Schweiz
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Foodwaste: «Das Problem ist nicht gelöst, wenn noch mehr Leute gratis Essen verteilen»

Können Lebensmittel nicht mehr verkauft werden, sollen sie gespendet werden anstatt im Abfall zu landen. Dazu will eine GLP-Nationalrätin die Detailhändler verpflichten. Begeistert von dieser Idee sind aber auch Anti-Foodwaste-Organisationen nicht. 



Noch frische Lebensmittel sollen nicht im Abfall landen, sondern gespendet werden. Können sie im Detailhandel nicht mehr verkauft werden, sollen sie an soziale Organisationen wie «Tischlein Deck dich» oder «Schweizer Tafel» weitergegeben werden.

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Nicht nur die Detailhändler, sondern auch die Verbraucher müssen in die Pflicht genommen werden. bild: shutterstock

Das forderte GLP-Nationalrätin Isabelle Chevalley kürzlich in ihrem Vorstoss. Sie will Schweizer Detailhändler rechtlich dazu verpflichten, noch verwertbaren Abfall gratis weiterzugeben. Damit sagt sie dem Foodwaste den Kampf an.

Coop und Migros lehnen den Vorstoss vehement ab. Bei der Migros heisst es: «Der Detailhandel sei dasjenige Glied der Wertschöpfungskette, bei dem am wenigsten Foodwaste anfalle.»

Laut dem Verein «Foodwaste.ch» sind die privaten Haushalte mit 45 Prozent zwar klar die grössten Verursacher des Problems. Doch immerhin: Fünf Prozent der Verursacher von Foodwaste ist der Detailhandel.

Ansetzen bei der Produktion

«Bei Migros und Coop werden noch immer sehr viele Lebensmittel weggeworfen, die Konzerne brauchen den Abfall unter anderem auch für ihre Verbrennungsanlagen», sagt eine Mitarbeiterin vom Zerowaste-Laden «Foifi» in Zürich. Den Vorstoss von Chevalley findet sie eine gute Sache. Doch er geht ihr zu wenig weit. Besser fände sie es, schon bei der Produktion anzusetzen. «Wenn bereits weniger Lebensmittel produziert und in den Verkauf gegeben würden, dann gäbe es weniger Übriggebliebenes», sagt sie. 

Eine Studentin nimmt Nahrungsmittel aus einem oeffentlichen Kuehlschrank im Hinterhof des Lola-Ladens, am Mittwoch, 8. April 2015 in Bern. Im Berner Lorraine Quartier stehen zwei Gemeinschaftskuehlschraenke fuer die Bevoelkerung bereit, in dem Produkte fuer den Austausch gelagert werden koennen. Drei Berner Studentinnen sagen mit Gemeinschaftskuehlschraenken dem Foodwaste den Kampf an. Mit Flyern und auf Facebook wurde auf das Projekt aufmerksam gemacht. Ein weiterer Kuehler wird in den kommenden Tagen beim Tramdepot im Ostring in Betrieb genommen. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Drei Berner Studentinnen sagen mit Gemeinschaftskühlschränken in Bern dem Foodwaste den Kampf an.  Bild: KEYSTONE

Zudem dürfe sich die Zusammenarbeit nicht nur auf die angesehenen grossen Organisationen beschränken, sagt die Foifi-Mitarbeiterin. «Kooperationen von Migros und Coop mit ‹Tischlein Deck dich› oder der ‹Schweizer Tafel› gibt es bereits. Nur können diese Organisationen nicht alles mitnehmen, es bleiben auch immer viele Lebensmittel liegen», erklärt sie. Deshalb sei es wichtig, auch kleinere Player ins Boot zu holen, die sich gegen Foodwaste einsetzen.  

«Das Joghurt weiss ja schliesslich nicht um Mitternacht, dass es jetzt ablaufen muss.»

Mitarbeitern vom Zerowaste-Laden «Foifi»

Peter Tönnies, Mitglied der Initiative «foodsharing», pflichtet bei: «Das Foodwaste-Problem ist nicht damit gelöst, dass noch mehr Leute ehrenamtlich Essen in Verteilerstationen schleppen.»

Was ist «foodsharing»?

Foodsharing ist eine 2012 entstandene Initiative gegen die Lebensmittelverschwendung, welche Lebensmittel «rettet», die man ansonsten wegwerfen würde. Zahlreiche Freiwillige in Deutschland, Österreich und der Schweiz bewahren noch geniessbare Lebensmittel vor dem Abfall und geben sie in Verteilerstationen. 

Auch er findet, dass bereits bei der Produktion angesetzt werden muss und nennt ein Beispiel: «Um 17 Uhr noch Brötchen zu backen, einfach weil es gut riecht, man danach das Brot wegschmeissen muss, ist meiner Meinung nach ökologisch nicht vertretbar.» 

Impression vom Foodsaver Jam, einem oeffentlichen Gemueseruesten und Kochen von geretteten Lebensmitteln, fotografiert auf dem Barfuesserplatz in Basel, am Montag, 2. Mai 2016. Jeder kann mitjammen, also ruesten, kochen, essen oder musizieren. Die ueberschuessigen Lebensmittel kommen von Produzenten und Detailhaendlern aus der Region Basel. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Nicht makellos aber ohne Bedenken immer noch essbar: Vor dem Abfall bewahrtes Gemüse. Bild: KEYSTONE

Trotzdem steht er dem parlamentarischen Vorstoss von Chevalley eher kritisch gegenüber: «Die Zusammenarbeitspflicht könnte dazu führen, die Detailhändler selbst aus der Pflicht zu nehmen und das Problem auf das Ehrenamt abzuschieben.» Denn auch Migros und Coop haben kein Interesse daran, viel wegzuschmeissen – dadurch entstehen Kosten. «Wenn sie aber ihre überschüssigen Lebensmittel kostenlos abgeben können, ist es ihnen womöglich egal, wie viel Abfall sie produzieren», erklärt Tönnies.

Er würde zudem eine Regelung begrüssen, die Grosshändler dazu verpflichtet auf Anfragen von gemeinnützigen Foodwaste-Institutionen eingehen zu müssen.

Mit Nase und Augen

Peter Tönnies sowie die «Foifi»-Angestellte appellieren an den Verbraucher. Sie finden, die Haushalte müssten in die Pflicht genommen werden. «Am besten beurteilt man die Nahrungsmittel mit Augen und Nasen und nicht nach Ablaufdatum. Das Joghurt weiss ja schliesslich nicht um Mitternacht, dass es jetzt ablaufen muss», sagt die Mitarbeiterin des Zerowaste-Ladens.

Schuld am Food Waste ist nicht der Supermarkt, sondern wir

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Inti 31.08.2017 09:47
    Highlight Highlight Problematisch ist gerade im Restaurantbereich der Anspruch der Kundschaft, immer und jederzeit das gewünschte Menu zu erhalten. Habe selbst im Service gearbeitet. Die Köche haben jeweils verschiedene Menus gekocht, aber nicht übermässig viel von jedem, damit nur wenig Foodwaste entsteht. Sagt man dann aber einem Gast, dass Menu 2 leider aus ist und nur noch Menu 1,3,4 oder 5 verfügbar, hat man den Zusammenschiss auf sicher...
  • karl_e 30.08.2017 10:32
    Highlight Highlight drum sag ich's noch einmal:
    Im Haushalt liesse sich viel Food Waste ("Gschände" auf Alt-Schweizerdeutsch) vermeiden, wenn die Grossverteiler endlich auch Packungsgrössen für Ein-Personen-Haushalte anböten.
    • esmereldat 30.08.2017 15:39
      Highlight Highlight Hmmm, ich bin auch ein Ein-Personen-Haushalt und habe eigentlich keine Probleme mit den Verpackungsgrössen. Was hättest Du gerne kleiner?

      Dazu ist anzumerken, dass es bei uns im Dorf einen Migros hat mit ziemlich grosser Auswahl an offenen Früchten und Gemüsen hat, da bin ich schon auch froh drum.
    • α Virginis 30.08.2017 15:45
      Highlight Highlight Da kann ich Dir nur Recht geben. Als einer, der sehr wenig Geld zur Verfügung hat, finde ich die "Prix-Garantie" und "M-Budget" Angebote zwar günstig, aber für einen Einzelnen überdimensioniert, sodass ich damit am Ende einen grossen Teil wegwerfen müsste. Deshalb bleibt mir nichts Anderes übrig, als die "normalen" Produkte zu kaufen, die es in entsprechend kleinen Packungen gibt. Da gibt es sicherlich noch Nachholbedarf.
    • Rotbeisser 30.08.2017 16:47
      Highlight Highlight @α Virginis:
      Kaufen Sie im Lidl ein Schweinsnierstück à 1 Kg. Zuhause schneiden Sie es in Tranchen und gefrieren diese einzeln verpackt ein. Problem gelöst.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sandro Lightwood 30.08.2017 10:30
    Highlight Highlight Gelöst nicht, aber verbessert. Ist es das nicht wert?
  • Snowy 30.08.2017 10:16
    Highlight Highlight 2/2

    Realsatire gestern im 10vor10 durch den Bauern, der seinen Einsatz von Pestiziden verteidigen wollte...: "Falls ich nicht mehr spritzen kann oder die Pestizide höher versteuert werden, werden meine Produkte teurer!"

    Ja, verdammt!
    Sie werden ja bei allen Bauern gleich viel teurer, wenn der Einsatz von Pestiziden verboten ist. Das ist zwar unschön für die Konsumenten, angesichts der Alternativen aber eine Notwendigkeit!

    https://srf.ch/play/tv/10vor10/video/aktionsplan-zu-pflanzenschutzmitteln-kommt?id=ab47a5d9-9348-4ee8-b415-5af1dac20066
    • Rotbeisser 30.08.2017 13:14
      Highlight Highlight Seit der Mensch aufgehört hat von der Jagd zu leben und stattdessen von der Landwirtschaft lebt, ist der Mensch zur Überproduktion gezwungen.
      Die Jahreszeiten erzwingen die Ernte riesiger Mengen in kurzer Zeit und ihre Lagerung für Monate.
      Die Vorräte dürfen nie aufgebraucht sein. Sie müssen bis zur nächste Ernte vorhalten. Sonst kommt es zu einer Versorgungskrise bis hin zu einer tödlichen Hungersnot. Der künftige Bedarf ist nur ungefähr bekannt. Zuviel lagern schadet nicht, zuwenig lagern aber schon.
      Wer keine Not verantworten will, muss hinnehmen, dass ein Teil der Ernte verfällt.
    • Snowy 30.08.2017 14:41
      Highlight Highlight Ähm ja... herzlich willkommen in der Schweiz des 21. Jahrhunderts. Dem reichsten Land der Welt.
    • α Virginis 30.08.2017 16:00
      Highlight Highlight Snowy, ich kann Dich verstehen. Trotzdem: Wenn diese Nahrungsmittel im Rahmen von "Gassenküchen" verarbeitet und zu kleinem Preis an die Bedürftigen abgegeben würden, könnte das durchaus den Food-Waste zumindest verkleinern.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 30.08.2017 10:13
    Highlight Highlight 1/2
    Foodwaste = Essenverschwendung

    Warum verschwenden wir Essen? Weil es zu günstig ist.

    Was (zu) günstig oder gratis ist, verschwendet der Mensch. Dieselbe Problematik bei Wasser, Flugreisen, Energie etc...

    Warum sind Lebensmittel zu günstig? Weil es sich für Produzenten welche von uns mit Unsummen subventioniert werden noch immer lohnt, nicht nachhaltig zu produzieren.
    Dies unter Einsatz von Pestiziden, die Raubbau mit unseren Böden und unserer Gesundheit betreiben.
  • Melsqy 30.08.2017 10:11
    Highlight Highlight Das Problem ist so vielschichtig, dass man kaum weiss, wo anfangen. Ladenöffnungszeiten sind da auch ein Thema. Ich habe den Luxus, in der Stadt zu wohnen, wo Coop und Migros regulär bis 21h/22h geöffnet haben. Also kann ich täglich nach Feierabend um 20h in jeweils kleinen Mengen einkaufen. So kaufe ich selten zu viel ein. Wohnt man hingegen auf dem Land, wo die Läden schliessen während man selbst noch auf der Arbeit ist und man ist gezwungen am Wochenende einen grossen Wocheneinkauf zu machen... Verständlich, dass da die Kalkulation eher daneben gehen kann.
  • Score 30.08.2017 09:47
    Highlight Highlight 45 Prozent Foodwaste finden bei uns zu Hause statt! Also wo genau müsste man ansetze? Heuchlerische Gesellschaft!
    • Wilhelm Dingo 30.08.2017 10:21
      Highlight Highlight Da sitzt aber leider auch die Wählerschaft...
    • Snowy 30.08.2017 10:43
      Highlight Highlight Dito bei Wasserproblematik in Asien und Afrika.

      75% des Wasserverbrauchs der im Nestlé-kritischen Film "bottled life" gezeigten Region in Pakistan entfällt auf die Landwirtschaft.
      Die extensive und das unkontrollierte Abzapfen von Wasser für die Landwirtschaft hat direkt zum Absinken des Grundwasserspiegels geführt.

      Soll nun eine NGO eine Kampagne gegen Kleinbauern führen? Irgendwie unsexy.
      Da eignet sich Nestle viel besser - sind zwar nur 0,125% vom Wasser, das Nestlé abschöpft aber wen stört dieser kleine Unterschied schon.
    • Score 30.08.2017 11:08
      Highlight Highlight Es geht mir um die ganze Kampagne gegen Migros und Coop. Natürlich ist es einfacher für uns auf die grossen zu zeigen als zu Hause dafür zu sorgen möglichst wenig wegzuschmeissen. Und jeder behauptet von sich ja auch das er darauf achtet und kaum was wegwirft (ich auch), aber 45% aller weggeworfenen Lebensmittel stammen von uns allen und nicht von Coop und Migros. Natürlich sollen die auch ihre Arbeit machen, aber es liegt viel mehr an uns Konsumenten...
  • Normi 30.08.2017 09:17
    Highlight Highlight Also wenn Gastro und private dasselbe sind kann man diese Prozentzahlen eh vergessen...
  • SJ_California 30.08.2017 08:53
    Highlight Highlight Wieso muss überhaupt ein Ablaufdatum drauf?
    Das Produktionsdatum würde doch reichen! Die Menschen sollen auch noch was zu tun haben (sehen, riechen, urteilen)
    • Rotbeisser 30.08.2017 10:33
      Highlight Highlight Damit nicht verdorbene Ware verkauft wird. Konsumentenschutz und Volksgesundheit.
      Wir sollen täglich arbeiten gehen und nicht dem Durchfall frönen.
    • Shin Kami 30.08.2017 10:51
      Highlight Highlight Es geht dabei um die Verantwortung der Hersteller und Verkäufer. Sie garantieren mit den Mindesthaltbarkeitsdatum dass das Essen bis zu dem Datum bei richtiger lagerung geniessbar bleibt. Da sich diese Firmen natürlich sowenig Risiko wie nur möglich aussetzen wollen, setzen sie das Datum meistens deutlich früher als eigentlich nötig. Aber deshalb heisst es ja: Mindestens Haltbar bis und nicht: Absolut tödlich ab...
    • α Virginis 30.08.2017 16:03
      Highlight Highlight @SJ_California: "Sehen, riechen"? Wie machst Du das bei Vakuum verpacktem Fleisch??
    Weitere Antworten anzeigen
  • demokrit 30.08.2017 08:51
    Highlight Highlight «Um 17 Uhr noch Brötchen zu backen, einfach weil es gut riecht, man danach das Brot wegschmeissen muss, ist meiner Meinung nach ökologisch nicht vertretbar.»

    Gerade das macht Coop nachweislich. Die Initiative der GLP ist für die Füchse, denn die NGOs haben keine finanziellen Ressourcen, jeden Laden der Grossverteiler abzufahren.

    Eine Regelung, die Grosshändler verpflichtet auf Anfragen von gemeinnützigen Institutionen einzugehen, wäre tatsächlich besser.

    Hauptschuldiger sind die Konsumenten:
    Darum nie mit leerem Magen einkaufen,
    Kühlschrankregel berücksichtigen: First in, first out.
    • Normi 30.08.2017 10:13
      Highlight Highlight Aka FIFO
  • Charlie B. 30.08.2017 08:13
    Highlight Highlight "Das Joghurt weiss ja schliesslich nicht um Mitternacht, dass es jetzt ablaufen muss"

    Wer es schafft ein Joghurt so lange zu hause zu horten der ist selber schuld. Schaut mal auf das Ablaufdatum. Wenn ich mich recht erinnere ist das mehr als eine Woche!
    • Wilhelm Dingo 30.08.2017 08:43
      Highlight Highlight @rich enough: iss mal ein Joghurts kurz nach dem Ablaufdatum. Das ist zwar noch essbar, es schmeckt aber nicht mehr gut.
    • Regula Sterchi 30.08.2017 09:46
      Highlight Highlight Wilhelm - das ist nur in deinem Kopf. Mach mal n blind-Test.
    • Melsqy 30.08.2017 10:05
      Highlight Highlight Ich habe schon Joghurts gegessen, die ein ganzes Jahr abgelaufen waren. Sie schmeckten wie am ersten Tag. Farbe, Konsistenz, Geruch, Geschmack - alles einwandfrei. Und ich lebe sogar noch.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rotbeisser 30.08.2017 08:10
    Highlight Highlight Die behauptete Verschwendung von Lebensmittel ist kein Problem.
    Es ist ganz normal, dass Lebensmittel zu einem kleinen Teil im Kübel landen. Früher war es der Schweinekübel. Und die Resten wurden an die Schweine verfüttert. Gibt es nicht mehr.
    Läden, Redtsurants, Haushalte müssen Lebensmittel im Überfluss haben, weil der Konsum unvorhersehbar schwankt und alle immer genug zu Essen haben müssen. Die Produktion und Konsumation von Essen können unmöglich im exakten Gleichgewicht sein.
    Aber das macht nichts. Aus den Essresten lassen sich Biogas und Wärme gewinnen. Dann ist nichts verschwendet.

    • demokrit 30.08.2017 08:55
      Highlight Highlight "Aus den Essresten lassen sich Biogas und Wärme gewinnen. Dann ist nichts verschwendet."

      Schau dir lieber einmal an wie viel Wasser, Grass und Soja für ein kg Rindfleisch verbraucht werden, ehe du solchen thermodynamischen Unsinn postet. Nahrungsmittel als grüne Energie zu verbrennen ist generell blöd und selbstverständlich ist die Nahrungsmittelverschwendung ein Problem.
    • who cares? 30.08.2017 09:01
      Highlight Highlight Verschwendet: Wasser und Land für die Produktion, Treibstoff für den Transport, Plastik für die Verpackung
    • Rotbeisser 30.08.2017 10:00
      Highlight Highlight @demokrit
      @who cares
      Ihr wisst aber schon, dass ihr unschlagbar viele Ressourcen einsparen helft, wenn ihr möglichst sofort aus dem Leben schiedet und Euch vorher nicht vermehret?
      Also, auf was wartet Ihr noch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Xriss 30.08.2017 08:01
    Highlight Highlight Ah genau.. Verknappen wir die Lebensmittel schon bei der Produktion. Wie sich Angebot und Nachfrage gegenüber stehen möchte ich jetzt nich noch erläutern. Ist viel uncooler als englische Sachen wie zero waste. Für coole Sachen ist jeder gern bereit mehr Geld auszugeben.
    Man sollte die Detailhändler besser dazu bringen saisonale Waren aus lokaler Produktion günstiger anzubieten.
    Wer zur Weihnachtszeit Erdbeeren braucht soll meinetwegen 100.-/kg zahlen.
  • Illuminati 30.08.2017 07:47
    Highlight Highlight Eine gute Planung beim einkaufen ist wichtig, nicht einfach nur nach Lust einkaufen. Und ja nicht mit Hunger einkaufen gehen, das kommt nicht gut, spreche aus Erfahrung ;)
    Eine gute Sache finde ich die Produkte, welche aufgrund des Datums 50% reduziert sind. Somit werden die Prdoukte häufig noch gekauft und meistens auch gleich konsumiert. Nutze ich auch oft.
    • Illuminati 30.08.2017 08:41
      Highlight Highlight As welchem Satz kannst du deine Behauptung herauslesen?
      Klar auch ich gehe oft nach Hause und weiss noch nicht was ich essen/kochen werde. Und gerade diese 50% Einkäufe sind ja nicht ein Wocheneinkauf sondern meistens eine spontane Lust auf dieses reduzierte Produkt.
  • DanielaK 30.08.2017 07:42
    Highlight Highlight Es ist so, man muss an allen Ecken ansetzen. Bei der Planung nicht nur was die Firma sich vorstellt was sie verkaufen MÖCHTE, sondern auch realistisch bleiben. Was in der Filiale entschieden wird, möglichst genau bestellen, an den Ablaufdaten kann man sicher auch noch arbeiten. Und: Als Kunde nicht beleidigt sein, wenn halt mal was fehlt, wenn ich weiss, ich brauche es eh bald , dann doch bitte das reifere Zeug nehmen, Resten aufbrauchen... Wenn ich bis 8 arbeiten muss, esse ich fast immer Resten, ich lebe noch!
    • lily.mcbean 30.08.2017 08:41
      Highlight Highlight Die Philosophie dieser Grosskonzerne heisst "Warendruck". D.h es müssen von allen Produkten stehts genügend in den Regalen sein um dem Kunden ein Gefühl des Überflüsses zu vermitteln. Vor allem in der zwischensaison bestehen die Regionalleiter auf volle Gestelle weil nach ihrer Rechnung steigert sich so der Umsatz. Der Konsument wird so von den Konzernen "verzogen", so kommt es auch das heute nur noch die wenigsten saisonal einkaufen.
    • DanielaK 30.08.2017 09:29
      Highlight Highlight Ist schon so, ja. Wobei nicht alle regionalleiter gleich extrem agieren. Leider benutzen die Kunden ihren Verstand auch nicht immer. Ich hatte mal eine Kundin, die war beleidigt weil Samstag Abend um halb 6 keine Erdbeeren mer da waren. Sie waren nicht mal Aktion! Sowas stimmt mich dann schon traurig, aber darf ja nix sagen. 🙊
    • lily.mcbean 30.08.2017 10:22
      Highlight Highlight @daniela, ja die Kunden und ihr Einkaufverhalten sind auch ein grosser Teil des Problems. Auch das die Kunden ihren gesunden Menschenverstand nicht benützen...nur weil eine Toate auf den Boden kugelt muss man die doch nicht wegschmeissen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Masomoto 30.08.2017 07:39
    Highlight Highlight Ich finde diesen Ansatz ja super.

    https://wastee.net

    Toll wenn sich Menschen Gedanken um solche Probleme machen.
    Hoffe sehr die App ist bald erhältlich.
  • Olaf44512 30.08.2017 07:33
    Highlight Highlight Die Ursache des ganzen Übels ist das selber Kochen. Warum muss jeder jeden Abend selbst ein Menü aus Rohzutaten kreiren? Klar hat nicht jeder genau die richtige Menge eingekauft, einige kochen dann zu viel, jeder hat seine Lebensmittel individuell verpackt, jeder muss in den Laden zum Einkaufen.
    Restaurant wären viel ökologischer.
    • Fly Boy Tschoko 30.08.2017 07:41
      Highlight Highlight Hast du denn das Gefühl das Restaurant kauft immer genau die richtige Menge?
      Das Restaurant weiss doch nicht von welchem Menu es wie viele verkaufen wird.
    • loplop717 30.08.2017 07:44
      Highlight Highlight Hast du schon mal gesehen wie viel Restaurants wegwerfen?
    • LeChef 30.08.2017 07:51
      Highlight Highlight Hab ich noch nie so betrachtet, aber du hast absolut recht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leser93 30.08.2017 07:18
    Highlight Highlight Es gibt ja auch immer mehr Lösungen zu diesem Thema www.united-against-waste.ch ...
    • Olifant 30.08.2017 08:05
      Highlight Highlight Hä? Warum nur Blitze?
  • chrimark 30.08.2017 07:11
    Highlight Highlight Die Hauptursache ist, dass viele Leute plan-, sinn und gedankenlos viel zu viel Einkaufen.
    Dazu gesellt sich der Verlust der Fähigkeit zu beurteilen ob etwas noch essbar ist oder nicht.
    • Wilhelm Dingo 30.08.2017 07:37
      Highlight Highlight @chrimark: Ich will nicht gerade noch essbare Lebensmittel sondern frische und gute!
    • lily.mcbean 30.08.2017 08:30
      Highlight Highlight @wilhelm, da haben wir ja schon das Problem, es geht uns einfach zu gut!
    • Wilhelm Dingo 30.08.2017 08:39
      Highlight Highlight @lily.mcbean: nein, ich schmeisse fast keine Lebensmittel weg weil ich nur das kaufe was ich brauche. Im Laden wäre ich bereit auf einen Grossteil des Angebots zu verzichten wenn das Angebot dann frisch und von guter Qualität wäre. Stattdessen hat es kilometerlange Regale mit halbfrischem Gemüse, Fleisch und Milchprodukten in unzähligen unnützen Variationen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lily.mcbean 30.08.2017 07:09
    Highlight Highlight Schafft bitte diese Haltbarkeitsdaten beim Gemüse ab! Kartoffeln nach 9 Tagen wegschmeissen zu müssen ist purer Wahnsinn.
    • Rotbeisser 30.08.2017 07:58
      Highlight Highlight Wer schmeisst Jartoffeln nach 9 Tagen weg? Noch nie gehört.
      Kartoffeln kann man monatelang lagern.
    • jjjj 30.08.2017 07:59
      Highlight Highlight müssen?
    • lily.mcbean 30.08.2017 08:25
      Highlight Highlight Ich bin ehem. Coop Mitarbeiterin und daher weiss ich das die abgepackten Kartoffeln in den farbigen Beuteln 9 Tage nach abpackdatum abgeschrieben werden müssen. Pure Idiotie
    Weitere Antworten anzeigen

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