Schweiz
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Die Mitglieder der Grossen Kammer diskutieren das Covid-19-Gesetz, an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Mittwoch, 9. September 2020 im Nationalrat in Bern. Aufgrund der Krise um die Pandemie des Coronavirus, Covid-19 wurden die Pulte der Parlamentsmitglieder mit Plexiglas Scheiben eingerahmt. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Der Nationalrat tagt zurzeit in Bern. Bild: keystone

Erste Hürde überwunden: Nationalrat heisst einen Vorstoss für Stimmrechtsalter 16 gut



Der Nationalrat nimmt einen neuen Anlauf für die Einführung des Stimmrechtsalters 16. Er hat einen Vorstoss aus der Grünen Fraktion unterstützt. Mit Ja stimmten neben den Grünen und der SP auch die GLP und Mitglieder der FDP- und der Mitte-Fraktion.

Mit 98 zu 85 Stimmen bei zwei Enthaltungen unterstützte der Nationalrat am Donnerstag eine parlamentarische Initiative von Sibel Arslan (Grüne/BS). Arslan hatte den Rat aufgefordert, die Gelegenheit zu nutzen, «Schweizer Geschichte zu schreiben». Das Abstimmungsresultat wurde im Saal mit Applaus quittiert.

Bist du für das Stimmrechtsalter 16?

16- und 17-Jährige seien sehr interessiert an der Politik und hätten die zum Abstimmen und Wählen nötige politische Bildung, sagte Arslan. Die Zahl der über 50-jährigen Stimmberechtigten werde immer höher, gab sie zu bedenken.

Unterstützung erhielt sie von Tamara Funiciello (SP/BE): «Junge Menschen sind bereit, mitzumachen.» Unterstützt wurde die Initiative von einer starken Minderheit der Staatspolitischen Kommission (SPK).

Die SPK hatte sich mit Stichentscheid von Präsident Andreas Glarner (SVP/AG) gegen die Initiative ausgesprochen. Sie wollte die Entwicklung in den Kantonen abwarten. Heute dürfen nur im Kanton Glarus junge Leute ab 16 abstimmen. Selbst wählen lassen können sie sich aber erst mit 18 Jahren.

Nationalrat Andreas Glarner, SVP-AG, spricht an der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 8. Juni 2020 im Nationalrat in einer Ausstellungshalle von Bernexpo in Bern. Damit das Parlament die vom Bundesrat verordneten Verhaltens- und Hygieneregeln zur Bekaempfung der Covid-19 Coronavirus Pandemie einhalten kann, findet auch die Sommersession in Bernexpo und nicht im Bundeshaus statt. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Will kein Stimmrechtsalter 16: Andreas Glarner. Bild: keystone

In Neuenburg wurde das Stimmrechtsalter 16 dagegen im vergangenen Februar deutlich abgelehnt. Diskussionen zum Thema laufen aber auch in anderen Kantonen, etwa Bern, Luzern, Zürich oder Zug.

Zudem hielt es die SPK-Mehrheit nicht für sinnvoll, einem Teil der Stimmberechtigen nur das aktive Stimmrecht zu geben. Mit 16 Jahren könnte man zwar über Initiativen und Referenden abstimmen, diese aber nicht unterschreiben, meinte dazu Andri Silberschmidt (FDP/ZH), das jüngste Mitglied des Nationalrates.

Stimmen dürfen soll nach Ansicht der Mehrheit der SPK, wer mündig ist und selbst auch gewählt werden kann. Junge Leute hätten auch andere Möglichkeiten, sich politisch einzubringen, fand die Mehrheit zudem. Das hätten nicht zuletzt die Klimademonstrationen gezeigt.

Als nächstes entscheidet nun die SPK des Ständerates über die Initiative. Sagt sie Nein dazu, muss der Ständerat entscheiden, bevor ein Gesetzesentwurf ausgearbeitet werden kann. (sda)

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125Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Andre Buchheim 11.09.2020 15:47
    Highlight Highlight Find ich gut, mit 16 ist man reif genug, politische Prozesse zu verstehen, sich eine Meinung zu bilden und diese mittels Stimmabgabe zu vertreten.
    In einigen Kommentaren wird das Übergewicht der älteren Generation schlicht geleugnet. Ich sag's mal so: Ja, mit den älteren Bürgern tritt eine gewisse Weisheit und Erfahrung an die Urne, die die Jugend schlicht nicht haben kann. Aber damit bestimmen eben auch Starre und unflexibles Festhalten am Alten die Politik, die gerade jetzt etwas neues, frisches, lebendiges braucht. Und dieses Element verkörpert nunmal die Jugend.
  • gondwana 11.09.2020 14:27
    Highlight Highlight manipuliert und festgefahren ist man erst im Alter, insofern wäre "Frischluft" im abgestandenen Zimmer hoch willkommen. Der Abwehrreflex der Gestandenen hat die selbe Herkunft wie Jener der politisch Rechten die Angst haben dass das Ausländerstimmrecht ihnen die Party versaut.
  • Ebony 11.09.2020 11:53
    Highlight Highlight Klar doch, schliesslich müssen sie auch schon eine Steuererklärung ausfüllen. Rechte und Pflichten nicht nur Pflichten.
  • Moglyy 11.09.2020 10:10
    Highlight Highlight Stimmrecht sollte 25-75 sein.

    50 Jahre in der Verantwortung wäre ideal.

  • Hubi128 11.09.2020 09:23
    Highlight Highlight Ich bin nicht sicher, ob dadurch nur den Linken geholfen würde. Gerade auf dem Land würde auch die SVP profitieren. Ich wage die Prognose, dass im Fall einer Senkung des Stimmrechtsalters auf 16 die Extremen an beiden Enden des Politspektrums profitieren würden. Hinzu kommt, dass ein breiter Konsens darüber besteht, dass man in diesem Alter noch nicht vollständig straf- und vertragsmündig ist. Politische Sachverhalte soll man aber schon beurteilen können? Deshalb bin ich gegen Stimmrechtsalter 16.
  • Natürlich 11.09.2020 07:37
    Highlight Highlight Lustig wie hier ein Grossteil damit argumentiert, dass die Jungen „die Zusammenhänge nicht sehen“ oder „einfach noch nicht reif dafür“ seien.
    Was ist denn mit den ganzen alten Menschen? Ü70, Ü80, Ü90? Die wissen natürlich genau worum es geht und sind bestens informiert über die Vorlage. Nicht! Die plappern zum grossen Teil einfach nach was im SVP Propagandablättli steht welches frei Haus geliefert wird. Die haben teils ein Weltbild, dass einem die Haare zu Berge stehen und wählen alles was irgendwie ausländerfeindlich sein könnte...
    • Hubi128 11.09.2020 09:55
      Highlight Highlight Da haben wir es wieder. Wer mein Weltbild nicht teilt, ist automatisch wahlweise ein Nazi oder ein DDR Nostalgiker. Migration kritisch zu hinterfragen macht einem nicht automatisch zum dumpfbackigen Populisten, und sich für soziale Anliegen stark zu machen ist noch kein Symptom für kommunistische Anwandlungen. Reflektiertes Denken ist angesagt, und damit tut man sich mit 16 teilweise noch schwer, zumal in diesem Alter die Pubertät noch nicht ganz überstanden ist.
  • Tentin Quarantino 11.09.2020 07:33
    Highlight Highlight Nö Nö Nö, erst erwachsen werden dann abstimmen und wählen!
  • Doktor Dosenbier 11.09.2020 06:47
    Highlight Highlight Besser Stimmrecht ab der Pensionierung entziehen. Warum sollte man wenn man seinen Teil als rentables Glied des Systems hinter sich hat noch mitbestimmen wohin es sich weiter bewegt?
  • Schneider Alex 11.09.2020 05:59
    Highlight Highlight
    NEIN zum Stimmrechtsalter 16!

    Noch mehr unbedarfte Stimmbürger*innen? Solange die Schule dem staatsbürgerlichen Unterricht einen stiefmütterlichen Stellenwert beimisst, kann nicht erwartet werden, dass Schüler*innen mit Null-Berufserfahrung kompetent politisch mitreden können. Zudem kann man erst mit zunehmendem Alter schleichende, erst langfristig erkennbare negative Entwicklungen der Wirtschaft und Gesellschaft angemessen beurteilen. Das wissen viele Junge selbst. Ein weiterer Grund für die tiefe Stimmbeteiligung der Jungen.
  • MapleLeafs 11.09.2020 00:13
    Highlight Highlight An alle Ü60: Es ist nicht eure Zukunft!
  • Demetria 11.09.2020 00:03
    Highlight Highlight Eigentlich ist das Hirn ja erst Mitte 20 ausgewachsen...andererseits: wenn ich gerade den ganzen Boomern zusehe, wie sie versuchen die erste echte Krise in ihrem verwöhnten Leben zu managen... Wisst ihr was? Die GenZ darf gern das Parlament übernehmen und die grossen Unternehmen dazu. Ich möchte mal wieder ein paar Politiker/Unternehmer sehen die nicht korrupt sind und für die sozial und umweltfreundlich kein blöder Witz ist. Die Generation Neoliberal hat versagt und soll wenigstens den Anstand haben abzutreten. Vielleicht merken sie ja in der Stille endlich was sie angerichtet haben.
  • Die_andere_Perspektive 10.09.2020 23:51
    Highlight Highlight Stimmrecht ab 16 fände ich halb so schlimm. Unglücklicher würde ich eher finden wenn Parteien (egal welche) diese in den Fokus ihrer manipulativen werbungen Rücken um diese möglichst früh zu indoktrinieren.
  • sonwat 10.09.2020 23:41
    Highlight Highlight Lustig wie sich viele hier sorgen, dass 16-jährige noch nicht reif seien oder argumentieren, dass andere Rechte auch folgen müssten und das darum nicht ginge. Ich finde: wenn sich dadurch auch nur 1% der Jungen mehr für Politik interessieren und sich gezielt informieren, ist dadurch schon etwas gewonnen für die Demokratie.. Und dass sich die Parteiengleichgewichte dadurch merklich verändern würden, ist eh unwahrscheinlich. So what?
    • Irene Adler 11.09.2020 01:01
      Highlight Highlight Es scheint einfach nicht richtig zu sein, dass man sie genug reif hält um mitentscheiden zu dürfen, aber nicht reif genug Auto fahren, Wodka kaufen oder heiraten zu dürfen.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:06
      Highlight Highlight Vorallem sieht man ja, wie "reif" die Bortoluzzis, Glarners, Köppels, Mörgelis, Cassislis, Hegglins ("Hanf ist nachweislich äusserst gefährlich") und all die stocksteifkonservative Fraktion der Ewigvorgestrigen ist.

      Man sieht, wie "reif" dieser Menschenschlag von grauen alten wohlhabenden/reichen Machtmenschen ist. Klimakatastrophe fast im Griff, Ökokatastrophen an jedem einzelnen Ecken auch fast.

      Die ganze Welt haben sie in wenigen Jahrzehnten hauptsächlich für den schnöden Mammon geopfert, aber feiern sich als "reif". Ich. Kann. Nicht. Mehr.

      Egomanie und masslose (Geld-)Gier /= reif !
  • Varanasi 10.09.2020 22:14
    Highlight Highlight In Österreich darf man auch ab 16 wählen.
    Die Parteienverteilung im Parlament hat das kaum verändert.

  • Samon B. 10.09.2020 21:55
    Highlight Highlight Ich sehe hier vorallem zwei Argumente
    Nicht reif genug. Sind wir ehrlich die meisten Abstimmenden aller Alter verstehen die Vorlagen nicht wirklich. Aber irgendwie geht's. Eine Demokratie ist auch nicht eine Regierung der Fähigen sondern eine Regierung aller.
    Rechte und Pflichten: Wir führen in der Schweiz Rechte und Pflichten über's ganze Leben ein. Vorallem zwischen ca. 14 bis Mitte 20. Die sind aber nicht aneinander gekoppelt, und allgemein ziemlich arbiträr. Wenn man eins davon um zwei Jahre vorzieht fällt nicht das ganze Kartenhaus zusammen, auch wird jetzt nur über ein Recht gesprochen.
    • NopeBruh 11.09.2020 04:31
      Highlight Highlight Richtig, aber die Rechte eines Erwachsenen müssen mit den Pflichten eines Erwachsenen einhergehen, nur dann kann man erwarten, dass Stimmberechtigte auch an die Folgen ihrer Entscheidungen denken. Ich stelle mir bei 16 jährigen Stimmberechtigten hauptsächlich zwei Szenarien vor. 1. Sie Stimmen so, wie ihre Eltern / Lehrer stimmen würden. 2. Sie Stimmen aus trotz das Gegenteil. Natürlich verhalten sich auch Erwachsene nicht immer objektiv und aufgeklärt aber das ist noch lange kein Grund dafür, dieses Problem noch zu verschlimmern. Sonst könnten wir das Alter auch gleich auf 6 setzen.
    • K1aerer 11.09.2020 09:23
      Highlight Highlight Mit dem Stimmrecht bestimmt man eben auch die Zukunft des Landes, daher ist es ein Recht, das auch sehr grosse Wirkung hat.
  • DäTyp 10.09.2020 21:46
    Highlight Highlight Dass man mit 16 schon Steuern zahlen muss, scheint hier keinen zu interessieren
  • Stefan Sowieso 10.09.2020 21:02
    Highlight Highlight Begrabt die Geschichte. Kostet uns nur 20 Mio Steuergeld. Aktives und Passives Stimmrecht gehören zusammen.
  • Sprachrohr 10.09.2020 20:12
    Highlight Highlight Die meisten Befürworter einer Herabsetzung des Stimmrechtsalters haben nicht ein Rechteausbau bei den Jungen, sondern die Stärkung der eigenen Wählergruppe im Blick.

    Wichtiger als das Stimmrechtsalter erscheint mir aber, dass das E-Voting und das Sammeln von Unterschriften nicht noch weiter vereinfacht wird. Solange sich jung und alt mit der jeweilige Abstimmung und Wahl befasst, kommt meist was Schlaues raus. Wenn Abstimmungen und Unterschriftensammeln nur noch auf wenige Klicks reduziert werden, wird das ganze etwa so undurchdacht und beiläufig wie Facebook likes werden!
    • Matti_St 10.09.2020 20:58
      Highlight Highlight Wieso muss man zwingend auf der Strasse stehen in eine Unterschrift einzuholen? Ich habe schon ein paar Unterschriftenbogen herunterladen und unterschrieben. Kann das genau so gut auf dem PC unterschreiben und per Mail versenden. Kommt auf's gleiche raus. Dabei geht es nur darum, ob solche Unterschriften auch zählen. E-Voting wird kommen, wenn es sicher ist. Solange muss man halt warten. Stand der Technik wir man so schön sagt. Aber bis es so weit ist, kann man über Stimmrechtalter 16 diskutieren.
    • Sprachrohr 10.09.2020 21:12
      Highlight Highlight @Matti St

      Das Prozedere beim Unterschriftensammeln stellt sicher, dass nur zur Abstimmung kommt, was auch mehrheitsfähig sein könnte.

      Je einfacher das Sammeln, desto höher müsste die erforderliche Unterschriftenzahl gesetzt werden.

      Sonst müssen wir jedesmal über dutzende Vorlagen abstimmen, ohne dass dazu eine seriöse Diskussion geführt werden könnte und ohne dass sich die Stimmbürger einlässlich damit auseinandersetzen könnten.

      Mehr Abstimmungen bringen nicht unbedingt mehr Demokratie, sondern auch mehr unreflekierte Schnellschüsse.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:10
      Highlight Highlight Die meisten Konservativen eines Gleichbleibens des alten Status Quo haben nicht Gerechtigkeit im Sinn, sondern den Erhalt ihrer stark überrepräsentierten* Stärke und Macht.

      *(die Sache mit den finaziellen Mitteln die sie extrem ungleich verteilt haben und für sich einsetzen wäre da ja auch noch)

      Demokratie ist eine Worthülse, welche diese Leute mit sehr viel Macht nur zu gerne vorschützen, aber überhaupt nicht wirklich respektieren.
    Weitere Antworten anzeigen
  • techiesg 10.09.2020 20:04
    Highlight Highlight Ich finde, wir haben dringendere Probleme in unserem Land als Stimmrechtsalter 16. Aber wenn, dann müsste mit dem RECHT auch die nicht so schönen PFLICHTEN (Steuern, Strafrecht,...) angepasst werden.
    • Matti_St 10.09.2020 20:53
      Highlight Highlight Stimmt. Frauen dürfen nur noch abstimmen gehen, wenn sie ein Dienst gemacht haben wie die Männer. Und was soll ein Lehrling für Steuern zahlen mit ihrem Einkommen? Das eine muss nicht zwingend mit dem anderen zu tun haben.
    • Barru 10.09.2020 21:02
      Highlight Highlight Genau sehe auch so
    • WonnieLi 10.09.2020 21:53
      Highlight Highlight Es gibt übrigens auch ein Jugendstrafrecht... Ist ja nicht so also würden alle über 18 steuern Zahlen und alle unter 18 straffrei Schabernack treiben. Jugendstrafrecht hat ausserdem auch gesellschaftliche Vorteile und hat nichts mit der Intelligenz von nicht Volljährigen zu tun.
    Weitere Antworten anzeigen
  • leverage 10.09.2020 19:59
    Highlight Highlight Ich sehe kein Problem,.wenn bereits 16 Jährigen das Abstimmen erlaubt würde.
    Es ist doch in einer direkten Demokratie sowieso so, dass man meist keine Ahnung hat und dem einen oder anderen glauben muss.

    Wie wenn ich eine Ahnung von Kühen hätte (Hornkuh Init.) oder abschätzen könnte, was die Wirtschaftsfolgen der Nahrungsmittel spekulations Initiative sind.
    Ich habe mir jeweils ein paar Meinungen angehört und mir so meine Meinung gebildet. Genauso macht das auch ein 16 Jähriger. Ob er seine Infos nun von TikTok Youtube oder der NZZ hat ist doch schlussendlich egal
    • Sarkasmusdetektor 10.09.2020 20:43
      Highlight Highlight Das schlimme ist, dass das hier wahrscheinlich der realistischste Kommentar zu dem Thema ist. Tatsächlich laufen genug 40+ rum, die nicht wesentlich reifer sind als 16-Jährige.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:13
      Highlight Highlight True Story.

      "Demokratie lebt von dem Ideal, dass der Bürger sich unter sachlicher Abwägung aller Argumente eine politische Meinung bildet. Ein „kontrafaktisches“ Ideal allerdings, darauf wies Professor Uwe Volkmann, Rechtswissenschaftler an der Uni Frankfurt hin. Denn die „eigene“ Meinung ist oft ein Resultat von Sozialisation, Umwelt oder einem diffusen Bauchgefühl."

      -deutschlandfunk.de

      Den letzten Satz kann man auch mit - leider oftmals mit mehr oder weniger gezielt negativer - Indoktrination ergänzen/zusammenfassen.
  • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 10.09.2020 19:59
    Highlight Highlight Wieso gleich national? Man könnte ja schrittweise öffnen: Gemeinde - Kanton und ab 18 dann national. Hätte den Vorteil, dass die Jungen sehen, was ihr Engagement vor Ort bewirkt, wie Kommunikation und Meinungsbildung funktioniert, bevor sie auf die nationale Bühne losgelassn werden. Und ja, Klimaschutz lässt sich auch auf Gemeindeebene einbringen.
    • Matti_St 10.09.2020 20:50
      Highlight Highlight Jeder Kanton entscheidet für sich, ab welchem Alter man wählen kann. Hier diskutiert man auf nationaler Ebene. Das heisst aber nicht, dass sie nachher kantonale Abstimmungen wählen können.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 11.09.2020 07:11
      Highlight Highlight Ich weiss. Ich denke aber, dass man besser erst mal übt, wie politische Entscheidungsfindung funktioniert. Das direkt auf der nationalen Bühne zu lernen, finde ich als Experiment zu gewagt. Beispiel: ideologisches Getwitter (Veganismus heilt Krebserkrankungen) einer politisch unerfahrenen jungen Frau, die für die Grünen in den Nationalrat sollte. Und die ist volljährig ... 😨
  • CaptainLonestarr 10.09.2020 19:57
    Highlight Highlight Kann man machen, es stellen sich aber einige Fragen:
    Sind sie wählbar?
    Gilt dann erwachsenen Strafrecht?
    Zahlen sie Steuern, AHV, Pensionskasse?
    Harter Alkohol auch ab 16?
    Auto und Motorradfahren ab 16?
    Dürfen sie Waffen besitzen?

    Ich habe täglich mit 16 Jährigen zu tun, es gibt viele tolle junge Menschen, sie haben aber rein biologisch einen noch nicht fertig ausgebildeten Cortex. Viele können noch nicht in Zusammenhängen denken (ok gilt auch für viele Erwachsene)
    • Matti_St 10.09.2020 20:48
      Highlight Highlight Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Frauen gehen auch wählen ohne Dienstobligatorium.

      Klar gibt es welche, die interessieren sich für andere Sachen. Denke die gehen dann auch nicht wählen.
    • Ril 10.09.2020 22:38
      Highlight Highlight Die AHV ist ab 17-jährig fällig.

      Man kann bereits heute erst allerfrühestens mit 20 einen Kat A Töffausweis haben. Ohne Praxis erst mit 25.

      Das Hirn mag mit 16 noch nicht fertig sein, man geht aber davon aus, dass dies bis ca. mitte Zwanzig gilt. Und was ist dann mit Demenz und anderen Hirnproblemen, die typischerweise im Alter erscheinen?
  • Matti_St 10.09.2020 19:53
    Highlight Highlight Wir leben in einem Land, in dem nicht mal die Hälfte abstimmen geht. So im das ganze vor Augen führen.
    Politisch interessierte haben sehr wohl eine Meinung und können eine solche Meinungsbildung auch bewältigen. Die, die nicht interessiert sind, gehen auch nicht wählen wie die meisten Erwachsene. Schliesslich haben wir auch ein Jugendparlament. Die Stadt Bern ein Kinderpalament. Klar wird dort nichts entschieden. Aber eine Meinung gebildet und vertreten. Das ist, wie schon erwähnt, mehr als die meisten Erwachsene machen.
  • Random Striker 10.09.2020 19:52
    Highlight Highlight Das ist grundsätzlich sehr zu begrüssen und ein willkommenes Gegengewicht gegen unsere alternde Gesellschaft. Fragt sich nur noch, wie man die in jüngeren Altersgruppen konsequent tiefere Stimmbeteiligung anhebt.

    Die ganzen Gerontokraten, die hier kommentieren, sollen sich mal vor Augen halten, wie autauschbar ihre Kommentare sind, indem man darin einfach 16/18/whatever-Jährige mit älteren Semestern ersetzt.
    • Was wir glauben zu wissen 10.09.2020 20:55
      Highlight Highlight Woher wissen sie, wie alt die Kommentierenden sind? Was Ihnen nicht passt, wird mit der Etikette „Gerontokraten“ abqualifiziert. Bedenkliches Niveau.
  • uvuvwevwevwe onyetenyevwe ugwemubwem ossas 10.09.2020 19:48
    Highlight Highlight Die meisten Jugendlichen sind eh nicht an Politik interessiert.
  • Garp 10.09.2020 19:48
    Highlight Highlight Find ich etwas schwierig das Thema. Einerseits, gibt es Jugendliche die reif genug sind, andererseits solche die es nicht sind.
    Sie wissen noch nicht, wie es in der Arbeitswelt ist, wie es ist seine eigene Wohnung und alles selber zu bezahlen. Sie haben noch wenig Ahnung von ganz vielen Lebensbereichen und viele tragen kaum Verantwortung.

    Wie gesagt schwierig und als älterer Mensch immer pauschal angegriffen zu werden, nur weil ich älter bin, stinkt mir auch langsam. In manchen Themen stehe ich ganz hinter den Jugendlichen, bei andern eben nicht.

    Ich finde 18 als Stimmrechtsalter ok.




    • Kruk 10.09.2020 21:41
      Highlight Highlight Aber ist es denn nicht so, dass eher die reifen davon profitieren würden und die anderen das Recht gar nicht unbedingt nutzen würden.

      Und was den Rest angeht, hast du zwar recht, aber diese Ahnung kommt auch nicht plötzlich mit 18, bei vielen eher erst mit 30.

      Aber ja, finde das Thema auch schwierig, würde es aber eher befürworten.
  • Bärner728 10.09.2020 19:38
    Highlight Highlight Besser als ein fixes Alter wäre, wenn jeder erst ab dem Jahr wählen und abstimmen dürfte, in dem er das erste mal Steuern bezahlt (nur Steuerformular ausfüllen gilt nicht). Viele begreifen nämlich erst dann, wer die ideologischen Träumereien einiger Politikerinnen schlussendlich bezahlt.
    • Matti_St 10.09.2020 21:00
      Highlight Highlight Da würde man gewissen Menschen auf ewig das Stimmrecht verweigern. Nicht sehr demokratisch.
    • WonnieLi 10.09.2020 21:57
      Highlight Highlight Und wenn dann jemand keine steuern mehr zahlt weil das Einkommen zu klein ist entzieht man ihm das Stimmrecht wieder ? Demokratie ist dir wohl kein Begriff
    • Demetria 11.09.2020 00:14
      Highlight Highlight Dein Traum von einem Land in dem nur noch eine kleine Elite regiert ist doch schon lang verwirklicht. Frag doch mal den Lauber oder die Lobbisten im Bundeshaus. Dein Traum ist mein Albtraum.
  • gondwana 10.09.2020 19:18
    Highlight Highlight wenn es nach den Konservativen geht ist ein Stimmbürger erst dann würdig wenn er mit minimaler Schulbildung erst einmal 10 Jahre auf dem Bau das Schüfeli geschwungen hat. Dabei schliessen die gestandenen Eidgenossen von ihrer Zeit als Jugendliche und ihrer damaligen Unbedarftheit auf die Jugendlichen von heute, die notabene durchwegs besser ausgebildet sind als früher. Dieser Reflex dass man den Jungen der Gegenwart nichts mehr zutraut ist auch nur ein Zeichen der eigenen Orientierungslosigkeit im 21.Jahrhundert.
    • NopeBruh 11.09.2020 04:50
      Highlight Highlight Naja, nein. Dass man den Jugendlichen nichts zutraut, hat einfach damit zu tun, dass die Jungen immer länger brauchen, um ihre Erstausbildung Abzuschliessen, sprich, um selbständig zu werden. Früher waren die Meisten mit 16 in der Lehre und danach vollzeitbeschäftigt. Heute sind die meisten 20 jährigen entweder im Gymi, an einer Hochschule, an der BM oder an einer anderen Aus-/ Weiterbildung, noch bevor sie Selbständig ihr Leben finanzieren können und das ist auch gut so! Aber es unterstützt halt eben nicht gerade die Fähigkeit, sich mit den direkten Folgen des eigenen Handelns zu befassen.
  • Juliet Bravo 10.09.2020 19:14
    Highlight Highlight Mann kann sich anhand von Glarus mal anschauen, ob es funktioniert. Ich hab da wenig Zweifel und wär dafür.
  • Cirrum 10.09.2020 19:06
    Highlight Highlight Als ob es eine Rolle spielen würde.. Erwachsene wie Jugendliche lassen sich von der einen oder anderen Seite manipulieren. Bleiben meist bei ihrer Meinung ohne sich richtig zu informieren..
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 02:10
      Highlight Highlight Mit das beste Votum hier.

      Neeeein, wir lassen uns doch aber ganz sicher nicht manipulieren, was für eine freche Unterstellung!
      Wenn die Reichen uns jährlich ca. 4x erzählen, dass wir bei Vorlage/Abstimmung/Thematik XYZ "Arbeitsplätze und Wohlstand gefährden", danns stimmt das logischerweise immer total und dann muss man genau immer danach abstimmen und wählen.

      Jahr für Jahr für Jahr...

      Wenn die Jägerschaft parolisiert, dass man mit allerlei Lebewesen erschiessen, eben diese Lebewesen an Leben schützt, dann stimmt das und ist doch nicht totalster Widerspruch. Sogar Sommaruga nickt.
    • Cirrum 11.09.2020 10:10
      Highlight Highlight Und das ist das Problem, die Menschen meinen, sie haben eine feste Meinung und diese haben sie ganz alleine, in dem sie in ihr tiefstes Inneres schauen, gebildet und sind sich überhaupt nicht bewusst, wie sehr sie manipuliet sind, darum hat die KI ein sehr leichtes Spiel und dank Algorithmen ist es ein Leichtes, die Menschen dorthin zu steuern, wos halt grad passt. Die Menschen verharmlosen es, weil sie sich selber total überschätzen.
  • derEchteElch 10.09.2020 18:54
    Highlight Highlight Ich finde, diesen Vorstoss könnte man tatsächlich gutheissen und befürworten...

    ...aber nur, wenn (sozusagen als Ausgleich) 16-jährige als Erwachsene gelten und das Erwachsenenstrafrecht angewendet wird.

    Schliesslich sind gem. Tamara Funiciello «Junge Menschen bereit, mitzumachen» und entsprechend sind sie auch bereit, die Verantwortung für ihr eigenes Handeln zu übernehmen.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:57
      Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • drjayvargas 10.09.2020 18:52
    Highlight Highlight Ich weiss ja nicht ob Generation Ich-Glaub-Nur-Was-Im-Internet-Mit-Bildern-Belegt-Ist bereits ab 16 abstimmen können. Andererseits weiss ich auch nicht, ob sich sonst viele wirklich mit den Vorlagen auseinandersetzen.
    • Globidobi 10.09.2020 21:26
      Highlight Highlight Emm was sind denn sie für eine Generation?
      Ich denke die heutige Jugend, Fake Bilder und Texte besser einschätzen können als Menschen, welche bis jetzt mehrheitlich Journalismus "ohne" Meinungsmache gelesen haben. Wir sind mit dem Medium Internet aufgewachsen und daher nehmen wir von da die Informationen. Sie sind vielleicht mit dem Medium Fernseher aufgewachsen und daher ist dies für Sie die Informationsquelle. Sagt jetzt nicht aus, ob ich mit 16 bessere Entscheidungen treffen kann, als Sie mit 18+. Bei der Klimathematik ist ja zu sehen, dass die Jugend einen grösseren Weitblick hat.
    • Samon B. 10.09.2020 21:48
      Highlight Highlight Stimmt wenn ich ins Internet gehe sind es immer die 16-18 Jährige die richtig dumme Sachen schreiben...
    • WonnieLi 10.09.2020 22:00
      Highlight Highlight Was glaubst du denn ?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Satan 10.09.2020 18:40
    Highlight Highlight Persönlich bin ich da zwiegespalten. Zum einen sollte es nicht sein, dass ältere Generationen die Zukunft der Jüngeren bestimmen, zum anderen frag ich mich, ob die Jungen wirklich in der Lage sind, das richtig zu beurteilen.

    Andererseits: Machen 2 Jahre wirklich so einen Unterschied? Wenn ich zurückdenke, nein. Sind ältere Menschen wirklich besonnere Menschen? Nein. Wer mit 16 wirklich abstimmen möchte, hat sich wahrscheinlich mehr damit auseinandergesetzt, als so manch Erwachsener. Also Ja, warum sollten die paar, die das wirklich wollen, nicht tun können.
    • WonnieLi 10.09.2020 22:01
      Highlight Highlight Die ältere Generation verpasst es seit 60 Jahren so zu wählen dass unser Klima nicht drauf geht.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:51
      Highlight Highlight WonnieLi, die natur- und zukunftsfeindlich Wählenden Erwähnten verpassen es nicht.

      Die wollen es. Genau so.

      Die Forschung, Wissenschaft und Expertise warnt seit 60 Jahren. So lange lachen sie sie aus.

      Die verpassen nicht. Die halten an der Haltestelle ganz bewusst nicht an und brausen einfach, nicht ohne die braune Pfütze am Rand zu verfehlen, an der Haltestelle an den dringend Mitfahrtgelegeheit-Brauchenden vorbei und zeigen den Mittelfinger und johlen.
    • Hierundjetzt 11.09.2020 07:03
      Highlight Highlight Weil es 1950 voll de PC gab. Und Solarzellen. Und Teslas.

      Hasi, das alles gibts erst seit 25 Jahren.

      Exakt darum ist Stimmrechtsalter 16 chabis: keine Lebenserfahrung
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  • plataoplomo 10.09.2020 18:38
    Highlight Highlight Ich bin grundsätzlich für Stimmrecht 16 bis 65 Jahre. Das täte der Entwicklung unseres Landes gut.
    • nadasagenwirjetzteinfachmal 10.09.2020 19:01
      Highlight Highlight Ich wäre dafür, das Stimm und Wahlrecht generell abzuschaffen.
      Bei Wahlen soll das Los entscheiden und bei Abstimmungen wird gewürfelt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass das gut kommen würde.
    • Hierundjetzt 10.09.2020 19:51
      Highlight Highlight Deine Eltern sind bestimmt gleicher Meinung.
    • Autokorrektur 10.09.2020 19:59
      Highlight Highlight Uiuiui, voll uns Blitzernest getroffen! 😂
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  • demian 10.09.2020 18:37
    Highlight Highlight Ein Grossteil des Volkes geht eh nicht an die Urne. Jetzt will man die Anzahl möglicher Wähler erhöhen, statt sich mal damit zu beschäftigen weshalb so viele Leute keinen Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen?

    Wieviel Prozent der 16 - 18 Jährigen würden denn an die Urne gehen?
    Würde mich wirklich interessieren.

    Der einzig positive Nebeneffekt ist, dass die Klimathematik an Bedeutung gewinnen könnte.
    • Autokorrektur 10.09.2020 20:00
      Highlight Highlight Hier ein paar Infos. Zwar zu Deutschland, ob es bei uns soo viel anders ist, ist eine gute Frage.
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  • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 18:36
    Highlight Highlight Wird auch mal Zeit!

    Habe schon viele 16-Jährige getroffen, die sind informierter und reifer und denken weitsichtiger, als so mancher 66-Jähriger, welche jetzt für zerstörerische Politik stimmt, für Folgen und Schäden und Konsequenzen, welche sie in 10, 20 Jahren sowieso nichts mehr angehen, die 16-Jährigen müssens aber dann ausbaden. Und das noch viele, viele Jahrzehnte.

    Als nächstes dann noch den 1/4 der Menschen in der CH, welche hier wohnen, leben, lieben, arbeiten und Steuern zahlen, aber 0% wählen oder abstimmen können. Viele, die in Schweizer Spitälern geboren wurden. Demokratie?!?
    • [Nickname] 10.09.2020 19:27
      Highlight Highlight Lustig soll das immer alles nur in westlichen Ländern gelten bei den bösen Weissen :-)
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:36
      Highlight Highlight Was fabulierst du genau und kannst du, und deine momentan fast 100% Zustimmenden einem ahnungslosen Nicht-Denker wie mir erklären, was meine Ausführungen mit "lustig soll nur im Westen bei den bösen Weissen gelten" zu tun haben?

      Ihr seid so komplexbeladene Frustbolzen, ist irgendwo, irgenendwas von "Weissen" geschrieben worden? Gings irgendwo, irgendwie um Nicht-Westliche Länder?
      Warum bringst du, komplett substanzbefreit, ohne jeglichen Zusammenhang, solche Polemik ins Spiel?

      Kein einziges Argument, eine wirre, sinnbefreite Opfermentalität, garniert mit Polemik = Applaus.

      Sinnlos hier.
    • ruvos 11.09.2020 10:16
      Highlight Highlight @ Bildung & Auklärung

      Wenn ich deinen Kommentar lese verstehe ich das viele Personen nicht möchten dass jugentliche ab 16 Jahren abstimmen gehen. Bist du schon 18 ?
  • ruvos 10.09.2020 18:36
    Highlight Highlight Nur weil die Jungen bei Demos für den Umweltschutz mitgelaufen sind heisst das noch lange nicht das die unter 18 jährigen reif für die Abstimmungen sind. Es ist für Erwachsene schon schwierig genug.
    Aber gewisse Politiker möchten die jungen Stimmen für ihre politische Zwecke nutzen. Wenige Ausnahmen gibts natürlich immer aber deswegen das Stimmrecht zu ändern finde ich unnötig.
    • Super8 10.09.2020 20:43
      Highlight Highlight Aber ein 65-jähriger, der seine Meinung am Stammtisch bildet soll reif für Abstimmung sein 🤣
  • Doplagus 10.09.2020 18:32
    Highlight Highlight Nein. Sieht man ja wie gut das funktioniert wenn die meisten wie blind ihren influencern hinterher rennen. Eine gewisse geistige reife sollte vorhanden sein. Meinetwegen stimmrechtsalter 20, aber 16 ist zu früh
    • Varanasi 10.09.2020 18:57
      Highlight Highlight Also wenn ich mir so anschaue, wer da auf den deutschen Querdenkerdemos unterwegs war, frage ich mich schon, ob da immer so eine geistige Reife vorhanden ist bei den älteren Semestern (bin selbst auch ein älteres Semester) 😊.
    • Matti_St 10.09.2020 19:44
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass man mit 18 stimmen gehen kann?
    • Kruk 10.09.2020 21:11
      Highlight Highlight Gerade bei den ganz jungen gehen doch sowieso nur jene abstimmen die sich wirklich dafür interessieren und auch damit befassen.

      Werden wohl nicht jene sein die "wie blind ihren influencern hinterher rennen".

      Ich würde es begrüssen, ein guter Staatskundeunterricht in der Schule und Zeitgleich das Stimm- und Wahlrecht erhalten.
      Vielleicht sogar schon mit 14, das interesse wecken an der Demokratie!
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  • K1aerer 10.09.2020 18:27
    Highlight Highlight Wenn 16 Jährige nicht mal einen Kaufvertrag abschliessen oder nach Erwachsenenrecht verurteilt werden, warum sollten sie beim Stimmrecht anders behandelt werden? Den Linken geht es doch nur, um mehr Wähleranteil zu generieren. Bedenklich finde ich zudem die Aussage, dass es immer mehr 50 Jährige das Sagen haben.
    • Aerohead 10.09.2020 18:35
      Highlight Highlight Wenn mehr Junge links wählen, macht die Seite offensichtlich Einiges richtig.
    • Illuminati 10.09.2020 18:40
      Highlight Highlight Tja dann würe ich mir als rechte Parteien eher Gedanken machen, wieso überdurschnittlich viele junge Leute Links wählen würden (wenn es denn wirklich so ist)
    • Bildung & Aufklärung 10.09.2020 18:42
      Highlight Highlight Den Rechten geht es doch - wie immer und immer wieder - nur darum, sich egoistisch und undemokratisch ihre eigenen Wahlanteile und Pfründe zu sichern. Die eigene ewiggestrige, rückwärtsgewannte und zukunftsignorante Boomer-Politik aufrecht zu erhalten.

      Siehst du, so wird ein Schuh draus. Dein Argument. Einfach fundierter ausgeführt.

      Darum sollen die Jungen zwar mit 15 in der Privatwirtschaft wie die Grossen krüppeln müssen, "der Ernst des Lebens!" der jetzt halt gelte, aber über ihre Zukunft, welche vorallem sie betrifft, dürfen sie nicht mitreden...
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  • Francis Begbie 10.09.2020 18:24
    Highlight Highlight Ich verstehe Glarners Vorbehalte, meine aber dass gerade eine nationale Lösung für viele Der bessere Weg ist. Es betrifft ja uns Wähler und Stimmbürger undda sollten wir doch so gleich wie möglich sein.
    • Bildung & Aufklärung 11.09.2020 01:27
      Highlight Highlight "sollten wir doch so gleich wie möglich sein."

      Der braune Glarner spricht bei über 25% der Bevölkerung von "denen" "die".

      In diesen Kreisen unterscheiden sie sogar zwischen, "Schweizer, echter Schweizer, Papierlischweizer und Eidgenosse"...

      Soviel zu, deinen völlig richtigen und wichtigen Gedanken, dass wir alle so gleich wie möglich sein sollen und sind (Homo sapiens, gleiches Strafgesetz dem wir uns fügen, Punkt).

      Bei Glarners und Konsorten ist überhaupt gar nix mit "gleich" sondern "wir, hier oben Übermenchen", "die, dort unten, Untermenschen".
  • ast1 10.09.2020 18:13
    Highlight Highlight Finde ich eine tolle Sache. Ich weiss noch, als ich in dem Alter war hätte ich mich auch gerne beteiligt.

    Ausserdem muss man im dümmsten Fall bisher bis 22 warten, bevor man an seiner ersten Parlamentswahl mitmachen kann.
  • Schlingel 10.09.2020 18:12
    Highlight Highlight Die meisten sind ja auch mit 18 noch nicht reif genug, zu differenzieren und Dinge objektiv zu betrachten. Ich weiss daher nicht was das bringen sollte. Ich war mit 16 ganz bestimmt noch nicht so weit, dass ich eine eigene Meinung zu den teilweise so komplexen Themen der Politik hätte bilden können. Man ist doch allgemein noch zu blauäugig und naiv in diesem Alter.
    • Aerohead 10.09.2020 18:50
      Highlight Highlight Naiv ist immer noch besser als gezielt die eigenen Interessen & Privilegien zu verteidigen. Ich kenne viele 16 jährige, die zu durchaus komplexer Meinungsbildung fähig sind (Gymi-Schüler*innen) und die anderen gehen ja eh nicht abstimmen. Also was es bringt: Verlieren tut niemand, aber es gewinnen Einige.
    • Francis Begbie 10.09.2020 19:12
      Highlight Highlight Pha, als ob das die Mehrheit der Bevölkerung,die stimmberechtigt ist, kann.
    • Juliet Bravo 10.09.2020 19:37
      Highlight Highlight Wenn man sieht, wer sich von irgendwelchen Quacksalbern im Internet und Facebook zu „Querdenkerdemos“ hinreissen lässt oder dazu gebracht wird, Schwurbeleien und unwissenschaftliches Zeug zu glauben, dann spricht das aber auch nicht gerade pauschal für die Älteren.
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Interview

Jean Ziegler zu Moria: «Im ersten Moment dachte ich: Endlich wird dieses Lager liquidiert»

Jean Ziegler kennt die Leiden der Ärmsten auf dieser Welt. Sein Besuch auf der griechischen Insel Lesbos hat den 86-Jährigen dennoch zutiefst erschüttert. Ein Gespräch über die europäische Migrationspolitik und die Rolle der Schweiz.

Herr Ziegler, vor etwas mehr als einem Jahr haben Sie Moria auf Lesbos besucht. Was ging Ihnen durch den Kopf, als Sie die Bilder des brennenden Lagers gesehen haben? Ich darf es fast nicht sagen. Im ersten Moment dachte ich: Endlich wird dieses schreckliche Lager liquidiert. Gottseidank ohne Todesopfer. Gleich danach packte mich eine grosse Angst um die Leute, die vor dem Feuer in die Hügel geflohen sind. Ohne Nahrung, ohne Wasser, ohne Medikamente, nichts. Ein Flüchtling ist der …

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