Schweiz
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GFS Trendumfrage Abstimmung

Die Ergebnisse im Überblick.
bild: gfs bern

Abstimmungstrends: Ja zur Asylgesetz-Revision und Service-public-Initiative 

Das gfs Bern hat die erste Trendumfrage zu den Abstimmungen vom 5. Juni publiziert. Würde heute abgestimmt, würden die Asylgesetz-Revision und Service-public-Initiative klar angenommen. Grundeinkommen und «Milchkuh-Initiative» hingegen hätten wenig Chancen. Doch noch ist alles offen. Das sind die Trends im Überblick.



Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen

ZUR MELDUNG, DASS DIE GRUPPIERUNG „GENERATION GRUNDEINKOMMEN“ KEINEN KAEUFER FUER DIE ACHT MILLIONEN FUENFRAEPPLER GEFUNDEN HAT, STELLEN WIR IHNEN AM SAMSTAG, 26. JULI 2014, FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG -   Ein Lastwagen kippt eine Ladung von 8 Millionen 5-Rappen-Stuecken im Wert von 400'000 Schweizer Franken und mit einem Gewicht von 15 Tonnen auf den Bundesplatz, am Freitag, 4. Oktober 2013, in Bern. Diese Aktion fand anlaesslich der Unterschriftenuebergabe der Initiative

Keine Initiative erhält so viel Aufmerksamkeit wie die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen. Eine Chance hat die Vorlage dennoch kaum. Bild: KEYSTONE

Der Trend: Aktuell würden 72 Prozent der Abstimmenden bestimmt oder eher die Initiative für ein bedingungsloses Grundeinkommen ablehnen. 24 Prozent wären dafür. Zu erwarten sei, dass der Nein-Anteil noch wächst, heisst es in der gfs-Umfrage.

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Die Meinungsbildung: Das gfs schätzt die Meinungsbildung der Befragten als fortgeschritten ein. 65 Prozent hätten eine dezidierte Stimmabsicht, 31 Prozent tendieren zu einem Ja oder Nein, nur 4 Prozent sind unentschlossen.

Die populärsten Argumente: Populärstes Nein-Argument ist die Finanzierung: 73 Prozent der Teilnahmewilligen finden, bei einem Grundeinkommen bestehe kein Anreiz mehr zu arbeiten, fast gleich viel halten das Grundeinkommen für nicht finanzierbar. Das wichtigste JA-Argument ist die Förderung von unentgeltlicher Arbeit.

«Milchkuh-Initiative»

Members of an initiative committee for 'fair traffic financing' (Milchkuh-Initiative) Auto-Schweiz Director Andreas Burgener (R) and ASTAG President Adrian Amstutz (2R) deliver boxes with more than 100,000 signatures at the Federal Chancellery in Bern March 10, 2014.    REUTERS/Ruben Sprich (SWITZERLAND - Tags: POLITICS)

Den Milchkuh-Initianten: Lachen sie auch am 5. Juni?
Bild: RUBEN SPRICH/REUTERS

Der Trend: Aktuell würden 42 Prozent bestimmt oder eher für die Volksinitiative für eine faire Verkehrsfinanzierung stimmen. 47 Prozent wären bestimmt oder eher dagegen. Die Nein-Seite startet also mit einem Punktevorsprung in den Hauptabstimmungskampf.

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Die Meinungsbildung: Knapp die Hälfte der Befragten hat eine bestimmte Stimmabsicht. Unentschieden sind 11 Prozent. Die Meinungsbildung sei damit mittelmässig fortgeschritten, schreibt das gfs. Das Nein sei aber etwas wahrscheinlicher als das Ja.

Die populärsten Argumente: Strassen seien wichtig für die Wirtschaft, sagen die Befürworter, und überzeugen damit die meisten Ja-Sager. 60 Prozent unterstützen das Argument der Initiativgegner, es sei falsch, Anreize, die den Strassenverkehr begünstigen, zu schaffen.

Asylgesetz-Revision

Die Nationalraete Beat Flach, GLP-AG, Daniela Schneeberger, FDP-BL, Regula Rytz, Gruene-BE, Marco Romano, CVP-TI, Bernhard Guhl, BDP-AG, Marianne Streiff, EVP-BE und Cesla Amarelle, SP-VD, von links nach rechts, vom ueberparteilichen Komitee sprechen an einer Medienkonferenz

«Schnell und gerecht» – der Slogan der Befürworter.
Bild: KEYSTONE

Der Trend: Aktuell würden 59 Prozent der Stimmberechtigten bestimmt oder eher für die laufende Asylgesetzrevision gestimmt. 30 Prozent wären dagegen. Im Normalfall resultiere ein Ja aus dieser Abstimmung, schreibt das gfs.

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Die Meinungsbildung: 47 Prozent haben eine feste Stimmabsicht; sie sind entweder bestimmt dafür oder bestimmt dagegen. Unter ihnen überwiegt die Zustimmung klar. Unschlüssig sind 11 Prozent. Die Meinungsbildung sei damit mässig fortgeschritten, schreibt das gfs. Noch kann also viel passieren.

Die populärsten Argumente: Das populärste Ja-Argument ist die Beschleunigung der Asylentscheide. Bei den Nein-Argumenten überwiegt die Möglichkeit von Enteignungen. 70 Prozent der Stimmberechtigten kritisieren dies. 

«Pro Service public»

Plakate des Initiativkomitees 'Pro Service Public' stehen im Medienzentrum des Bundeshauses, am Freitag, 15. April 2016, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Plakate des Initiativ-Komitees «Pro Service Public»
Bild: KEYSTONE

Der Trend: Aktuell würden 58 Prozent der Abstimmenden bestimmt oder eher für die Volksinitiative stimmen. 26 Prozent wären bestimmt oder eher dagegen. Die Ja-Seite hat also massiven Vorsprung. Die Zustimmungsbereitschaft werde sich aber wohl noch abbauen, schreibt das gfs.

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Die Meinungsbildung: 41 Prozent haben eine dezidierte Stimmabsicht. Unter ihnen führt die Ja-Seite. Unentschieden sind 16 Prozent. Die Meinungsbildung zur Initiative sei damit zwar positiv, schreibt das gfs, jedoch nur tief bis mittel ausgeprägt. Noch sei deshalb alles offen.

Die populärsten Argumente: Am meisten zieht die Kritik am Verdienst der Manager: 70 Prozent sind der Meinung, ein höherer Lohn als der von Bundesräten sei stossend. 82 Prozent folgen den Gegnern, die finden, die Grundversorgung funktioniere in der Schweiz gut.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 01.05.2016 11:22
    Highlight Highlight
    JA zur Initiative „Pro Service public“

    Die Gewinne von Bundesunternehmen mit einem gesetzlichen Grundversorgungsauftrag als auch von Unternehmen, die der Bund direkt oder indirekt kontrolliert, müssen in diese Unternehmen reinvestiert werden und damit den Kunden zugute kommen und nicht der allgemeinen Bundeskasse abgeliefert werden.

    Es gibt Löhne ausserhalb jeden Anstandes. Diese haben weder mit der Leistung noch mit der Verantwortung etwas zu tun. Diese Feudalisierung der Wirtschaft muss bekämpft werden, insbesondere in den öffentlichen oder öffentlich kontrollierten Unternehmungen.


  • Andreas M. Moser 30.04.2016 12:40
    Highlight Highlight Das neue Asylgesetz basiert auf zwei berichtigten Forderungen der SVP 1. Kürzere Verfahren & 2. Grössere Asylzentren. Es wurde im Parlament von rechts (BDP & FDP) über die Mitte (CVP & Grünliberale) bis links (SP & Grüne) als ein Kompromiss ausgehandelt. Für diesem gutschweizerischen Kompromiss stimme ich am 5.Juni "JA".
  • Froggr 29.04.2016 20:00
    Highlight Highlight Die Abstimmung zum Asylgesetz wird sauknapp! Da bin ich mir sicher. Nach Sommarugas "ausrutscher" wird der Nein-anteil grösser werden. Vielleicht schaffen wir es sogar noch ein Nein.
    • Fabio74 29.04.2016 21:01
      Highlight Highlight und was dann? Dauernd nach schnelleren Verfahren, grösseren Zentren schreien, dann stimmt das Volk mit über 70% zu. Kaum wird das Gesetz dazu gemacht, kommen die Schreihälse von rechts und bekämpfen alles wieder...typische Verhinderer Partei
    • Froggr 01.05.2016 09:26
      Highlight Highlight Wenn es tatsächlich schneller gehen würde, wären glaube ich, alle dafür. Aber nur schon, dass die SP mit der Sommaruga dafür ist macht mich etwas misstrauisch. Die bringen ja nie etwas auf die Beine. Warum sollte also genau das klappen?
  • bernhardmat 29.04.2016 19:12
    Highlight Highlight Gemäss BfS beträgt die monatliche AHV-Rente durchschnittlich CHF 2023.-.
    Für das Grundeinkommen sind pro Monat CHF 2500.- vorgeschlagen.
    Wollen die schweizer Rentner wirklich auf diese CHF 477.- pro Monat verzichten?
    • Vosi 29.04.2016 20:22
      Highlight Highlight Die meisten haben neben der AHV noch eine PK. Falls sie nur eine AHV haben, gibt es in den meisten Fällen dann noch die EL. Ausser man hat zu viel Vermögen.
  • User01 29.04.2016 18:28
    Highlight Highlight Wtf, Service Public mehr als 5% Ja-Anteil?!
  • indubioproreto 29.04.2016 18:15
    Highlight Highlight Wow, egal ob man das Anliegen gut findet oder nicht, solche Zustimmungswerte für die Service Public Initiative sind doch überraschend. Vor allem wenn man bedenkt dass keine Partei und nicht ein einziger (!) Parlamentarier das Anliegen unterstützt.
    • goschi 29.04.2016 19:52
      Highlight Highlight der name der Initiative ist hier wohl in dieser früher meinungsbildungsphase ausschlaggebend (und bewusst irreführend)
      Denn mehr und guten Service Public wollen viele, nur das will die Initiative eigentlich gar nicht.

      Kommt schon noch, da bin ich guter Dinge.
  • imo 29.04.2016 18:06
    Highlight Highlight Und wie siehts bei den wichtigen Vorlagen aus? Also die VOLLGELDINITIATIVE und das REFERENDUM ZUM NACHRICHTENDIENSTGESETZ?
    Ich hab den Verdacht ihr wollt dem Volk gar nicht erklären wie unser Finanzsystem funktioniert!
    http://www.vollgeld-initiative.ch
    • goschi 29.04.2016 19:54
      Highlight Highlight Ja, eine Verschwörung der LÜGENPRESSE!!!!

      Mehr GROSS = MEHR BESSER!!!!


      Vielleicht liegt es auch nur daran, dass beides agr nicht am 5. Juni zur Abstimmung vorliegt, sondern an späteren Terminen? *Kopfkratz*

      NEIN ES IST EINE VERSCHWÖRUNG, GANZ BESTIMMT!!!!
  • Andre Schmid 29.04.2016 17:22
    Highlight Highlight Hoffentlich stimmen diese Umfragen nicht... Denn dann müsste ich sagen,,, wie saublöd ist denn das CH Volk
    • Daniel Caduff 29.04.2016 17:52
      Highlight Highlight Das bedingungslose Grundeinkommen hätte wirklich einen grösseren JA-Anteil verdient.
    • mortiferus 29.04.2016 18:01
      Highlight Highlight Wie recht Du hast. Ich dagegen wär viel gescheiter! Ich biete mich hier schon länger, regelmässig als König, Diktator oder Ultimo Leader an. Ich würde einfach alles viel besser machen, so einfach geht das. Doch ich glaube das dumme Volk ist sogar zu blöd um mich zum König zu machen. Selber schuld, lange bitte ich mich nicht mehr an. Dann kacken sie wirklich ab. Sicher!
    • Wolfsblut 29.04.2016 18:12
      Highlight Highlight I d'Hose, Watson-Redaktion! 🙏
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