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ZU DEN THEMEN DER SOMMERSESSION, AM DIENSTAG, 12. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG ---- Bern, 01.10.2011, Inland - Demonstration Sans Papier, Feature Demonstration Sans Papier (Manuel Winterberger/EQ Images) (KEYSTONE/EQ IMAGES/Manuel Winterberger)

«Kein Mensch ist illegal»: Demonstration für Sans-Papiers in Bern.   Bild: EQ IMAGES

Geht Zürich bald wie New York mit den Sans-Papiers um? 5 Dinge, die du jetzt wissen musst

Eine vom Zürcher Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe untersuchte ein Jahr lang den Alltag von Sans-Papiers. Ob Zürich bald wie New York eine «City-Card» ausstellt und was diese genau für die Sans-Papiers bedeutet, beantworten wir dir in fünf Fragen. 

12.09.18, 18:26 13.09.18, 07:00


Sie können weder legal eine Wohnung mieten, noch ein Bankkonto eröffnen oder in einer Bibliothek ein Buch ausleihen: Sans-Papiers sind Menschen, die ohne gültigen Aufenthaltsstatus in der Schweiz leben. Schätzungen des Staatssekretariat für Migration (SEM) zufolge sind es zwischen 58'000 bis 105'000 Menschen. In der Stadt Zürich leben rund 14’000 Papierlose.

Ein Jahr lang untersuchte eine vom Zürcher Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe die Lebensrealität der Sans-Papiers. Untersucht wurde dabei auch die Idee einer «Züri City-Card».

Was ist die «Züri City-Card»?

Vorgestellt wurde die «Züri City-Card» von verschiedenen zivilgesellschaftlichen Organisationen. Sie ist eine Identitätskarte für alle Bürger einer Stadt – auch für solche ohne gültige Aufenthaltsbewilligung. Mit einer «City-Card» könnten sich auch Sans-Papiers innerhalb der Stadt ausweisen und städtische Dienstleistungen in Anspruch nehmen. Und sie müssten nicht mehr in ständiger Angst leben, entdeckt oder gar ausgeschafft zu werden. Eine national gültige Aufenthaltsbewilligung ist die City-Card jedoch nicht. 

Was hält der Stadtrat von einer «City-Card»?

Stadtpräsidentin Corine Mauch äusserte sich sehr kritisch zur Idee der «Züri City-Card». Laut Mauch bringt die Identitätskarte die Gefahr, dass sich Sans-Papiers in falscher Sicherheit wähnten. Denn gültig wäre der Ausweis nur für städtische Behörden. Würde ein Sans-Papier von der Kantonspolizei kontrolliert, gälte die City-Card nicht mehr als Ausweis. «Die City-Card würde die Erwartungen und Hoffnungen von Sans-Papiers nicht erfüllen», so Mauch. Und ein weiterer Punkt kommt hinzu: Ob eine Züri City-Card rechtlich überhaupt realisierbar wäre und nicht gegen das geltende Ausländergesetz verstossen würde, muss zuerst noch abgeklärt werden. 

Video: streamable

Gibt es schon Städte, die eine «City-Card» eingeführt haben?

Vorbild für die Züri City-Card ist die Stadt New York. Dort gibt es seit rund drei Jahren eine städtische ID, mit der sich auch Sans-Papiers ausweisen können.

Ebenfalls Vorreiter in Sachen Sans-Papiers ist die Stadt Genf. Die Westschweizer Metropole hat zwar keine City-Card, lancierte aber im Februar 2017 die «Operation Papyrus». Sans-Papiers, die seit zehn Jahren (bei Familien sind es fünf Jahre) in Genf leben, französisch sprechen, finanziell unabhängig und nicht vorbestraft sind, erhalten vom Staatssekretariat für Migration dank des Programms eine Aufenthaltsbewilligung. Im ersten Jahr der «Operation Papyrus» wurde so der Aufenthalt von rund 1’100 Papierlosen legalisiert. Das Projekt ist einzigartig in der Schweiz. Kein anderer Kanton verfolgt derzeit ähnliche Pläne. Auch in Zürich scheiterten die Versuche, eine «Operation Papyrus» durchzubringen. 

Sind die Vertreter der Sans-Papiers mit dem Entscheid des Stadtrats zufrieden?

Bea Schwager, Leiterin der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ), ist «enttäuscht» vom Entscheid des Stadtrats. «Die Reaktionen auf die Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppe sind mutlos», führt Schwager aus. Sie hätte sich mehr Commitment von Seiten einer links-grün dominierten Regierung gewünscht. «Städte wie Zürich sind ein wichtiger Motor für Veränderungen, der Stadtrat hätte ein Zeichen setzten können.» Für Schwager ist klar: Die City-Card wäre für die Sans-Papiers eine enorme Erleichterung für ihren Alltag. Sie müssten sich nicht mehr vor Polizeikontrollen fürchten und könnten sich besser gegen Diskriminierung oder Ausbeutung wehren. 

«Die Reaktionen auf die Untersuchungsergebnisse der Arbeitsgruppe sind mutlos.»

Bea Schwager, Leiterin der Sans-Papiers Anlaufstelle Zürich (SPAZ)

Was passiert jetzt als nächstes?

Ganz vom Tisch ist die Idee der Städte-ID noch nicht. Zuerst muss jedoch abgeklärt werden, ob eine City-Card überhaupt rechtskonform wäre. Auch sonst plant der Stadtrat einige Verbesserungen. So soll in Zukunft für Sans-Papiers der Zugang zu städtischen Leistungen, wie zum Beispiel Elternberatung, verbessert werden. Nichtregierungsorganisationen sollen zudem mehr in ihrer Arbeit unterstützt werden. 

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Video: watson

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66
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66Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • mogad 13.09.2018 11:18
    Highlight Kein Mensch ist illegal. Aber sein Aufenthaltsstatus kann illegal sein.
    24 7 Melden
  • Crapaud Commune 13.09.2018 07:26
    Highlight Was sich mir nicht erschliesst ist die Tatsache, dass wenn ein Sans-Papier diese city-card braucht um sich auszuweisen oder diese schon nur beantragt, sich automatisch als Sans-Papier „outet“ und somit das Risiko eingeht ausgewiesen zu werden? Kann mir jemand erklären wie das gehandhabt würde?

    Obwohl ich in der city-card keine adäquate Lösung sehe, berfürworte ich das Einsetzen von Arbeitsgruppen bzw. jede lösungsorientierte Handlung vom Staat oder den Kantonen, um diesen Menschen eine Lebensgrundlage und menschenwürdige Zukunft zu bieten.
    13 4 Melden
  • Schneider Alex 13.09.2018 06:49
    Highlight Sans-Papiers: Wo bleibt der Rechtsstaat?

    Wenn wir noch ein Rechtsstaat sein wollen, müssen die Wohnungsbesitzer, Arbeitgeber und Schulen, welche Sans-Papiers - ohne bei der Einwohnerkontrolle anzumelden – eingemietet, angestellt oder geschult haben, bestraft werden. Das ganze Theater um die Sans-Papiers ist eine Persiflage auf unseren Rechtsstaat. Ich frage mich, warum ich mich noch an Gesetze halten soll.
    28 6 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:29
      Highlight Ich glaube nicht, dass es legal ist, wissentlich einem Sans-Papier seine Wohnung zu überlassen. Ich denke, der Vermieter ist verpflichtet, den Aufenthaltsstatus seiner Mieter zu erfassen. Überprüfen kann/muss er es allerdings wohl kaum. Ich meine, wenn ein Mieter angibt, er hätte den X- oder den Y-Ausweis, ist der Vermieter dann verpflichtet, das behördlich überprüfen lassen? Wohl kaum.
      2 6 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:48
      Highlight Aktueller Fall: "Am 15. August 2018 wurde der Pfarrer Norbert Valley von der Neuenburger Justiz verurteilt, weil er einen Togolesen, der sich illegal in der Schweiz aufhielt, beherbergte und verpflegte." Quelle: https://www.fluechtlingshilfe.ch/news/archiv/2018/pfarrer-in-neuenburg-wegen-solidaritaetsdelikt-verurteilt.html

      Es ist also offenbar nicht legal, einen Sans Papiers bei sich zu beherbergen.
      1 1 Melden
    • Hierundjetzt 13.09.2018 15:18
      Highlight Du mischelst da etwas. Der Vermieter hat keine Pflicht zur Überprüfung. DU hingegen musst innerhalb von 5 Tagen Deinen Niederlassungsausweis beim Kreisbüro aktualisieren lassen. Das ist gesetzliche Pflicht.
      3 2 Melden
  • Sergey Ledermann 12.09.2018 23:49
    Highlight Ich bin kein Sans-Papier konnte mich aber auch mit C-Bewilligung in Zug nicht anmelden weil der Mietvertrag zeitlich begrenzt war obwohl ich beweisen konnte, dass eine unbefristete Wochnung gesucht aber nicht gefunden wurde. Bin für die Abschaffung der Anmelde- und Abmeldepflicht für alle, so wie in den USA und in Grossbritannien, wo man sich frei bewegen kann und unter egal welchem Namen. Leute haben dort teilweise gar keine ID-Papiere und leben gut damit, auch der Staat lebt gut damit.
    6 20 Melden
    • mogad 13.09.2018 11:21
      Highlight Nur haben die Illegalen in den USA nicht ein Heer von Unterstützern, das Gratisanwälte zur Verfügung stellt.Es gibt auch keine Nothilfe vom Staat für Sanspapiers.
      10 0 Melden
    • Hayek1902 13.09.2018 12:19
      Highlight Und wohin soll der Staat mein Stimmzettel, meine Steuererklärung, WK aufgebote etc schicken, wenn er nicht weiss, wo ich wohne?
      11 3 Melden
    • Hierundjetzt 13.09.2018 15:20
      Highlight SL: Komplett falsch. Du brauchst in den USA eine Sozialversicherungsnummer für *alles*. Als illegaler erhältst Du keine und kannst daher nicht mal ein Bankkonto eröffnen...

      Das was Du meinst ist reiner Hollywood-Film
      8 0 Melden
  • murrayB 12.09.2018 23:06
    Highlight Was ich bei der ganzen Diskussion nicht verstehe - Wieso geht es bei den sans papiers immer um Integration?

    Schlussament haben diese kein Flüchtlingsstatus und keine Papiere - Also z.B. in Afrika ein Entwicklungshilfeabkommen mit verschiedenen Ländern abschliessen und im Gegenzug diese dort zurückschaffen? Wieso nicht ganz pragmatisch Denken?
    19 3 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:32
      Highlight Es gibt Sans Papiers, die sind besser integriert als viele, die sich legal in der Schweiz aufhalten. Trotzdem ist natürlich ihr Aufenthalt nicht legal. Dein Vorschlag klingt vielversprechend.
      3 2 Melden
    • Hierundjetzt 13.09.2018 15:22
      Highlight Murray: Das ist reine Theorie. Wenn sich Deine Familie mit CHF 30‘000 und mehr verschuldet (jetzt noch kaufkraftbereinigen!), damit Du als ältester Sohn nach Europa kannst um Geld zurückzuschicken, dann wirst Du unter keinen Umständen mit leeren Händen zurückkehren. Nie. Nope.
      1 4 Melden
  • Me, my shelf and I 12.09.2018 22:13
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • MGPC 12.09.2018 20:15
    Highlight Wisst ihr was, gebt doch allen gleich den CH pass und gut ist. Dann braucht ihr die bürokratie nicht und arbeitnehmer habt ihr auch noch dazu. Ich geh pennen, das macht mich richtig müde🤦🏻‍♂️
    74 28 Melden
    • mogad 13.09.2018 10:39
      Highlight Jeder kann kommen und bleiben. Wer freiwillig das Land verlässt nach einem negativen Entscheid ist der Löli.
      13 3 Melden
  • Hierundjetzt 12.09.2018 20:09
    Highlight Nur damit ich es richtig verstehe, Menschen mit negativem Asylentscheid, Schwarzarbeiter aus Südamerika oder Menschen, die im Jura über die grüne Grenze kamen, sollen eine Karte bekommen, um Dienstleistungen zu beziehen, für das Sie kein Anspruch haben?

    Und zeitgleich werden bestens integrierte (zB Familie aus Thalwil) ausgeschafft, weil sich diese an Recht und Gesetz halten?

    Aha.

    Muss ich jetzt nicht verstehen -oder?
    242 40 Melden
    • RandyRant 12.09.2018 21:54
      Highlight Noch witziger wirds wenn du dir überlegst wer diese Dienstleistungen bezahlen darf ;)
      87 22 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:33
      Highlight Um was für Dienstleistungen handelt es sich?
      0 7 Melden
    • Hierundjetzt 13.09.2018 15:14
      Highlight UN. Sämtliche der Stadt. Von Betreibungsregisterauszug über Marktstandplatzmiete, Parkplatzkarte oder Bibliotheksausweis bis hin zu Badieintritte...
      3 1 Melden
    • RandyRant 14.09.2018 18:46
      Highlight UN/HJ: Die von erwähnten "Dienstleistungen" sind alle Gebührenpflichtig - viel problematischer sind alle anderen "Beratungsangebote" die wiederum sicher ein paar Dutzend Jöblis für Leute die mit SP/Grünen Parteibüchli mit sich bringen und die Gelackmeierten legalen Steuersklaven bezahlen dürfen.
      0 0 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2018 09:49
      Highlight ...bis man es dann selber braucht, gäll Randy. Nie Heiraten, Scheiden oder Sterben, nie Arbeitslos, keine Firma gründen und nie Alt werden. ...denn jedesmal wirst Du mit so einem „pösen linggen“ zu tun haben. 🙄 Alte, din ernst?
      0 1 Melden
    • Hierundjetzt 15.09.2018 10:01
      Highlight Nachtrag: Warum haben wir wohl in Zürich keine Ghettos, ein kleines Polizeikorps, fast 0 Kriminalität und jeder kann 24/7 sicher durch die Stadt? Das liegt rein an der wirtschaftlichen Überlegung. Was ist teurer: Beratung und Stabilisierung von 2% der Ärmsten oder Aufstockung der Polizei und Ghettobildung bzw. daraus resultierender Volkswirtschaftlicher Schaden? Die Rechnung ist einfach.

      Warum wohl werden 70% des vorherigen Lohnes als Arbeitslosengeld ausbezahlt? Nur mit dem Ziel, die Innlandsnachfrage auch bei grosser Arbeitslosigkeit zu stabilisieren. Und nicht weil einfach
      0 1 Melden
  • RandyRant 12.09.2018 20:02
    Highlight "In der Stadt Zürich leben rund 14’000 Papierlose."
    -Da diese offiziell nicht existieren, sind diese auch nicht in offiziellen Einwohnerstatistiken vertreten?
    -Wie kommt es dass in einer Stadt in der du nichtmal 5 Minuten zu lange auf dem Parkfeld stehen kannst bevor du eine Busse erhältst, schon drei Tage nach Umzug die Ermahnung zur Ummeldung erfolgt usw. überhaupt 14'000 Menschen papierlos leben können?
    154 16 Melden
    • Cytat 12.09.2018 21:58
      Highlight Auf dem punkt gebracht.
      37 5 Melden
    • mogad 13.09.2018 10:38
      Highlight Weil sie nicht kontrolliert werden dürfen. Siehe racial profiling.
      14 3 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:24
      Highlight Jedermann kann einfach in die Stadt gehen und da leben. Als Untermieter zum Beispiel. Es gibt keine systematischen Kontrollen. Keine Stadtmauern und Stadttore. Illegaler Aufenthalt ist sehr schwierig zu kontrollieren. Es müssten die Beamten das Recht haben, jede Wohnung zu kontrollieren. Aber das würde sich sehr schlecht mit unserer liberalen Gesetzgebung vereinbaren lassen. Oder die Beamten warten, bis unangemeldete Personen der Polizei zufällig in die Hände laufen.
      3 3 Melden
    • RandyRant 14.09.2018 18:43
      Highlight @UN: Was du behauptest ist falsch. Wenn du deinen Lebensmittelpunkt (Wohnort) nach Zürich verlegst bist du VERPFLICHTET dich bei der Einwohnerkontrolle zu melden. Genauso wie dein Vermieter dazu verpflichtet ist (auch wenn dieser selber Mieter ist und Untervermietet) wenn du dich nicht anmeldest erfolgen Bussen und Zwangsanmeldung (=noch mehr Busse)
      0 0 Melden
  • The Destiny // Team Telegram 12.09.2018 19:55
    Highlight "Sans-Papiers, die seit zehn Jahren (bei Familien sind es fünf Jahre) in Genf leben, französisch sprechen, finanziell unabhängig und nicht vorbestraft sind..."

    Wie ist es möglich dass ein sans papier 5/10 Jahre finanziell unabhängig sein kann, wenn er ohne Papiere gar keine Anstellung erhalten kann?
    102 10 Melden
    • Hierundjetzt 12.09.2018 22:03
      Highlight Doch doch das geht. Oder hast Du den Pass beim Vorstellungsgespräch gezeigt?
      21 35 Melden
    • Armend Shala 12.09.2018 22:06
      Highlight Antwort zu deiner Frage.

      26 26 Melden
    • wydy 12.09.2018 22:31
      Highlight Nein aber ich brauchte ein schweizer Bankkonto und dafür brauchte ich nen gültigen Ausweis und eine schweizer Adresse. Klar wenn man den Lohn bar erhält, wäre es kein Problem, aber das ist nicht normal und bekommt man nicht so einfach
      43 5 Melden
    • RandyRant 12.09.2018 22:40
      Highlight Sofern es sich nicht um Schwarzarbeit handelt, meldet dich dein Arbeitgeber bei den entsprechenden Stellen an.
      Aber da wären wir ja schon beim Thema wie denn Sans-Papiers angestellt sind... ;)
      46 1 Melden
    • Saraina 12.09.2018 23:06
      Highlight In Untermiete wohnen, putzen bei Privaten, aushelfen in Restaurants, Strassenmusiker. Sans-Papiers wollen alles vermeiden, was auffallen oder die Polizei auf den Plan rufen könnte. Da ist Drogenhandel eher weniger geeignet.
      29 17 Melden
    • RandyRant 12.09.2018 23:31
      Highlight @Saraina: Was soll denn passieren wenn sie erwischt werden? Ausschaffen geht ja auch nicht.
      9 0 Melden
    • Ms. Song 13.09.2018 11:45
      Highlight Diese Menschen werden ja nicht bei der AHV angemeldet. Sie zahlen keine Abgaben, sind nicht versichert und haben keine Pesionskasse. Man kann sich ja ausmalen was passiert, wenn sie alt werden.
      7 1 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 13.09.2018 11:54
      Highlight @Hierundjetzt, ID Kopie plus strafregisterauszug.
      3 0 Melden
    • Saraina 13.09.2018 13:37
      Highlight RandyRant: doch, natürlich. Sie werden in ihr jeweiliges Herkunftsland zurückgeschaft, allfällige Arbeitgeber erhalten hohe Bussen.

      Ein Sans-Papier ist nicht ein Mensch ohne Pass oder Staatsbürgerschaft, sondern jemand ohne Aufenthaltserlaubnis in der Schweiz. Meistens jemand, der mit einem Touristenvisum eingereist ist und nicht mehr ausreiste.
      5 4 Melden
    • RandyRant 14.09.2018 18:48
      Highlight " Meistens jemand, der mit einem Touristenvisum eingereist ist und nicht mehr ausreiste." Und du forderst also dass dieser Gesetzesverstoss ungeahndet bleiben und sogar noch belohnt werden soll...
      0 0 Melden
  • Friction 12.09.2018 19:32
    Highlight Ein grundsätzlich interessanter Ansatz. Insbesondere dann, wenn an Sans Papiers ein Delikt verübt wird. Sans Papiers können ohne Ausweis kaum ein Delikt zur Anzeige bringen, ohne sich gleichzeitig straffällig zu machen, obwohl Delikt und Papierlosigkeit nichts miteinander zu tun haben. Es wäre ein wichtiger Schritt gegen Straffreiheit. Ich hoffe, die Bemühungen gehen weiter...
    64 109 Melden
    • Bündn0r 12.09.2018 23:46
      Highlight Sie machen sich nicht straffällig, wenn sie Anzeige erstatten, Sans Papiers haben sich bereits (mehrfach) strafbar gemacht.
      Sie haben somit das selbe Problem wie Personen, nach denen per Haftbefehl gesucht wird. Sollen wir auch für die eine Lösung finden, sodass sie nicht direkt die Konsequenzen ihres Handelns tragen müssen, nur weil ihnen Unrecht getan wurde?
      12 2 Melden
  • Me, my shelf and I 12.09.2018 19:15
    Highlight Was für eine billige Entschuldigung des Stadtrates. Sie trauen sich nur nicht.
    Alles ist besser, als als Sans-Papier rechtelos herumzuvegetieren! Menschen zweiter Klasse sind sie, laut Gesetz und das trotz Absatz 1, Artikel 8, BV.: "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."
    Das ich nicht lache: Von Gesetzesgleichheit sprechen und es gewissen Bevölkerungsgruppen sogar zu verbieten, Anzeigen bei der Polizei zu erstatten!
    Zürich zum sicheren Hafen!
    Solidarische Städte jetzt!
    66 142 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 12.09.2018 19:50
      Highlight "Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich."

      Aber das Gesetz ist nicht für alle Menschen das gleiche.
      38 20 Melden
    • Hierundjetzt 12.09.2018 20:13
      Highlight Mach Dich Bitte nicht lächerlich (pardon l‘expression)

      In welchem Land auf diesem Planeten kann man einfach einreisen ohne sich anzumelden und wird schwuuuups Bürger desselben?

      Richtig: 0

      Daher ist Deine verbale Verrenkung von wegen nicht alle „gleich“ und voll schlimm auch komplett unzutreffend.
      142 26 Melden
    • Idrisi 12.09.2018 21:20
      Highlight @Hierundjetzt: Einwohner und Bürger sind Imfall nicht das gleiche.
      49 8 Melden
    • Me, my shelf and I 12.09.2018 22:05
      Highlight Hierundjetzt
      Der Sinn hinter Grundrechten ist, dass sie für alle im Land befindlichen Personen gelten, auch für die ohne Bürgerrecht.
      Ich dachte, das lernt man irgendwann in der 9. (spätestens) .
      24 46 Melden
    • Me, my shelf and I 12.09.2018 22:08
      Highlight Destiny
      Egal wie stark du Absatz 8.1 versuchst zu drehen, dass gewissen Personen die Möglichkeit verwehrt wird, eine Anzeige zu erheben, lässt sich mit diesem Grundsatz in Gottes Namen einfach nicht vereinbaren!
      19 37 Melden
    • RandyRant 12.09.2018 23:50
      Highlight Also so wie ich es verstehe wird ihnen die Anzeige nicht verwehrt, aber sie müssen halt damit rechnen dass ihre Identität abgeklärt wird.
      Wenn du eine Anzeige aufgibst wollen die sicher auch deine ID sehen ;)
      7 3 Melden
    • Hey Lucinda 13.09.2018 08:36
      Highlight @Me,my shelf Asylrecht ist ein Grundrecht. Wozu noch ein Asylrecht, wenn es gerecht ist oder gerecht werden soll, sich nicht an die Vorgaben + Bedingungen des Asylrecht zu halten? Freiheit ist auch ein Grundrecht. Jeder ist frei sich z.B. für’s Stehlen oder Morden zu entscheiden. Wer es tut macht sich strafbar, weil wir einen Sinn darin gesehen haben diese Freiheit per Gesetz einzuschränken. Ginge es nach dir, ist gerecht ohne Konsequenzen dieses Gesetz verletzen zu dürfen und so behandelt zu werden, wie jemand der/die nicht dagegen verstösst (mit der Begründung: Freiheit ist ein Grundrecht).
      11 1 Melden
    • Petrarca 13.09.2018 09:10
      Highlight Hierundjetzt: Um Deine Frage zu beantworten: Die USA ist so ein Land! Hier wandern illegal täglich abertausende von Menschen ein und man lässt sie +/- gewähren. Deren Kinder (sofern dann in den USA geboren) erhalten automatisch die Staatsbürgerschaft und auch die Illegalen haben nach einer gewissen Zeit Anspruch auf die amerikanische Staatsbürgerschaft. Und während hier sogar der stramme Republikaner gut damit leben kann, ist für den egoistischen Schweizer noch jeder traumatisierte Kriegsflüchtling einer zu viel. „Das choschtet, weisch“ behauptet das reichste Land der Welt...
      10 19 Melden
    • mogad 13.09.2018 10:46
      Highlight Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich. Oder: Das Gesetz gilt für Alle gleich. Das hiesse: Wer sich illegal in der Schweiz aufhält wird ausgeschafft! Geht natürlich nicht, wenn das Herkunftsland sie nicht zurücknimmt. Aber dann gibt es ja noch solche gesetzestreue Illegale, die sich handgreiflich gegen die Ausschaffung wehren. Spucken, treten, beissen. Und damit durchkommen. Ende ironie.
      9 2 Melden
    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:36
      Highlight Im erwähnten Artikel steht "Menschen" und nicht "Bürger". Richtig. Aber es gibt neben den Menschenrechten, die allen Menschen zustehen, noch Bürgerrechte, die nur den Bürgern zustehen.
      3 1 Melden
  • David Steger 12.09.2018 18:48
    Highlight Eines verstehe ich nicht: Sana Papiers haben keine Aufenthaltsbewilligung. Sie können sich bei den Gemeinden nicht anmelden. Die Kinder können zur Schule gehen. Woher wissen die Behörden, dass da schulpflichtige Kinder leben? Warum fällt das nicht auf?
    183 14 Melden
    • Borki 12.09.2018 19:10
      Highlight Das Recht auf Bildung wird in diesem Fall höher gewertet als das Interesse des Staates, Sans Papier zu entdecken und auszuweisen. Sprich der Bildungsteils des Staates kooperiert nicht mit dem Resten.
      Da es um das Wohl des Kindes geht, finde ich das in diesem Fall OK.
      96 27 Melden
    • Hierundjetzt 12.09.2018 20:14
      Highlight Finde ich auch sehr gut so. Die Schulen melden darum auch keine Kinder den Behörden
      34 19 Melden
    • Morph 12.09.2018 20:48
      Highlight Schulbehörden orientieren sich am Recht des Kindes und dem Recht auf Bildung. Das sind Menschenrechte und ein wenig weiter oben angesiedelt als als die sans-Papier-Politik von Blocher aus 2007. Deshalb sind sie nicht sans-Papier zu melden
      28 29 Melden
    • Idrisi 12.09.2018 21:17
      Highlight Weil man Kinder in der Schule anmelden kann. Das Recht der Kinder auf Bildung zählt zu den Menschenrechten und wird höher gewichtet als das Recht des Staates den Aufenthaltsstatus von Menschen zu kontrollieren. Deshalb ist es den Schulbehörden verboten ihre Daten mit der Einwohnerkontrolle abzugleichen. Glücklicherweise schützen uns Fremde Richter in diesen Fällen zuverlässig davor zu einem Unrechtsstaat zu werden.
      34 21 Melden
    • RandyRant 12.09.2018 21:56
      Highlight Hmmm @Idrisi: Es gibt auch das Recht auf Arbeit (ebenfalls ein Menschenrecht) und trotzdem muss mich mein Arbeitgeber bei AHV und Co anmelden...?
      13 9 Melden
    • Kane88 12.09.2018 22:54
      Highlight Unrechtsstaat?! Wie jetzt, Menschen schmeissen den Pass beim Übertritt über die grüne Grenze weg, der schweizer Steuerzahler muss für deren Obdach, Verpflegung, Bespassung, Gesundheit und schulische Ausbildung aufkommen und du sprichst von Unrechtsstaat! Dein Ernst?!
      13 3 Melden
    • mogad 13.09.2018 10:49
      Highlight @-RandyRant. Ein Recht auf Arbeit und trotzdem werden ü50 entlassen und finden dann keinen Job mehr. Verlieren ihr Vermögen, müssen zur Fürsorge und sind mit Armut im Alter konfrontiert.
      7 3 Melden
    • Liselote Meier 13.09.2018 12:57
      Highlight Punkt 1: Das Recht auf Arbeit ist mehr eine Floskel und animiert Staaten dazu für menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sorgen und in ihrer Wirtschaftspolitik eine Vollbeschäftigung anzustreben, nicht mehr.

      Punkt 2: Sozialversicherungen dürfen Sans-Papiers der Fremdenpolizei nicht melden.
      Ist kein Problem ein Sans-Papier einzustellen mit einem ordentlichen Arbeitsvertrag nach OR.

      Zahlt aber logischerweise auch keine Steuern, da nicht gemeldet, kann man aber nicht meckern wenn man diesen "Zustand" halt aufrecht erhalten möchte und Menschen Papierlos sind aus politischen Gründen.



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    • Unangemeldeter Nutzer 13.09.2018 14:40
      Highlight @mogad

      "Ein Recht auf Arbeit und trotzdem werden ü50 entlassen und finden dann keinen Job mehr."

      Das Recht auf Arbeit bedeutet nicht, dass für jeden ein Arbeitsplatz garantiert ist, wie das im Sozialismus der Fall war. Es heisst nur, dass ein Mensch arbeiten darf, wenn er eine Stelle findet.
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    • Hierundjetzt 13.09.2018 15:16
      Highlight Es gab nur bis 1989 (Ende Kommunismus) das „Recht auf Arbeit“

      Oder kannst Du neuerdings der Staat verklagen wenn Du arbeitslos bist? Eher gar nicht oder 😉
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    • RandyRant 14.09.2018 18:40
      Highlight @HierundJetz: Recht auf Arbeit ist genauso Menschenrecht wie Recht auf Bildung.
      Wenn du das au die extremistisch-kommunistische Weise interpretierst, kann das Menschenrecht ja nichts dafür.
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    • RandyRant 14.09.2018 18:50
      Highlight @Meier: Wie soll ein "papierloser" eine AHV-Nummer haben? Legal nicht möglich.
      Aber richtig schön wie du Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung verteidigst.
      Da fühlt man sich richtig gut wenn man für sein Einkommen noch Steuern bezahlen darf weil man eben kein armer armer benachteiligter Sans-Papier ist.
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  • G. Schmidt 12.09.2018 18:37
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.

Autor Linder: «Mit meinem Buch kann man nirgendwo mitreden oder an Partys auftrumpfen»

Eigentlich hat die Schweiz ihn ja schon seit 34 Jahren, aber bisher hat Lukas Linder ausschliesslich fürs Theater geschrieben. Nun endlich ist sein Erstlingsroman erschienen – ein Anlass für uns, ihm 37 höchst existentielle Fragen zu stellen.

Die NZZ hat ihn einen «aufstrebenden Erzähler» genannt, ich nenne ihn ein Phänomen. Das wage ich zu sagen, weil ich Lukas Linder kenne. Nur, dass ihr gleich Bescheid wisst und hinterher nicht klagt, ich hätte hier schamlos Schleichwerbung für einen guten Freund betrieben. 

Überdies hat Reich-Ranicki einmal gesagt: «Es gibt Menschen, die auf eine hinreissende Weise Blödes von sich geben.» 

Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob er damit Linder gemeint hat. Jedenfalls ist Reich-Ranicki …

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