Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Roger Köppel

«Ich möchte Nationalrat werden, aber so kurz wie möglich bleiben»  



Swiss publisher Roger Koeppel smiles as he addresses a news conference in Zurich February 26, 2015. Koeppel announced to apply for a candidature of the Swiss People's Party (SVP) during Switzerland's elections for the federal parliament in October 2015.   REUTERS/Arnd Wiegmann (SWITZERLAND  - Tags: POLITICS MEDIA HEADSHOT)

Roger Köppel äussert sich in der Sonntagspresse zu seinen Plänen. Bild: ARND WIEGMANN/REUTERS

Für manche Zeitungskommentatoren steht seit Donnerstag fest: Zwar möchte «Weltwoche»-Chef Roger Köppel Nationalrat werden, aber letztlich soll das Neo-SVP-Mitglied als Bundesratskandidat aufgebaut werden. Aber was sagt Köppel selbst? In der Schweiz am Sonntag äussert er sich dazu. Diese Vermutungen seien «bireweich», sagt er. Und ergänzt: «Ich möchte Nationalrat werden, aber so kurz wie möglich bleiben. Die nächsten vier Jahre sind für die Schweiz sehr wichtig, da werden die Weichen für die Unabhängigkeit gestellt», sagt Köppel. «Dann möchte ich mich so schnell wie möglich wieder aus der Politik verabschieden.» 

In der «Schweiz am Sonntag» äussert sich dezidiert auch SVP-Vizepräsident Christoph Blocher zu einer Bundesratskandidatur Köppels. «Es wäre ganz schlecht, wenn er das machen würde. Als Bundesrat müsste Roger Köppel die Chefredaktion der ‹Weltwoche› abgeben und damit würde er Einfluss verlieren.» Für Blocher steht fest: «Als Chefredaktor kann Köppel politisch mehr bewirken denn als Bundesrat.» 

Bundesrat ist offenbar kein Thema

Köppel selber sagt im Sonntagsblick dazu: «Als Bundesrat müsste ich mich von der Weltwoche trennen. Das kommt nicht in Frage.»

Eine andere Frage ist, ob Köppel das Zeug hat, um Blocher als SVP-Identifikationsfigur und Vordenker abzulösen. Für den Politgeografen Michael Hermann ist er der Einzige, dem man Blochers Nachfolge zutrauen kann. Köppel reagiert auf diesen Befund wieder vehement: «Christoph Blocher ist eine Ausnahmeerscheinung, ich empfinde Bewunderung und Dankbarkeit für ihn. Dass ich diese Rolle übernehmen könnte, ist völlig abwegig.» Für weniger abwegig hält das gegenüber der «Schweiz am Sonntag» SVP-Übervater Blocher. Er erkennt sich in vielerlei Hinsicht in Köppel.  

Für die Kandidatur als Nationalrat gibt sich Köppel indes optimistisch: Er glaubt, dass ihm auch CVP- und FDP-Wähler im Herbst ihre Stimme geben werden. «Ich setze mich für eine unabhängige und weltoffene Schweiz ein. Es wäre besorgniserregend, wenn sich heute davon nur noch die SVP-Wähler angesprochen fühlten,» so Köppel zum «Sonntagsblick »

Köppel musste nach der Bekanntgabe seiner Kandidatur viel Kritik einstecken. Bei den Swiss Music Awards pfiff ihn ein Teil des Publikums aus. 

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Fast 30 Prozent in der Schweiz sind religionslos – Tendenz steigend

Die Erosion der Religion hält in der Schweiz weiter an: 2019 gehörten 29.5 Prozent der über 15-Jährigen keiner Religion an, das sind 1.6 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Dabei sind Ausländer weitaus häufiger ohne Religion als Schweizer.

35.1 Prozent von ihnen sind gemäss neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik vom Dienstag ohne religiöse Zugehörigkeit, das sind 1.7 Prozentpunkte mehr als im Jahr davor. Bei den Schweizern sind es 27.6 Prozent, ein Plus von 1.5 Prozentpunkten. …

Artikel lesen
Link zum Artikel