Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweiz blockiert 200 Millionen Franken von Saddams Ex-Finanzchef

Europäischer Gerichtshof: Fall von irakischen Geldern wird neu behandelt



Die Grosse Kammer des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrecht (EGMR) hat sich am Mittwoch mit dem Fall der in der Schweiz beschlagnahmten irakischen Geldern befasst. Das Urteil wird in einigen Monaten erwartet.

Die Schweiz war im November 2013 vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte wegen der Beschlagnahmung verurteilt worden. Das Gericht hatte die Beschwerde eines Irakers und einer Gesellschaft gutgeheissen.

Die Richter in Strassburg kamen in ihrem Urteil zum Schluss, dass die Schweiz das Recht auf eine wirksame gerichtliche Prüfung verletzt und damit gegen Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verstossen habe.

Die Schweiz hatte Gelder des Irakers und der Gesellschaft eingefroren, ohne die Möglichkeit einer richterlichen Überprüfung dieser Massnahme zuzulassen.

Die Schweiz zog den Fall an die Grosse Kammer des EGMR weiter. Das Bundesgericht wies in seinen diesbezüglichen Urteilen darauf hin, dass ihm die Hände gebunden seien. Die Liste des Sanktionen-Komitees sei verbindlich. Für eine Prüfung durch die Schweiz bestehe kein Platz.

Saddams Finanzchef

Der betroffene Iraker lebt heute in Jordanien. Er war der Finanzchef des Irakischen Geheimdienstes zur Zeit von Saddam Hussein gewesen.

Im Rahmen dieses Falles seien in der Schweiz rund 200 Millionen Franken blockiert worden, sagte der Mediensprecher des Bundesamtes für Justiz, Folco Galli, gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Grundlage dafür bildet eine Resolution des UNO-Sicherheitsrates, die nach dem Einmarsch irakischer Truppen in Kuwait 1990 verabschiedet wurde. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

Warum wir dringend über den indirekten Impfzwang reden müssen

Bis zum Sommer sollen alle Impfwilligen ihre Dosis erhalten haben. Doch die Frage nach dem indirekten Impfzwang darf nicht erst dann diskutiert werden.

Die Schweiz steht mit der Impfung zwar noch ganz am Anfang. Gemäss den Experten des Bundes sollten aber bis zum Sommer alle Impfwilligen ihre Dosen erhalten haben.

Gemäss einer repräsentativen Umfrage des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) gehören zu den Impfwilligen rund 49 Prozent der Schweizer Bevölkerung. 25 Prozent wollen sich gar nicht impfen lassen, 26 Prozent sind noch unschlüssig.

Obwohl noch gar nicht klar ist, wie sich das unschlüssige Viertel entscheiden wird, wird den Impfskeptikern …

Artikel lesen
Link zum Artikel