Schweiz
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Bauern jammern wegen der Dürre – doch sie erfüllen kein einziges Klimaziel des Bundes

Bild: KEYSTONE

Wegen der Hitze verlangen die Bauern von der Politik Zollsenkungen und Rücksicht bei den Subventionen. Ein Bericht des Bundes zeigt jedoch: Die Landwirtschaft hat ihre Hausaufgaben im Kampf gegen den Klimawandel nicht gemacht. Der Verband widerspricht.



Dass die Landwirte unter dem trockenen Sommer leiden, ist auch in der Politik unbestritten. Es zeichnet sich ein gravierender Futtermangel ab, sowohl für die nächste Zeit als auch für den Wintervorrat. Am Montag hatte Wirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann angekündigt, eine vorübergehende Senkung der Zölle auf Heu und Silomais prüfen zu lassen. Bauern, die mit Liquiditätsproblemen kämpfen, sollen rückzahlbare Betriebshilfe beantragen können.

Am Dienstag stellte der Schweizerische Bauernverband (SBV) einen Katalog mit Selbsthilfemassnahmen und Forderungen an Marktteilnehmer wie Schlachtbetriebe und Detailhändler vor. Von der Politik wünschen sich die Bauern ein Entgegenkommen bei den Direktzahlungen. Wenn beispielsweise Tiere nicht den verlangten regelmässigen Auslauf erhielten, weil sie auf den Weiden nichts mehr zu Fressen haben, dürften die entsprechenden Betriebe nicht sanktioniert werden.

Mit den steigenden Temperaturen waren auch die Bauern in die Kritik geraten. Sie würden zu wenig tun im Kampf gegen den Klimawandel. Statt die Ursachen der Wetterextreme zu bekämpfen, würden die Landwirte jammern, sagt GLP-Präsident Jürg Gossen im «Blick». Ähnlich tönte es beim SP-Nationalrat Beat Jans, der eine Landwirtschaftslehre gemacht hat: «Die Bauern jammern immer erst dann, wenn sie bereits vor den Problemen stehen», sagte er gegenüber der «NZZ am Sonntag».

Kein Umweltziel vollständig erreicht

Solche kritischen Stimmen gibt es nicht nur aus dem links-grünen Lager – und nicht erst seit Beginn der Trockenperiode der letzten Wochen. In einem Ende 2016 vom Bundesrat verabschiedeten Bericht zogen die federführenden Bundesämter für Umwelt (Bafu) und Landwirtschaft (BLW) ein ernüchterndes Fazit: Keines der 2008 festgelegten 13 «Umweltziele Landwirtschaft» sei vollständig erreicht worden, wie die NZZ damals berichtete.

An dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert, wie BLW-Sprecher Jürg Jordi auf Anfrage von watson sagt. Gemäss dem Bericht von 2016 sind die klimarelevanten Treibhausgase einer der Teilbereiche, in dem der Handlungsbedarf weiterhin besonders gross ist.

Zwar seien die landwirtschaftlichen Emissionen von Treibhausgasen zwischen 1990 und 2014 gesunken, «allerdings nicht in angestrebtem Ausmass». Der Rückgang habe vor allem vor dem Jahr 2000 stattgefunden und stagniere seither, heisst es im Bericht. Der Zielzustand sei noch nicht erreicht. Unklar ist, ob sich das in absehbarer Zukunft ändert, wenn die Landwirtschaft wie bisher weitermacht. «Bei mehreren Zielen ist unklar, ob die aktuellen Anstrengungen reichen, um das Ziel zu erreichen», sagt BLW-Sprecher Jordi gegenüber watson mit Blick auf die Gesamtproblematik.

«Bundesrat redet Landwirtschaft schlecht»

Am schlechten Zwischenzeugnis der Verwaltung haben die Bauern keine Freude. Als Antwort auf den bundesrätlichen Bericht erstellte der Bauernverband eine eigene Analyse, welche im März 2018 vorgestellt wurde: «Der Bundesrat redet die Schweizer Landwirtschaft schlecht», so der Vorwurf im Titel der dazugehörigen Medienmitteilung.

Mitglieder der Schweizer Armee beliefert die Alp Oberbaetruns bei Schaenis mit Wasser fuer die Kuehe, aufgenomme am Freitag, 3. August 2018. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Die Armee versorgt die Alp Oberbätruns bei Schänis SG per Helikopter mit Wasser (3. August 2018). Bild: KEYSTONE

Dass das BLW auch heute noch keines der Umweltziele für vollständig erreicht hält, erzürnt SBV-Sprecherin Sandra Helfenstein: «Diese Behauptung ist nicht korrekt und widerlegt» und verweist auf die eigene Analyse. Zwar bestreitet der Bauernverband nicht, dass es in Bezug auf die Umweltziele Optimierungs- und Nachholbedarf gibt. Doch zahlreiche Unterziele seien erreicht worden. Der Bericht des Bundesrates sei «tendenziös» und blende die erzielten Erfolge und bestehende Zielkonflikte aus. Wo eine gesamtschweizerische Übersicht fehle oder keine Indikatoren existierten, werde das den Bauern angelastet.

Auch im Kampf gegen die klimaschädigenden Treibhausgase wehren sich die Bauern gegen die schlechten Noten. Seit 1990 habe die Landwirtschaft den Ausstoss von Klimagasen immerhin um 13 Prozent reduziert, heisst es in der SBV-Analyse. Doch man will mehr tun.

«Klimawandel wird Bauern immer mehr beschäftigen»

Der SBV schlägt eine Reihe von Klimaschutzmassnahmen vor, beispielsweise bedarfsgerechte Düngung oder methanhemmende Fütterungszusätze. Den Massnahmenkatalog hat AggroCleanTech ausgearbeitet. An der «Energieberatungsagentur der Schweizer Landwirtschaft» ist der Bauernverband als Aktionär beteiligt. Sie hat laut Sandra Helfenstein auch einen Energie- und Klimacheck lanciert, bei dem jeder Betrieb checken kann wo er steht und wo er sich verbessern kann.

Doch ob sich der SBV in der Klimaschutz-Debatte mit diesen Schritten alleine aus der Schusslinie nehmen kann, ist fraglich. Denn gemäss seiner eigenen Analyse «gestaltet sich die Reduktion der Treibhausgase in der Landwirtschaft äusserst schwierig.» Deshalb erwartet auch der Bauernverband trotz der abklingenden Hitzewelle kein Ende der Debatte: «Der Klimawandel und die damit einhergehende Diskussion um die nötigen Reduktionen der Treibhausgase werden auch die Schweizer Landwirtschaft immer mehr beschäftigen», heisst es in der eigenen Analyse.

Armee fliegt kostenlos Trinkwasser auf die Alp

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Video: srf

Wenn Bauernregeln ehrlich wären

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    Alle Leser-Kommentare
  • lucandrea 11.08.2018 10:43
    Highlight Highlight Ich denke wir sollten unser System, dass teilweise merkwürdige Anreize setzt überdenken und umgestalten. Meiner Meinung nach ist nachhaltige und widerstandsfähige Landwirtschaft kaum möglich.

    Es stehen einige Initiativen zur Abstimmung, die eine Sinnvolle Diskussion zum Thema anstossen könnten.
  • Astrogator 11.08.2018 07:15
    Highlight Highlight Das macht es einfach "Hitze-Hilfe" auszuzahlen. Wer auf seinem Hof alle Vorgaben einhält bekommt was, die anderen nicht.
  • _kokolorix 10.08.2018 23:35
    Highlight Highlight Ehrlicherweise muss man sagen, dass kein Bereich der Schweiz auch nur ansatzweise ein Klimaziel erreicht. Diesbezüglich ist Landwirtschaft kein Spezialfall
    • reich&schön 12.08.2018 00:09
      Highlight Highlight ...und auch nicht erreichen wird. Es sei denn man kommt nochmals auf den unbedachten Entscheid zurück, auf Nuklearenergie zu verzichten.
    • _kokolorix 12.08.2018 09:13
      Highlight Highlight Die graue Energie welche der Bau, Betrieb und Rückbau eines Kernkraftwerkes erfordern, wird dieses niemals erzeugen können, auch ohne die Emissionen des ständig drohenden GAUs...
    • reich&schön 12.08.2018 12:35
      Highlight Highlight Der Atomausstieg wird mindestens 3, vielleicht aber auch 4 oder gar 6 neue Gaskombikraftwerke erfordern.
      Kann sich jeder selbst überlegen, wie sich dies auf den CO2-Ausstoss auswirken wird.
      https://www.srf.ch/news/schweiz/ohne-gaskraftwerke-ist-der-ausstieg-nicht-zu-schaffen
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 10.08.2018 20:50
    Highlight Highlight Kleiner Hint: Die Infrarotabsorbtion von CO2 verläuft logarithmisch und sehr selektiv. 😉 Das ist für die ganz Interessierten.
  • Bauer auf der Lauer 10.08.2018 18:09
    Highlight Highlight Also wenns so weitergeht, verlange ich Subventionen beim Treibstoff! Im Sommer, wenn es so heiss ist, verbraucht mein Auto mehr Benzin, da die Luft dünner ist, und die Leistung trotzdem vorhanden sein muss...
    Also liebe Bundesräte zahlt Subventionen für Automobilisten und Pendler (wegen den zu heissen Zügen und einem 1.Klasse Ticket damit man es kühl hat) !
  • Lami23 10.08.2018 16:46
    Highlight Highlight In jedem Berufsstand jammern die Leute. Und ich kenne auch viele Bauern die es nicht tun. Das mit dem "alle Bauern jammern immer" ist somit subjektiv und nicht lösungsorientiert.
    • Natürlich 10.08.2018 18:06
      Highlight Highlight Word!
      Als ob auf dem Bau oder in der Gastro nicht „gejammert“ würde.
      Verstehe das Bauernbashing hier allgemein nicht.
      Habe extrem grossen Respekt vor jedemder diesen Beruf ausübt.
      Da ist nichts mit mal kurz krankschreiben oder blaumachen.
      Von spontanen Ferien ganz zu schweigen...
    • Dirk Leinher 11.08.2018 06:24
      Highlight Highlight Genau, die Bauern haben das Jammern sicher nicht erfunden da gibt es weit besser entlöhnte Gesellschaften deren Banken mit Milliardenbeiträgen gerettet werden mussten und bald wird es wieder soweit sein.
  • dtg3805 10.08.2018 16:38
    Highlight Highlight Mein Vorschlag: Hört alle auf zu essen, dann braucht es keine Bauern mehr, weder in der Schweiz noch sonst wo. Das Klima wird es euch danken.
    • Sophia 10.08.2018 16:53
      Highlight Highlight Warum aufhören zu essen? Es genügt doch, wenn wir uns ohne vorher zu hungern und zu leiden einfach alle abschaffen.
  • manolo 10.08.2018 16:20
    Highlight Highlight was haben wir den Bauern schon alles zu verdanken:
    -zu viel nitrat im boden, -fleischskandale,-klimagase durch exesive tierhaltung, -us!w. all das müssen wir erdulden!
    jetzt wollen sie uns Steuerzahler noch weiter schröpfen!

    das gejammer muss endlich aufhören,sie müssen endlich erwachsen und selbständig werden

    • EvilBetty 10.08.2018 17:17
      Highlight Highlight Naja, an all dem ist der Konsument ja nicht grad unschuldig...
    • Mimimi_und_wow 10.08.2018 17:32
      Highlight Highlight Und warum das? Weil wir nicht gerne braune Stellen am Gemüse wegrüsten wollen. Weil die Früchte nicht wurmstichig sein dürfen. Weil das Fleisch billig sein soll. Die Produzenten sollen uns die Produkte gratis liefern und zwar so dass wir keine Arbeit haben und dies gern klimaneutral und nachhaltig...
  • banda69 10.08.2018 16:18
    Highlight Highlight Und das, liebe Bauern, das meint die SVP dazu. Ja die von der SVP, die nehmen die Sorgen ihrer Wählerschaft ernst.
    User Image
    • Sophia 10.08.2018 16:56
      Highlight Highlight So was hat vor Jahren auch der SVP-Mann Maurer gesagt: "Ist doch schön, wenn es ein bisschen wärmer wird." Aber, wenn's dann wirklich eintritt, jammer wir halt und verlangen noch höhere Subventitionen.
    • Astrogator 11.08.2018 07:12
      Highlight Highlight Nicht vergessen auch Zanetti mit seinem Winter-Tweet: "Draussen schneit es, es kann keine Erderwärmung geben" - intelligent sind sie, die von der SVP.
    • blut0x1c 11.08.2018 14:26
      Highlight Highlight "Ich habe gerade gegessen, wo ist der Welthunger?"
  • Ratson 2.0 10.08.2018 15:57
    Highlight Highlight Ich finde, den guten Bauern könnte man ruig was geben. Mit gut meine ich die, die keine Drecksschleuder als Traktor fahren sondern aufgerüstet haben und einen Filter auf ihrem Auspuff montieren.

    • _kokolorix 10.08.2018 23:20
      Highlight Highlight Dafür ist der Traktor dann aber mindestens 5 Nummern zu gross, hat Klimaanlage und es müssen auch drei sein weils so bequem ist wenn man die Geräte nicht umbauen muss...
    • cgk 11.08.2018 07:36
      Highlight Highlight Das Aufmontieren eines Filters reduziert noch keine Treibhausgase. Im Gegenteil, der Verbrauch wird größer (natürlich wird der Feinstaub gesenkt).
  • Gummibär 10.08.2018 15:02
    Highlight Highlight 140'000 Beschäftigte bewirtschaften rund 1'400'000 ha Landwirtschaftsland = 10ha pro Beschäftigten.
    Dieses Verhältnis kann nicht nachhaltig sein und ist der Hauptgrund dafür, dass ein Mindesteinkommen nur mit Subventionen erreicht werden kann.
    Alle Industrien haben durch Mechanisierung, Automatisierung und Rationalisierung Federn (Arbeitsplätze) lassen müssen oder die Produktion pro Angestellten dementsprechend steigern müssen. Auch bei günstigen Wetterverhältnissen werden Betriebe zusammengelegt werden müssen bis ein Beschäftigter 50 ha betreut.
  • NaSkivaL 10.08.2018 15:02
    Highlight Highlight Sie halten sich nicht mal an das, wovon sie behaupten, sie würden es tun.

    Regelmässig seh ich, wie Bauern mit Dünger und Pestiziden die erlaubte Grenze zum Gewässerschutz überschreiten. Kein Wunder sind alle Gewässer im Land von Agrarchemie verseucht. Ob Bauer, Polizei oder Gemeinde, es interessiert keinen. Gesetze sind wohl nicht für alle gemacht.

    Entweder sind die Leute zu blöd, um zu verstehen, was sie tun. Oder sie haben keine Kinder und drum ist es ihnen egal, wenn sie alles vergiften.
    • cgk 11.08.2018 07:42
      Highlight Highlight Das ist eine Pauschalaussage, die man so nicht stehen lassen kann. Wo genau werden die Grenzen überschritten? Fakten bitte! Unsere Gewässer sind laut Statistik des Bundes in den letzten Jahrzehnten sauberer geworden. Hauptsache, man holt sich Herzchen, gell!
  • Bobo B. 10.08.2018 14:55
    Highlight Highlight Da schau an: Gerade die Gestalten, die bei anderen Themen (Paradebeispiel Flüchtlinge/Migranten oder welche Bezeichnung gerade angesagt ist), immer alles bis ins kleinste Detail differenziert dargestellt haben möchten, schmeissen hier mit Wonne sämtliche Bauern in einen Topf und prügeln wie wild darauf los! Ja, es gibt sie, die verknöcherten, ständig jammernden Subventionsjäger, aber es gibt auch noch viele andere, die sich ehrlich bemühen mit den neuen Gegebenheiten zurecht zu kommen.
    • Astrogator 11.08.2018 07:14
      Highlight Highlight "aber es gibt auch noch viele andere, die sich ehrlich bemühen mit den neuen Gegebenheiten zurecht zu kommen." - "er hat sich stets bemüht", steht bei gewissen Leuten auch im Arbeitszeugnis...
  • whatthepuck 10.08.2018 14:40
    Highlight Highlight Wenn man keine Argumente mehr hat, versucht man den bösen Leuten ins Gewissen zu reden und fährt die emotionale Schiene (faire Tierhaltung, arme Bauernfamilien, etc.).

    Das hat aber wenig bis gar nichts mit der Produktionsintensität in der CH-Landwirtschaft zu tun. Fakt ist, dass man bei den Klimazielen des Bundes nicht auf Kurs ist. Fakt ist auch, dass in der Schweiz weitaus mehr Pestizide versprüht werden als in der bösen, minderwertigen Landwirtschaft im Ausland.

    Die Landwirtschaft ist global ein riesiger Klimasünder, nicht nur hierzulande; Handeln statt Trotzreaktion ist gefragt.
    • Patrick Mosimann 10.08.2018 15:03
      Highlight Highlight Das mit den Pestiziden stimmt sicherlich so nicht im Ausland wird viel mehr Direktsaat angebaut was braucht es dazu ein Totalherbizid . Kann sein das sie weniger Fungizide benutzen da sie Gentech Saatgut gebrauchen können. Man kann sich immer verbessern das stimmt und wir versuchen es auch aber wie die Landwirte behandelt werden ist sehr traurig . Da die Schweizer Landwirtschaft ganz und gar nicht schlecht ist
    • AdiB 11.08.2018 13:17
      Highlight Highlight @patrick, stimmt nicht. du beziehst dich mit ausland nur auf den westen genauer usa. richtung süden und osten, braucht man bestimmt kein gentech saatgut. zu teuer für die bauern dort, auch werden sie weniger bis gar nicht subvenzioniert. um so tiefer nach osten oder süden hineinfährst, wirst du weniger maschienen auf dem land sehen. dafür mehr pferde die, die akerarbeit verrichten. auch wirst du feststellen das die bauern dort ärmer sind, keine subventionen und meist sich selbst verflegen. die schweizer bauern sind verwöhnter als sonst wo auf der welt.
  • Patrick Mosimann 10.08.2018 14:14
    Highlight Highlight Genug ist genug! Die Schweizer Landwirtschaft erfüllt die strengsten Vorschriften in der ganzen EU. Ob mit Spritzmittel einsatz Düngungsverboten Tierwohl oder auch Antibiotika einsatz. Wir sind die besten und unsere Produkte auch. Trotzdem geniessen wir keine Wertschätzung .Das beste wäre wir würden nicht mehr produzieren als Handwerker arbeiten und so ein besseres Leben haben . Macht so weiter !!! Aber jammert nicht wenn niemand mehr die Landschaft pflegt und eure Umwelt zerstört wird da ihr alles importieren müsst !
    • SchweizAbschaffen 10.08.2018 14:49
      Highlight Highlight Landschaftspflege: Ja.
      Scheinbauerei: Nein.
    • infomann 10.08.2018 15:03
      Highlight Highlight Du nimmst euch aber sehr wichtig....
      Mit diesen lächerlichen 30% wo ihr uns noch versorgt würde ich nicht so schreien.
      Das ganze noch mit viel, sehr vielen Steuergeldern....
      Schon mal überlegt von wo die kommen?
    • Patrick Mosimann 10.08.2018 15:29
      Highlight Highlight Hat nichts mit wichtig zu tun. Es ist so wir brauchen viele Subventionen dass es die Landwirte in den Schweizer Bergen an Randregionen etc noch gibt ist euch zu verdanken. Ist auch Fakt aber wenn wir aufhören würden und einfach was anderes tun würden wo wir gleich viel Geld oder noch mehr Verdienen würden mit weniger Arbeitsstunden wie würde die Schweiz noch aussehen . Fakt ist auch das wir uns immer Verbessern müssen. Aber so wie viele hier schreiben haben wir nicht verdient.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Skip Bo 10.08.2018 14:11
    Highlight Highlight Herr Bernet, "kein Umweltziel vollständig erreicht". Geben Sie bitte die Fristen an welche vorgegeben sind. Fazit wird in der Regel erst nach Ablauf von Fristen gemacht, vorher nennt man das Zwischenstand. Es wäre interssant den Zwischenstand mit Prozentangaben zu bewerten.
    Hinzu kommt die Definition der Umweltziele. Wenn die Lebensweise einer durchschnittlichen Bauerfamilie mit dem Durchschnitt einer CH Famile gemessen würde, stellte man fest, dass weniger gefolgen wird, viel mehr CO2 neutral geheizt wird (Holz) und mehr PV Fläche pro Kopf vorhanden sind.
  • Madmessie 10.08.2018 14:10
    Highlight Highlight Was schlimm an der Sache ist: Die Bauern jammern wirklich immer.

    Man muss nur jede Woche die Bauernzeitung durchblättern. Letztens musste ich deswegen sogar lachen bei der Lektüre.
  • TheWall_31 10.08.2018 14:08
    Highlight Highlight Bauern sollten vom Staat keinen Rappen sehen. Allgemein.
    • Herr J. 10.08.2018 14:37
      Highlight Highlight Kann man gut machen! Wenn Du für ein Brot dann gerne 6 Stutz bezahlst statt 2 und für ein Kilo Gemüse auch das Doppelte und damit schön die Kosten deckst - kein Problem!
      Oder denkst Du, dass alle Arbeitskräfte in der Landwirtschaft zu 5 Franken die Stunde arbeiten sollten?
      Denkst Du überhaupt?
    • mogad 10.08.2018 14:55
      Highlight Highlight @Herr J. Die Nahrungsmittel sind zu billig! Drum brauchen die Bauern Subventionen. Vor 65 Jahren kostete ein Ei 50 Rappen. Früher gab man 80% des Lohnes für Lebensmittel aus und es wurde erst noch viel weniger Fleisch gegessen.
    • Mietzekatze 10.08.2018 14:59
      Highlight Highlight Herr J.: Ob ich 6 Stutz fürs Brot bezahle (was soooo an den Haaren herbei gezogen ist), oder eintsprechend mehr Steuern die dann als Direktzahlungen bei den Bauern landen, ändert in meinem Portemonnaie nichts! Aber ich kann zumindest entscheiden für was genau ich Geld ausgebe! Bei Direktzahlungen kanns sogar fürs Gärtli pflege vor dem Bauernhaus sein!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menoo 10.08.2018 13:58
    Highlight Highlight Das interessanteste Phänomen in dieser Kommentarspalte ist bei weitem, dass Kommentare die an Eigenverantwortung jedes Einzelnen und "Mitschuld" der Konsumenten appelieren weitaus mehr Blitzer erhalten als Kommentare, die ohne solides Fundament gegen Bauern schiessen und Mitverantwortung abstreiten. Der Mensch scheint ein nicht allzu selbstkritisches Wesen zu sein...
  • bjoern85 10.08.2018 13:53
    Highlight Highlight Ich staune immer wieder, wieviel die Kommentarschreiber zum jeweiligen Thema wissen und wieviel Zeit sie sich dafür nehmen.

    Wer fährt am Wochende alles mit dem PW ins Ausland um sich dort günstig zu versorgen? Und wer wünscht sich eine faire Tierhaltung in der Schweiz?
    • Astrogator 11.08.2018 07:18
      Highlight Highlight Also ich kaufe nicht im Ausland ein und bei Gemüse bin ich zu 90% Selbstversorger.
  • Lumpirr01 10.08.2018 13:34
    Highlight Highlight 1) Anliegen der angeblich notleidenden Landwirtschaft waren und sind auf Grund der politischen Verhältnisse meist erfolgreich:
    2017 waren von 3.81 Mio Beschäftigten 154 Tausend in der Landwirtschaft beschäftigt. Sind ca. 4%.

    Bei den letzten wahlen wurden 16 Landwirte in den Nationalrat gewählt. Sind 8%.

    Angaben zu den Info - Quellen auf Seite 2

    • karl_e 10.08.2018 15:45
      Highlight Highlight joevanbeeck, was sagt wohl der Arbeitgeber, wenn ein Arbeiter oder Angestellter (Damen sind mitgemeint) einen Teil seiner Arbeitszeit der Politik widmet um dann vielleicht einmal in ein Parlament zu gelangen. Er dürfte ein Mitglied der SP kaum finanziell unterstützen - womit eine politische Karriere für normale Arbeitnehmer fast unmöglich ist. Daher die sonderbare Zusammensetzung des Nationalrates. Alles klar?
  • skofmel79 10.08.2018 13:05
    Highlight Highlight Das wird sich sicher bessern wenn dann die initiative angenommen wird über ernährung...ich frage mich manchmal...in einem bericht heute morgen stand, dass viele diese annehmen wollen...aber dann hier gegen die bauern bashen...wenn ihr die initiative annehmt dann gibts noch mehr geld für die bauern...schon klar oder?
    Ich versteh manchmal die leute nicht. Sagt einfach nein, wie importieren eh immer mehr. Wer braucht schon bauern
    • Nocciolo 10.08.2018 13:50
      Highlight Highlight stimmt so nicht, es gibt nur mehr Geld für die ökologisch nachaltigen Bauern. Das passt eben sehr gut zu den Umfrageergebnissen.
  • Brummbaer76 10.08.2018 12:59
    Highlight Highlight Bevor hier auf die Bauern geschimpft wird. Wer von euch Arbeitet in einem Klimatisierten Büro oder hat gar eine? Wer motzt wenn alte Züge ohne unterwegs sind?
    Wer von euch fährt regelmässig Auto, fährt regelmässig am WE in die Berge (mit Auto od ÖV) Wer von euch nützt Computer oder Smartphone?
    Ahaa und wer ist bereit sich ein wenig einzuschränken?
    Ook? Also dann nicht anderen Vorhaltungen machen. Wir alle teagen zum Klimawandel bei und jeder einzelne müsste sich einschränken.
    • FrancoL 10.08.2018 13:50
      Highlight Highlight Ich mache leider einiges was mitunter der Umwel schadet, aber im Gegensatz zu den Bauern beziehe ich keine Subventionen.
    • wasylon 10.08.2018 18:50
      Highlight Highlight SO,so @Franco waren denn die Umweltschädlichen Wärmedämmungen die Du an Gebäuden verbaut hast, nicht auch durch Förderprogramme subventioniert?🤔
    • FrancoL 10.08.2018 20:27
      Highlight Highlight Welche genau meinst Du, die die wieder verwendbar sind oder die die Abgebaut werden können? Und wenn man mit guter Isolation die Umweltschädigung unter dem Strich mindert ist das auch schädlich?
      Erzähl uns etwas über diese Technologie? Wir sind alle gespannt auf Deine Berechnungen zur Belastung der Umwelt.
      Man kann die Förderprogramme auch umweltfreundlich ausgestalten, das scheint Dir wohl fremd zu sein.
      Erzähl uns einmal wie Deine Wohnung gedämmt wird oder wie sie beheizt wird, aber pass auf dass Du bei der Rückrechnung nicht im Minus bist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • infomann 10.08.2018 12:58
    Highlight Highlight Die Bauern und die SVP sind genau gleich.
    Für die Umwelt ist alles zu teuer, aber das Geld vom Steuerzahler nehmen die gerne.
    Diese Politik macht noch viel mehr Flüchtlinge und die Verlogenheit der SVP tritt immer mehr zu Tage.
    • Dominik Treier (1) 10.08.2018 13:40
      Highlight Highlight Ich kann zwar nicht uneingeschränkt zustimmen, aber warum sollte die SVP gegen mehr Flüchtlinge etwas haben. Mit den paar Problemen, die einige davon machen, weil man sie Jahre lang in Asylprozessen versauern lässt, lässt sich toll die eigene neoliberale Egoistenpolitik kaschieren...
  • Etniesoph 10.08.2018 12:47
    Highlight Highlight "Wenn beispielsweise Tiere nicht den verlangten regelmässigen Auslauf erhielten, weil sie auf den Weiden nichts mehr zu Fressen haben, dürften die entsprechenden Betriebe nicht sanktioniert werden."

    Da erkennt man doch, dass Bauern überhaupt nichts verstanden haben! Es geht ja nicht primär um's fressen, wenn die Tiere ihren Auslauf bekommen sollen. Es geht darum, dass sie frische Luft bekommen, ihre sozialen Kontakte ungezwungen pflegen können und ihre Hierarchien definieren können...Fressen kommt sekundär hinzu!
    • AlteSchachtel 10.08.2018 13:27
      Highlight Highlight Diese bäuerliche Forderung hat mich auch genervt.

      Die Tiere meines Nachbarn sind jedenfalls weiterhin auf der grossen (gelben) Weide und werden dort mit Heu, Silage und Wasser versorgt. Es geht also schon, wenn man will. Und wer nicht will, sollte Sanktionen nicht scheuen.
    • Skip Bo 10.08.2018 14:01
      Highlight Highlight Ethniesoph, in den Richtlinen zum Raus steht, das während der Vegetstionsperiode min. 25% der Futteraufnahme aus Wiesengras zu bestehen hat. Die Ausnahme bezieht sich auf den Wert von 25%, nicht auf den Auslauf auf der Weide.
      Es ist sehr schwierig hier die verkürzten Angaben von Journis detailliert richtig zu stellen. Insbesondere die ideologisch gefärbten.
    • Etniesoph 10.08.2018 14:29
      Highlight Highlight Skip Bo sehr störend ist grundsätzlich, dass es Richtlinien braucht, die den Tieren einen minimalen Auslauf garantiert. Und das Bild, dass Bauern nur das tun was entweder Subventionen oder Direktzahlungen einbringt, zeigt, meines Erachtens, diese Weisung sehr deutlich.
    Weitere Antworten anzeigen
  • w'ever 10.08.2018 12:27
    Highlight Highlight mit dem extremen wetter kommen sicher immer die zwei gleichen jammeris. die bauern und die hotelbranche
    • Eva69 10.08.2018 22:30
      Highlight Highlight Es sind nun mal nicht alle Berufsgruppen in gleichem Masse vom Wetter Abhängig.
  • Carry62 10.08.2018 12:27
    Highlight Highlight Hauptsache über die Bauern lästern...

    Ihr urbane, hipster, weltverstehende Bevölkerung...

    Mein Vorschlag:
    Ernährt Euch von Eurem urban gardening... macht Euren Strom mit 3 Windrädern am Zürcher Seebecken (ist gleichzeitig eine Touristenattraktion wie der Hafenkran es war...) selber.
    Aber lasst uns Landbevölkerung und Deppenagglos in Ruhe mit Euren besserwisserischen Ideen...


    • häxxebäse 10.08.2018 12:53
      Highlight Highlight Naja reis kommt nicht aus der schweiz... brot und nudeln esse ich nicht. Und in meinem garten habe ich die gängigen früchte und gemüse. Das fleisch kaufe ich in österreich, da es mir hier nicht schmeckt und völlug überteuert ist... die eier, käse und milch liefert mir ein appenzeller der wirklich freude am job hat und innovativ ist...somit als städter gut versorgt! Das ist das resultat der abzocke unserer bauer oder supermärkte.
    • TanookiStormtrooper 10.08.2018 12:54
      Highlight Highlight Da fehlt eigentlich nur noch der Satz:
      "Da isch en gschtudiertä!"
    • Corpus Delicti 10.08.2018 12:58
      Highlight Highlight Quod erat demonstrandum.
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  • TanookiStormtrooper 10.08.2018 12:26
    Highlight Highlight Ich frage mich ja regelmässig, wie es unsern Bauern so schlecht gehen kann, wenn sie regelmässig Geld für Imagekampagnen haben. Plakate mit Schweizer Bauern, Schweizer Milch usw. sind praktisch Pausenlos zu sehen. Wer bezahlt das und mit welchem Geld? Aber vielleicht wirkt diese Propaganda beim Volk ja tatsächlich...? Wir haben glaube ich ein ziemlich verklärtes "Heidi"-Bild von unseren Bauern...
  • Joe Smith 10.08.2018 12:25
    Highlight Highlight Das Problem wird nun dadurch gelöst, dass den Kühen das Wasser klimaneutral mit dem Helikopter geliefert wird.
    • OmegaOregano 10.08.2018 12:40
      Highlight Highlight Kannst dich ja freiwillig melden und Wasser auf die Alp schleppen, danach kannst du ja immer noch sarkastisch sein.
    • Menoo 10.08.2018 13:51
      Highlight Highlight Welchen sarkastischen Kommentar würdest du wohl fallen lassen, wenn man alle Kühe hätte verdursten lassen? Oder denkst du die wollten einfach baden gehen?
  • BeWi 10.08.2018 12:20
    Highlight Highlight Wäre schön, wenn man mal etwas differenzieren würde. Der Sommer bis jetzt war darum so schön und warm, weil sich ein sehr stationäres Hoch über Skandinavien "platziert" hat. Das kommt immer mal wieder vor und ist im Sommer eigentlich normal. Hier in Watson wurde vorgestern geschrieben, was auch Meteo Schweiz im Fernseher sagte: 2003 war heisser und es gab viel mehr Sonnentage! Am Schlimmsten war es im Jahre 1540. Also bitte, lasst mal endlich bei solchen Phänomenen die Klimawandel-Keule im Schrank. Und dass die Bauern für den Klimawandel verantwortlich sind ist ja nun mehr als lächerlich..
    • Nick Name 10.08.2018 12:29
      Highlight Highlight Sagen Sie doch bitte das mit der Klimakeule der ganzen überwältigenden Mehrheit von Klimawissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die die «Keule» fundiert und überzeugt einsetzen.
      (Btw: Ist es dann immer noch eine Keule?)
    • Cosmopolitikus 10.08.2018 12:35
      Highlight Highlight Leider nix kapiert...
    • kyuss 10.08.2018 12:39
      Highlight Highlight Das ist nicht lächerlich sondern Fakt: die Landwirtschaft ist der grösste Verursacher der klimaschädigenden Emissionen, insbesondere die Nutztierhaltung...
      Informiere dich lieber bevor du wegen der "Klimawandelkeule" rumheulst. Es wird nicht besser, indem du den Kopf in den Sand steckst und irgendwelche Scheinargumente anführt.. Ist aber natürlich bequem.
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  • Posersalami 10.08.2018 12:15
    Highlight Highlight "Die Landwirtschaft hat ihre Hausaufgaben im Kampf gegen den Klimawandel nicht gemacht."

    Es muss endlich damit Schluss sein, diese Besitzstandswahrer und Jammeris der Nation grosszügig zu alimentieren!

    Ich habe kein grundsätzliche Problem mit Subventionen für Landwirte. Die sollten aber nur noch für nachhaltige Betriebe fliessen, zB. wenn ein Bauer seinen Hof auf Permakultur umstellt und auf Chemie verzichtet. Alle anderen sollen sich bitte dem Markt stellen, ich will die Vergiftung meiner Umwelt nicht länger auch noch mit meinen Steuern bezahlen.
  • Lord_Mort 10.08.2018 12:09
    Highlight Highlight Ich verstehe nicht wieso viele Bauern die SVP, eine Neoliberale Partei wählen, welche möglichst wenig Staat will aber wenn es dann mal eng wird die hohle Hand machen und jammern. Wenn ein Unternehmen in Nöten ist, kann es auch nicht einfach zum Staat rennen und Geld verlangen.
    • DichterLenz 10.08.2018 12:27
      Highlight Highlight Wenn es gross genug ist schon, siehe 2008...
    • Lord_Mort 10.08.2018 13:48
      Highlight Highlight @DichterLenz. Ja, da hast du natürlich recht. Aber als KMU oder Einzelunternehmer hast du keine Chance auf staatliche Schützenhilfe. Bauer oder Banker bei einer Grossbank müsste man sein. Dann kann man tun und lassen, was man will und hat trotzdem immer den Staat als Backup. Ein wenig wie in einer geschützten Werkstätte, nur mit noch weniger Eigenverantwortung.
    • Lami23 10.08.2018 16:52
      Highlight Highlight Tun und lassen was man will? Naja ganz so ist es nicht.
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  • Nick Name 10.08.2018 12:06
    Highlight Highlight Diese Polemik ist ein bisschen billig – denn wie so oft ist das Ganze leider komplexer als erwünscht.
    1. ist wohl allen klar, dass selbst superdupernachhaltig wirtschaftende Schweizer Bauern allein das Klima nicht merkbar beeinflussen würden.
    2. trägt auch die ganze Kette, die nach den Bauern folgt, Verantwortung: die Verarbeiter, Vermarkter und vor allem wir alle Konsumierenden. Wenn wir nicht bereit sind, Preise zu zahlen, mit denen die CH-Bauern schliesslich anständig umwelt- und tiergerecht arbeiten können, sollten wir nicht ausschliesslich ihr Jammern anprangern...
    • NuraNett 10.08.2018 12:13
      Highlight Highlight "1. ist wohl allen klar, dass selbst superdupernachhaltig wirtschaftende Schweizer Bauern allein das Klima nicht merkbar beeinflussen würden."

      Hach, genau dieses Denken ist eben falsch. Wenn nämlich jeder Einzelne Mensch - weltweit - "superdupernachhaltig" handeln würde, würden wir sehr wohl etwas bewirken.
    • Nick Name 10.08.2018 12:26
      Highlight Highlight @NuraNett: Mit dem letzten Satz bin natürlich komplett einverstanden. Die Aussage in meinem Punkt 1 ist trotzdem richtig. Ich will damit auch nicht sagen, dass die Bauern nicht superdupernachhaltig wirtschaften MÜSSEN. Sie müssen es, aber wir alle müssen auch.
      Gerade deshalb finde ich die Polemik billig...
  • Herr J. 10.08.2018 12:05
    Highlight Highlight Das ist billiges Bauern-Bashing von Leuten, die nie in der Landwirtschaft gearbeitet haben und vom Schreibtisch aus oberflächliche Ratschläge erteilen.
    Die Schweizer Landwirtschaft kann ihre Klimagas-Emissionen auf 0,0 senken, es wird dem Klima herzlich egal sein. Ausser man feiert schon eine Veränderung in der siebten Stelle hinter dem Komma als wichtiges "Signal".
    Bauern produzieren heute um Faktoren umweltfreundlicher als früher. Aber klar, aus dem klimatisierten Büro heraus ist alles so einfach, in der Theorie. Dass man wirtschaftlich auch noch überleben sollte - geschenkt.
    • MARC AUREL 10.08.2018 12:30
      Highlight Highlight Bauern-Bashing? Wird zeit das die Bauern selbstständiger werden.. Wer subventioniert wird und das NICHT wenig und trotzdem jammert sollte schweigen! Es gibt viele Bauern mit ein dicker Bankkonto! Aber die Lobby der Bauern ist sehr stark und kriegt schon noch was sie wollen die Armen... und kommt mir nicht mit was sie leisten für die Natur usw...
    • dan2016 10.08.2018 12:39
      Highlight Highlight och Herr J. Natürlich muss es Bauernbashing sein, wenn man den eigenen Geldbeutel für die Bauern nicht kommentarlos öffnet. Himmel, ich äussere mich über Sozialhilfebezüger (die Bauernvertreter übrigens ganz speziell gerne), obwohl ich noch nie Sozialhilfe bezogen habe, die Bauernvertreter äussern sich über Asylanten, obwohl die wenigsten Bauern jemals auf der Flucht waren.
    • Masta Ace 10.08.2018 12:51
      Highlight Highlight Ich bin auf einem Bauernhof aufgewachsen. Was meine Eltern nie hatten, war Geld - trotz Subventionen.Was sie dafür hatten, war viel Arbeit. Was sie nicht wählen, ist SVP, beide sind in der SP. Ihr in der Stadt aufgewachsenen Leute habt einfach keine Ahnung von diesem Thema und glaubt den Bashingartikeln oder etwa dass alle Landwirte wie bei Bauer, Ledig, sucht sind.
      Hiermit will ich nur sagen, dass das Image der Landwirtschaft, welches durch die Medien verbreitet wird überhaupt nicht der Realität entspricht und mich stört.
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  • flyme 10.08.2018 11:59
    Highlight Highlight Der Lieblingswitz meines Grossvater (selber Bauer):

    Warum haben Bauern keine Achselhaare? Weil ihnen der Staat immer unter die Arme greift.
  • Ulmo Ocin 10.08.2018 11:58
    Highlight Highlight Immer nur jammern und fordern! Und jeder Bauer braucht seinen eigenen Maschinenpark. Natürlich muss dieser grösser sein als der vom Nachbar. Vorschlag: Teilt doch gewisse Maschinen. Bleibt etwas Geld übrig! Ebenso gäbe es auch andere Betriebe welche Geldspritzen vertragen würden. Der Dorfbäcker und Metzger stirbt auch aus, erhält aber keinen Franken Unterstützung!
    • Herr J. 10.08.2018 14:52
      Highlight Highlight Genau, teilt die Maschinen. Das wird auch gemacht. Nur: Das Getreide ist beim Nachbarn zur selben Zeit reif, das Heu liegt zur gleichen Zeit am Boden... Und wer darf dann die Maschine brauchen? Mannomann, liebe Städter, ehrlich. Könnt ihr euch nicht Dingen widmen, von denen ihr etwas Klitzekleines versteht?
      Es ist wie beim Fussball, jeder weiss es besser und wäre der ideale Trainer, nur die Banausen unten auf dem Platz checken's nicht.
    • Lami23 10.08.2018 16:49
      Highlight Highlight Also die Bauern, die ich kenne, teilen ihre Maschinen.
    • Ulmo Ocin 13.08.2018 10:15
      Highlight Highlight Städter? Weiss nicht warum ich als Prättigauer als Städter bezeichnet werde. Ich arbeite sehr viel mit Bauern zusammen und kann dir versichern, dass die Maschinen nicht immer am gleichen Tag benötigt werden. Dann muss man sich halt organisieren.
  • Makatitom 10.08.2018 11:57
    Highlight Highlight Wieso wird die Classe parasitaire nicht gleich behandelt wie alle anderen Unternehmer. Entweder man kommt zurecht und erwirtschaftet seinen Gewinn selber oder man geht eben Konkurs und muss sich eine andere Arbeit suchen. Dieses ständige Gejammer dieser subventionierten Staatsangestellten nervt langsam
    • Zerschmetterling 10.08.2018 12:25
      Highlight Highlight Und dann, was isst du? Wahrscheinlich wird dann über importierte Milch, Kartoffeln und Äpfel gejammert....
    • Makatitom 10.08.2018 12:43
      Highlight Highlight Keine Angst, notfalls kann ich mich selber versorgen
    • Masta Ace 10.08.2018 12:52
      Highlight Highlight @ Makatitom: Weil du dann all deine Esswaren aus dem Ausland kaufen müsstest, da ws hierzulande keine Bauern mehr gäbe. Somit wäre der Umweltschaden wieder grösser.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wasmeinschdenndu? 10.08.2018 11:56
    Highlight Highlight Motto unserer Bauern:

    MIMIMI SUBVENTIONEN
  • grind 10.08.2018 11:56
    Highlight Highlight Lieber no chli jammern und die sünneliparty wählen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 10.08.2018 11:53
    Highlight Highlight Nun die bäuerlichen Wählerstimmen gehen auch immer brav zur CVP und zur SVP, kein Wunder steht die Bekämpfung des Klimawandels nicht zuoberst auf der bäuerlichen Prioriätenliste. Die Bauern sollte sich überlegen, ob sie bei der Klimapolitik den Verhinderern weiter die Stange halten sollten, sie drohen bald auf dem Trockenen zu hocken und das ohne das man ihnen den Subventionshahn zudreht.
    • zeromaster80 10.08.2018 12:17
      Highlight Highlight Sprach er und buchte den nächsten Urlaub in Südamerika.
    • BeWi 10.08.2018 12:59
      Highlight Highlight ...oder isst brasilianischer Rindfleisch...
    • SchweizAbschaffen 10.08.2018 14:05
      Highlight Highlight Ja, aber ...
      Dieser "Klimawandel" ist doch nur eine Erfindung linker und grüner Ideologen.
      Das weiss doch jeder in der Bauernpartei.
      Wieso sollten wir da was unternehmen?
  • Namenloses Elend 10.08.2018 11:52
    Highlight Highlight Man könnte sagen, die Bauern erfüllen kein Klimaziel. Man könnte aber auch sagen, dass der Bund die Ziele vielleicht zu hoch gesteckt hat? 🤔. So auf dem Papier sieht es immer einfach aus...
    • Cosmopolitikus 10.08.2018 12:39
      Highlight Highlight GENAU! Besser wir warten mal ab und schauen, wie sich die gesamte Sache entwickelt, gelle...
      Mensch mir graut vor dir!
    • dan2016 10.08.2018 12:58
      Highlight Highlight das machen die Autoimporteure auch alle 10 Jahre so. Versprechen, sich an ein Ziel zu halten und es selber zu regeln (damit auch ja nicht reguliert wird) und nach 10 Jahren.... ja äh, wir haben es nicht erreicht (weil wir nicht wollten)….
  • Sophia 10.08.2018 11:43
    Highlight Highlight Wann bitte jammern die Bauern mal nicht? Leider haben die Bauern im Volk ein meiner Meinung zu hohes Ansehen, daher bringen sie Ihre Anliegen politisch meist durch. Vielleicht haben wir Schweizer ja Angst, ohne unsere Bauern zu verhungern.
    • Dominik Treier (1) 10.08.2018 13:37
      Highlight Highlight Sind wir mal ehrlich. Es braucht die Bauern in der Schweiz. Aber politisch und das ist ganz klar sind sie einfach total übervertreten. Es ist einfach so dass es nicht förderlich sein kann wenn 15-30% der Parlamentarier mit der Landwirtschaft verbandelt sind, aber nur 3% der Arbeitnehmenden, mehr schlecht als recht davon ihr Brot verdienen. Selbiges gilt übrigens auch für die Grosskonzerne. Nur dass es bei den Bauern als gut druchgeht, weil gerade in Ländlichen Regionen einfach viele Schweizer noch dem Ballenberg und Älplerideal ohne Realitätsbezug nachhängen, obwohl wenig Bezug dazu besteht...
    • leichmann 10.08.2018 13:41
      Highlight Highlight Natürlich würde das Schweizer Volk auch ohne die Bauern überleben. Aber ich weiss ja nicht ob der Import von Nahrungsmitteln Umweltschonender ist als wenn man das Produkt direkt hier in der Schweiz herstellt. Zudem sind die Standards, sowohl für die Umwelt als auch für das Tierwohl, in der Schweiz erheblich höher als jene im Ausland. Zudem haben die Bauern guten Grund zum jammern. Würden Sie noch eine Kuh melken und tausende von Franken investieren für das Tierwohl wenn Sie für einen Liter Milch noch einen halben Franken kriegen?
    • Lami23 10.08.2018 16:47
      Highlight Highlight Wenn ich hier durchlese, bemerke ich nichts von hohem Ansehen.
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  • Theor 10.08.2018 11:39
    Highlight Highlight Bauern jammern viel und tun gleichzeitig gar nichts? Ohje, das hätt ich jetzt nicht gedacht! Das ist aber eine ganz neue Erkenntnis!

    ¯\_(ツ)_/¯

    *ironie off*

«Die Frage ist nur noch: Wann haben wir die Schmerzgrenze erreicht?»

In dem verwitterten Backsteingebäude am Falkenplatz in Bern, etwas versteckt neben der Vitrine des Dönerstands, kann man an einer kleinen Metallplakette in eine kältere Vergangenheit eintauchen. «Mittlere Jahrestemperatur: 8 Grad. Mittlere Jährliche Niederschlagsmenge: 977 Milimeter.»

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