Schweiz
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ZUR HEUTIGEN MK DER GEWERKSCHAFT UNIA ZUM KONFLIKT IN DER UNIA REGION ZH/SH, STELLEN WIR IHNEN AM FREITAG, 16. SEPTEMBER 2016, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -  Roman Burger, Geschaeftsleiter Unia Zuerich, informiert die Medien am Dienstag, 5. Juni 2012 in Zuerich. Die Gewerkschaft UNIA ist gegen die Volksinitiative

Der Streit geht weiter: Roman Burger, freigestellter Schaffhauser Unia-Sektionschef. Bild: KEYSTONE

Das schreiben die Sonntagszeitungen

Blocher, Burger, Burkaverbot: Das sind die heutigen Themen der Sonntagszeitungen. Der Überblick.



Zoff bei der Unia gärt weiter

Laut der «NZZ am Sonntag» wollten Verbündete des freigestellten Regionalleiters der Unia Zürich-Schaffhausen, Roman Burger, die beiden betroffenen Frauen dazu bringen, von einem Vorgehen gegen Burger wegen sexueller Belästigung abzulassen. Der «SonntagsBlick» berichtet derweil, dass die Personalkommission (Peko), welche die Arbeitnehmer der Unia vertritt, die «konstruktive Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung» gekündigt habe. Grund sei, dass Letztere der Peko zum Fall Burger das Gespräch verweigert habe und nicht auf Forderungen der Personalvertreter eingegangen sei. Zudem kritisiert sie den «milden Umfang» mit dem nun Freigestellten. Die Präsidentin der Gewerkschaft für Angestellte des Öffentlichen Dienstes VPOD, Katharina Prelicz-Huber, befürchtet laut Aussagen in der «Schweiz am Sonntag», dass Arbeitgeber den Skandal rund um die Unia und Burger nutzen, um die Arbeitsbedingungen zu verschlechtern.

Verwirrter greift Blocher an

Nach einer Podiumsdiskussion in Zürich ist Alt-Bundesrat Christoph Blocher am Samstag Opfer eines Angriffs geworden. Wie der «SonntagsBlick» berichtet, hat ein Unbekannter den SVP-Politiker nach dem Anlass im Gang eines Hotels angesprochen und sodann mit der Faust auf ihn eingeschlagen. Sicherheitskräfte konnten den Angreifer, der offenbar ein Messer auf sich trug, überwältigen. Die kurz darauf angerückte Polizei befragte den Mann und führte ihn ab. Blocher wurde bei dem Vorfall nicht verletzt.

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Druckversuche wegen Frühfranzösisch-Kritik

Schweizer Wissenschaftler beklagen sich über Druckversuche von offiziellen Stellen bei der Forschung zum Nutzen von frühem Fremdsprachenunterricht. Die «NZZ am Sonntag» berichtet, mehrere Forscher, die zum Schluss kamen, dass der frühe Fremdsprachenerwerb den Schülern nicht zwingend etwas nütze, hätten «um ihre Karriere oder um Forschungsgelder fürchten müssen». In Gesprächen mit Vertretern der Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK) oder kantonaler Bildungsbehörden hätten sie zu spüren bekommen, dass der Befund bei der Bildungslobby schlecht ankomme. Der Freiburger Professor für Mehrsprachigkeit, Raphael Berthele, sagte der Zeitung, solange die Debatte um das Fremdsprachenlernen «so vergiftet ist, wird es für uns Wissenschaftler schwierig, unsere Rolle wahrzunehmen».

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Oberster Uni-Rektor möchte Austausch auch im Inland fördern

Alain Berset, right, Member of the Swiss Federal Council, shakes hands to Michael Hengartner, Director of the University of Zurich, left, during the Opening Ceremony of the european biennale of contemporary art

Michael Hengartner (links) mit Bildungsminister Alain Berset Bild: KEYSTONE

Der Präsident von Swissuniversities, Michael Hengartner, regt an, das Austauschprogramm der Universitäten zwischen den Schweizer Sprachregionen zu fördern. Mit einer Unterstützung für Studierende, ähnlich wie für einen Aufenthalt an einer ausländischen Hochschule, könnte ein «Beitrag zur Kohäsion der Schweiz – zu gegenseitigem Verständnis und Wertschätzung» geleistet werden, sagte der Rektor der Universität Zürich in einem Interview mit den Zeitungen «Zentralschweiz am Sonntag» und «Ostschweiz am Sonntag». Gleichzeitig beklagte Hengartner, dass sich die Beteiligung Schweizer Forschender beim Programm «Horizon 2020» seit dem Ja zur Zuwanderungs-Initiative halbiert habe. «Wir nehmen zehnmal weniger Führungsrollen in europäischen Forschungsprojekten ein als vorher.» Gute Wissenschaftler kämen nicht mehr in die Schweiz, weil sie zu wenig Sicherheit für ihre Projektfinanzierung hätten und nicht wüssten, wie hier die Zukunft ausschaue.

Parlamentarische Aufsicht will Eritrea-Reisen untersuchen

Im ersten Halbjahr 2016 hat die Schweiz offenbar drei Flüchtlingen aus Eritrea den Asylstatus aberkannt. Grund: Sie hatten sich unter den Schutz des Heimatstaates begeben. Dass Eritreer trotz Asylstatus in ihr Heimatland reisen, beschäftigt die Migrationsbehörden seit Jahren. Nun hat die Geschäftsprüfungskommission des Nationalrats (GPK) laut der «SonntagsZeitung» das Problem traktandiert. Die Subkommission, die für das Justiz- und Polizeidepartement zuständig ist, will neuen Hinweisen nachgehen. Laut der Zeitung sollen in den letzten Monaten deutlich mehr Eritreer als sonst aus der Schweiz ins Ausland gereist sein.

Weiter relative Mehrheit für MEI

Auch zweieinhalb Jahre nach der Annahme der Masseneinwanderungs-Initiative der SVP findet der Entscheid in der Schweizer Bevölkerung noch eine Mehrheit. Laut einer Erhebung durch das Institut Opinionplus würden aktuell 45.6 Prozent der Befragten ein Ja auf den Abstimmungszettel schreiben. 43.8 Prozent wären dagegen und 10.6 Prozent sind unentschieden, wie der «SonntagsBlick» berichtet. Die Initiative, über deren Umsetzung derzeit verhandelt wird, war am 9. Februar 2014 mit 50.3 Prozent Ja-Stimmen knapp angenommen worden. Laut der Umfrage finden 66.4 Prozent den Umsetzungsvorschlag der nationalrätlichen Kommission sehr oder eher gut. 28.5 Prozent lehnen ihn ab. Den bilateralen Verträgen würden demnach 56.4 Prozent zustimmen. 64.1 Prozent der Befragten gaben an, die Personenfreizügigkeit sei ihnen wichtig oder eher wichtig.

Plakat der Befuerworter der SVP-Volksinitiative

So warb die SVP für ihr Anliegen, das mit 50.3 Prozent angenommen wurde. Bild: KEYSTONE

Ja zu Burkaverbot absehbar

Ein Burkaverbot in der Schweiz hätte aktuell an der Urne sehr gute Chancen. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag der «Schweiz am Sonntag». Demnach befürworten 60.7 Prozent der Stimmberechtigten ein landesweites Verhüllungsverbot, wie es eine Volksinitiative anstrebt. 26 Prozent stellen sich gegen ein solches Gesetz, 13.3 Prozent machten keine Angaben. Ende August hatten sich in einer Umfrage noch 71 Prozent für ein Verbot ausgesprochen. Derzeit sammelt ein Komitee Unterschriften für ein Burkaverbot, laut den Initianten haben bereits 50'000 Personen unterzeichnet. Die Frist läuft bis im September 2017.

Gesundheitspolizei gegen Antibiotika-Resistenzen

Im Kampf gegen Antibiotika-Resistenzen prüft der Bund die Einführung einer Art Gesundheitspolizei. Wie die «SonntagsZeitung» berichtet, könnte eine solche in den Spitälern intervenieren, zum Beispiel bei der Abgabe von Antibiotika durch die Ärzte. Grund: Beliebte und häufig verschriebene Antibiotika wirken immer weniger gut, gleichzeitig werden sie immer häufiger eingesetzt.

52 weitere Bahnhöfe ohne Schalter

Wenn die SBB ab 2018 den Billetverkauf durch Dritte einstellt, sind davon 52 Bahnhöfe betroffen. Laut der «Schweiz am Sonntag» trifft es insbesondere Standorte in den Kantonen Zürich, Thurgau und St. Gallen, wo die Bahn den Verkauf an Post, Migrolino oder Avec ausgelagert hatte. Bediente Schalter gibt es laut der Zeitung aktuell noch an 176 von 794 Bahnhöfen. Seit 2005 wurde jede dritte Verkaufsstelle geschlossen. Im vergangenen Jahr wurden über 18 Millionen Onlinetickets gekauft, die Schalter stellten 19.8 Millionen Fahrscheine aus. 48 Millionen Billette wurden an Automaten bezogen.

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Neue Kampfjets als grosse Herausforderung

Newly appointed Swiss Chief of Armed Forces Philippe Rebord attends a news conference in Bern, Switzerland September 16, 2016. REUTERS/Ruben Sprich

Der Walliser Rebord bei seiner Präsentation als neuer Armeechef in dieser Woche. Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Der Kauf neuer Kampfflugzeuge ist eine der grossen Herausforderungen, die auf den neuen Armeechef Philippe Rebord warten. Dass er einen Bodentruppen-Hintergrund habe, erleichtere es ihm vielleicht, das Projekt voranzutreiben, sagte Rebord in einem Interview mit der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche». Das Projekt müsse in erster Linie von der Luftwaffe vorangetrieben werden. Als Kommandant aus den Reihen der Infanterie könne er sodann aber allenfalls «die unterschiedlichen Elemente neutraler, objektiver einschätzen», sagte der Walliser, der im Januar 2017 das Amt von André Blattmann übernimmt. (trs/sda)

Statt Zeitung zu lesen: Was Menschen früher am Sonntag so trieben...

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    Alle Leser-Kommentare
  • stadtzuercher 18.09.2016 13:31
    Highlight Highlight Ich weiss nicht, wie man sich als arbeitender Büezer von der linken Unia vertreten fühlen kann. Die Präsidentin Vania Alleva hat noch nie wirklich gearbeitet, was weiss die schon von den Sorgen der Arbeiter. Mit links-feministischer Propaganda ist diesen Menschen nicht geholfen.
  • Maria B. 18.09.2016 11:32
    Highlight Highlight Zu den lebensbedrohenden Resistenzen wäre zuallererst ein rasches Verbot des letzten bekannten Ausnahme-Antibiotikas in der Geflügelhaltung und Tiermast anzuordnen. Aber hierzulande wird alles nur "empfohlen" was zu nachhaltigen Schäden der Bürger durch uneinsichtige, gewinnmaximierende Bauern und willfährige Tierärzte führt.

    Und zu den seit Jahren bekannten "Ferienreisli" von eritreeischen Wirtschaftsflüchtlingen mit dem Geld unserer Sozialämter, auch deren Steuerzahlungen an das dortige Regime sowie die Geldüberweisungen an Verwandte, ist eigentlich jedes Wort zuviel und handeln angesagt!
  • pamayer 18.09.2016 09:26
    Highlight Highlight Wegen der MEI initiative und dem damit verbundenen schwinden der Wettbewerbsfähigkeit der Schweizer Universitäten: die svp schiesst eit langem gegen 'die studierten', wie wenn diese eine Volksgruppe für sich darstellten.
    Die führungselite der svp hat ja ihren studienabschluss. Halten wir den Nachwuchs etwas dumm, so überflügelt er uns nicht!!

    Die MEI hat immer noch eine qualitative Mehrheit. WTF!! immer noch nichts gelernt?!

    Fremdsprachenlobby macht druck für frühen zweitsprachenerwerb.
    Jetzt haben wir sehr teuren Sprachunterricht auf der primarstufe und niemand versteht noch Bahnhof...
    • stadtzuercher 18.09.2016 13:32
      Highlight Highlight Die SVP mag gegen die Studierten schiessen. Die SP schiesst gegen den arbeitenden Mittelstand.

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