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SVP - Nationalrat Roger Koeppel an einer Medienkonferenz in Wallisellen am Donnerstag, 24. Oktober 2019.(KEYSTONE/Walter Bieri)

Roger Köppel teilt die Ansichten zur Personenfreizügigkeit von Peter Spuhler nicht. Bild: KEYSTONE

Köppel geht auf Peter Spuhler los: «Milliardär, der seine Schäfchen im Trockenen hat»



Peter Spuhler, ehemaliger SVP-Nationalrat und Chef von Stadler Rail, warnte in einem Interview mit CH Media vor der Begrenzungsinitiative der SVP. Diese würde, sofern mit der Europäischen Union kein Deal zustande kommt, innert 12 Monaten zur Kündigung der Personenfreizügigkeit führen. Dazu sagt Spuhler:

«Die Initiative ist ein Frontalangriff nicht nur auf die Personenfreizügigkeit, sondern auf die Bilateralen insgesamt.»

Zur Frage, wie wichtig für Stadler Rail die Personenfreizügigkeit sei, was das Besetzen von offenen Stellen angehe, führt Spuhler aus:

«Sie ist wichtig, aber lassen Sie mich zuerst etwas Grundsätzliches sagen: Wir müssen die Befürchtungen der Globalisierungsverlierer ernst nehmen. Es ist nicht nachhaltig, wenn die Schweizer Bevölkerung jedes Jahr durch Zuwanderung um 1 Prozent oder 80'000 Personen wächst. Das müssen wir lösen.»

Gemäss Peter Spuhler seien mit dem Wegfall der Freizügigkeit die ganzen Bilateralen I in Gefahr, deshalb erachte er die Begrenzungsinitiative der SVP als extrem. Sie sei gefährlich für den Wirtschaftsstandort Schweiz, es sei für ihn zudem nicht nachvollziehbar, warum die SVP auf diese Initiative setze. Als Unternehmer müsse und werde er sich dagegen wehren. Das Problem der übermässigen Zuwanderung müsse gelöst werden, aber «bitte nicht auf extreme Art».

Nun greift der Zürcher SVP-Nationalrat Roger Köppel Spuhler frontal an. Auf Twitter schreibt der Weltwoche-Chef:

«Eigeninteresse vor Landesinteresse. Für den Milliardär, der seine Schäfchen im Trockenen hat, sind alle, die eine masslose Zuwanderung begrenzen wollen, ‹Globalisierungsverlierer›. Könnte es sein, dass sie einfach nur vernünftig sind?»

Peter Spuhler schlug der SVP vor der Lancierung der Begrenzungsinitiative vor, einseitige Kontingente zu beschliessen. Abhängig von der Höhe der Arbeitslosigkeit oder negativem Wirtschaftswachstum.

Solche und ähnliche Vorschläge gehen der SVP zu wenig weit. Zum ganzen Interview geht's hier:

(rst)

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