Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Geri Mueller, links, verlaesst die Medienkonferenz am Dienstag, 19. August 2014, in Zuerich. Die Badener Stadtregierung hatte am Sonntagabend entschieden, dass der wegen Nackt-Selfies in die Schlagzeilen geratene Gruenen-Politiker seine Fuehrungs- und Repraesentativaufgaben als Stadtammann von Baden vorlaeufig abgeben muss. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Kommt es bei der Sitzung zum Showdown zwischen Geri Müller und dem Badener Stadtrat? Bild: KEYSTONE

Absurde Situation

Geri Müller leitet am Montag die Sitzung, an der seine Ressorts verteilt werden

Am Montag kommt es in der ersten Stadtratssitzung nach der Rückkehr von Stadtammann Geri Müller zu einer komischen Situation. Er leitet eine Sitzung, an der seine Ressorts neu verteilt werden. Es dürfte keine angenehme Situation sein.

Roman Huber / Aargauer Zeitung

Ein Artikel der

In einem Punkt ist man sich in der Stadt Baden einig: Man wünscht sich die Rückkehr zur politischen Normalität. Doch von Ruhe keine Spur. Dass das Zustandekommen des Stadtratsentscheides, Geri Müller als Stadtammann entmachten zu wollen, an die Öffentlichkeit gelangt ist, wirft neue Fragen auf. 

Dies, weil solche Entscheide geheim gehalten werden müssen. Den bürgerlichen Vertretern im Einwohnerrat, allen voran Vizeammann Markus Schneider, wird nun von links vorgeworfen, man hätte bewusst bekannt gegeben, dass die beiden SP-Stadträtinnen Regula Dell’Anno und Daniela Berger gegen Geri Müller gestimmt hätten, und zwar zum Schaden der nichtbürgerlichen Seite. Die Umschreibung «klare Mehrheit» liess denn auch fast keine anderen Schlüsse zu. 

Gesamter Stadtrat unter Beschuss

Der Stadtrat muss sich überdies dem Vorwurf aussetzen, mit seinem Entscheid das Kollegialitätsprinzip verletzt zu haben. Zu diesem Schluss gelangte auch der Politologe Daniel Kübler in der az. 

Im Stadthaus schweigt man sich darüber aus, wie es zu diesem Antrag gekommen ist, Müller die Ressorts wegzunehmen und ihn zum Rücktritt aufzufordern. Dass dazu die gesetzliche Grundlage fehle, erklärte auch Kübler. 

Ob es an der Stadtratssitzung am Montag – der ersten mit Geri Müller seit Erscheinen des denkwürdigen Artikels in der «Schweiz am Sonntag» – zu einem Machtkampf oder gar zum Showdown zwischen Müller und dem Kollegium kommt, ist nicht auszuschliessen. Dass der Stadtrat dem Stadtammann wieder das Vertrauen aussprechen wird, gilt als eher unwahrscheinlich. 

Im Stadthaus versucht man der Sache und ihrem weiteren Verlauf gelassen entgegen zu sehen. Die Geschäfte sind aus den Ressorts eingereicht worden. 

«Der Stadtammann wird den Vorsitz haben und die Sitzung leiten.»

Der Sitzungsablauf werde von Stadtammann Geri Müller, dem Verwaltungsleiter (Patrick Schärer) und dem Stadtschreiber (Heinz Kubli) vorbesprochen, erklärt Kommunikationschefin Jacqueline Keller. Und sie fügt gleich an: «Der Stadtammann wird den Vorsitz haben und die Sitzung leiten.» 

Die Hierarchien zeigen auf, dass auch nach seiner Entmachtung die Zügel letztlich in der Hand von Geri Müller bleiben. Der Stadtschreiber ist zwar gegenüber dem Gesamtstadtrat verpflichtet, jedoch dem Verwaltungsleiter und dieser dem Stadtammann unterstellt. 

Wie absurd die Situation allerdings ist, zeigt erst dies: Die Ressorts des Stadtammanns, die interimistisch an den Vizeammann delegiert worden ist, müssen nun – höchstwahrscheinlich an Geri Müller vorbei – im Stadtrat neu verteilt werden. 



Das könnte dich auch interessieren:

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

8
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Muster 09.09.2014 16:33
    Highlight Highlight es ist traurig, dass alle bürgerlichen Politiker und Journalisten, die das Eigentum und das Private immer über das Gemeinwohl stellen wollen, sämtlichen Respekt vor verfassungsmässigen und gesetzlich garantierten Rechten ablegen und ohne Hemmungen Recht und Gesetze brechen, wenn sie einem "ungeliebten politischen Gegner" persönlich zerstören können. Es ist Geri Müller hoch anzurechnen, dass er diesen demokratischen Ungeheuerlichkeiten die Stirn bietet. Und Roger Köppel, dass er seinen Prinzipien treu bleibt, auch wenn sie für einen Grün-Linken gelten sollen. Chapeau meine Herren
  • papparazzi 05.09.2014 11:00
    Highlight Highlight Vielleicht sagt er auch einfach "sexgüsi" und tritt endlich zurück?
    • stiberium 05.09.2014 12:07
      Highlight Highlight Er wurde doch gewählt bis 2017?! Es lebe die Demokratie!
    • papparazzi 05.09.2014 17:03
      Highlight Highlight Aber ein "sexgüsi" genügt auch bei der Demokratie nicht mehr!
  • Ben 05.09.2014 09:30
    Highlight Highlight Normal wäre, wenn Geri endlich zurücktreten würde, Baden zuliebe -
    so ist Baden eine Lachnummer!
  • stiberium 05.09.2014 08:29
    Highlight Highlight Zurück zur politischen Normalität will man in Baden. Wieso tun sies dann nicht einfach?!
    • kettcar #lina4weindoch 05.09.2014 11:03
      Highlight Highlight weil einer sein schnäbi fotografiert hat. das erschüttert die welt in ihren grundfesten...
    • Flaco 06.09.2014 19:00
      Highlight Highlight Also wirklich, es geht doch nicht um ein Schnäbifoto sondern darum das Hr. G. Müller dies während der Arbeitszeit, an seinem Arbeitsplatz (öffentlicher Raum) und mit der Ausrüstung (PC, Handy, Internetanschluss, etc.) gemacht die ihm im Vertrauen zur Verfügung gestellt wurde.
      Und all das bezahlt der Baderner Steuerzahler.
      Da gibt es doch nur Eins:
      Hr. G. Müller, gehen Sie doch endlich!!!

Bundesrat will vorläufig Aufgenommenen Auslandsreisen verbieten

Der Bundesrat will vorläufig aufgenommenen Personen den Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtern. Neu sollen sie den Kanton wechseln können, wenn sie in einem anderen Kanton eine Stelle haben. Ins Ausland reisen sollen sie nicht mehr dürfen.

Der Bundesrat hat am Mittwoch die Vernehmlassung zu Änderungen des Ausländer- und Integrationsgesetzes in die Vernehmlassung geschickt. Mit manchen davon setzt er Aufträge aus dem Parlament um. So sollen die Reiseverbote verschärft werden.

Der Bundesrat will …

Artikel lesen
Link zum Artikel