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Schweiz
Gesellschaft & Politik

Ueli Maurer: «Phase der intensiven Massnahmen bald abschliessen»

Ueli Maurer: «Phase der intensiven Massnahmen bald abschliessen»

31.01.2022, 05:38

Die Phase der intensiven Massnahmen gegen die Covid-19-Pandemie könne bald abgeschlossen werden, aber die eigentliche Pandemie weltweit werde wohl erst in drei, vier Jahren unter Kontrolle sein. So beurteilt Finanzminister Ueli Maurer die Lage.

Bundesrat Ueli Maurer, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber das OECD / G20-Projekt zur Besteuerung der digitalisierten Wirtschaft: Umsetzung der Mindestbesteuerung in der Schweiz, am Donnersta ...
Finanzminister spricht sich für eine Lockerung der Massnahmen aus.Bild: keystone

«Das heisst, wir werden uns eine Impfstrategie überlegen müssen», sagte Maurer in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Zeitung «Blick». Dabei müsse die Verantwortung vom Staat zurück «zu den Leuten, den Eltern, den Hausärzten».

Die Gesellschaft sei gespalten wie nie, stellte Maurer fest. «Ich kenne Menschen, die gemeinsam ein Haus gebaut und 40 Jahre friedlich Tür an Tür gewohnt haben und sich jetzt nicht einmal mehr Grüezi sagen.» Er habe Spaltungen erlebt in seinem Umfeld auf dem Land. «Je mehr Druck es vom Staat gegeben hat, desto mehr Widerstand gab es.»

Maurer blickte zurück auf die Zeiten, in denen der Bundesrat die Schutzmassnahmen immer wieder anpassen musste: «Ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer wusste, was jetzt diese Woche gilt», sagte er. Der Druck sei sehr hoch gewesen, die Situation habe sich oft schnell verändert, und der Bundesrat habe schnell entscheiden müssen.

Widersprüche beseitigen

Solle der Staat das Vertrauen seiner Bürgerinnen und Bürger nicht ganz verlieren, «müssen wir schnell zurück zur Normalität». Maurer plädierte dabei für ein Vorgehen in Etappen. Diese müssten beschleunigt werden und dabei gewisse Widersprüche beseitigt werden.

Auf die Frage, welche Massnahme zuerst fallen sollte, nannte Maurer die Quarantäne. Sie koste volkswirtschaftlich gesehen am meisten.

Gesundheitsminister Alain Berset hatte vergangene Woche auf Mittwoch eine Aufhebung der Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren, und der Homeoffice-Pflicht in Aussicht gestellt. Zudem kündigte Berset Vernehmlassungen zur Anpassung weiterer Massnahmen an. (saw/sda)

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43 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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neurot
31.01.2022 08:06registriert Januar 2017
Ein Bundesrat und ehemaliger Parteipräsident der SVP, der Partei die seit 25+ Jahren ständig wiederholt, dass man "denen da oben in Bern" nicht trauen kann, macht sich Sorgen über das mangelnde Vertrauen der Bevölkerung in ihre Regierung.
Irgendwann währen der Pandemie ist wohl unbemerkt auch die Ironie von uns gegangen...
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Nordkantonler
31.01.2022 09:08registriert September 2020
«Ich muss zugeben, dass ich auch nicht immer wusste, was jetzt diese Woche gilt»

Na dann, Ueli, sollte man vielleicht langsam über den Ruhestand nachdenken. Wer sich nicht auf dem aktuellen Stand halten kann und keine Konzentration mehr findet, die aktuelle Sachlage zu erfassen - daher sogar nie etwas von 'Freiheitstrychlern' liest - der sollte vermutlich nicht tragende Säule der Regierung sein.
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just_a_name
31.01.2022 06:31registriert Januar 2017
Welche intensiven Massnahmen hatten wir denn hier in der Schweiz?
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