Schweiz
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Die Hunderte von Krippenfiguren stammen von einem Keramikhandwerker aus dem sizilianischen Caltagirone.

Schulen verzichten heute öfters auf das Krippenspiel. Bild: KEYSTONE

Zu wenig Zeit im Lehrplan 21: Der Religionsunterricht verschwindet aus der Schule

Kinder lernen nur noch wenig über den Glauben. Zu wenig? Geistliche warnen vor den Folgen für die Gesellschaft.

Yannick Nock / ch media



Es kommt nicht oft vor, dass der Vatikan eine Warnung an Schweizer Schulen schickt. Als allerdings 2013 der umstrittene Lehrplan 21 in die Vernehmlassung ging, meldete sich Kardinal Kurt Koch aus Rom zu Wort. Er beklagte, dass statt Jesus alle Weltreligionen ins Zentrum des Unterrichts rückten. «Wenn sich Europa von den eigenen christlichen Wurzeln abschneidet, verliert es seine Identität», sagte er. «Das ist gefährlich.» Heute, sechs Jahre später, droht dem Religionsunterricht erneut ein Bedeutungsverlust – ein grösserer als damals.

Der Glaube findet im dicht gefüllten Stundenplan kaum noch Platz. Seit der Einführung des Lehrplans 21 verschwindet der Religionsunterricht zunehmend aus den Klassenzimmern. Die Schlagzeilen, die in den vergangenen Monaten vielerorts zu lesen waren, gleichen sich: «Religion muss der Schule in Emmen fernbleiben», titelte die «Luzerner Zeitung». «Sparprogramm mit Folgen: Religion fliegt aus dem Unterricht», hiess es wiederum im Aargau. Fast wortgleich klang es im Kanton Schaffhausen. Und in Wil (SG) sorgte ein Verbot von Weihnachtslieder für Empörung.

Weg vom Krippenspiel, hin zu Buddha und Mohammed.

Das Muster ist fast überall das Gleiche: Die Religion verliert ihren Platz in den Schulen, zerdrückt von dichten Stundenplänen, geschwächt vom Mitgliederschwund einer sich abwendenden Gesellschaft.

Das hat verschiedene Ursachen. Trotz der Intervention aus Rom – und der daraufhin wieder explizit im Lehrplan erwähnten christlichen Feste wie Weihnachten und Ostern – hat sich der Fokus klar zu allen Weltreligionen verschoben. Weg vom Krippenspiel und der Arche Noah, hin zu Buddha und Mohammed.

In Genf und Neuenburg sind Kirche und Schule konsequent getrennt. Auch in Zürich und Bern organisiert der Staat einen konfessionslosen Ethikunterricht. Kirchen müssen die Kinder ausserhalb der Schule auf Firmung und Konfirmation vorbereiten. Einige Berner Kirchgemeinden erhalten von den Schulbehörden nicht einmal mehr die Klassenlisten – wegen des Datenschutzes. Zwar werden in Kantonen wie St. Gallen die Landeskirchen noch bis in die Klassenzimmer geduldet. Doch das wird vermehrt zum Sonderfall.

Kein Platz mehr für den Unterricht

Die demografische Entwicklung tut ihr übriges. Mit den steigenden Schülerzahlen wird der Platz knapp. Früher stellten Schulen die Räume für den konfessionellen Unterricht zur Verfügung. Das ist heute oft nicht möglich. Zudem werden die Lektionen seit Jahren an den Rand des Stundenplans gedrängt. Wenn überhaupt, finden die Lektionen am späten Nachmittag statt. Dort muss die Glaubensstunde mit Freizeitangeboten, wie Musik oder Sport konkurrieren.

Viele Schüler lassen sich dispensieren. «Noch vor wenigen Jahren war es kein Problem, an den Abenden oder am Samstag zu Unterrichten», sagt eine Aargauer Pfarrerin gegenüber dem «Portal der Reformierten». Doch mittlerweile seien zwei bis drei Abende mit Training belegt. «Auch die Wochenenden gehörten dem Sport», beklagt sie. König Fussball macht Kirchen zu Bettlern.

Klassenstunde statt Religion

Doch es sind längst nicht nur Bischöfe, Pfarrer und Katecheten, die um den Religionsunterricht bangen. Auch jene, die sich für den Religionswissenschaftlichen Ansatz im Lehrplan 21 stark gemacht haben, üben Kritik. «Bei der Umsetzung hapert es», schreibt die interreligiöse Arbeitsgemeinschaft «Iras Cotis» in einer Medienmitteilung. Auch sie beklagt, dass in vielen Kantonen kaum Stunden für den Religionsunterricht zur Verfügung stehen würden. Das liegt an der Zusammenführung verschiedener Fächer. Neu wird Religion im Fachbereich «Natur, Mensch, Gesellschaft» oder unter dem Sammelbegriff «Ethik, Religion und Gemeinschaft» unterrichtet.

Wie viel Zeit ein Lehrer wofür aufwendet, ist nicht fixiert. Oft würden in den Lektionen andere Fächer wie «Berufliche Orientierung» oder die «Klassenstunde» platziert, schreibt die Arbeitsgemeinschaft. Dabei kommt das Fach «Natur, Menschen Gesellschaft» in den Stundenplänen ohnehin zu kurz.

Eine Auswertung der Schweizer Erziehungsdirektoren hat ergeben, dass lediglich 5 von 21 Kantonen genügend Zeit für das Fach aufwenden. Wer soll da einen Überblick über Jesus, Buddha und Mohammed bekommen? Schon Religionsexperte Hugo Stamm sagte: «Gott ist überflüssig geworden.»

Das zeigen auch zahlen des Bundes. Jeder Vierte ist heute konfessionslos, 30 Prozent besuchen nie einen Gottesdienst. Rund 40 Prozent gehen nur für Beerdigungen und Hochzeiten in die Kirche.

Radikalisierung auf dem Pausenplatz

«In der Bildung lauert die Angst, sich an der Religion die Finger zu verbrennen», sagt Simon Gaus Caprez von der interreligiösen Arbeitsgemeinschaft. Doch Schulen kämen an Themen wie Radikalisierung, Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus nicht herum. Spätestens auf dem Pausenplatz würden sie davon wieder eingeholt. «Es wächst eine Generation heran, die ihren Schulabschluss macht, aber kaum etwas über Religion weiss», sagt er.

Das tiefe Bildungsniveau werde sich später unweigerlich in der Gesellschaft bemerkbar machen. Im Religionsunterricht ginge es um unterschiedliche Glaubensrichtungen, Kulturen und die Kompetenzen für ein respektvolles Zusammenleben, sagt er. «Das sollte uns ein paar Lektionen wert sein.» (aargauerzeitung.ch)

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233Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Nestroy Lodoño de Salazar y Matroño 22.12.2019 23:19
    Highlight Highlight Wenn weniger Zeit für Religion, dann gäbe es mehr Zeit
    fürs Beibringen von mehr Leseverständnis und Schreibkompetenzen. Bin gespannt auf die nächste Pisa-Studie.
  • Tom Scherrer (1) 22.12.2019 20:09
    Highlight Highlight Religion hat den Vorteil, das Ethik, Karma, Moral mit Geschichten und Analogien sehr gut vermittelt werden kann.

    Ob wir das Fach nun Ethik, Moral, Religion, Glaube, Spirit, oder Glühwürmchen benamseln ist mir einerlei.

    Mit altersgerechten Geschichten und Analogien Werte vermitteln und mit spannenden Geschichten die Tugenden und Laster erklären.

    Konzepte wie Schuld Wiedergutmachung, Schutz des Schwachen, Karma uvm. finde ich sehr wichtig und ersatzlos steichen würde ich da gar nichts.

    Unsere Kids freuen sich auf den Unterricht und stehen darauf. Und wir sind überhaupt nicht religiös
  • mike2s 22.12.2019 16:07
    Highlight Highlight Die Religion kann man sehr gut im Geschichtsunterricht abhanden.
    So kann man lustige Spiele machen was war später der letzte Mord durch die Inquisition oder die erste Dampflokomotiven. Wann wurde von 3 (in Worten drei) katholischen Spitälern einem Vergewaltigungsopfer die Hilfe verweigert.
    Wann wurde in Irland ein Heim geschlossen in dem Kinder, die man ihren ledigen Müttern entrissen hatte, zu Tode vernachlässigt wurden. Später von man ein Massengrab mit dem überreste von etwa 600 Kindern lagen. Endliche wenn auch weniger tödliche Institutionen gab es auch in der Schweiz.
    • mike2s 22.12.2019 16:26
      Highlight Highlight Die Antworten sind der Inquisitionsmord, 2013 in Köln, 1961 Tuam in Irland.
  • Radesch 22.12.2019 14:33
    Highlight Highlight Religion hat für Einzelne Individuen positive Effekte, das möchte ich gar nicht abstreiten. Für die Gesellschaft als Ganzes ist sie jedoch eine Krankheit.

    Die Römer waren gesellschaftlich weiter als wir im Mittelalter (Die Dunkle Zeit und so...). Die Götter und der Glaube haben damals nicht die Forschung behindert, wie die Kirche im Mittelalter... (Erde ist der Mittelpunkt des Universums, Erde flach, ...). Es kann doch nicht sein dass mit dem Argument der Traditionenerhaltung ein Konstrukt aufrechterhalten wird, was zwar auch gutes, aber mehrheitlich Leid, Elend und Kriege verursacht.
    • bbelser 22.12.2019 16:09
      Highlight Highlight Frag mal die Völker, die mit der Pax Romana beglückt wurden, wieviel weiter die Römer gesellschaftlich waren. Die jubelten regelmässig über den fabelhaften gesellschaftlichen Fortschritt (z. B. die humane Kreuzigung statt des barbarischen Pfählens etc.) Vermutlich hiess es aber auch damals schon: "...es war nicht alles schlecht bei den Römern, immerhin die Strassen haben sie uns gebracht."
      Ich denke, die menschliche Gesellschaft kann aus jeder Religion eine Krankheit machen oder ein Heilmittel.
  • Laila_B 22.12.2019 12:25
    Highlight Highlight Ich denke nicht, dass das ein Problem des LP21 ist. Dieser ist der erste Lehrplan, der das Fach Religion im Integrationsfach Ethik, Religion, Gemeinschaft über die ganze Schweiz hin in den Schulalltag einführt.
    Der Religionsunterricht vorher wurde in vielen Kantonen von der Kirche aus organisiert, und hatte, ausser der genutzten Räume der Schule, nichts mit der Schule zu tun.
    • Mi Mi 22.12.2019 18:33
      Highlight Highlight Vielfach wird dieses Fach aber gar nicht unterrichtet. Zudem hat es als unbenotetes Fach mit einer Wochenlektion kaum Stellenwert.
  • Pamplemousse 22.12.2019 12:24
    Highlight Highlight Lehrer hier, im LP21 gibt es ein OBLIGATORISCHES SCHULFACH welches "Religionen, Ethik und Kulturen" heisst. Dort wird alles übers Philosophieren, Debattieren, fremde -und eigene Kulturen und Religionen behandelt. But see it for yourself.
    --> https://zh.lehrplan.ch/index.php?code=b|6|5
    Adieu merci :)
  • Universarier 22.12.2019 11:41
    Highlight Highlight Religion hat in der schule nichts verloren. Ethik und gesellschaft sollte dringend als fach aufgenommen werden.
    Und ja, das ist absolut nicht das gleiche!
    • Mi Mi 22.12.2019 18:41
      Highlight Highlight Sie sind ja Teil des Lehrplans, der Unterricht findet aber kaum statt
  • Francis Begbie 22.12.2019 11:19
    Highlight Highlight Im Religionsunterricht wird den Kindern beigebracht wir sie sich von anderen unterscheiden. Das dämlichste überhaupt.
    Man könnte ja auch Rassenlehre unterrichten... käme aus selbe raus.
    • Mi Mi 22.12.2019 18:41
      Highlight Highlight Das stimmt nicht, denn der ERG-Unterricht ist religionswissenschaftlich orientiert, nicht theologisch.
    • Francis Begbie 22.12.2019 20:28
      Highlight Highlight Das kommt auf den Kanton an. Religionsunterrricht an Schulen gibt es noch immer. Kirchen erhalten Klassenlisten, es werden christliche Lieder gesungen, den Kirchen werden für den Religionsunterricht Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt etc.
      Das hat hat alles nichts an Schulen verloren und das weiterreichen von Klassenlisten etc gehört aus Datenschutzgründen unter Strafe gestellt.
    • Mi Mi 23.12.2019 11:55
      Highlight Highlight Unterscheide zwischen dem Schulfach ERG/NMG und kirchlichem Unterricht (letzteres nur auf Primarstufe).
  • Francis Begbie 22.12.2019 11:15
    Highlight Highlight Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts verloren.

  • arni99 22.12.2019 10:52
    Highlight Highlight Es braucht sicher keinen Religionsunterricht und auch Ethik muss nicht an der Schule gelehrt werden. Als Eltern muss man dem Nachwuchs nur mitgeben das man niemandem etwas zufügen soll was man selber nicht erleben möchte, und etwas Empathie und gesunden Menschenverstand ist auch nicht schlecht.
    • bbelser 22.12.2019 11:42
      Highlight Highlight Und weil das bisher so gut funktioniert hat, gibts keine Kriege mehr, keine Ausbeutung, keinen Hass und keine Gewalt. So einfach kann man sich die Welt machen.
      Gerade in einer Zeit der schrankenlosen Globalisierung der Wirtschaft, der zunehmenden sozialen Verantwortungslosigkeit, der neuerwachenden National-Egoismen braucht es dringend eine grundlegende Vermittlung UND Einübung einer gemeinsamen Ethik und Verständnis für die eigenen wie fremden kulturellen Traditionen und Wertentwicklungen. Wenn es heute irgendwo "Schule" braucht, dann da.
    • Hierundjetzt 22.12.2019 11:51
      Highlight Highlight Wow. Aber jetzt ernsthaft, dass ist Ironie? So ein kindliches Denken kann jetzt nicht Dein ernst sein 🤭

      Bitte sag, dass Du das nicht ernstmeinst 😰
    • Forest 22.12.2019 12:06
      Highlight Highlight Als Eltern muss man arbeiten. Ab dem Kindergarten oder ersten Schuljahr übernimmt der Staat die Erziehung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trasher2 22.12.2019 10:26
    Highlight Highlight Spannend, wie hier viele von Ethik und Toleranz schwafeln, aber im Bezug auf Religionen, selber ziemlich intolerant sind.

    Sind das dieselben, welche sich enervieren, wenn Irgendwo wieder die Schulweihnacht zum „Jahresendfest“ gemacht wird? Oder sind das die, welche das veranlassen?
    • Klaus07 22.12.2019 11:04
      Highlight Highlight Die Religionen und Kirchen hatten nun mehrere Tausend Jahre Zeit eine ethische und tolerante Gesellschaft aufzubauen, dies jedoch vermasselt. Dennoch versuchen Religiöse Kreise ständig dem Volk ihr Weltbild aufzuzwingen, sei das durch Missionieren (bereits bei Kleinkinder) oder durch lobbing. Die Christliche Religion ist nicht ethischer/moralischer und toleranter als alle anderen Religionen oder nichtgläubige dieser Welt. Daher ist Religionsunterricht durch ein Ethik-, Moral-, Kulturunterricht zu ersetzen.
    • Radesch 22.12.2019 14:27
      Highlight Highlight @Trasher2
      Unter dem Deckmantel der Religion kannst du aussagen machen, die normalerweise strafbar wären... Bsp. Abwertung von Homosexuellen oder Aufruf zu Gewalt und Widerstand gegen den Staat... (Was in gewissen Freikirchen und auch bei extremen Islamisten Usus ist...).
      Der Schutz der den Religionen durch die Verfassung zusteht gehört abgeschafft und die Kirchen müssen als private Vereine ohne Steuereintreibung durch den Staat bestehen. Mal schauen wie lange es diese dann noch gibt...
    • Trasher2 22.12.2019 14:54
      Highlight Highlight Ich habe jetzt auch nicht wirklich das Gefühl, dass die heutigen aufgeklärten sekularisierten Menschen ethischer oder moralischer sind.

      Mich beschleicht eher den Eindruck, dass der Trend dazu geht, dass jeder vor allem für sich selber schaut.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lioness 22.12.2019 09:57
    Highlight Highlight Unsere Tochter wäre an und für sich am allgemeinen Religionsunterricht interessiert, hat aber eine schreckliche Lehrerin (die Kinder fürchten sich vor ihr und unsere hat Schlafprobleme am Tag vor der Religion). Also haben wir sie suspendiert. Reicht schon, wenn das streng katholisch erzogene Schulgspändli unserer Tochter sagt sie komme in die Hölle, da sie sich Gedanken darüber macht, ob es Jesus wirklich gegeben hat.
  • King Ricky Bobby 22.12.2019 09:51
    Highlight Highlight Ich glaube, dass ist wieder mal eine fehlplanung des „modernen“ Schulsystems. Religion hat seine Schwächen, ganz klar. Auch Christentum ist abgehoben und dank Zölibat total kaputt. Aber es schadet nicht, sich in einer Welt voll digitaler Abschottung und global crazyness, sich mit Religionen zu befassen. Wiederum ist es sicher unmöglich, allen Religionen gleichberechtigter zu werden. Aber muss man das den?
    Nun kann sich die Jugend halt und glauben in ersatzreligionen suchen wie Greta, Balenciaga, yeezy, Fortnite , veganismus usw. Amen!
    • Hierundjetzt 22.12.2019 11:56
      Highlight Highlight Das Zölibat (eingeführt erst 1’300 Jahre *nach* dem Tod von Chirstus) hat nur 1 von 4 (!) christlichen Kirchen.

      Die 3 grösste Weltreligion (Reformierte sicher nicht, wir sind da viel weiter 🙄)

      Dir täte Religionsunterricht mehr als gut 😗
    • King Ricky Bobby 23.12.2019 00:50
      Highlight Highlight Oh danke weiser mann.
  • Unsinkbar 2 22.12.2019 09:28
    Highlight Highlight Gut so, weg mit den Zeug. Ethik oder Menschenrechte wäre wohl zielführender...
  • Amaranth17 22.12.2019 09:17
    Highlight Highlight Religionsunterricht braucht es wirklich nicht, es reicht, wenn die Folgen von Religion im Geschichtsunterricht aufgezeigt werden.
  • Lucas29 22.12.2019 09:13
    Highlight Highlight Religionsunterricht...
    Besser wäre es, den Kindern zu zeigen was von den vielen Geschichten dieser Religionen nicht stimmen kann und stattdessen anständige Urknall bzw. Evolutionstheorie zu vermitteln.
    Grüsse von einem logisch denkenden Menschen🙏🏻
    • bbelser 22.12.2019 11:55
      Highlight Highlight Denk dir nur: es gibt kath. Religionsunterricht, in dem in der 6. Kl. die naturwissenschaftlich fundierte Vermittlung der Evolutionstheorie zentraler Bestandteil ist und war (neben der Beschäftigung mit den vielfältigen poetisch ausgestalteten historischen Schöpfungsmythen, die früheren Generationen zur Welterklärung dienten). Ein führender Evolutionsforscher und Astronom ist ein Jesuiten-Priester im Vatikan, der die dortige Sternwarte betreibt. Nebenbei: die Bibel ist kein göttliches Rezept- und Anweisungsbuch, sondern eine vielgestaltige Sammlung menschlicher Erfahrungen mit ihrem Leben.
    • reactor 22.12.2019 12:54
      Highlight Highlight @bblser. Und gleichzeitig voller Dogmen und unhaltbare Glaubenssätze. Un diesem Sinne könnte ich auch die Sammlung der Gebrüder Grimm als heiliges Buch aufwerten.
    • bbelser 22.12.2019 13:39
      Highlight Highlight @reactor: ich habe nicht behauptet, dass man beim Lesen der Bibel (oder der Märchen) das Gehirn ausschalten muss ;-) Wenn ich die Philosophen der Aufklärung lese, nervt mich deren offener und zeitbedingt selbstverständlicher Rassismus auch gewaltig. Dank Bildung und Gebrauch der Vernunft kann ich das aber sehr wohl einaordnen. Und das klappt bei der Bibel auch ganz vorzüglich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Le Tintin 22.12.2019 09:08
    Highlight Highlight Die katholische Kirche darf sich nicht wundern, wenn immer mehr Menschen sich ihrer den Rücken zudrehen. Stock-konservatives Verhalten führt heutzutage zur Ablehnung. Hier muss sich diese Kirche wirklich auch selbst hinterfragen, was sie dazu beiträgt, dass sich die Menschen ihr wieder zuwenden.

    Ich möchte keine religionsfreie Gesellschaft. Sie lehrt uns Ethik, Moral, Verzicht, Empathie, für andere einzustehen usw. Genauso gehören zu dieser Lehre auch unsere Menschenrechte.

    Wenn ich gewisse Leute in der Öffentlichkeit so sehe, die hätten Religions-/Ethikunterricht dringend nötig.
    • fuegy 22.12.2019 09:21
      Highlight Highlight Was ist Ethisch oder Emphatisch daran, die ganze Menschheit bei einer Flut zu ertränken?
    • Le Tintin 22.12.2019 09:30
      Highlight Highlight Sehr gute Frage auf die ich keine Antwort weiss.
      Doch es gibt in der Geschichte Jesu (also nicht das AT), wo es unzählige Geschichten gibt zum Thema Ethik und Empathie.
      Apropos AT: Als ehemaliger Katholike hat mich dies nie wirklich interessiert. Zu strafend war für mich die Darstellung dieses Gottes. Da find ich der liebende, barmherzige Gott im NT doch viel wegweisender.
    • reactor 22.12.2019 09:33
      Highlight Highlight Hatten denn all die Kinder mit ses rauchenden Priester einfach ne Überdosis? Nein, Religion verursachte nebst Aberglauben auch viel Leid und mit ihrer Verbandelung mit Herrschaften jeglicher Couleur auch unermessliche Elend.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Firefly 22.12.2019 09:02
    Highlight Highlight Damit man verstehen lernt was man liest, muss man nicht nur lesen lernen sondern vor allem auch verstehen lernen.
  • Joseph Dredd 22.12.2019 08:58
    Highlight Highlight Der Tag kommt, an dem Regierungen die Religion nicht nur aus der Schule, sondern komplett von der Weltbühne verbannen werden.
    • Scott 22.12.2019 09:27
      Highlight Highlight Wie z.B den Islam?
      😂😂😂
    • PVJ 22.12.2019 11:12
      Highlight Highlight Religionen müssen nicht verbannt werden, schon gar nicht durch „Regierungen“.
      Es reicht völlig aus, wenn Religion Privatsache ist.
    • bbelser 22.12.2019 12:12
      Highlight Highlight Da ist wohl der Wunsch ganz kräftig Vater des Gedankens. Die Tendenz ist in der Realität eher umgekehrt. U.a. evangelikale Fundamentalisten haben in den USA einen unflätigen Troll-Clown ins höchste Amt gehievt (der dabei ist Demokratie und Institutionen zu lähmen), der Islamismus steuert ganze Regierungen, Hindu-Nationalismus wirbelt den indischen Subkontinent gehörig durch. Und was haben wir: den neoliberal-individualistischen Atheismus des "anything goes", wo jeder ganz alleine und ohne Gewissen Schmied seines konsumistischen Glückes ist. Brave new world.
  • PlusUltra 22.12.2019 08:55
    Highlight Highlight Was genau haben denn die Kinder mehr zu lernen, dass der Stundenplan immer wie voller wird?

    Ich zumindest habe nicht den Eindruck, dass heutige Schüler intelligenter sind und mehr wissen als wir damals..
    • WhySoSerious? 22.12.2019 09:27
      Highlight Highlight Ab dem SJ 2020 zieht in die Primarschulen der Informatikunterricht ein, bei welchem die Kinder die Grundlagen des Computings lernen sollen (Programmieren usw.).
      Ob dies sinnvoll ist oder nicht sei mal dahingestellt... 🤷‍♂️
    • Vintage 22.12.2019 09:52
      Highlight Highlight Wie viele Schüler kennst du denn?
    • Francis Begbie 22.12.2019 11:25
      Highlight Highlight Programmieren ist auf jeden Fall sinnvoller als Jesus Märchen Unterricht!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Besenbiest 22.12.2019 08:50
    Highlight Highlight https://v-fe.lehrplan.ch/index.php?code=a|6|5|4|0|4
  • Denverclan 22.12.2019 08:32
    Highlight Highlight Religion kann Zuhause vermittelt werden und zwar differenziert. Wichtig auch, dass Zuhause Empathie, Nächstenliebe, Rücksichtnahme, gesunder Egoismus, Anstand und der Umgang mit Geld sowie die kritische Auseinandersetzung mit Wirtschafts-, Politik- und allgemeinen Gesellschaftsfragen thematisiert werden. Und zu guter Letzt, das Lachen und die Freude und die innere Mitte, dürfen nicht zu kurz kommen. Auch kann man daran erinnern, dass nichts selbstverständlich ist und ruhig ein wenig Demut an den Tag gelegt werden darf...PS: Die Umweltfrage nicht vergessen. Ja, als Eltern ist man gefordert.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.12.2019 08:48
      Highlight Highlight In der Schweiz hat niemand das Recht, jemandem vorzuschreiben, was man zu Hause den Kindern beibringen soll.

      Das, was sie hier auflisten, sind die Werte einer ganz spezifischen und nicht repräsentativen Gesellschaftsschicht. Leute aus anderen Schichten werden ihre Kinder anders erziehen.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.12.2019 09:23
      Highlight Highlight Als Ergänzung, wenn diese Werte im Raum stehen, was denken Sie, haben die Eltern für Berufe, in welcher Stellung arbeiten sie, arbeiten beide Eltern Vollzeit, wohnt man in einer WG, Mietwohnung oder zahlt Hypotheken, Stadt oder eher Land, hatten die Eltern als Kinder autoritäre Eltern, hält sich die Familie für was besseres, Fleischesser, ÖV oder SUV, Schweizer, Bünzlis oder progressiv, usw. Eben, es sind Werte einer ganz spezifischen Familie. Andere Leute haben andere Lebensumstände und bringen ihre Kindern dadurch auch anderes bei.
    • Denverclan 22.12.2019 10:03
      Highlight Highlight @Stefan Morgenthaler-Müller: Es gibt Grundregeln die ein Zusammenleben einfacher gestalten, egal in welcher Schicht man Zuhause ist. Hauptsache man redet miteinander und nimmt die Kinder von der ersten Sekunde an ernst. In einer Gesellschaft gibt es Rechte und Pflichten, und es kann nur funktionieren, wenn man beides lebt! Im Übrigen brauchen Kinder Hinweise und Infos...um einmal selbständig Denken und Urteilen zu können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • na ja 22.12.2019 07:46
    Highlight Highlight Komischerweise sagen unsere Kinder, dass wir mehr gelernt haben in der Schule als sie.
    • Stefan Morgenthaler-Müller 22.12.2019 08:51
      Highlight Highlight Kommt immer darauf ab, auf welcher Schule man war. Das sollten Sie ihren Kindern dann schon sagen.
  • Schneider Alex 22.12.2019 07:40
    Highlight Highlight "Das Christentum fasziniert mich philosophisch, und zwar immer mehr. Für mich ist das Christentum das genialste metaphysische System, das es gibt. Es verhindert die Tendenz des Menschen zur Selbstvergötterung. Die wichtigste Botschaft: Gott ist Gott, allgegenwärtig, uns tragend, aber durch den Menschen nicht verfügbar oder instrumentalisierbar. Das Christentum ist das konsequenteste Denksystem gegen die Diktatur. Islamisten glauben, sie können sich den Weg ins Nirwana freiköpfen. Als Christ ist man frei von solchem Dämonenglauben.(Roger Köppel im Interview mit dem Zofinger Tagblatt, 16.9.18)
    • Tenno 22.12.2019 08:05
      Highlight Highlight Oder man lehrt den Kindern einfach, dass die Religion Grund für unzählige Kriege, Verbrechen, Leiden etc. Verantwortlich Ist. Viele Menschen aber immer noch zu schwach sind und einen Führer brauchen ob Diktator oder "Gott" spielt keine Rolle.

      Bleibt mir fern von den Kindern ihr Fundis irgendwelcher Religionen nur ohne Religionen wird die Welt zu einem besseren Ort da sie so lernen nicht einem Gott, Diktator oder sonstigen Depp folgen zu müssen.
    • trio 22.12.2019 08:47
      Highlight Highlight Tönt auf den ersten Blick gut, ist aber völliger Blödsinn. Religionen fördern leider den menschlichen Grössenwahnsin. Demut vor der Natur und dem Leben werden nicht durch Religionen oder einem Gott vermittelt sondern durch unser Leben auf der Erde, mit offenen Augen. Ohne Ausrede einer Religion.
    • fuegy 22.12.2019 09:31
      Highlight Highlight Gott ist ein "himmlischer" Diktator. Die meissten Freiheiten welche für viele hier selbstverständlich geworden sind, mussten gegen die Kirche erkämpft werden. Vielleicht wäre sogar das Frauenstimmrecht früher gekommen, wären die Menschen weniger religiös gewesen.
      Ja, alle "heiligen" Bücher sind philosophisch und literarisch interessant, mehr aber auch nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rethinking 22.12.2019 07:38
    Highlight Highlight Unsere Schulen diene dazu einer nach wie vor sehr tayloristischen und Hierarchie geprägten Arbeitswelt neue Ressourcen zu liefern.

    Statt den Umbau dieser veralteten und mit der heutigen komplexen wie volatilen Wirtschaft total überforderten Management Methode zu unterstützen, wird der IST Zustand dadurch zementiert...

    Was wir dringend benötigen ist eine Weiterentwicklung unserer Ich-Entwicklungsstufe. Nur so lassen sich die Herausforderungen unserer Zeit wirklich meistern...

    Frederic Laloux - Reinventing Organizations und Daniel Pink - Drive zeigen in Ihren Büchern wie dies gelingen kann...
  • gnagi 22.12.2019 07:27
    Highlight Highlight Dass Religion durch Ethik ersetzt wird ist mehr als begrüssenswert. Vielleicht sollte aber die ganze Fächeraufteilung neu überdacht werden. Die Sprachen nicht bis zum Exzess in der Grammatik büffeln, die Kinder nicht zu Mathematikern machen sondern den Fokus mehr auf gesellschaftliche Themen legen. Mehr über Biologie, Geschichte, Zusammenleben. Auch Musik kommt zu kurz. Weiss man doch heute, dass Musik viele Verknüpfungen im Hirn macht und das Lernen fördert. Unsere Schule wird zu stark von der Wirtschaft bestimmt. Bräuchte es auch da eine bessere Trennung?
    • Unsinkbar 2 22.12.2019 09:31
      Highlight Highlight 4 Monate Aufenthalt in Berlin, 4-6 Monate in Toulouse, 4 Monate in einem Kaff in England und die Sprachen würden besser beherrscht als 12 Jahre Schule 😉
  • abcd... 22.12.2019 07:08
    Highlight Highlight Von verschiedenen Seiten wird, teils zu Recht, mehr Inhalt von den Schulen gefordert. Der Tag hat aber nunmal nur eine begrenzte Stundenzahl. Wer die Stundentafeln anschaut, stellt fest, dass diese schon ziemlich überladen sind. In Zürich sind es in der ersten Sek bereits 35, in der zweiten 34 und in der dritten 32 - 36. Freifächer sind da noch nicht eingerechnet. Hausaufgaben und lernen auch nicht. Schnuppern dürfen die SuS auch noch ab der zweiten Hälfte der Zweiten und den Stoff natürlich ganz brav nachholen...

    Irgendwann ist ein Gefäss schlicht voll.
  • DanielaK 22.12.2019 06:47
    Highlight Highlight Ich fand es gut, in der Oberstufe die Weltreligionen zu vergleichen, rsp. die Grundzüge zu lernen. Einfach damit man auch etwas Bescheid weiss. Haben wir im schulischen Unterricht gemacht, ohne Wertung. Dieses eine Jahr ging ich gerne in den Reliunterricht, da es schon eher Ethikunterricht war. All das Zeug von der Kirche *schauder*.
    Unsere Tochter geht jetzt in den katholischen Unterricht. In der Schule gibts keinen allgemeinen Unterricht. Ich finde, es schadet nicht wenn sie die Grundzüge lernt und die Lehrkraft ist sehr gut. Ob sie dann die Firmung auch macht ist ihre Sache.
    • PlusUltra 22.12.2019 08:36
      Highlight Highlight Frage: Du schreibst "..all das Zeug von der Kirche *schauder*..".
      Ich nehme deshalb mal an, Du hast keine (positive) Beziehung zur Kirche?
      Deine Tochter ist jedoch getauft?
    • bbelser 22.12.2019 10:42
      Highlight Highlight Du beschreibst das Dilemma junger Eltern heute gut: selber hast du evt. das "Kirchenzeugs" zum Teil schauderhaft erlebt (das medial vermittelte sowieso), gleichzeitig siehst du aber, dass im heutigen kath. Religionsunterricht (wie auch im ref.) der Fokus ganz stark auf Förderung von Achtsamkeit, sozialen Kompetenzen, Empathie, Staunenkönnen, Dankbarkeit aus christlicher Motivation liegt. Darüberhinaus wird ab der 5./6. Klasse auch ein kritischer Umgang mit der Bibel und den eigenen Traditionen vermittelt. Die Reli-Realität ist klar anders als die medial so gerne beschworene Indoktrination.
    • DanielaK 22.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Ja,unsere Tochter ist katholisch getauft.Den Ausschlag gegeben dafür hat mein Mann,damals fand er es wichtig.Ich war reformiert,bin mittlerweile aber ausgetreten weil mir das religiöse wirklich gar nichts sagt.Lustigerweise kann mein Mann all die katholischen Sprüche heute noch,aber alles was über Weihnachten und Ostern hinaus geht hat er keine Ahnung. Wenn sie Fragen zur Religion/Gott hat kommt sie immer zu mir. Ich finde die Bibel nicht mal per se blöd,aber man muss sie mit Verstand lesen und einiges finde ich auch komplett absurd. Wenn sie was mit der Kirche hat, muss immer ich mit. 🤷‍♀️
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  • TZL 22.12.2019 06:40
    Highlight Highlight 40 Prozent gehen nur für eine Hochzeit oder Beerdigung in die Kirche. D. h. nichts bezahlen, motzen aber die Leistung trotzdem beziehen. Entweder man macht mit oder lässt es sein. Dann aber konsequent. Und dann bitte die Brückentage an den Feiertagen auch den anderen überlassen
    • fenstersimsli 22.12.2019 08:06
      Highlight Highlight Mimimi - informier dich doch einmal darüber, wie kirchliche Dienstleistungen und Pfarrer-/innen Löhne abgegolten werden. Du kannst deine auferzwungenen Brückentage behalten! Dann feiere ich doch lieber Sonnenwende, Jahreszeitenbeginne, Welttag des Humanismus und Menschenrechtstag.
    • Amaranth17 22.12.2019 09:25
      Highlight Highlight Für nicht Mitglieder sind Hochzeiten in der Kirche ja auch nicht kostenlos.

      Die Brückentage überlasse ich dir gern, wenn du dafür sorgst, dass die Kirchen ihre Steuern endlich selbst eintreiben und nicht den Staat dafür missbrauchen.
    • Commander Salamander 22.12.2019 09:29
      Highlight Highlight Die Leistung wird ja von anderen bezogen, die den Bezug zur Kirche haben. Ich selbst würde niemals in der Kirche heiraten, aber wenn ich an ein Hochzeit eingeladen bin, und das nun mal kirchlich ist, hab ich ja keine andere Wahl, als da hin zu gehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • sigma2 22.12.2019 06:01
    Highlight Highlight Religion ist Privatsache und hat in der Schule nichts verloren. Es wird Zeit, dass die Trennung von Staat und Kirche endlich in der ganzen Schweiz vollzogen wird. Gott gehört auch nicht in die Präambel der Verfassung.
    • fuegy 22.12.2019 09:51
      Highlight Highlight Da haben Sie grundsätzlich recht. Aber die Schule soll auch auf das Leben vorbereiten. Und etwas objektiv über die grossen Religionen zu lernen ist hilfreich Glauben einzuordnen und hilft vielleicht etwas extremisierung vorzubeugen.
    • frereau 22.12.2019 11:50
      Highlight Highlight Das mit der Verfassung teile ich mit Ihnen. Religionen dürfen jedoch noch vollends aus unseren Schulstuben verbannt werden. Zu grosse Zeile der Gesellschaft werden von religiösen Vorstellungen beeinflusst.
      Es ist aber wichtig, dass es sich dabei nicht um einen religiösen Unterricht, sondern um einen Unterricht über die Religionen handelt.
  • landre 22.12.2019 05:36
    Highlight Highlight Das obligatorische Schulsystem hat nicht die Aufgabe "Glauben" zu übermitteln/ vermitteln, sondern "Wissen" (und im besten Fall begleitet von anständigem Gewissen.)
    • frereau 22.12.2019 11:53
      Highlight Highlight Das Wissen über die Religionen ist aber auch wichtig. Ein grosser Teil der Gesellschaft wird von religiösen Vorstellungen beeinflusst.
      Es ist deshalb wichtig, dass wir keinen religiösen Unterricht, sondern einen Unterricht über die Religionen haben.
    • landre 22.12.2019 15:46
      Highlight Highlight @frereau

      Eben, das Wissen übermitteln und nicht den Glauben, welcher ohnehin nur auf Hoffnung basiert und somit der Didaktik widerspricht bzw der Esoterik entspricht...(Wertvoller Kommentar Ihrerseits!)
    • landre 22.12.2019 16:03
      Highlight Highlight @frereau

      Habe gerade mein Wissen aufgefrischt indem ich den Art. 15 unserer BV konsultiert habe...Und bin froh, neben anderem und so wie jeder Mensch, auch ein Esoteriker zu sein...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mister Pucker 22.12.2019 05:30
    Highlight Highlight Ich bin Atheist. Und trotzdem fände ich es wichtig, dass Schüler grundsätzliche Ethik aber auch die Werte, wie sie in den Weltreligionen vermittelt werden, mitbekommen. Viele Menschen suchen einen Glauben. Ohne Religionsunterricht oder Ethikuntetricht, der Religion stark thematisiert, sehe ich die Gefahr noch grösser dass jugendliche in fundamentalistische Freikirchen eintreten. Wissen ist immer gut, auch über Dinge die man ablehnt.
    • fuegy 22.12.2019 09:57
      Highlight Highlight Interessante sichtweise. Atheisten sind meisst der Überzeugung, dass Religionen mit Ihren Macht- und Wahrheitsansprüchen keinerelei Ethik vetritt, eher das Gegenteil.
    • mike2s 22.12.2019 10:57
      Highlight Highlight Dafür ist der Geschichtsunterricht da. Denn viel wichtiger als zu wissen was sich die Autoren der heiligen Schriften aus den Finger gesogen haben ist es zu sehen welcher Effekt es hat. So kann man quasi aus der Geschichte einer Religion, deren Schriften reverse engineered werden. Die Zentrale Botschaft der Christen muss ganz klar sein: "Willst Du nicht mein Bruder sein schlage im den Schädel ein" und "Liegt er am Boden tritt in".
  • Seth 22.12.2019 04:09
    Highlight Highlight Grundsätzlich gut zu heissen. Solange in irgend einem Fach Nächstenliebe, Toleranz und Gutmütigkeit, empathie und gemeinschaftssinn gefördert und vorgelebt wird, ist mir egal wie das fach heisst. Ein grundwissen über die welt-religionen und die gefahren von sekten und extremen glaubensrichtungen muss aber auch irgendwie vermittelt werden...
    • Ein Starwars Star wars! 22.12.2019 08:30
      Highlight Highlight Ähm.. wäre so ein Fach nicht eher was für zuhause? (was Schulen heutzutags alles vermitteln sollen!)😁
    • Seth 22.12.2019 11:41
      Highlight Highlight Ja durchaus... Es geht aber ja mehr darum auch über den tellerrand des zuhause bekannten blicken zu können. Daheim sollte ja dann auch über das in der schule gehörte diskutiert werden, sofern sich die eltern und geschwister auf das einlassen :)
  • frächevogel 22.12.2019 02:19
    Highlight Highlight Finde ich schade.. Musste während meiner Schulzeit au den "freiwilligen" Religionsunterricht besuchen. Und auch als absolut nicht gläubiger Mensch finde ich die verschiedenen Religionen extrem spannend. Das war das einzige Fach in dem wir uns vertieft mit dem verschiednen Religionen und Bräuchen befasst hatten. Denke das würde das Verständnis und die Akzeptanz fördern
  • flausch 22.12.2019 02:13
    Highlight Highlight "Religionswissenschaftlichen Ansatz"
    Religion und Wissenschaft im selben Satz ist schon gewagt, aber dann noch im selben Wort? Sorry der Wortwahl aber das ist doch bereits Gotteslästerung. ;)
    Nein mal ehrlich, Menschen werden nicht Radikalisiert weil sie ein zu tiefes Religiöses "Bildungsniveau" haben, Menschen werden Radikalisiert weil irgendwelche Sektierer ihnen irgeindeinen Scheiss von wegen Gott erzählen.
    Religion gehört nicht in eine gebildete Gesellschaft, Religion gehört ins Mittelalter.
    • bbelser 22.12.2019 11:18
      Highlight Highlight Solange Religion zum Kern kultureller Tradition und Vermittlung gehört, braucht es natürlich Religions-Wissenschaft. Und: Menschen werden durch fanatische Ismen radikalisiert, weil sie in der eigenen Kultur Sinn, Orientierung, Identitätsbildung, Beheimatung vermissen. Wer die eigene Sehnsucht nach Spiritualität nicht einordnen oder vernünftig leben kann, ist ganz flott Beute von Fundamentalisten jeglicher Couleur.
    • frereau 22.12.2019 14:34
      Highlight Highlight @flausch
      Ich könnte ja mit dem Grundsatz Ihrer Kritik einverstanden sein.
      Jedoch verschwinden die Religionen und ihr Einfluss nicht aus unserer Gesellschaft wenn wir sie einfach ignorieren.
      Solange die Religionen unsere Gesellschaft beeinflussen gehört der Unterricht über die Religionen in die Schule.
  • Aliyah 22.12.2019 01:55
    Highlight Highlight Ethikunterricht wäre gar nicht so falsch. Wenn ich "Religionsunterricht" schon höre stehen mir die Haare zu Berge.... War etwas traumatisierend, all die Videos von Abtreibungen zu sehen und dabei eingebläut zu bekommen, dass man automatisch ein schlechter Mensch ist, wenn man nur schon an Abtreibung denkt.... Eines der vielen Beispiele und bei mir ist es noch nicht sooo lang her mit der Schule 😳
    • Sir Lanzelot 22.12.2019 05:55
      Highlight Highlight Bei dem Thema Abtreibung frage ich mich halt immer... Eine Mutter darf also über das Leben ihres Ungeborenen entscheiden? Warum eigentlich nur bis zu der Geburt, und danach nicht mehr? Was genau ist ‚anders‘ wenn das Kind nicht mehr im Mutterleib ist? - Diese Frage hat doch nichts mit Religion zu tun?
      Das es viele religiöse Fanatiker gibt, die pauschal Betreibungen ablehnen ist eine andere Sache, und hat mit dem Wissen über Religionen wenig zu tun.
    • Doesli 22.12.2019 06:39
      Highlight Highlight Du meinst aber dann den kirchlichen Unterricht und nicht den an der Schule, oder?
    • Ein Starwars Star wars! 22.12.2019 08:34
      Highlight Highlight @Sir Lanzelot: Es soll sogar religiöse Fanatiker geben, die vor dem Betreibungsamt Mahnwachen abhalten!🤪
    Weitere Antworten anzeigen
  • Locutus70 22.12.2019 01:26
    Highlight Highlight Der Pfarrer aus meinem Heimatort hat den Konfirmanden letztes Jahr erzählt, das wenn sie am "Ende ihres Lebens" sind, sich die Temperatur auf der Erde um 5 Grad erhöht haben wird.
    Mann kann sich vorstellen, was der Mann im Religionsunterricht erzählt.
    So etwas braucht es sicher nicht.
    • Sir Lanzelot 22.12.2019 05:56
      Highlight Highlight Das oder so was ähnliches erzählt doch Greta auch?
    • Magenta 22.12.2019 06:56
      Highlight Highlight Was ist daran falsch, wenn Kirchenmänner die Wissenschaft in ihren Unterricht miteinbeziehen? Das war leider viele Jahrhunderte nicht so.
    • DemonCore 22.12.2019 10:47
      Highlight Highlight Das ist seit langem die erste vernünftige Äusserung eines Kirchenvertreters, die mir zu Ohren kommt. Glücklicherweise sind die meisten Kleriker nicht so verbohrte Fundamentalisten wie einige ihrer Schäfchen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bruuslii 22.12.2019 01:10
    Highlight Highlight es scheint so, dass wir unsere kinder lieber zu strammen und leistungsfähigen human ressourcen erziehen (calvin wins...)

    es muss ja nicht allein religionsuntericht sein.

    aber ethik, moral und deren ursprünge sollten doch ebenso wie die geschichtlichen hintergründe der religionen und deren kernaussagen vermittelt werden.
    nicht weil man alles toll finden soll, sondern weil religionen nun mal realität sind. der grösste teil der menschen sind religiös.
    will man den austausch zwischen menschen mit verschiedenen glaubensgebilden fördern, braucht es ein minimum an verständnis dafür.
    • flausch 22.12.2019 02:30
      Highlight Highlight Ehtik und Moral (und schon gar nicht derer Ursprünge) haben im entferntesten irgendetwas mit Religion zu tun. Geschichte aber, gehört in die Schule, ist aber leider allzuoft von einem (Christlichen) Eurozentristischen Weltbild zum Witz verkehrt.
      Und im falle dessen das Religionen realität sein sollten, sollte auch angemerkt werden dass Grimm's Märchen ebenso Realität sind und doch als ebensolche erkannt werden.
    • bruuslii 22.12.2019 12:07
      Highlight Highlight ich empfehele die lektüre von peter bichsel "über gott und die welt".
    • bbelser 22.12.2019 12:52
      Highlight Highlight Ethik und Moral haben sich über Jahrtausende immer in einem religiösen Kontext entwickelt. Die Entkoppelung ist vergleichsweise jung (Aufkklärung, Französische Revolution, Säkularisierung) und weitgehend beschränkt auf den christlich geprägten Kulturbereich. Aber auch hier bleibt Religiosität und die Sehnsucht nach Sinn eine Grundkomponente menschlicher Gesellschaften. Diese einfach nur zu ignorieren oder zu banalisieren öffnet Fundamentalismen jeglicher Art Tür und Tor.
  • Darkside 22.12.2019 00:33
    Highlight Highlight Ich bin immer gerne zur Schule gegangen,
    und finde dass ich aus jedem Fach (Schreibmaschine ausgenommen) etwas nützliches mitnehmen konnte, aber der Religionsunterricht, den wir damals von unserem erzkonservativen Dorfpfarrer erhalten haben, war einfach nur Zeitverschwendung. Staat und Kirche gehören konsequent ein für alle Mal getrennt. Einen neutralen Ethik-Unterricht würde ich aber befürworten.
  • Sebastian D. 22.12.2019 00:27
    Highlight Highlight Ich empfehle euch den Lehrplan einmal anzuschauen. Vieles was in den Kommentaren gefordert wird, ist im LP21 bereits angedacht.
    1-6 Klasse:
    Religion, Kulturen, Ethik (Punkt 11&12)
    https://zh.lehrplan.ch/index.php?code=b|6|1
    Sekundarstufe: Ethik, Religion, Gemeinschaft
    https://zh.lehrplan.ch/index.php?code=b|6|5

  • Gubbe 22.12.2019 00:05
    Highlight Highlight Ich möchte keinem seinen Glauben verwehren. Dass Kinder, deren Eltern Schweizer und mit den hiesigen Gebräuchen aufgewachsen sind, den ausländischen Religionen Platz machen sollen, ist skandalös. So auch dieser Lehrplan 21. Kinder in der 8. Klasse haben keinen Nachmittag in der Woche ganz frei. Am Mittwoch nachmittag 'dürfen' sie auch noch etwas Religion hören. Auch der Samstag morgen ist beliebt. Wann sollten die heranwachsenden Sport treiben?
    • fuegy 22.12.2019 10:08
      Highlight Highlight Das Christentum ist eine Abrahamitische Religion wie der Islam oder das Judentum auch und kommt aus dem mittleren Osten. Also ist Ihre Befürchtung bereits vor Jahrhunderten eingetreten. Oder was denken Sie warum wir einen Baum an Weihnachten aufstellen? Oder die Eiersuche an Ostern?
    • Gubbe 22.12.2019 15:00
      Highlight Highlight fuegy
      Nun, das zeigt mir, dass ich in Religion geschlafen habe. Klar, ich kann diese Religionen nicht ernst nehmen und glaube nicht daran.
  • My Senf 21.12.2019 23:52
    Highlight Highlight Ethik in der Schule?

    Was sind das für Forderungen?!

    Lernen nicht „alle“ Manager Schulen Ethik hatte Trump z.B. kein Ethik Unterricht?!

    Ethik bekommt man zu 50% von Haus auf mit und dan gibt es noch die die danach suchen und ihr Leben danach umstellen

    Aber die Schule kann’da genau sowenig helfen wie in de Vergangenheit im Religionsunterricht
  • Frechsteiner 21.12.2019 23:41
    Highlight Highlight Man kann es ja regeln wie mit Militär und Zivildienst:

    Fussball nur noch barfuss auf Kiesplätzen, dann ist die Kirche wieder attraktiver.

    Oder auch einfach ein Paar Beweise für Gott auf den Tisch legen.
  • Oxymora 21.12.2019 23:38
    Highlight Highlight Schön dass sich die Kantone nicht vom Vatikan vorschreiben lassen wie ihr Lehrplan auszusehen hat.

    Und die Radikalisierung auf dem Pausenplatz ist ein Hirngespinst:

    In Genf und Neuenburg ist es nicht fahrlässiger als sonst in einem Kanton ohne Polizeischutz auf einem Pausenplatz zu verweilen.
  • Lord_ICO 21.12.2019 23:30
    Highlight Highlight Und jetzt darf die Kirche auch gerne noch aus der Steuererklärung verschwinden...ist auch so ein Unding.
    • Oxymora 21.12.2019 23:40
      Highlight Highlight Genau
      vor allem bei den Nicht-Mitgliedern.
    • bruuslii 22.12.2019 00:38
      Highlight Highlight lord: austreten -> problem gelöst 🤷🏻‍♂️
    • Kong 22.12.2019 00:40
      Highlight Highlight kannst du das nicht mit austritt steuern?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Barracuda 21.12.2019 23:29
    Highlight Highlight Ich bin ja unterdessen auch schon lange konfessionslos. Aber ich finde der Religionsunterricht hat mir sicher nicht geschadet. Schließlich leben wir in einem christlich geprägten Land, und für mich hat der Religionsunterricht auch mit Allgemeinwissen, Ethik, Geschichte und Gesellschaft zu tun. Von daher gehört das für mich dazu. Am Schluss kann das dann jeder selbst einordnen. Und was heisst hier man hat keine Zeit mehr für Religion, dafür wäre mehr Buddha und Mohammed vorgesehen... Ja was den nun?
  • schuelhuusgspängschtli 21.12.2019 23:28
    Highlight Highlight „Christliche Wurzeln“? Der Irrglaube, dass unsere moderne Gesellschaft ihre „Werte“ aus dem Christentum bezieht, wird wie ein Mantra wiederholt. Wäre die Aufklärung nicht gewesen hätten wir christliche Werte. Menschenrechte, allgemein zugängliche Bildung, Bürgerrechte, Frauenrechte usw. standen und stehen in der christlichen Religion nicht so hoch im Kurs, dass sie als prägend gewertet werden dürfen. Es ist sogar so, dass die Aufklärung die Religionen mehr geprägt hat, als die Religionen die moderne Gesellschaft. Also lassen wir diese Heuchelei und trennen endlich Kirche und Staat!
    • DemonCore 22.12.2019 10:51
      Highlight Highlight Merci.
    • bbelser 22.12.2019 13:06
      Highlight Highlight Das scheint mir etwas kurz gegriffen. Die Aufklärung war kein Naturereignis, das uns irgendwelche Aliens gebracht hätten. Die Philosophen und Akteure der Aufklärung waren durchwegs Christen und lebten in einer durch und urch christlich geprägten Kultur. Genau diese befähigte sie zu einer kritischen Sicht auf ihre Gegenwart und die Missstände religiöser Macht.
      So einfach lässt sich das halt nicht auseinanderdividieren, wie wir uns das aus der Rückschau gerne zurechtmodellieren würden. Blindheit für unser kulturelles Erbe wird uns ganz sicher nicht voranbringen. Es braucht Auseindersetzung.
    • Ueli der Knecht 22.12.2019 13:09
      Highlight Highlight "Wäre die Aufklärung nicht gewesen hätten wir christliche Werte."

      Du übersiehst hier die historische Tatsache, dass es die Christen waren, welche die Philiosophie der Antike bewahrten und vermittelten, und dadurch die Renaissance und die Aufklärung erst ermöglichten.

      Christliche Theologen wie zB. Augustinus von Hippo oder Thomas von Aquin bereiteten die Aufklärung vor, noch lange bevor sie dann tatsächlich stattfand.

      In diesem Sinne hilft das Schwarz/Weiss-Denken nicht weiter. Die Aufklärung hat eine Geschichte, wozu auch das Christentum gehört.

      Ohne Christentum gäbe es keine Aufklärung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ueli der Knecht 21.12.2019 23:24
    Highlight Highlight Das Fach sollte nicht Ethik heissen, oder Moral, auch nicht Religion, sondern PHILOSOPHIE, oder Philosophie-Geschichte. Die Religionen sind ein Teil davon, aber auch Konfuzius, Platon, Aristoteles, Hegel, Kant, Russel, Wittgenstein, uvm.
    https://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Philosophie
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_zur_Philosophiegeschichte

    Das könnte im Grunde genommen bereits im Kindergarten beginnen und sich durch alle Stufen durchziehen.
    • DemonCore 22.12.2019 10:51
      Highlight Highlight Da kann ich dir endlich einmal zustimmen.
  • Pupser 21.12.2019 23:19
    Highlight Highlight Die Kinder sollten lernen, dass Religionen eine Erfindung von Menschen ist um an Macht und Geld zu gelangen. Aufklärung wie sie sich gegen religiöse Übergriffe von Kirchen, Esoterikern und frommen Eltern schützen können tut not. Kirchenvertreter haben an Schulen genau so wenig zu suchen wie Drogendealer, schliesslich geht es um die Vermittlung von fundiertem beweisbarem Wissen. Dazu gehört natürlich auch Ethik.
  • Spargel 21.12.2019 23:05
    Highlight Highlight War heut in der Kirche, per Zufall...Die Kinder spielten die Weihnachtsgeschichte. Meine kleine hatte ne riesen Freude und ich musste auch lachen. Ganz ehrlich, in solch Momenten hinterfrage ich nicht was Josef zur Engelsgeschichte von Maria mit der Schwangerschaft sagte.. Ich frag mich nur, wer macht dies dann in Zukunft und was sind die Themen?
    • The Count 22.12.2019 09:03
      Highlight Highlight Ihre Probleme möchte ich haben...
    • DemonCore 22.12.2019 10:54
      Highlight Highlight Geschichten, auch schöne, berührende, gibt es viele. Sie müssen nicht aus dem bronzezeitlichen Palästina, mit seinem Rassismus, seiner Homophobie und seiner weltanschaulichen Intoleranz sein.
    • bbelser 22.12.2019 13:17
      Highlight Highlight Sinnstiftende Erzählungen wie die Weihnachtsgeschichte berühren Menschen in der Tiefe ihrer Existenz ungeachtet jeglicher Fragen nach historischer Richtigkeit (ähnlich wie auch Märchen aller Zeiten dies vermögen). Es ist eine eminent wichtige Frage, welche "Narrative" in Zukunft an deren Stelle treten.
      Die subversive Erzählung, dass die "Rettung" von einem Kind ausgeht und nicht von den vermeintlich Mächtigen der damaligen und jeglicher Zeit, hat immer noch Strahlkraft.
      Sollte die neoliberale Erzählung vom Wachstum ohne Ende und vom konsumistischen Glück den Menschen tatsächlich genügen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mantrax 21.12.2019 22:58
    Highlight Highlight Den Religionsunterricht werden viele nicht vermissen. Ihn aber durch einen richtigen Ethik-Unterricht zu ersetzen wäre sicher nicht das Schlechteste
    • Arthur Philip Dent 22.12.2019 01:27
      Highlight Highlight Das sollte - gemäss Lehrplan - auch passieren.
  • Randalf 21.12.2019 22:49
    Highlight Highlight
    Ich selbst bin konfessionlos, finde aber der Religionsunterricht gehört zum Schulstoff.
    Es sollten die christlichen Werte vermittelt werden, aber was jede/jeder damit anfängt ist denen zu überlassen.
    • Pitefli 21.12.2019 23:07
      Highlight Highlight Was sind bei einem "konfessionslosen" christliche Werte?
    • goschi 21.12.2019 23:08
      Highlight Highlight diese "christlichen Werte" sind weniger christlich, als einfach Ethik und Moral, die haben auch alle anderen menschen und die hatte durchaus auch schon vor dem Christentum die Welt befruchtet (siehe griechische Philosophie)

      und was gerade "christliche Werte" sind, scheint mir sehr situativ zu sein, Flüchtlinge im Mittelmeer ertrinken zu lassen ist nicht gerade ... oh Moment, eigentlich ein urchristlicher Wert, oder? man hat ja gerne Fremde verbrämt und verurteilt...
    • Eiswalzer 21.12.2019 23:15
      Highlight Highlight Ketzerische Frage: Warum sollten christliche Werte vermittelt werden, und vor allem welche? Etwa jene, welche selbst die Kirchenvertreter, zb Homosexuellen gegenüber, immer wieder selbst nicht einhalten?
      Ethik, Moral etc kann auch in Gesellschaftskunde gelehrt werden. Mensch & Umwelt. Ich hatte katholischen Religionsunterricht. Gelernt hab ich dort nichts. Ausser Heuchelei der Lehrpersonen (teilweise Nonnen und Vikare).
    Weitere Antworten anzeigen
  • PxlP 21.12.2019 22:44
    Highlight Highlight Super Sache.

    Und nein, Religionen haben weder Moral noch "Nächstenliebe" erfunden und noch viel weniger das Monopol darauf - haben diese in den letzten Jahrhunderten eher instrumentalisiert als voran gebracht.

    Ich war diesen Herbst im Vatikan - Perversion pur! Ich wurde vom Agnostiker zum Atheisten geläutert.
    • Silent_Revolution 21.12.2019 23:18
      Highlight Highlight Eigentlich sind wir doch alle Agnostiker, auch die Religionsanhänger. Wir können uns alle einreden, wir wüssten, was hinter unserer Existenz steckt, tun es trotzdem nicht.

      Aber wenn ich mit religiösen Spinnern diskutiere, dann werde ich auch zum Atheisten, das triggert die etwas mehr.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.12.2019 01:29
      Highlight Highlight Religion ist ja nur ein Begriff. Natürlich entstammen alle moralischen Vorstellungen, und da gibt es eine Vielzahl davon, wie auch alle Religionen, den Phantasien menschlicher Gehirne.
      Moral ist ein Ausdruck subjektiver Zustimmung. Ethik ist die Philosophie, die sich mit Moralvorstellungen befasst. Unter dem Strich werfen hier die meisten mit den Begriffen um sich, ohne wirklich zu wissen, was sie bedeuten und sie schliessen von ihrer "subjektiven Zustimmung" auf die "korrekte Moral". Und da wird's dann schon wieder irgendwie religiös.

      Welche Moral ist denn die Richtige? Deine? Meine?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.12.2019 01:34
      Highlight Highlight Eine Moral, die gelehrt wird, soll immer bestimmten Zwecken dienen. In der Regel kann man Moral auch mit Unterdrückung gleichsetzen. Die Religion verwendet da gerne den "lieben Gott", der "dich beobachtet und, falls du "Falsches" tust, bestraft". Um eine Handhabe zu haben, wurden irgendwann Gesetze geschaffen. Und mit jeder der Gesellschaft, den Reichen, den Obrigkeiten oder wem auch immer nachteiligen "Verfehlung", wurden die Gesetze verschärft. Die heutige Moral stützt sich weitestgehend auf Gesetzen. Wer stiehlt, wird bestraft. Wer tötet, wird bestraft.

      Das ist egentlich "Moral und Ethik".
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hummingbird 21.12.2019 22:43
    Highlight Highlight Ethik statt Religion sollte unterrichtet werden. Da aktuell der Religionsunterricht in der Unter- und Mittelstufe das einzige "Fach" ist, in welchem Ethik thematisiert wird, besuchen meine Kinder "halt" den Religionsunterricht.
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.12.2019 01:47
      Highlight Highlight "Die Ethik ist jener Teilbereich der Philosophie, der sich mit den Voraussetzungen und der Bewertung menschlichen Handelns befasst und ist das methodische Nachdenken über die Moral. Im Zentrum der Ethik steht das spezifisch moralische Handeln."

      Und da wird's kompliziert. Denn der Ethik zugrunde liegt die Moral. Moral ist wiederum die subjektive Zustimmung oder Ablehnung von Handlung - also moralisch gut oder schlecht. Welche Moral ist denn objektiv richtig? Die westliche Moralvorstellung? Welche genau? Oder ist der Buddhismus nicht doch moralischer? Sind die Kommunisten gar unmoralisch?
    • Antinatalist ⚠ Lockdown-Fan-Club 22.12.2019 01:52
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man den Schülern auch einfach geltendes Recht lehren. Das ist eigentlich die schriftlich festgehaltene Moral einer jeden Nation. Die weicht zwar ab, manchmal gibt es einen vermeintlich globalen Konsens, z.B. Menschenrechte,
      Diese Gesetze halten die Moral exakt fest: Da ist festgehalten, dass das erwerbsmässige Töten von Tieren moralisch in Ordnung ist, das erwerbsmässige Töten von Menschen dagegen nicht. Ja, ich verwende dieses unangenehme Beispiel, um aufzuzeigen, dass Ethik eben sehr subjektiv bzw. indoktriniert ist und nicht umsonst viel philosophischen Spielraum zulässt.
    • flausch 22.12.2019 02:14
      Highlight Highlight Sorry, aber "Religion" und "Ehtik" sind oftmals ganz und gar nicht vereinbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • aristocrat 21.12.2019 22:42
    Highlight Highlight Auch als Nicht-Gläubiger sollte man doch zumindest über die Grundzüge der Weltreligionen informiert sein. Sie haben unsere Kultur oder unsere Gesetze doch massgeblich geprägt.
    • Eiswalzer 21.12.2019 23:21
      Highlight Highlight Richtig. Aber dafür braucht es keinen zb katholischen Religionsunterricht, wie ich ihn selbst in den 1990ern noch hatte. Dort ging es nicht um Grundzüge der Weltreligionen (das wär eh fast eher ins Fach Geschichte gehörend), sondern darum, aus den Kindern „gute“ Katholiken zu machen. Das heisst es wurde gelehrt, was „richtig“ und „falsch“ ist nach Roms Gutdünken. Religionsunterricht wie es ihn bisher gab, ist in öffentlichen Schulen entbehrbar. Ohne Probleme
    • reactor 22.12.2019 09:28
      Highlight Highlight Dafür braucht es aber keinen Religionsunzerricht. So wie sie das Formulieren, geht das gehört das in Geschichte, Ethik und Sozialkunde.
    • schuelhuusgspängschtli 22.12.2019 11:04
      Highlight Highlight Einverstanden, dass sie unsere Kultur geprägt haben. Und auch die Gesetze, wenn du so argumentierst, dass unsere modernen, menschenachtenden Gesetze aus einer Gegenbewegung zur Religion entstanden sind. Die Werte die wir heute Leben und schätzen sind jedoch aufklärerischerer Natur und nicht christlicher.
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  • F_WT 21.12.2019 22:38
    Highlight Highlight Das gibt dann am Samstag vielleicht für Stamms Sektenblog was her...
  • Adualia 21.12.2019 22:36
    Highlight Highlight Man kann auch ein "Ethik" Fach haben anstelle von Religion, in Gegensatz dazu wäre das dann auch nicht so verlogen.
    Auf jeden Fall finde ich das eine guter Schritt, das Fach Religion hat an Schulen nichts verloren.
    • rolf.iller 22.12.2019 06:37
      Highlight Highlight Idealerweise wäre Religion Bestandteil des Fachs Geschichte.
    • Adualia 22.12.2019 15:31
      Highlight Highlight Da stimme ich zu, war wohl etwas ungeschickt formuliert.
      Ich beziehe mich auf den Religionauntericht welcher nur darauf abzielte, Kindern eine Hirnwäsche zu geben. Durfte auch immer viele Strofzgi machen weil ich alles kritisch hinterfragt habe und mich als nicht gläubig bezeichnete...
  • Fabio Haller 21.12.2019 22:35
    Highlight Highlight „Doch Schulen kämen an Themen wie Radikalisierung, Islamfeindlichkeit oder Antisemitismus nicht herum. Spätestens auf dem Pausenplatz würden sie davon wieder eingeholt.„

    Ich habe als Kind solche Themen erst recht nicht im Religionsunterricht gelernt. Religionsunterricht hat für mich noch nie etwas mit Bildung zu tun gehabt. Ist so wie wenn ich meine Kinder für den Fussball unterstützen möchte wenn sie dies gerne tun. Das gleiche dann bei der Religion, es ist freiwillig. Einen obligatorischen Bildungsauftrag sehe ich darin aber nicht.
  • Ich mein ja nur 21.12.2019 22:34
    Highlight Highlight Irgendeinmal wird man überrascht feststellen, dass vielen wesentliche Kompetenzen fehlen, um ein ganzheitliches und barmherziges Leben führen zu können. Diese egozentrische und eindimensional-rationalistische Lebenshaltung stösst ja schon heute an ihre Grenzen. Und viele Leute haben schon heute ein eingeschränktes Verständnis von Religion und Spiritualität.
    • supremewash 21.12.2019 23:22
      Highlight Highlight Und das trotz Religionsunterricht? Scheint ja demnach die gewünschte Wirkung zu verfehlen.
    • Electric Elefant 22.12.2019 00:57
      Highlight Highlight Toleranz und Barmherzigkeit kann man vermitteln ohne Religion!
      Zumal sich Toleranz und der Absolutheitsanspruch jeder Religion furchtbar schneiden. Aber Logik war wohl noch nie das Ding von Leuten die 'glauben'...
    • Locutus70 22.12.2019 03:16
      Highlight Highlight @Ich mein ja nur - da geb ich dir recht. Allerdings trenne ich Religion und Spiritualität.
      Und wer ein Leben im yogischen Sinne führt, führt ein ganzheitliches und barmherziges Leben. Dafür braucht es keine Religion.
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  • Smeyers 21.12.2019 22:32
    Highlight Highlight Eine schlechte Idee. Religion ist Teil der Grundkenntnisse für alle. Fällt dies weg ist es der Wegbereiter für Unkenntnis, Intoleranz und Sekten.
    • reactor 22.12.2019 10:25
      Highlight Highlight Nein, Aufklärung ohne Verbindung zu Mythen ist die einzig wirkliche Verhinderung von solchen Auswüchsen.
  • Chili5000 21.12.2019 22:31
    Highlight Highlight Endlich mal tolle news!
  • rolf.iller 21.12.2019 22:27
    Highlight Highlight Good news everyone!
  • Füdlifingerfritz 21.12.2019 22:24
    Highlight Highlight Vielfach ist Religionsunterricht eher Indoktrination denn Information. Daher vällig ok so. Man sollte sicher ein wenig über diese Märchen Bescheid wissen, da halt auch 2019 noch viele - warum auch immer - daran glauben... aber dafür brauchts kein eigenes Fach.
  • endell 21.12.2019 22:23
    Highlight Highlight Die Grundlagen der wichtigsten Weltreligionen gehören in den Geschichtsunterricht. Und das reicht dann auch schon. Vertiefte Religionskunde ist dann Privatsache und freiwillig...

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