quagmire 21.08.2019 06:05
    Highlight Highlight Jahresarbeitszeit ist durchaus sinnvoll. Wieso im Büro Zeit absitzen, wenn nichts los ist? Die stressigen Phasen generieren automatisch Überzeit.

    Homeoffice muss genau reguliert werden... sonst kommt die 24/7 Erreichbarkeit. Gleichzeitig sollte Homeoffice kein Sofa- und Hausarbeit-Tag sein, sondern wertschöpfend gearbeitet werden.
    • dä dingsbums 21.08.2019 07:48
      Highlight Highlight Überzeit kann man jetzt schon ganz legal leisten, kompensieren auch.

      Das Gesetz ist ganz gut so wie es ist.

      Die Arbeitnehmer gewinnen mit dem neuen Gesetz nichts.
    • Brasser 21.08.2019 08:30
      Highlight Highlight Doch, sie gewinnen viel mehr Flexibilität und Eigenständigkeit. Und genau das wünschen sich heute die jungen Mitarbeiter.
      Funktioniert natürlich nicht in jeder Branche.
    • dä dingsbums 21.08.2019 08:43
      Highlight Highlight @Brasser: Ich kann heute schon sehr flexibel arbeiten. Homeoffice, Überstunden, etc. alles kein Problem. Auch Einsätze am Sonntag sind möglich, muss man einfach je nach Branche zuerst bewilligen lassen.

      Ich kenne keine jungen Mitarbeiter die die Ruhezeit von 11 Stunden unterschreiten wollen, die Lust an 67 Stunden in einer Woche haben oder einfach so am Sonntag arbeiten wollen.

      Vielleicht hast Du ein paar konkrete Beispiele?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Goldjunge Krater 21.08.2019 06:00
    Highlight Highlight Komisch.. Vor ein paar Tagen könnte man lesen, dass 80% der Schweizer zufrieden in ihrem Job sind..

    Seit zwei Tagen reiten die Gewerkschaften nun ihr Kampägneli, unpassend..
    • Astrogator 21.08.2019 07:17
      Highlight Highlight Wenn man in der geschützten Werkstatt VBS angestellt ist hat man gut reden...
    • blueberry muffin 21.08.2019 12:12
      Highlight Highlight Laut umfragen des Sklavenhalterverein waren sogar 99% der Sklaven zufrieden. Keine Ahnung warum man das abgeschafft hat.

Nationalrat stimmt Flugticketabgabe zu

Der Nationalrat stimmt der Einführung einer Flugticketabgabe zu. Er hat am Donnerstag eine Motion mit dieser Forderung mit 112 zu 61 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz hatte er eine CO2-Abgabe letzten Dezember noch abgelehnt.

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