Schweiz
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Andri Silberschmidt, neu gewaehlter Praesident, anlaesslich des Kongresses der Jungfreisinnigen, am Samstag, 12. Maerz 2016, in Bern. (KEYSTONE/ Peter Schneider)

Andri Silberschmidt ist seit April 2016 Präsident der Jungfreisinnigen Schweiz. Bild: KEYSTONE

Er zwang Bundesrat Berset in die Knie: So tickt Andri Silberschmidt

Er ist Jungbanker, Gründer eines Lokals für Sushi-Burritos – und einer der grossen Gewinner der Renten-Abstimmung. So tickt der 23-jährige Chef der Jungfreisinnigen.



Als das Scheitern der Rentenreform feststand, fuhr er nach Hause, warf eine Wäsche in die Maschine, putzte die WG-Küche. So jedenfalls erzählt es Andri Silberschmidt, Chef der Jungfreisinnigen, am Tag danach. Kein Wort davon, dass er gerade den grössten Sieg seiner politischen Karriere eingefahren hatte.

«Ich sehe keinen Grund, euphorisch zu sein», wiederholt er, was er am Vortag schon mantraartig in die Mikrofone diktiert hatte. Schliesslich seien die Probleme der Altersvorsorge mit dem Nein an der Urne nicht gelöst.

Die Saat, die Silberschmidts Truppe in der Sommerhitze ausgebracht hatte, ging auf.

Mit seinen 23 Jahren beherrscht Silberschmidt das Spiel mit den Medien bereits meisterhaft. Den Ritterschlag erteilte ihm am Sonntag der neue SRF-Politologe Lukas Golder: Zur besten Sendezeit machte er die Jungfreisinnigen in seiner Abstimmungsanalyse für das Scheitern der Rentenreform verantwortlich. Sie hätten «ihre Sommerferien geopfert», um genau im richtigen Moment anzugreifen, konstatierte er.

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Politologe Golder windet den Jungfreisinnigen ein Kränzchen. Video: streamable

Die Saat, die Silberschmidts Truppe in der Sommerhitze ausgebracht hatte, ging auf: Das Argument, wonach die Jungen zu viel für die Rentenreform bezahlten, war fortan aus keiner Debatte zum Thema mehr wegzudenken.

«Wir wussten, dass wir unsere Kampagne vor den grossen Komitees lancieren müssen, wenn wir gehört werden wollen», bekräftigt Silberschmidt im Gespräch mit watson. Also gingen die Jungfreisinnigen bereits im Mai auf die Strasse, verteilten Nuggis («damit auch unsere Kinder auch noch eine Rente bekommen») und Zuckerwatte («weil auch die Reform versucht, die über 45-Jährigen mit Zückerchen zu ködern»).

Die Bildsprache und das Auftreten der Partei verfingen. Selbst der «Tages-Anzeiger» zeigte sich vom Vibe der Jungpartei («so aufgekratzt und fröhlich und vibrierend») beeindruckt und attestierte ihr ein Formhoch.

Andri Silberschmidt selber investierte nach eigenen Angaben rund vier Stunden pro Tag in den Kampf gegen die Rentenreform. Neben seinem 90-Prozent-Job bei der Zürcher Kantonalbank. Und dem Pop-up-Store, den er im Frühsommer zusammen mit einem Kollegen an der Zürcher Europaallee eröffnet hat. Spezialität: «Sushi-Burritos» – ein Marketing-Gag, den die Medien dankbar aufnahmen.

«Was eher nicht drinliegt, ist, mir zu Hause Serien reinzuziehen. Zeit so unfruchtbar zu verbringen, ist aber ohnehin nicht mein Ding.»

Andri Silberschmidt

Dazu kommt das Master-Studium in Finanzmanagement, das Silberschmidt vor wenigen Wochen an einer Londoner Fernuniversität aufgenommen hat. Bleibt da noch Zeit für ein Privatleben? «Ja, durchaus», sagt Silberschmidt und lacht. Seine Freundin sehe er mehrmals pro Woche, auch Sport treibe er regelmässig. «Was eher nicht drinliegt, ist, mir zu Hause Serien reinzuziehen. Zeit so unfruchtbar zu verbringen, ist aber ohnehin nicht mein Ding.»

Wie aus dem Kiffer in Baggy Pants ein Musterlehrling im Anzug wurde

Der Ehrgeiz packte Silberschmidt im Alter von 15. Damals schmiss er das Gymnasium zugunsten einer Banker-Lehre hin. Und aus dem Kiffer mit Baggy Pants wurde ein Musterlehrling im Anzug. «Der Filialleiter hatte zu mir gesagt: Überleg dir mal, welchen Eindruck du machst, wenn du mit deinen langen Haaren vor dem Kundeneingang rauchst.» Das sei ein Schlüsselmoment für ihn gewesen.

Der zweite erfolgte, als er unter allen Lehrlingen auserkoren wurde, eine Rede an der 1.-August-Feier der Stadt Zürich zu halten. Er, der nach eigenen Angaben weder aus einem besonders politischen noch aus einem FDP-nahen Elternhaus stammt, machte sich intensiv Gedanken darüber, wie er sich die ideale Schweiz vorstellt. Und trug seine Ideen vor 3000 Menschen vor. Da wusste er: «Ich will in die Politik.»

So gründete er mit 18 die Jungfreisinnige Sektion im Bezirk Hinwil. Bereits im Jahr darauf übernahm er die Leitung der Zürcher Kantonalpartei, im April letzten Jahres dann wurde er Chef aller Jungfreisinnigen im Land.

«Andri ist ein hervorragender Verkäufer – und er überlässt nichts dem Zufall.»

Luzian Franzini, Co-Präsident Junge Grüne

Einer, der seither regelmässig die Klingen mit Silberschmidt kreuzt, ist Luzian Franzini, Co-Präsident der Jungen Grünen. Er sagt: «Andri ist ein hervorragender Verkäufer – und er überlässt nichts dem Zufall.» So habe er sich im Abstimmungskampf um die Rentenreform betont bodenständig gegeben und sein Studenten-Image gepflegt. «Wer ihm zuhörte, hätte fast vergessen können, dass er Fonds-Manager mit besten Kontakten in die Wirtschaftselite ist.»

So präsentierte sich Silberschmidt bei uns: Die Jungen Grünen gegen die Jungfreisinnigen

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Video: Angelina Graf

Tatsächlich war die Verwandlung auch äusserlich sichtbar. Sonst meist adrett in Hemd und Anzug unterwegs, tauchte Silberschmidt im Kampf gegen die Rentenreform immer öfter im schlichten schwarzen T-Shirt auf – in der «Arena» genauso wie in der «Tagesschau». Darauf angesprochen, meint er: «Ich verbringe meine Freizeit auch sonst nicht im Anzug.» Um nachzuschieben: Natürlich habe er sich beim Griff in den Kleiderschrank etwas überlegt.

Andri Silberschmidt, Praesident der Jungfreisinnigen vom Kontra Komitee gibt ein Interview ueber die Abstimmungsergebnisse zur Rentenreform, am Sonntag, 24. September 2017, in Bern. Die Schweizer Stimmbevoelkerung hat ueber die Eidgenoessischen Vorlagen zur AHV-Reform und Ernaehrungssicherheit  zu bestimmen. (KEYSTONE/Manuel Lopez )

Silberschmidt eilt am Abstimmungssonntag von Interview zu Interview – im T-Shirt. Bild: KEYSTONE

Eine Verschnaufpause gönnt sich Silberschmidt nach dem strapaziösen Abstimmungskampf nicht. Die nächsten Missionen warten bereits: Bis Ende Jahr sollen die Unterschriften für ein Referendum gegen das Geldspielgesetz beisammen sein. Auch für die No-Billag-Initiative engagieren sich die Jungfreisinnigen an vorderster Front.

Und dann ist da noch die eigene Politkarriere, die es voranzutreiben gilt. Nächstes Jahr lautet das Ziel Zürcher Gemeinderat, 2019 dann Nationalrat. Ein Journalist machte Silberschmidts Bundeshaus-Ambitionen am Abstimmungssonntag unautorisiert publik. «Damit hat er mir wohl keinen Gefallen getan», meint Silberschmidt trocken.

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106Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Grundi72 27.09.2017 06:00
    Highlight Highlight Guter Mann! 💪🤘
  • peterli90 27.09.2017 04:52
    Highlight Highlight Unglaublich, so viel Neid und Missgunst in diesem Forum. Ich mag Andri alles von Herzen gönnen!
  • Spooky 27.09.2017 03:53
    Highlight Highlight Um im Leben auf irgendeinem Gebiet Erfolg zu haben, darf man nicht etwas mehr haben als andere Leute, sondern man muss etwas weniger haben.
  • Aki Zeta 5 26.09.2017 14:19
    Highlight Highlight Ich hoffe, seine Freundin ist für ihn eine genug "fruchtbare" Angelegenheit.
  • dorfne 26.09.2017 13:16
    Highlight Highlight Andri arbeitet 90% als Fondsmanager bei der ZKB. Da liegt es nahe, dass er die AHV zu gunsten der privaten Pensionskassen schwächen will. Swisscanto Invest lässt grüssen. Nichts Schlechtes, aber in den Händen der Finanzindustrie. Die nächste Finanzkrise wird dann schlimmere Auswirkungen auf die Alterstenten haben, als alle 100jährigen Babyboomer zusammen.

    • FrancoL 26.09.2017 14:25
      Highlight Highlight Nein sagen Sie sowas nicht, es sind die Babyboomer die die Renten der Jungen auffressen und vernichten, das wurde doch auch hier bei Watson so festgestellt und x mal untermauert. Es soll doch sinnvoll sein die AHV eher zu schwächen und dafür die bekanntlich anfälligen PKs zu stärken, das ist doch die Lösung für die Zukunft: weg von der AHV hinein ins ungewisse Finanzgeschäft, jeder soll für sich gucken das bringt der jungen Generation die Rentensicherheit.

      Oder am Ende doch nicht?
  • neutrino 26.09.2017 13:00
    Highlight Highlight Ich schätze Watson - aber das ist jetzt wieder mal ein absoluter Witz. Ich habe Respekt vor dem was Silberschmidt leistet, aber er ist ein kleines Element von vielen, die dazu beigetragen haben, dass es ein Nein gab.

    Ich kenne auch diverse (vor allem junge) Personen, die Nein gesagt haben - niemand (ohne Übertreibung) davon aufgrund des Einflusses von Silberschmidt.

  • amore 26.09.2017 12:57
    Highlight Highlight Ich dachte, die ideologischen neoliberalen FDPler seien langsam am Aussterben. Nach dem seinerzeitigen Mithelfen beim Aufbau des Bundesstaates haben sie ja spätestens seit den 70ern unserem Land mehr geschadet als genützt.
  • Zarzis 26.09.2017 12:51
    Highlight Highlight Was?
    ich habe nicht mal mitbekommen das der überhaupt was zum Thema gesagt hat.
    Aber den Typ kenne ich.
    Kategorie: Der markt regelt alles! Selbstverantwortung über alles. Der Staat in der Badewanne Ersäufen und Gewinn ist das Geilste. Jeder der nicht sein leben nur dem maximiren des Gewinns Unterortnet, ist ein Linker Versager und soll selber schauen wo er bleibt.
    Regeln Verhindern Gewinne! Aber das Regeln auch vor Betrug durch Finanzhaie Schützen, sehen die nicht!
    Der Typ hat Leute Figuren wie Montgomery Burns als Vorbild. Lest mal seinen Kommentar zur UTSR3 oder Energiefragen als Beweis.
  • dorfne 26.09.2017 12:39
    Highlight Highlight Zwei Aspekte kommen zu kurz in der Dikussion: a)ALLE Versicherungen beruhen auf der Solidarität, nicht nur die Sozialversicherungen; b)der Kassenstand von AHV und BVG ist abhängig von der Konjunktur, von der Anzahl und der Höhe der Löhne, die bezahlt werden. Jetzt haben wir Hochkonjunktur. Die nächste Rezession wird ev. grössere Löcher in die Rentenkassen reissen als die Babyboomer es je könnten.
  • öpfeli 26.09.2017 12:18
    Highlight Highlight Ein Unsymphat.
  • c_meier 26.09.2017 12:08
    Highlight Highlight naja das Referendum wurde doch in der Westschweiz von ganz Links ergriffen (glaubs wegen dem höheren Frauen-Rentenalter) und nicht von Herrn Silberschmidt.
    Erst danach sprangen FDP+SVP+Wirtschaft+Arbeitgeber auf den Nein-Kurs auf.
    Ohne Referendum wäre ja nur eine Abstimmung nötig gewesen (oder täusche ich mich?)
    • Juliet Bravo 26.09.2017 12:31
      Highlight Highlight Korrekt.
      Nur die MwSt. Abstimmung wäre zwingend gewesen.
  • N. Y. P. D. 26.09.2017 11:15
    Highlight Highlight Also, ein Bier gehe ich bestimmt nicht mit jemanden trinken, der Serien als unfruchtbar bezeichnet.
    Unfruchtbar !
    Goldmann Sachs wäre die richtige Adresse für diesen jungen Herrn.
    • FrancoL 26.09.2017 12:13
      Highlight Highlight Du kannst es auch anders sehen, junge Finanzhaie gucken vielleicht keine Serien und das zurecht, denn SIE sind Teil einer Serie, Teil einer Blase.
  • Dieter Widmer 26.09.2017 10:40
    Highlight Highlight Es ist wieder einmal mehr diese plumpe Vereinfachung, den Sieg (oder die Niederlage) bei einer Volksabstimmung einer Person oder einer kleinen Gruppe zuzuschreiben. Es war beileibe nicht der junge Silberschmidt, der Berset in die Knie zwang, sondern die erdrückende Mehrheit der Frauen und die linken welschen Gewerkschaften, die alle vermutlich noch nie etwas von Silberschmidt gehört haben.
    • atomschlaf 26.09.2017 11:21
      Highlight Highlight ...motzt über plumpe Vereinfachung und liefert gleich seine eigene.

      Es war die unheilige Allianz zwischen welschen Gewerkschaften, einem Teil der Frauen, Ausbaugegnern und jungen Rechtsbürgerlichen wie Silberschmidt, die Vorlage zu Fall brachte.

      Wie ich schon vorher schrieb: Je komplexer eine Vorlage, desto mehr Angriffspunkte, desto eher gibt es unheilige Allianzen.
      Dazu kommt noch die Tendenz, bei komplexen Vorlagen, die man nicht wirklich versteht, Nein zu stimmen.
  • seventhinkingsteps 26.09.2017 10:38
    Highlight Highlight «Was eher nicht drinliegt, ist, mir zu Hause Serien reinzuziehen. Zeit so unfruchtbar zu verbringen, ist aber ohnehin nicht mein Ding.»

    Oh Gott, man kann auch jeden Aspekt seines Lebens mit dem Gedankengang eines Finanzhais angehen. Die Religion der Effizienz...
    • Hansdamp_f 26.09.2017 11:10
      Highlight Highlight Er wertet - wie Du auch. Beides ist unnötig aber legitim. Jeder soll tun und lassen, was er will, solange es niemandem schadet.
  • pun 26.09.2017 10:30
    Highlight Highlight 58% der Frauen haben Nein gesagt, aber watson kürt einen Dude zum Abstimmungssieger. 😒
    • Alnothur 26.09.2017 10:47
      Highlight Highlight Mimimimimi
    • FrancoL 26.09.2017 10:53
      Highlight Highlight Wundert mich auch ein wenig.
  • Steven86 26.09.2017 10:21
    Highlight Highlight Wer ist dieser Silberschmidt ? noch nie der Name gehört, wie es aussieht hat man einfach den Namen gelöslet und gesagt er ist jetzt der Sieger. Es hat viele Einflüsse und Gegner gegeben, jetzt einfach jemand als Sieger darstellen ist schon ein wenig lächerlich.
    • Alnothur 26.09.2017 10:48
      Highlight Highlight Es hilft, nicht nur die Überschrift, sondern auch den Artikel darunter zu lesen.
    • Hansdamp_f 26.09.2017 11:11
      Highlight Highlight Die Medien leben von der Personalisierung. Es braucht immer ein Gesicht für eine knackige Geschichte.
  • FrancoL 26.09.2017 10:11
    Highlight Highlight Bis zur Pensionierung des Andri werden wohl mehr als 4 zusätzliche Reformen nötig sein um auf die zukünftigen Szenarien richtig zu reagieren.
    Es wird auch von Andri (was mehr als enttäuschend ist) das Heute auf das Morgen hochgerechnet, als seien die jungen Generationen NICHT in der Lage auf die jeweils neuen Situation mit guten Reformen zu reagieren. Da fehlt mir der Mut zur Zukunft, geleitet vom Übermut heute schon zu wissen wie es morgen aussieht. Doch das Morgen könnte für Andri eine ganz andere Richtung einnehmen als die die er heute aufskizziert!
  • zialo 26.09.2017 10:03
    Highlight Highlight Er wurde zum Gesicht einer unehrlichen Kampagne und konnte nicht viel falsch machen neben der schwachen Petra Gössin. Ihm fehlt es noch an Erfahrung und Profil, aber da besteht im Gegensatz zur Chefin ja noch Hoffnung.
    • Toerpe Zwerg 26.09.2017 13:13
      Highlight Highlight Petra wer?
  • Asmodeus 26.09.2017 10:03
    Highlight Highlight Bin ich der Einzige dem es bei dem Kerl eiskalt den Rücken runter läuft?
    • FrancoL 26.09.2017 10:21
      Highlight Highlight Nein Du triffst ca. meine Einschätzung.
    • seventhinkingsteps 26.09.2017 10:38
      Highlight Highlight Nein, der Typ ist ein Roboter.
    • rodman 26.09.2017 11:15
      Highlight Highlight Warum denn? Weil er ambitionierter ist als du und ich und daher mehr selbstdisziplin aufweist? Solche personen gibts von rechts bis links und das ist gut so.
    Weitere Antworten anzeigen
  • piedone lo sbirro 26.09.2017 10:02
    Highlight Highlight diese sonntagsliberalen krawattenbubis von der goldküste mit PKZ im hintergrund müssen sich halt auch etwas profilieren - da schon die mutterpartei völlig orientierungslos herumeiert und so genial liberale ideen hat, wie dem bürger das einkaufen über der grenze zu verbieten.

    er widerspiegelt die FDP - in elitärer, selbsbezogener klub, der fanatisch geld und gewinn anbetet.

    um wirklich frei zu sein, muss er sich erst von seiner ideologie der freiheit befreien.
    • FrancoL 26.09.2017 10:25
      Highlight Highlight Diese Ideologie wird er nimmer los, aber auch bei ihm wachsen die Bäume nicht in den Himmel und er wird genau dann wirklich von einem Sieg reden können wenn die nächste Reform ein Wurf wird, wenn nicht ist er nichts mehr als ein einfacher Verzögerer. Sollte wie heute morgen in der Presse angedeutet tatsächlich Notrecht angewendet werden, zB beim Rentenalter der Frauen, dann kann man ihn gut auch als Mitinitiand eines Demokratieabbaus bezeichnen.
    • mrcharliebrown 26.09.2017 11:04
      Highlight Highlight Was soll das Gepoltere, Piedone?

      Silberschmidt wuchs meines Wissens in Hinwil auf, nicht an der Goldküste.

      Den Einkaufstourismus wollten SVP und CVP einschränken, beileibe nicht die FDP, im Gegenteil. Diese Partei steht im Grundsatz für einen offenen Warenverkehr, prinizipiell ohne Einschränkungen (behaften Sie mich jetzt bitte nicht auf einzelne Personen, es geht um den Grundsatz).

      Und der Satz "um wirklich frei zu sein, muss er sich erst von seiner ideologie der freiheit befreien"... Hä?
    • seventhinkingsteps 26.09.2017 11:39
      Highlight Highlight Die FDP steht in erster Linie für Steuergeschenke und Waffenexporte
    Weitere Antworten anzeigen
  • FrancoL 26.09.2017 09:59
    Highlight Highlight «Andri ist ein hervorragender Verkäufer – und er überlässt nichts dem Zufall.»
    Ober er wirklich nichts dem Zufall überlassen hat?
    Wenn ich die heutige Morgenpresse lese in der die Möglichkeit Notrecht einzusetzen für das Anheben des Frauenalters ins Spiel gebracht wird, dann muss ich sagen, da hat der Jungfreisinnige doch etliches dem Zufall überlassen, zB dem Zufall ob man nun Teile einer Abstimmung plötzlich mit Notrecht umsetzen will. Ein Hoch auf das Zulassen von Zufall ähnlichen Gefahren durch Politiker mit dem Notrecht.
    Dieser Wink mit dem Notrecht kommt einer Erpressung gleich.
    • simiimi 26.09.2017 12:46
      Highlight Highlight Es wird diskutiert, Notrecht anzuwenden um die bereits bestehende AHV Finanzierung über 0.3 MwSt Prozente zu verlängern. Es geht also darum, den Status Quo aufrecht zu erhalten und nicht darum,eine Reform am Volk vorbeizuschmuggeln.
    • FrancoL 26.09.2017 16:29
      Highlight Highlight Soso das ist nicht am Volk vorbei geschmuggelt? Wenn man die Rentenaltererhöhung bei den Frauen und die MwSt eventuell per Notrecht aktiviert? Waren das nicht gerade Bestandteile die in der Reform enthalten waren oder täusche ich mich da?
  • Tropfnase 26.09.2017 09:55
    Highlight Highlight Also er wars, ganz alleine, toll
  • Madison Pierce 26.09.2017 09:38
    Highlight Highlight Respekt vor den Leistungen von Andri Silberschmidt, der Mann hat Energie und Fleiss.

    Aber ich finde es immer heikel, wenn man nach Abstimmungen "Sieger" kürt. Man hat die Leute ja nicht gefragt, weshalb sie dagegen waren.

    Mündige Bürger informieren sich selbst und machen nicht einfach, was die Damen und Herren auf den Plakaten empfehlen.
    • FrancoL 26.09.2017 10:20
      Highlight Highlight Ein Sieger wäre zudem jemand der nicht ein Spiel verschiebt sondern mit einem richtigen Sieg vom Feld geht, also eine Lösung anzubieten hat. "Verschieben" ist keine a priori gute Lösung, sie wird es nur wenn die verschobene Partie eine bessere Lösung bringt. Heute Morgen konnte man schon mit dem ins Spiel bringen von Notrecht einen kleinen Ausblick auf mögliche neue Lösungen herleiten, ob diese so viel besser wird?
  • Cachesito 26.09.2017 09:29
    Highlight Highlight Und jetzt zählt mir dieser Bubi dann die fehlende AHV? Wenn es dann noch eine gibt!
  • Str ant (Darkling) 26.09.2017 09:17
    Highlight Highlight Gut das er sich für sich für no-billag einsetzt
  • Markus Kappeler 26.09.2017 09:09
    Highlight Highlight Die AHV Revision wurde wegen den welschen Linken und den Medien, die einen Keil zwischen Jung und Alt trieben, abgelehnt. Wobei die Medien mehrheitlich auch links gerichtet sind. Meines Wissens wurde das Referendum von den Linksextremen ergriffen. Diese Blödheit und Geldgier der Linken wird sich zu einem Flächenbrand ausweiten....wer hat gezündelt?
    • Makatitom 26.09.2017 09:46
      Highlight Highlight Das Referendum wurde von der $SVP und der FDP ergriffen, schon sehr linksextrem, momou
    • FrancoL 26.09.2017 09:48
      Highlight Highlight Einfach: ein Riesen Quatsch was Sie da schreiben, mit Geldgier meine Sie wohl die 70CHF, doch dann haben Sie eine mehr als schiefe Optik!
  • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 26.09.2017 08:52
    Highlight Highlight Hat er den auch Mehrheitsfähige Lösungen im Ärmel?
    • dan2016 26.09.2017 09:00
      Highlight Highlight nein, aber er hat mitgeholfen, dass bis zu einer mehrheitsfähigen Lösung die Jungen noch viel starker geschröpft werden.
    • DerTaran 26.09.2017 09:20
      Highlight Highlight Kann er das alleine schaffen? Der abgelehnte Vorschlag war ja auch nicht mehrheitsfähig.
    • Toerpe Zwerg 26.09.2017 09:27
      Highlight Highlight Politiker sollten sich von Überzeugungen und nicht von der Mehrheitsfähigkeit ihrer Positionen leiten lassen.

      Mehrheitsfähige Lösungen ergeben sich dann aus Kräftemessen dieser Überzeugungen.
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  • dorfne 26.09.2017 08:27
    Highlight Highlight Wieviel Geld der Andri wohl schon in AHV und Pensionskasse eingezahlt hat? wahrscheinlich wenig bis nichts, nur schon auf Grund des Alters. Und posaunte doch mit geschwellter Brust ins Land hinaus, dass die Alten ihm und all den andern Jungen die Rente stehlen, die er sich selber erst in mehr als 40 Jahren verdient haben wird. Er soll uns mal mitteilen, wieviele 100 Millionen Franken der AHV-Kasse z.B. durch die Unternehmenssteuerreform II (Dank an FdP-Alt-BR Merz) Jahr für Jahr entgehen. Bald werden sich die meisten Rentner wohl kein Bü-Bü-Bündnerfleisch mehr leisten können.
    • 7immi 26.09.2017 09:21
      Highlight Highlight @wölfli
      und wie wars bei dir, als du jung warst? hattest du schon viel eingezahlt? auch nicht, oder? also was soll diese stimmungsmache? man ist ab 18 volljährig und darf abstimmen und politisieren, genauso wie es ein 80-jähriger darf. ihn geht die sache genau gleich viel an wie alle anderen schweizer stimmberechtigten. er wird ausserdem zu der generation gehören, die die babyboomer finanzieren müssen...
    • Eagle21 26.09.2017 09:22
      Highlight Highlight D.H Deiner Meinung nach sollten sich Junge möglichst aus der politischen Diskussion raushalten, weil sie aufgrund ihrer fehlenden Lebenserfahrung sowieso nichts zu sagen haben? Finde Andri super; gerade beim Thema AHV brauchen die Jungen tatsächlich eine kräftige Stimme, von der Demografie her sind wir nämlich in der Unterzahl.
    • DerTaran 26.09.2017 09:24
      Highlight Highlight Es geht nicht ums Geld, mit Geld allein lässt sich die AHV nicht sanieren.
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  • Dageka 26.09.2017 08:26
    Highlight Highlight In diesem Artikel kommt er gut weg. Freut mich für ihn. Als ich ihn jedoch vor zwei oder drei Jahren an einer Podiumsdiskussion gesehen habe, machte er mir den Eindruck, dass er bloss ein Firmensprachrohr ohne Meinung ist.
    • seventhinkingsteps 26.09.2017 10:40
      Highlight Highlight Natürlich. Und spätestens wenn er in der Mutterpartei ist ist die Ideologie so festgefahren dass keine Hoffnung mehr besteht.
    • Hansdamp_f 26.09.2017 11:14
      Highlight Highlight Also war er da 20 oder 21. Nimmt mich wunder, wie Du in diesem Alter aufgetreten bist. Maulen ist immer einfach, da bist Du vorne dabei.

Justiz überfordert: Die Gefängnisaufenthalte im Fall Carlos haben 800'000 Franken gekostet

Der Fall Carlos hat mit einer Zahl begonnen: 29'000 Franken pro Monat. So viel kostete sein Sondersetting. Nun liegt eine neue Zahl vor: 800'000 Franken. So viel kosteten seine Gefängnisaufenthalte seither. Die Justiz ist überfordert.

Unter dem Pseudonym Carlos stellte das Schweizer Fernsehen im August 2013 einen 17-jährigen Messerstecher vor. Er war eigentlich nur die Nebenfigur in einer Reportage über einen Zürcher Jugendanwalt mit unorthodoxen Methoden. Carlos hätte diese als Erfolgsbeispiel illustrieren sollen, als der haltlose Jugendliche, der dank einem Bündel massgeschneiderter Massnahmen endlich Halt findet. Man nannte es Sondersetting. Es kostete 29 000 Franken pro Monat.

Die gut gemeinte Botschaft kam ganz schlecht …

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