Schweiz
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Ignazio Cassis ist neuer Bundesrat

100 Tage im Amt – Bundesrat Ignazio Cassis zieht erste Bilanz



Aussenminister Ignazio Cassis hat in Lugano nach seinen ersten 100 Tagen als Bundesrat Bilanz gezogen.

Wer erwartet habe, dass er in den drei Monaten die Welt verändere, habe die Schweiz nicht verstanden, sagte er. Veränderungen sind demnach in der Schweiz nur in kleinen Etappen möglich.

«Aussenpolitik ist Innenpolitik», sagte Cassis. Aussenpolitik in der Schweiz könne nur Erfolg haben, wenn sie im Inland mitgetragen werde - auch in Regionen wie der italienischen Schweiz, wo diesbezüglich oftmals eine gewisse Zurückhaltung herrsche. Gerade darum hat sich Cassis als Standort für seine erste Medienkonferenz am Donnerstag das Tessin ausgesucht.

An der Universität der italienischen Schweiz (USI) erklärt er vor Studierenden und Journalisten, um was es im institutionellen Rahmenabkommen geht. Er erläuterte die Verflechtungen und das Zusammenspiel mit der EU symbolisch mit Würfeln und einer Kugel.

Das institutionelle Rahmenabkommen sei ein Instrument, kein Ziel, sagte er. Eines der wichtigsten Ziele seiner Aussenpolitik sei es, mit dem Ausland gute Beziehungen zu haben. Bei der EU-Frage müsse man sich fragen, was man wolle und was das koste. Und dann entscheiden. (sda)

Ignazo Cassis: Der neue Bundesrat

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spiessvogel 01.02.2018 19:02
    Highlight Highlight Da wollte doch mal einer den Reset-Knopf drücken. Nach 100 Tagen im Amt muss er ernüchtert feststellen, es sei in der Europapolitik zu definieren, was man wolle und was es koste. Das Mantra hören wir seit 10 Jahren. Die ganze Kausa ist erstarrt, weil niemand mehr wagt, von einem Weg mit Europa zu reden. Zu viele Erliegen dem Trugschluss, man müsse nur lange genug warten, dann erledige sich das Problem mit dem Zerfall der EU von selbst. Unser Wohlstand ist aber wesentlich mitbestimmt durch ein starkes, friedliches Europa. Dafür hat auch unser Land einen Beitrag zu leisten.

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