Schweiz
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Nationalrat stimmt Flugticketabgabe zu



Der Wind hat gedreht: Nun ist auch der Nationalrat für eine Flugticketabgabe. (Archivbild)

Bild: KEYSTONE

Der Nationalrat stimmt der Einführung einer Flugticketabgabe zu. Er hat am Donnerstag eine Motion mit dieser Forderung mit 112 zu 61 Stimmen bei 10 Enthaltungen angenommen. Im Zusammenhang mit dem CO2-Gesetz hatte er eine CO2-Abgabe letzten Dezember noch abgelehnt.

Die Motion stammt vom Berner GLP-Nationalrat Jürg Grossen. Es werde geflogen, als gäbe es kein Morgen, sagte er. Verantwortlich dafür seien unter anderem die tiefen Preise. «Die Zeit ist reif für mehr Kostenwahrheit im Klimabereich», sagte Grossen.

Er verlangt eine Abgabe, Gebühr oder Lenkungsabgabe in der Zivilluftfahrt, welche den Klimaauswirkungen Rechnung trägt und die Folgekosten den Fluggästen überträgt. Das eingenommene Geld soll für Massnahmen für den Klimaschutz im Flugverkehr und für andere Umweltmassnahmen eingesetzt werden.

Umweltministerin Simonetta Sommaruga plädierte dafür, die Diskussion zum CO2-Gesetz abzuwarten. Der Nationalrat hatte in diesem Rahmen eine Flugticketabgabe in der letzten Wintersession mit 93 zu 88 Stimmen bei 8 Enthaltungen abgelehnt. Die CVP war damals gespalten, FDP und SVP sprachen sich dagegen aus.

Die Umweltkommission des Ständerats beantragt nun jedoch eine Flugticketabgabe zwischen 30 und 120 Franken. Differenziert werden soll diese nach Klasse und Reisedistanz. Das CO2-Gesetz steht am kommenden Montag auf der Traktandenliste des Ständerats. Stimmen beide Räte zu, dürfte sich Grossens Motion erübrigen. (dfr/sda)

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156 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
Scaros_2
19.09.2019 13:09registriert June 2015
Wir sollten Wetten, ob nach der Einführung dieser, das Fliegen abnehmen wird oder nicht - oder stagniert.
Ich sage - das juckt keinen und man wird weiterhin fliegen
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Ksk7
19.09.2019 13:16registriert April 2018
Die kleinen Bürger zahlen weiter munter für Vergehen grosser Firmen.
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Militia
19.09.2019 13:15registriert October 2018
Deshalb wire kein einziger Mensch weniger fliegen. Es handelt sich also de facto um eine versteckte Steuer. Wer wundert sich da noch, dass die Inflation die Kaufkraftsteigerung wegfrisst. Aber Hauptsache der Bund kann eine positive Bilanz vorweisen, dann scheint ja alles in Ordnung zu sein.
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