Schweiz
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Teilnehmer suchen ihre Plaetze im Nationalratssaal am Eroeffnungsplenum der Eidgenoessischen Jugendsession, am Samstag, 12. November 2016 im Bundeshaus in Bern. 200 Jugendliche erhalten waehrend vier Tagen einen Einblick in die Welt der Politik. (KEYSTONE/Alessandro della Valle)

Jugendsession in Bern: Alle Jahre wieder. (Allein die Frisuren ändern sich.) Bild: KEYSTONE

Jugend (mit frecher Frisur) fordert Verbot von Waffen-Exporten an USA und Saudis



Die Schweiz soll in Länder wie Saudiarabien, die USA oder Indien keine Waffen exportieren dürfen. Zu diesem Schluss kam die Mehrheit der 200 Jugendlichen, die an der diesjährigen Jugendsession in Bern teilgenommen haben. Der viertägige Anlass ging am Sonntag zu Ende.

Die 25. Jugendsession habe das aktuelle Spannungsfeld zwischen globaler Öffnung und nationaler Abschottung thematisiert, teilten die Organisatoren am Sonntagabend mit. Die 14- bis 21-Jährigen hätten den Wunsch ausgedrückt, sich in einer globalisierten Welt einzubringen und Verantwortung übernehmen zu wollen, statt sich zu verschliessen.

Absage an höhere Zölle

So verlangten zwei Arbeitsgruppen mehr Kontrollen beim Waffenexport – einerseits durch die Schaffung eines unabhängigen Kontrollorgans, andererseits durch die Verpflichtung, nur in Länder zu exportieren, die den Vertrag über den Waffenhandel (ATT) ratifiziert haben und nicht vom UNO-Menschenrechtsrat verurteilt wurden.

Ginge es nach dem Willen der Jugend, wären der Schweiz damit Waffen-Exporte in Länder wie Saudiarabien, Indien und die USA untersagt. Eine Absage erteilten die Mitglieder der Jugendsession hingegen Forderungen nach mehr Protektionismus und einer stärkeren Kontrolle der Religionen. Strengere Regeln für religiöse Prediger und höhere Zölle beim Einkaufstourismus seien verworfen worden, heisst es in der Medienmitteilung. (tat/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Christoph99 14.11.2016 11:49
    Highlight Highlight Was haben Frisuren mit Waffenexporten zu tun?

    Ein Waffenexport wird wohl nicht realisiert werden.
    Ein Ansatz wäre den Export weniger attraktiv zu machen, in dem man eine Haftpflicht einführen würde. Personen die von Waffen einen Schaden erleiden könnten auf Schadenersatz klagen.
    Die Länder die von Kriegsflüchtlingen aufgesucht werden, könnten klagen und die Hersteller zur Übername der entstehenden Kosten verpflichten.
    Dabei müssten die Hersteller von Vorläuferstoffen (Feinchemikalien) ebenfalls berücksichtigt werden.
    • noznoz 14.11.2016 18:15
      Highlight Highlight Also so im Sinne von: Man soll den Autohersteller verklagend können nach dem man mit einem von ihm produzierten Wagen angefahren wurde ? Oder man verklagt den Tischler wenn man mit einem seiner Stühle eins auf die Rübe kriegt ?
  • Gustav.s 14.11.2016 11:47
    Highlight Highlight Waffenexport in die USA zu verbieten macht nur im Rahmen eines totalexportverbots Sinn.
    Ansonsten ist es völlig Wurscht ob bei denenen im Meer von eigenen Waffen auch noch vereinzelt eine schweizerische ist.
  • Mandelmus 14.11.2016 11:30
    Highlight Highlight Ich bin mir relativ sicher, dass die Frisuren der Teilnehmer nichts mit dem wichtigen Thema zu tun haben.

    Schwach, watson!
    • Daniel_a 14.11.2016 15:28
      Highlight Highlight Ist trotzdem interessant. Die Leute interessieren sich nun mal für Mode. ;)
  • Schneider Alex 14.11.2016 07:22
    Highlight Highlight Ausfuhr von Kriegsmaterial aus der Schweiz verbieten!

    Waffen liefern und dann erstaunt sein, dass sie in falsche Hände geraten, ist eine verlogene Haltung, die einmal bös bestraft werden wird, wie beim Bankgeheimnis! Die Flüchtlingsströme sind die sichtbarsten Zeichen dieses unheilvollen Geschäfts. Die Kriegsmaterialausfuhr ist eine Schande für das Rotkreuz-Ursprungsland Schweiz!
  • leu84 13.11.2016 23:08
    Highlight Highlight Wenn man dem Feind die besten Waffen verkauft

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