DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Nach Rechtsrutsch: SP-Fraktionschef Nordmann zielt auf Mittewähler 

04.07.2016, 05:1104.07.2016, 06:56
Denker und Lenker bei der SP: Christan Levrat (links) und Roger Nordmann.<br data-editable="remove">
Denker und Lenker bei der SP: Christan Levrat (links) und Roger Nordmann.
Bild: KEYSTONE

CVP und FDP sind seit den Wahlen nach Einschätzung von SP-Fraktionschef Roger Nordmann spürbar nach rechts gerückt. Darin sieht der Waadtländer eine Chance, Wähler in der Mitte für die Sozialdemokraten zu gewinnen.

Die CVP sei unter ihrem neuen Präsidenten Gerhard Pfister näher zur SVP gerückt, die FDP ihrerseits habe «die Mittewähler aufgegeben», sagte der Nationalrat in einem Interview, das am Montag in der «Berner Zeitung» und im «Landbote» erschien. Damit tut sich seiner Meinung eine Bresche auf, in die die SP springen kann.

«Wir verteidigen den Service public, der Mittewählern am Herzen liegt. Moderate Wählerinnen und Wähler schätzen sicher auch, dass wir vernünftige Kompromisse mitgestalten und mittragen, so wie kürzlich beim Asylgesetz», sagte Nordmann.

Auch wenn viele Arbeiter mittlerweile die SVP wählen, verneint Nordmann, dass sich die SP neu erfinden müsse. Doch ihre Ausrichtung müsse sie überdenken, vor allem im Ton: «Ich stelle fest, dass es oft eher die Sprache oder Ausdrücke sind, die abschrecken, als der Inhalt.» Manchmal schrecke die SP «mit Provokationen unnötig Mittewähler ab, die bei Abstimmungen meist auf unserer Seite sind.»

Hat die SP mit ihrem bisherigen Kurs das Potential, Mittewähler zu erreichen?

Nach seiner Meinung muss die SP in Zukunft ihre Position besser erklären und sich überlegen, wie sie eine breitere Wählerschaft ansprechen können.

Der 43-jährige Nordmann übernahm nach den Wahlen im vergangenen Herbst den Posten als Fraktionschef der SP. (cma/sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Kantone: Uri sagt Nein zu Stimmrechtsalter 16 ++ Klimaschutzartikel in Bern angenommen

In Uri dürfen 16- und 17-Jährige auch künftig nicht an die Urne. Das Stimmvolk hat sich am Sonntag überraschend deutlich gegen die Senkung des Stimmrechtsalters ausgesprochen – zum zweiten Mal seit 2009. Glarus bleibt damit der einzige Kanton mit Stimmrechtsalter 16.

Die nötige Verfassungsänderung für das Stimmrechtsalter 16 lehnten die Urnerinnen und Urner mit einem Nein-Stimmenanteil von 68,4 Prozent (8753 Nein zu 4040 Ja) ab. Die Stimmbeteiligung lag bei 48,9 Prozent, wie die Standeskanzlei …

Artikel lesen
Link zum Artikel