Schweiz
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schawinski, blocher

Roger Schawinski bittet Christoph Blocher zum Gespräch. 

Nazis, Gauner, wilde Komitees: So klingt es, wenn Blocher auf Schawinski trifft

Nach der grossen SVP-Wahlschlappe im Kanton Zürich lädt Roger Schawinski den Alt-Bundesrat Christoph Blocher in seine SRF-Sendung ein. Eine Kombination, die immer funktioniert. 



Es war nicht das erste Mal, dass Alt-Bundesrat Christoph Blocher von Roger Schawinski zum Duell gefordert wurde. Die beiden begleiten sich schon während ihrer gesamten Karriere. 

Doch weit gefehlt, wer denkt, den beiden seien über all die Jahre die Diskussionsthemen ausgegangen. Trifft ein exzellenter Rhetoriker wie Blocher auf einen leidenschaftlichen Provokateur wie Schawinski, so ist eine spannende Unterhaltung schon fast eine Garantie. 

Der Einstieg

Schon der Einstieg macht dies deutlich. Wie immer in seiner Sendung fragt Schawinski seinen Gast zu Beginn: «Wer sind Sie?» Er will, dass sich sein Gegenüber mit den eigenen Worten beschreibt. 

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Video: streamable

Blocher kennt das Spiel. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, Schawinski etwas in den Senkel zu stellen. «Sie wissen doch, wer ich bin. Schliesslich haben Sie mich doch eingeladen», sagt er – und das Vergnügen über den Streich ist ihm anzusehen. 

Blochers Tonalität

Mehrmals thematisiert Schawinski Blochers aggressive Tonalität, die über die Jahre nicht abgenommen habe, sondern sogar noch angriffiger geworden sei. Das sei vor allem jetzt spürbar, wo es um die wohl letzte grosse Schlacht von Blocher, dem institutionellen Rahmenabkommen, gehe. 

Schawinski provoziert Blocher mit der Frage, ob er denn Angst habe, dass er nicht mehr gehört werde, nicht einmal mehr von der eigenen Partei. 

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Da wird Blocher ganz ernst. «Wissen Sie, es gibt Momente, da müssen Sie die Wahrheit sagen.» Aber er, Schawinski, er verstehe das halt nicht. Er gehöre schliesslich ja auch zu der anderen Seite.

Das «Gaunersyndikat»

Blocher benutzt Begriffe wie «Gaunersyndikat», um die drei Staatsgewalten in der Schweiz zu kritisieren. Doch er habe da, bei diesen Gaunern, jahrelang selbst mitgemacht, wirft ihm Schawinski vor: «Nämlich als Nationalrat – und noch schlimmer – als Bundesrat

Er fragt: Wenn es so schlimm ist, und alle solche Gauner seien, dann müsse Blocher ja nicht mitmachen. Doch natürlich müsse er das und habe das als Bundesrat gemusst, wirft Blocher ein. Es sei eben wichtig, um Gegensteuer zu geben. 

Der Nazi-Vergleich

An Fahrt nimmt die Diskussion auf, als Schawinski macht, was er am besten kann: Seinen Diskussionspartner mit einem Vorwurf herauszufordern.

Er sagt: «Herr Blocher, Sie machen Nazi-Vergleiche. Und es ist nie gut, Nazi-Vergleiche zu machen.» So habe Blocher über Bundesrat Ignazio Cassis in der «Sonntagszeitung» gesagt, dass wenn es 1939 einen solchen Bundesrat gegeben hätte, sich die Schweiz rasch dem dritten Reich angeschlossen hätte. 

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Video: streamable

Das lässt Blocher für einen Moment in seiner Argumentationslinie taumeln. Er versucht, den Angriff mit einem Gegenangriff abzuwehren und beschuldigt Schawinski, er sei es, der die SVP während Jahren mit Nazis verglichen habe. Das will Schawinski aber nicht auf sich sitzen lassen. Er reagiert gereizt und ruft aus: «Noch nie habe ich das gemacht!»

Die SVP als Verliererin

Dass die SVP am vergangenen Wochenende in weiten Teilen des Kantons Zürich an Stimmen verloren hatte, spielte Schawinski in die Hände, es bot eine Angriffsfläche. Er fragte: «Warum? Warum erleidet die SVP eine solche Niederlage?»

Für Blocher sei das Ergebnis der jüngsten Wahlresultate nicht ganz unerwartet. Nach den Siegen der vergangen Jahren, insbesondere als die SVP 2015 die stärkste Partei im Land war, habe sie den Grosserfolg nicht vertragen. «Viele Sektionen sind fast eingeschlafen, die kantonale Partei läuft nicht mehr so, wie sie sollte», so Blocher. 

Es gäbe viele in der Partei, die bequem geworden seien: «Die wollen nur ein Kaderjöbli und dann Karriere machen.» Blocher selbst habe immer gesagt: Wer Politik machen wolle, müsse dies aus dem Antrieb heraus tun, zu schauen, dass es der Schweiz gut gehe. Für ihn sei die Niederlage auch ein Weckruf. Jetzt müsse man intern über die Bücher gehen.

Die «wilden Komitees»

Vielleicht ist es, wie Blocher sagt, und die kürzliche SVP-Wahlschlappe liegt an der Bequemlichkeit, die sich innerhalb der Partei breit gemacht hat. Vielleicht aber hat es die SVP auch ganz einfach verpasst, auf aktuelle Entwicklungen zu reagieren. Das zeigt der nächste Diskussionspunkt. 

Schawinski erwähnt die neu gebildeten Komitees, die Organisationen, die sich in den letzten Jahren gebildet haben, um gegen die SVP anzutreten. Die Operation Libero etwa, die erfolgreich die Durchsetzungsinitiative bekämpft hat, oder die vielen kleinen Gruppen, die sich gegen die No-Billag-Initiative stark gemacht hatten. Schawinski meint: «Die Zivilgesellschaft hat sich organisiert.» 

Und Blocher? Nun er kann mit diesen neuen – wie heissen sie noch alle? – «wilden Komitees» nicht viel anfangen. Er erinnert sich auch nicht mehr an den Namen seiner Kontrahentin während der Durchsetzungsinitiative.

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Video: streamable

Es scheint, als wären diese neuen zivilgesellschaftlichen Bewegungen für Blocher etwas Diffuses, gar schon Dubioses. Die Operation Libero könne sich jetzt fünf fest angestellte Mitarbeiter leisten, sagt er in verschworenem Ton.
Über Crowdfunding, sagt Schawinski.
Finanziert von der Economiesuisse, sagt Blocher.

Zuletzt aber gesteht Blocher ein, dass man sich diese Veränderungen gut anschauen müsse. Er sagt: «Offenbar fehlt vermehrt das Vertrauen in die grossen Parteien.» Das müsse geändert werden.

Damit kann davon ausgegangen werden, dass Blocher der Politik noch einige Jahre erhalten bleibt. 

Roger Schawinski, der Provokateur aus Leidenschaft:

Blochers erste Begegnung mit Siri

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Video: watson

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55Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 17.04.2018 19:14
    Highlight Highlight Für mich gilt: Eigentum ist Diebstahl.

    Darum gilt für mich: Was Herr Blocher und Herr Schawinski miteinander diskutieren, ist nur Blablabla.

    Das heisst: Blocher und Schawinski kommen eigentlich gut miteinander aus. Ihre Diskussionen sind nur grosses Kino, mehr nicht.
    0 1 Melden
  • go for it 17.04.2018 12:34
    Highlight Highlight "Exzellenter Rhetoriker". Hust.
    5 6 Melden
  • MachoMan 17.04.2018 11:41
    Highlight Highlight
    Vor ein paar Jahren war Blocher gegen das Frauenstimmrecht, nun soll seine Tochter die Schweiz retten.
    Guter Hütchenspieler, dieser Mann.
    20 8 Melden
  • mogad 17.04.2018 10:32
    Highlight Highlight Wie ABR Blocher gegen die staatlichen Institutionen schimpft! Das ist das Gefährlichste an der SVP - dieser Hang zum Ultraliberalismus, sprich Anarchokapitalismus, zum Minimal- bis Null-Staat. Keine gesetzliche Regelung des Privateigentums, freie Selbstbestimmung. Diese totale "Freiheit" würde sich auf Dauer nicht auf die Oekologie beschränken, bald würde der "Schwächere" wieder zum Leibeigenen, zum rechtlosen, geschundenen Knecht.
    46 10 Melden
  • Gubbe 17.04.2018 08:55
    Highlight Highlight Wieviel Kaffee muss der Herr Schawinski intus haben, um immer so aggressiv zu wirken. Der Mann hat doch Angst vor seinem Gegenüber. Herr Blocher versucht nicht, alles an sich zu reissen. Sein treibender Grund war doch immer, nur nicht von aussen , der EU, regiert zu werden. Das er fand und findet, dass wir eine ausländische Überbevölkerung haben die profitiert, hat vielleicht sogar eine Frau BR gemerkt.
    37 99 Melden
    • Posersalami 17.04.2018 10:58
      Highlight Highlight Blocher will das die Oligarchen das Land regieren, schliesslich gehört er da dazu. Das Volch ist dem doch scheiss egal, ansonsten würde sich Blocher zB. dafür einsetzen, endlich die Alpeninitiative umzusetzen. Tut er das oder hat er das getan? Nein.

      Zudem hat der Mann ein seltsames Verhältnis zur Demokratie
      https://tinyurl.com/ydy62x94

      47 13 Melden
    • karl_e 17.04.2018 11:33
      Highlight Highlight Wer profitiert von der ausländischen Wohnbevölkerung? Doch nicht etwa die EMS oder Stadler Rail?
      13 6 Melden
    • adi37 17.04.2018 12:46
      Highlight Highlight Posersalami: Was Sie hier für Schrott erzählen (verzeihen Sie mir bitte den Ausdruck) ist nur absurd. Ist kaum anständiger zu bezeichnen!
      Wie soll Blocher die Alpeninitiative umsetzen, wenn DE und IT die nötigen Massnahmen nicht, wie versprochen, machen (Anschlüsse nördlich und südlich) und die Schienenbetreiber die nötigen Kapazitäten nicht bereitstellen können? Fragen Sie Fuhrhalter Giezendanner SVP, der die nötigen Kapazitäten, um den LKW-Verkehr auf die Schiene zu verlagern, nicht erhält! Blocher hat sicher mehr Demokratieverständnis, als Sie, was mit Ihrer Aussage vermuten lässt!
      8 21 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Waedliman 17.04.2018 08:21
    Highlight Highlight Es ist schon irritierend, wenn man die Lage der Schweiz von aussen betrachtet und vor allem das, was die SVP daraus macht. Man hat das Gefühl, dass das Land erstickt an Wohlstandsproblemen und man sich in den Städten fühlt, wie in einer anderen, nämlich muslimisch geprägten, Welt. Dann kommt man nach Zürich oder auch Schlieren und muss feststellen, dass alles ganz anders ist. Abgesehen von den in jedem Land vorhandenen Problemen, präsentiert sich hier ein extrem aufgeräumtes Miteinander mit umgänglichen Menschen. Was stört sind diese an braune Zeiten erinnernden Plakate der SVP. Das ist alles.
    198 58 Melden
    • hävi der 3. 17.04.2018 08:51
      Highlight Highlight An "braune" erinnerte vorallem das Hackenkreuz Plakat der BDP.
      Ansonsten würde ich den Nazivergleich mal etwas ruhen lassen.
      Er ist mittlerweile viel zu abgelutscht.
      37 101 Melden
    • mogad 17.04.2018 10:39
      Highlight Highlight @hävi der 3. Nichts lässt sich mit dem Holocoust vergleichen! Drum sollte mans sein lassen! Wers trotzdem tut ist ein Täter!
      17 4 Melden
    • Posersalami 17.04.2018 10:49
      Highlight Highlight Es war ja schon immer so, das dort wo viele Ausländer leben niemand rechte Parteien wählt. Warum sollte man auch, das Zusammenleben funktioniert wunderbar.

      Rechts wählt man nur noch in Bauerndörfern wo wenig Ausländer leben. Ist auch im Ausland nicht anders. ZB. in Deutschland ist die AFD stärker, je weniger Ausländer im Bundesland leben.
      42 11 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gawayn 17.04.2018 08:03
    Highlight Highlight Im Grunde ist es mit Schawinski immer das Selbe.
    Ich klopfe dir mal auf dem Busch provoziere immer mehr und dann fahr ich mit dir schlitten.

    Eine konstruktive Diskussionsrunde will der Schawi auch gar nicht.
    Leute provozieren und dann blosstellen.
    Anschliessend sich profilieren
    "Ich habe den bösen Drachen getötet..."

    Ein paar Mal hab ich es mir angetan.
    Nie wieder!

    Sollte man absetzen diese Sendung.
    Schon gar nicht ein Plattform dafür geben.
    81 103 Melden
    • Karoon 17.04.2018 09:40
      Highlight Highlight Gratistipp: Schalt den TV aus. Damit schonst du Nerven und Stromrechnung.
      39 10 Melden
    • Gawayn 17.04.2018 12:01
      Highlight Highlight @Karoon
      Und was hat dein Post mit dem Artikel zu tun?

      Ich habe in meinem Fernseher mehr als einen Sender.

      Ich schaue mir den Heini nicht mehr an.
      3 7 Melden
  • Trump's verschwiegener Sohn 17.04.2018 07:58
    Highlight Highlight Schawinski ist schon lange nur noch lächerlich. Stellt all die wild konstruierten Behauptungen auf, konfrontiert Blocher damit und dieser entblöst diese als solche immer sofort. Ich mag Blocher auch nicht aber der hat gestern wieder gezeigt, dass er in einer ganz anderen Klasse spielt als Schawinski. Auch Thiel finde ich lächerlich. Nichtsdestotrotz war es wichtig, dass dieser Schawinski als das identifiziert hat, was dieser mehr ist, als alles andere: Ein Boulevard-Journalist. Drama ohne Inhalt.
    75 99 Melden
    • mein Lieber 17.04.2018 09:01
      Highlight Highlight Ich stelle fest dass die pro bzw kontra Kommentare bezüglich Schawinski hier stark vom Gast abhängig sind...
      50 9 Melden
  • rodolofo 17.04.2018 07:22
    Highlight Highlight ...
    (Nationales Recht über Menschenrechte und Völkerrecht).
    Gleichzeitig versucht Blocher, die Schweizer Bevölkerung zu spalten und die durch Problembewirtschaftung herbeigeredeten Einzelteile gegeneinander zu hetzen: Inländer gegen Ausländer, Christen gegen Muslime, Rechte gegen Linke, "Abgehängte" gegen "Classe Politique", usw.
    In einem chronischen Bürgerkrieg könnte die grösste, straff geführte und organisierte SVP nach Belieben dominieren und dirigieren!
    Doch auch dieses Vorhaben bleibt stecken und wird zum Rohrkrepierer, da immer mehr Leute den hinterlistigen Plan durchschauen.
    135 46 Melden
    • Karoon 17.04.2018 09:41
      Highlight Highlight Welcher Bürgerkrieg? Verstehe rodolofos Beitrag überhaupt nicht.
      13 23 Melden
    • FrancoL 17.04.2018 12:43
      Highlight Highlight @AMU; Die SVP spaltet nicht? Sind sie da so sicher?Eine Partei die zwischen Rennleitung bei Tage betrachtet eine derart unterschiedliche Auslegeordnung hat kann kam von "nicht Spalten" sprechen.
      Beispiel gefälligst:
      MEI; Das Volk hat ja gestimmt, die Rennleitung, die einen grossen Teil der UN vertritt hat alles andere als eine Umsetzung im Kopf.
      Steuern: Die Rennleitung möchte mit tiefen Steuern noch mehr Unternehmen in die Schweiz locken mit den obligaten Arbeitsplätzen (Viva PFZ) das Volk der SVP möchte wohl kaum mehr Zuwanderung.
      Alles eine Spaltader quer durch die SVP.
      13 2 Melden
    • rodolofo 18.04.2018 07:42
      Highlight Highlight @ AMU
      WELCHE Deutschen wollen WELCHES Deutsche Recht?
      Darum geht es doch: Um den INHALT!
      Aber stattdessen wird immer so getan, als gäbe es DIE Deutschen, DIE Schweizer, DIE Russen, DIE Christen, DIE Muslime, oder was auch immer.
      Und damit komme ich zum zweiten Teil der "Teile und Herrsche!"-Strategie der Rechtsnationalen:
      Die Vereinnahmung.
      Sie besetzen das Feld "Richtige Patrioten".
      Ein "Richtiger Schweizer" muss argwöhnisch und mürrisch schauen, breit gestikulieren und die Kinnlade nach vorne schieben?
      Für mich ist das einfach ein unsympathischer Mensch, allenfalls ein "PatriDiot"...
      4 1 Melden
  • Anam.Cara 17.04.2018 07:18
    Highlight Highlight Wenn grosse Teile des Volches eine gewisse Zuversicht ausstrahlt und die Angs vor den apokalyptischen Zuständen (die eben nicht eingetreten sind) nachlässt, dann wird es enger für eine Partei, die gegen alles ist und eben vor allen die Angst bewirtschftet.
    Möglicherweise haben viele Wechselwähler gemerkt, dass dich der stetige Wandel der Zeit (aka. Fortschritt) nicht aufhalten lässt...
    107 30 Melden
    • Slavoj Žižek 17.04.2018 09:32
      Highlight Highlight Die EU Befürworter sind es, welche Angst schüren. "Die Schweiz geht unter ohne EU". "Die Reisefreiheit geht weg." "Es wird wieder Krieg geben." "Die Witschaft geht Bachab." usw...
      18 49 Melden
    • mogad 17.04.2018 10:36
      Highlight Highlight Bei allem Respekt vor Ihrer Meinung. Ich finde Schawinski einer der besten Journalisten, die das Land hat. Immer exzellent vorbereitet. Und diesmal hat er sich mMn sehr zurückgehalten gegenüber ABR Blocher. Wahrscheinlich aus Respekt vor der lebenden Legende, die sich ja gerne in eine Reihe mit einem Alfred Escher und andern Pionieren stellt!
      19 6 Melden
    • mogad 17.04.2018 10:43
      Highlight Highlight @empty. Von Ihren vier Behauptungen ist nur eine KEINE Unterstellung: Dass nämlich die Wirtschaft bachab ginge.
      15 3 Melden
  • rodolofo 17.04.2018 07:12
    Highlight Highlight Blocher verfolgt seinen Fahrplan stur weiter:
    Nach dem Versuch, via Masseneinwanderungs- und Durchsetzungs-Initiative die Bilateralen Verträge mit der EU zu kündigen, wollte Blocher die Medien-Macht an sich reissen (mit diversen Übernahmen seibernder Zeitungen) und -zusammen mit dem Rechts-Freisinn die Öffentlich-Rechtlichen Medien zerschlagen (No Billag - Initiative).
    Die ersten beiden Vorhaben sind nur ansatzweise geglückt. Das dritte Vorhaben ist kläglich misslungen.
    Nun folgen Frontal-Angriffe auf die Bilateralen (Kündigung der Personen-Freizügigkeit) und auf den Rechts-Staat
    ...
    65 28 Melden
    • mogad 17.04.2018 10:47
      Highlight Highlight Herr Blocher arbeitet halt an seinem Vermächtnis. Er will, dass künftige Generationen ihn in einer Linie mit Alfred Escher, Bally, Bührle usw. sehen! Na ja, was mich betrifft, so denk ich eher an Berlusconi, wenn der Name Christoph Blocher fällt.
      31 5 Melden
    • rodolofo 18.04.2018 07:31
      Highlight Highlight @ Abbaio
      Na ja, wie so oft hat der Italiener auch bei diesem Vergleich einen präsentableren Stil...
      2 0 Melden
  • Schneider Alex 17.04.2018 06:40
    Highlight Highlight Es ist bewundernswert wie Ch. Blocher seit 25 Jahren immer wieder das Gleiche erzählen kann. Das Traurige ist, dass die Bundesverwaltung mit der Mehrheit im Bundesrat den noch viel längeren Atem hat, um die Schweizer Bevölkerung bezüglich EU-Unterwerfung weich zu klopfen.
    29 91 Melden
    • Coffey 17.04.2018 08:23
      Highlight Highlight Die Bundesverwaltung??? Was soll die jetzt genau mit Politik zu tun haben?
      51 11 Melden
    • hävi der 3. 17.04.2018 08:56
      Highlight Highlight Wenn sich die Schweizer Bevölkerung, aus welchen Gründen auch immer, der EU unterwerfen will, ist sie nun mal selbst Schuld.

      Offenbar sind wir zu satt geworden um noch Lust zu haben, für unsere Freiheit zu kämpfen.
      15 67 Melden
    • dä dingsbums 17.04.2018 09:01
      Highlight Highlight Wieso ist die EU immer das totale Feindbild? Man könnte ja meinen, man hätte es mit dem Imperium von Star Wars zu tun.

      Ich will nicht in die EU, vor allem wegen dem Verlust der direkten Demokratie. Aber schlimm wäre es eigentlich nicht. Die meisten Staaten sind ganz glücklich da Mitglied zu sein, auch Österreich als neutraler Staat mit einem hohen Lebensstandard ist nach dem Beitritt nicht vor die Hunde gegangen

      Ich verstehe dieses Feindbild nicht.
      60 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen

Blochers Zeitungsimperium druckt seinen eigenen Artikel gegen «fremde Richter»

Im August 2017 erwarb Christoph Blocher 24 Gratis-Wochenzeitungen. Damals versprach er, keine politischen Ziele damit zu verfolgen. Nun erscheint ein Artikel von Blocher in den Zeitungen, welche rund 700'000 Schweizer Haushalten zugestellt werden. Der SVP-Doyen sieht die redaktionelle Unabhängigkeit nicht in Gefahr.

Aus den insgesamt 697'827 Exemplaren der Gratis-Zeitungen aus dem Hause Swiss Regiomedia AG schaut dem Leser diese Woche ein nachdenklicher Christoph Blocher entgegen. Er sitzt an einem Holztisch, das Kinn in der rechten Hand. «Nachlese zum 1. August», heisst es über der Seite. Darunter ist ein Artikel mit dem Titel «Hintergrund einer Geburtstagsfeier» abgedruckt. Der Autor: Christoph Blocher, alt Bundesrat, SVP-Vordenker – und Miteigentümer der Swiss Regiomedia AG.

In den Gratis-Wochenzeitungen …

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