Schweiz
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Le candidat de l'Entente PLR-PDC a l'election du Conseil d'Etat Pierre Maudet (PLR) fait un signe de la main, a Uni Mail lieu de depouillement centralise pour l'election du Grand Conseil et du premier tour de l'election du Conseil d'Etat 2018, ce dimanche 15 avril 2018 a Geneve. (KEYSTONE/Salvatore Di Nolfi)

In den Schlagzeilen: Der Genfer Regierungspräsident Pierre Maudet (FDP). Bild: KEYSTONE

2017 wollte Pierre Maudet Bundesrat werden – jetzt ist er wegen Luxusreisen unter Beschuss

31.05.18, 18:22


Die umstrittene Reise des Genfer Staatsrats Pierre Maudet nach Abu Dhabi wird zum Thema im Kantonsparlament. Linke und MCG fordern eine ausserordentliche Session, um über eine Resolution abzustimmen, welche die Annahme dieses «luxuriösen Geschenks» verurteilt.

«Diese Resolution ist ein starker politischer Akt», sagte Jean Bato vom Ensemble à Gauche am Donnerstag vor den Medien. Der von seiner Fraktion initiierte Vorstoss wird von der SP, den Grünen und dem MCG (Mouvement Citoyen Genevois) unterstützt.

Mit 52 Stimmen kommen diese vier Parteien auf eine Mehrheit im Grossrat. «Der Fall sei dringlich», sagte die Grüne Alessandra Oriolo. Die Abgeordnete wies auf die Aufsichtspflicht des Grossrats in dieser Angelegenheit hin.

Die Resolution wurde am Donnerstag nur wenige Stunden vor der Vereidigung der neuen Genfer Regierung überwiesen. Demnach soll die ausserordentliche Session, die von mindestens 30 Ratsmitgliedern angenommen werden muss, spätestens am 21. Juni, dem Tag der nächsten Sitzung des Parlaments, stattfinden. Die Entscheidung liegt beim Grossratspräsidium.

Eine Frage der Moral

Für den MCG-Abgeordneten François Baertschi ist es vor allem eine Frage des Prinzips. «Die Annahme eines solchen Geschenks öffnet die Tür zu allen Exzessen», warnte er. Der Genfer Sicherheitsdirektor und sein Stabschef hätten genau das getan, was die Verordnung den Beamten verbiete, monieren die vier Parteien.

«Diese politische und moralische Erklärung ist keine Verurteilung», fügte Jocelyne Haller vom Ensemble à Gauche hinzu. Die Unterzeichner der Resolution erinnerten daran, dass bereits eine Untersuchung der Genfer Justiz im Gange sei. Diese ermittelt gegen Unbekannt wegen Vorteilsnahme.

Gruppenbild ohne Dame – so männlich sind Kantonsregierungen

Es sei auch Aufgabe der Geschäftsprüfungskommission, in der Affäre Maudet Klarheit zu schaffen. Dabei steht die Frage im Zentrum, ob möglicherweise eine Gegenleistung für dieses Geschenk erwartet wurde.

Kratzer am Image

Maudet, der gerade erst Regierungspräsidenten gewählt wurde, hatte zugegeben, dass er seine umstrittene Reise nicht selbst bezahlt hatte. Im November 2015 reiste er mit seiner Familie und seinem Stabschef sowie einem Genfer Unternehmer nach Abu Dhabi, um am Formel 1 Grand Prix teilzunehmen.

Ein libanesischer Geschäftsmann bezahlte die Rechnung, die sich auf mehrere zehntausend Franken belaufen könnte. «Ich war ohne Zweifel unvorsichtig», sagte der Sicherheitsdirektor Mitte Mai der Presse. Er versicherte jedoch, dass es dabei kein Gegengeschäft gegeben habe. (sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Alterssturheit 01.06.2018 10:30
    Highlight ...und Leuten in solchen Positionen kann es doch passieren, dass man ab und an einfach völlig vergisst, wie dumm das Annehmen von solchen Geschenken ist....
    2 1 Melden
  • Silas89 01.06.2018 00:12
    Highlight Kein Gegengeschäft? Gut möglich. Es ist doch immer gut, einen Schweizer Politiker zu haben, der einem noch etwas schuldet.
    11 1 Melden

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