Schweiz
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Doris Fiala, FDP-ZH, links, und Petra Goessi, FDP-SZ, rechts, sprechen an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 27. September 2018 im Nationalrat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Bild: KEYSTONE

Ein Jahr vor den Parlamentswahlen in Bern: Droht den Frauen ein Rückschritt um 30 Jahre?

Bundesrätinnen, Lohngleichheit, #MeToo-Bewegung. Das Frauen-Thema ist für die eidgenössischen Wahlen 2019 gesetzt. Dennoch werden die Politikerinnen nicht einfach durchmarschieren – besonders im Ständerat nicht.

Doris Kleck / Schweiz am Wochenende



Der Countdown läuft: In ziemlich genau einem Jahr werden National- und Ständerat neu bestellt. Die wichtigen Weichen werden aber bereits jetzt gestellt. Wer in der Schweiz künftig das Sagen hat, hängt wesentlich davon ab, wer überhaupt zur Wahl antreten wird; wie die Parteien ihre Listen für die Nationalratswahlen gestalten; mit welchen Kandidaten sie in die Ständeratswahlen ziehen. Und dabei spielen die Frauen eine Rolle.

Exemplarisch dafür steht die parteiinterne Ausmarchung der SP Aargau für den Ständeratswahlkampf, die schweizweit hohe Wellen geworfen hat. Nationalrat Cédric Wermuth wurde als Kandidat nominiert – er setzte sich deutlich gegen Yvonne Feri durch. Die Nomination verlief allerdings nicht geräuschfrei. Sie zeigte, wie virulent das Frauenthema ist. Für die Wahlen 2019 ist es gesetzt.

ARCHIV -- ZUR NOMINATION DER SP AARGAU VON CEDRIC WERMUTH ALS STAENDERAT, STELLEN WIR IHNEN HEUTE FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Cedric Wermuth (SP-AG) spricht waehrend einer Debatte im Nationalrat, waehrend der Sommersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 1. Juni 2017 in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Cédric Wermuth. Bild: KEYSTONE

Dafür gibt es verschiedene Gründe. Da ist die internationale Grosswetterlage. In den USA treten bei den Zwischenwahlen vom November so viele Frauen für den Kongress an wie noch nie. Dabei spielt Präsident Donald Trump sicher eine Rolle. Doch ebenso die #MeToo-Bewegung: Sie ist nicht nur eine Stimme gegen sexuelle Gewalt, sondern längst zu einem Motor für die Emanzipation geworden.

Auch in der Schweiz. Frauen drücken ihre Unzufriedenheit aus. Die Demo für Lohngleichheit mit rund 20 000 Teilnehmenden in Bern vor ein paar Wochen ist Ausdruck davon. Die Dominanz der Frauenfrage bei den Bundesratswahlen vom Dezember ein weiterer.

Gestern haben sich die Freisinnigen Ständeräte Martin Schmid und Ruedi Noser aus dem Bundesratsrennen genommen. Beide mit dem Hinweis darauf, dass die Zeit reif sei für eine Frau. Für Kathrin Bertschy, GLP-Nationalrätin und Co-Präsidentin der Frauenorganisation Alliance F, ist das ein Beleg dafür, dass die Forderung nach einer stärkeren Beteiligung der Frauen in der Politik in breiten Kreisen angekommen ist. «Ich bin zuversichtlich, dass die Frauenfrage zu einem dominanten Thema im Wahljahr 2019 wird», sagt die Bernerin.

Kathrin Bertschy, Fraktionspraesidentin und Nationalraetin GLP-BE, spricht an einer Medienkonferenz zum Parteipraesidium der Gruenliberalen Schweiz (GLP), am Freitag, 30. Juni 2017 im Medienzentrum im Bundeshaus in Bern. Der Vorstand der Gruenliberalen nominiert Juerg Grossen als neuen Parteipraesidenten. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Kathrin Bertschy. Bild: KEYSTONE

Selbst die FDP hat ein Ziel

Fraglich ist allerdings, ob sie deswegen ihren Anteil im Parlament wesentlich erhöhen können. Derzeit stehen 64 Nationalrätinnen 136 männlichen Kollegen gegenüber. Im Ständerat ist das Verhältnis 7 zu 39. Bertschy dämpft die Erwartungen. An Bisherigen würden Frauen kaum vorbeikommen – und alle frei werdenden Sitze werden sie nicht gewinnen.

Bertschy geht von fünf bis sieben zusätzlichen Sitzen aus, welche die Frauen in der grossen Kammer erobern könnten. Voraussetzung dafür ist aber, dass mehr Frauen für die Wahlen kandidieren. Alliance F hat dazu mit Operation Libero die Kampagne «Helvetia ruft» lanciert.

Ziel der Kampagne ist es, dass 500 bis 600 Frauen mehr kandidieren als noch 2015. Denn wissenschaftlich erhärtet ist: Frauen haben die gleichen Wahlchancen wie Männer. Ergo braucht es mehr Kandidatinnen, um die Männerdominanz zu brechen. Bertschy hofft zudem auf den Effekt, dass Frauen mehr Ersatzplätze holen und so im Laufe der nächsten Legislatur den Sprung nach Bern schaffen.

Hört man der grünliberalen Nationalrätin zu, merkt man, dass die Steigerung des Frauenanteils eine mühselige Arbeit ist. Schritt für Schritt. Bertschy rechnet vor, dass wohl 35 Jahre notwendig sind, um Geschlechter-Parität im Nationalrat zu erreichen.

Halbe-halbe, das fordert auch die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen. Sie hat im März die Kampagne für mehr Frauen in der Politik lanciert. Teil davon sind Gespräche mit den Parteispitzen und den Verantwortlichen in den Kantonen. Ein Treffen sei noch ausstehend, sagt EFK-Vizepräsidentin Simone Curau.

Offiziell Bilanz will sie deshalb erst im Januar ziehen. Sie hält aber fest, dass auch bei bürgerlichen Parteien die Bereitschaft da sei, Frauen stärker zu fördern. Klare Vorgaben für die Listengestaltung hat etwa die FDP Schweiz ihren Kantonalparteien gemacht. In den Wahlzielen, die nicht öffentlich sind, wird eine ausgewogene Vertretung der Frauen auf den Listen verlangt. Das ist bemerkenswert.

Denn offiziell sieht die FDP von einer speziellen Frauenförderung ab und verweist auf das Leistungsprinzip. Offensichtlich ist man sich in der Partei jedoch bewusst, dass Männernetzwerke Männer fördern. Und dass diese Dominanz durchbrochen werden muss.

Problemzone Ständerat

Die Kampagne «Helvetia ruft» will die Listen prüfen und öffentlich bewerten. Parteien mit zu wenig Frauen sollen an den Pranger gestellt werden. Die Kampagne fokussiert also auf die Nationalratswahlen. Das Frauenthema lässt sich hier einfacher bewirtschaften als bei den Wahlen in die kleine Kammer.

Die St. Galler Staenderatspraesidentin Karin Keller-Sutter spricht an einer Medienkonferenz, am Dienstag, 9. Maerz 2018, in Wil. KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

Karin Keller-Sutter. Bild: KEYSTONE

Allerdings ist die eigentliche Problemzone der Ständerat. Seit 2003 nimmt der Frauenanteil nicht zu, sondern ab. Absehbar ist, dass mit der wahrscheinlichen Wahl von Karin Keller-Sutter in den Bundesrat nur noch sechs Frauen im Ständerat vertreten sein werden. Und von diesen treten drei mit Sicherheit nicht mehr an – Anita Fetz (SP/BS), Pascale Bruderer (SP/AG) und Anne Seydoux (CVP/JU).

Auch mit Liliane Maury Pasquier (SP/GE) wird nicht mehr gerechnet. In den Polepositions für deren Nachfolge stehen vorwiegend Männer. Diesen vier potenziellen Sitzverlusten der Frauen steht nur ein potenzieller Sitzgewinn gegenüber: In Luzern könnte eine CVP-Frau die Nachfolgerin von Konrad Graber werden. Bertschy sagt deshalb: «Wir sind alarmiert. Wenn die Frauenvertretung im Ständerat noch kleiner wird, wird die Öffentlichkeit an einer Diskussion nicht mehr vorbeikommen.»

Ständeräte werden im Majorzverfahren gewählt. Politologe Fabrizio Gilardi schreibt in einer Studie, dass Frauen in Majorzwahlen schlechtere Chancen haben. Es setze sich meist durch, was als Norm gilt. Und gerade in Bürgerlichen Parteien sind dies Männer.

Lukas Golder, Co-Leiter des GFS Bern, sagt, dass Ständeratswahlen Personenwahlen seien: «Daraus lässt sich nur schwer eine Geschlechterfrage machen.» Das Beispiel der SP Aargau und Wermuth zeige, dass andere Faktoren wichtiger seien: Allen voran die Wahlchancen und die Mobilisierungskraft.

Den Frauen droht im Ständerat eine empfindliche Niederlage, wieder auf das Niveau von 1991 zurückgeworfen zu werden. Damals gab es vier Ständerätinnen. Die Nicht-Wahl von Christiane Brunner in den Bundesrat gab den Frauen einen Schub. Die Ständeratswahlen 2019 könnten zu einem ähnlichen Erweckungserlebnis werden.

Gruppenbild ohne Dame – so männlich sind Kantonsregierungen

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    Alle Leser-Kommentare
  • kliby 13.10.2018 12:15
    Highlight Highlight Die Realität ist vielmehr, dass sich immer mehr langjährige UnterstützerInnen des Feminismus aufgrund von Metoo vom Feminismus abwenden.

    Zum Beispiel:
    http://thefederalist.com/2018/10/12/kavanaugh-smear-war-broke-decades-long-support-feminism/

    Wichtig und Notwendig ist diese Ablehnung von metoo und dieses Feminismus auch, weil er und ihre Unterstützerinnen die Unschuldsvermutung, Missachtung der Rechtsstaatlichkeit und Abkehr von einem ordentlichen Verfahren propagieren.

    Also all das was wir an totalitären Systemen kritisieren.


  • Clife 13.10.2018 12:09
    Highlight Highlight Tyah, liebe Damen, ihr müsst begreifen, dass man nicht mit Zwang oder sexistischen Anschuldigungen eine Wahl gewinnt, sondern mit realistischen Taten, oder als neue Politikerin mit viel Sympathie und durchsetzbaren Versprechungen. So wie 90% jetzt versuchen, eine Quote zu erzwingen, so macht man sich nur unbeliebter (will es jetzt nicht auf die allgemeine Glocke hängen sondern insbesondere auf einzelne Politikerinnen). Die Ungleichstellung beim normalen Bürger ist längst vorbei und herrscht fast nurnoch in der Teppichetage. Bedenkt aber, dass der Normalo entscheidet, nicht der Chef
    • Juliet Bravo 13.10.2018 15:52
      Highlight Highlight Nicht an die allgemeine Glocke hängen und dann behauptest du, 90% würden eine Quote fordern? Lol
  • bfm 13.10.2018 11:54
    Highlight Highlight Das neue Mitglied (?) des Bundesrates muss zwingend eine in lesbischer Partnerschaft lebende dunkelhäutige Secondo mit einer körperlichen Behinderung sein und aus dem Kanton Schaffhausen stammen!
    Falls sie nebenbei noch einen Text ab dem Teleprompter ablesen kann ohne zu stottern, wäre dies natürlich vorteilhaft aber durchaus nicht "conditio sine qua non"
    • Juliet Bravo 13.10.2018 15:53
      Highlight Highlight Frau reicht völlig 😉
    • FrancoL 13.10.2018 18:56
      Highlight Highlight Sarkasmus oder eine Projektion Deiner Person.
  • Zeit_Genosse 13.10.2018 11:09
    Highlight Highlight Dass Männer sich nicht mit der quasi gewählten KKS duellieren möchten ist Kalkül. Sie können nur verlieren. Es ist die Zeit der Frauen, sagen die Politiker, meinen aber egoistisch und realistisch, dass sie sich selbst schaden wenn sie antreten. Das Momentum ist für die Frauen und gegen die Männer. Eine Opportunität die Frauen jetzt konsequent nutzen sollten und bei allen Tickets drauf stehen sollten. Und die Gefahr besteht, dass Parteiintern Männer die Steigbügel Frauen zuhalten und sagen, wir helfen dir in den Sattel, wo das Pferd hinläuft bestimmen weiterhin wir.
  • Karl33 13.10.2018 11:01
    Highlight Highlight Ich mag einfach keine sexistischen Politiker wählen, die auf Twitter sich über Hashtags wie "menaretrash" freuen.

    Des weiteren habe ich lieber fähige und integre Politiker, als solche die durch Quoten auf ihre Sessel gespült werden.
  • Thys Zürcher 13.10.2018 10:12
    Highlight Highlight Ein bisschen einseitig die Bildstrecke... Weshalb werden nicht alle Kantone gezeigt? In Bern sind immerhin 3 von 7 Regierungsräten Frauen
  • Geralt 13.10.2018 09:42
    Highlight Highlight Die Fotos von den Kantonsregierungen sind ja geradezu verstörend... War mit ehrlich gesagt so gar nicht bewusst... Find ich super, das mal so vor Augen geführt bekommen!
    (Ja ich weiss, dass die Bildergalerie vom Mai ist.)
  • FrancoL 13.10.2018 09:32
    Highlight Highlight Es ist gerade für Linke schwierig die politische Ausrichtung beeinflussen zu wollen und die Frauen zu stützen. Gerade im Ständerat ist es löblich fähige Frauen zu stützen aber nicht sinnvoll mit dieser Einstellung Sitze zu verlieren.
    Das Augenmerk muss noch vermehrt auf die Basis gelegt werden und auf die Mobilisierung der Frauen. Darum muss an der Basis den Frauen aufgezeigt werden, dass sie gleiche Chancen haben und damit eine grössere Frauenfrequenz erreicht werden. Auch Frauen können sich nicht dieser „Grundausbildung“ entziehen, ausser man setze mehrheitlich auf Quereinsteigerinnen.
  • brudi 13.10.2018 08:57
    Highlight Highlight Ich liebe alle Frauen. Das als erstes. Deswegen eine Frauenquote in der Politik zu erzwingen finde ich aber unnötig. Fähige und motivierte Frauen haben immer die Chance gewählt zu werden. Beispiele dafür gibt es genug. Das Argument der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sollte familienintern geklärt werden. Will die Frau Karriere machen muss halt der Mann mehr zuhause bleiben.
  • walsi 13.10.2018 08:16
    Highlight Highlight Interessanter Artikel aber eine Frage, DIE FRAGE, wird nicht gestellt. Warum interessieren sich Frauen weniger für Politik und warum lassen sich die, die sich für Politik interessieren, nicht zur Wahl aufstellen? Ich kenne einige Frauen die von Parteien angefragt wurden ob sie nicht beitreten und sich politisch engagieren wollen. Alle haben dankend abgelehnt.
    • FrancoL 13.10.2018 09:00
      Highlight Highlight Naja Wals; auch bei den Männern harzt die Teilnahme an der Politik. Kenne x Männer die dankend abgelehnt haben.
      Politikverdrossenheit und Egoismus sind nun mal nicht wegzudiskutieren.
    • let,s go 13.10.2018 09:14
      Highlight Highlight In der Wirtschaft ist es genau dasselbe.
      Die Frauen wollen nicht.
    • walsi 13.10.2018 09:16
      Highlight Highlight @FracoL: Aber offensichtlich weniger als bei den Frauen, sonst wären die Männer ja nicht überproportional vertreten.

      Die Frage bleibt also bestehen: Wieso interessieren sich Frauen weniger für Politik als Männer?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bowell 13.10.2018 08:06
    Highlight Highlight Die zwei wichtigsten Sätze im Artikel sind m.M.n: “Frauen haben dieselben Wahlchancen wie Männer“ und „Voraussetzung dafür ist [...], dass mehr Frauen für die Wahlen kandidieren.“
    Wer nicht kandidiert kann auch nicht gewählt werden. Das sollte allen einleuchten.
    Ich finde es zudem bezeichnend, dass die SP Mühe hat fähige Nachfolgerinnen für den Ständerat zu finden. Das scheint ja nicht wirklich gut zu funktionieren mit der Frauenförderung am linken politischen Spektrum. Wieder einmal Wasser predigen und Wein saufen...
    • mogad 13.10.2018 09:11
      Highlight Highlight Wenn ein Mann und eine Frau kandidierten für den BR war es leider in 7 von 8 Fällen so, dass der Mann gewählt wurde (Ausnahme war Calmy-Rey). Traurig genug, dass man die Männer-Mehrheit in Bundesbern fast dazu zwingen muss eine Frau zu wählen. Und dann heisst es prompt, wir lassen uns nicht dazu zwingen eine Frau zu wählen, die weniger kompetent ist als der Mann. Kein Wunder wollen weniger Frauen als auch schon in die Politik, wenn so hart und unfair über sie geurteilt wird.
    • mogad 13.10.2018 09:18
      Highlight Highlight Die SP hat bereits den höchsten Frauenanteil und das ganz ohne Quote. Warum? U.a. weil die Männer in der Partei keine Mühe bekunden mit der gelebten Gleichberechtigung. Frauenförderung heisst aber nicht, dass nie mehr ein Mann kandidieren und gewählt werden darf. Jetzt sind mal andere Parteien in der Pflicht. Die FDP z.B.! Seit 30 Jahren keine Frau mehr im Bundesrat! Die SVP glänzt gerade mal mit der Kandidatur von Rita Fuhrer. Der wurde auch ein Mann vorgezogen. Auch diese Partei sollte mal liefern, statt den andern immer gegen den Karren zu fahren.
  • Kronrod 13.10.2018 07:42
    Highlight Highlight Wir sind im Jahr 2018. Ich wähle die Person, die mir am besten passt. Das Geschlecht darf uns Wurst sein. Der Beweis, dass Frauen in die Politik gelangen können, ist längst erbracht.
    • mogad 13.10.2018 09:20
      Highlight Highlight Dann darf uns künftig auch die geografische Herkunft des Kandidaten/der Kandidatin Wurst sein?
    • FrancoL 13.10.2018 10:19
      Highlight Highlight @mobag: Das Problem ist dass Wurst nicht Wurst ist und es viele Auswege gibt um nicht eine fähige Frau zu wählen.
      Allerdings sollte man bei der Fähigkeit bei beiden Geschlechtern genau hinsehen und nicht nur bei der Frau die Fähigkeit ins Feld führen.
    • Charlie Brown 13.10.2018 10:26
      Highlight Highlight @mogad: Jein. Die Verteilung der Geschlechter ist etwa 1:1, die Verteilung zwischen den Sprachregionen ist es nicht. Wenn nur noch die Mehrheit ihresgleichen wählt, haben wir im Nu 7 deutschschweizer Bundesräte. Das wäre nicht im Sinn der Sache.
    Weitere Antworten anzeigen
  • just_a_name 13.10.2018 07:39
    Highlight Highlight Ist es sexistisch zu sagen, dass ich lieber eine kompetente Vertretung im BR/SR/NR habe möchte und in erster Linie auf die Kompetenz und nicht aufs Geschlecht schaue?
    • mogad 13.10.2018 09:23
      Highlight Highlight Ist es. Wer steht denn zur Wahl? Karin Keller-Sutter! Und wenn Sie jetzt das Gefühl haben im Zusammenhang mit dieser Frau noch Kompetenz einfordern zu müssen, obwohl sie diese schon zig-fach unter Beweis gestellt hat, unterstellen sie, dass Frauen grundsätzlich nicht kompetent genug sind für hohe Aemter. Und das ist sexistisch.
    • AdiB 13.10.2018 09:49
      Highlight Highlight @mogad, schön wie sie sich für kks einsetzen, doch die nr und sr wahlen haben nichts mit den bundesratswahlen gemein. Den das volk kann nur den nr und sr wählen.
    • FrancoL 13.10.2018 10:22
      Highlight Highlight @mobag das nenne ich einen Beinschuss. Die Frage war sehr allgemein gehalten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • bastardo 13.10.2018 07:35
    Highlight Highlight Mit dem "Frauenproblem" verhält es sich ähnlich wie z.B. mit dem "Ausländerproblem" - es gibt eigentlich gar keines. Die Leute werden einfach von gewissen Parteien und Medien indoktriniert. Und da selber denken etwas umständlich ist, glauben es die meisten auch noch.
    • let,s go 13.10.2018 09:30
      Highlight Highlight Bastardo

      In der CH gibt es immer wieder „Ausländerprobleme“ wie Sie es nennen. Ich habe an einer OS gearbeitet und weiss wovon ich spreche.
      Im EU Raum, sind die Probleme in div. Viertel der grossen Städte eigentlich für jeden ersichtlich.
      Die Medien sind in dieser Frage alles andere als indoktriniert. Im Gegenteil.
      Es wird sehr zurückhaltend informiert.
    • DerMeiner 13.10.2018 11:40
      Highlight Highlight Immer wieder lustig wie gewisse Leute denken, sie hätten alleinig die wirkliche Wahrheit erkannt und werfen anders denkenden gleich mal Manipulation vor, weil ja die ganz klar nicht selber denken können.

  • Läggerli 13.10.2018 07:31
    Highlight Highlight Der Text liest sich streckenweise, als ob das Fortbestehen der Nation davon abhängt, dass wir allermindestens mehr Frauen wählen als das letzte Mal. Was wurde aus der Idee, dass die talentierteste Person eine Stelle erhält? Wurde das zugunsten von "Parteien mit zu wenig Frauen sollen an den Pranger gestellt werden" abgeschafft?
    • mogad 13.10.2018 09:26
      Highlight Highlight Warum stellen Sie die Frage nach der "talentiertesten Person" ausgerechnet jetzt, wo eine Frau gewählt werden soll? Sind Sie der Meinung, dass die Politik schlechter wurde, weil jetzt Frauen mitreden?
    • Geralt 13.10.2018 09:46
      Highlight Highlight Nein, wurde es nicht. Es wird nur drauf hingewiesen, dass zu wenige von den überaus talentierten Frauen in der Regierung landen. Und weil das so unfassbar viel Tradition hat, kann man da gar nicht genug daraif hinweisen und "an den Pranger stellen".
    • Juliet Bravo 13.10.2018 10:04
      Highlight Highlight Diese „Idee von der talentiertesten Person“ gab es gar nie. Es ging immer nur darum, wer denen, die auswählen am besten passt! Mach dir doch nichts vor.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Caturix 13.10.2018 07:30
    Highlight Highlight Es geht nicht um Frau oder Mann sondern um Kompetenz, leider fehlt diese aber auch.
    • zeusli 13.10.2018 08:36
      Highlight Highlight Nun die Kopetenz ist auch bei den Männern in der Politik nicht gerade dass was mich zu Begeisterungsstürmen hinreisst...
    • walsi 13.10.2018 08:45
      Highlight Highlight @zeusli: Wenn du weisst wie es besser geht solltest du dich unbedingt zur Wahl aufstellen lassen. Dann einen kompetenten Wahlkampf führen und so mit die Kompetenz im Parlament verbessern.
    • zeusli 13.10.2018 09:15
      Highlight Highlight Ja sollte ich, nur weis ich das die Leichen in meinem Keller zu einer richtig tollen Schlamschlacht führen würden. Dies möchte ich meinem Umfeld und mir nicht antun. Und ich gebe es zu: mich der Gier nach Macht und Geld zu stellen macht mir Angst...
      Ich hoffe sie verstehen das.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Flötist 13.10.2018 07:14
    Highlight Highlight So ein unsinn. Überlegt mal: Solange man dieses Thema so aufgreift werden Frauen wie eine geringere Klasse von Mensch gesehen. Wenns im Bundesrat für einmal keine Frauen durch die Wahlen geschaft haben, so what? Dann hatte es einfach nicht die passenden Kandidaten dabei. Das gleiche für Männer: Wenn der Bundesrat mal nir aus Frauen besteht, so what? Es ist die Reaktion gewisser Menschen, die das dramatisieren, die ein grosser der Teil des vermeintlichen Peoblems sind und nicht was als Ursache oft behauptet wird.
    • FrancoL 13.10.2018 10:28
      Highlight Highlight Es kommt immer darauf an was man unter dem Ausdruck „passender Kandidat/In“ versteht. Nach nach Auslegungen von „passend“ kann es ehr wohl ein Problem sein.
    • Flötist 13.10.2018 11:13
      Highlight Highlight @FrancoL Nonsense! Dann muss die Auswahl kritisiert werden, aber ganz sicher nicht der Fakt dass ein Bundesrat aus nur Frauen oder nur Männern besteht.
    • FrancoL 13.10.2018 12:07
      Highlight Highlight Naja wenn Du „passend“ als Kriterium hochstilisierst dann kommen wir sicherlich sehr weit. Unverständlich eine solche Aussage.
  • Peedy 13.10.2018 07:06
    Highlight Highlight „Denn wissenschaftlich erhärtet ist: Frauen haben die gleichen Wahlchancen wie Männer.“

    Also liebe Frauen: kandidiert und engagiert euch in der Politik oder hört auf euch zu beschweren...
  • Armend Shala 13.10.2018 07:03
    Highlight Highlight Es hat mehr Frauen als Männer in diesem Land die stimmberechtigt sind. Wenn es also so gewünscht ist, können die Frauen alle Männer auf Wahllisten streichen und nur Frauen wählen. Kann alles durch Frauenhand geschehen. Es ist sowas von egal ob Mann oder Frau, grösstenteils sitzen im Plenarsaal hauptsächlich Lobbysten, die keine Entscheidungen für den einfachen Bürger treffen, sondern lediglich für deren Interessensgruppen. Und vor allem an linke Parteien gerichtet, der einfache Bürger und Arbeiter hats immer schwerer, aber ganz wichtig ist, dass der Fussgänger, Zebrastreifen heissen muss.
    • FrancoL 13.10.2018 10:31
      Highlight Highlight Darum wählt der einfache Arbeiter lieber SVP? Damit nicht die geringste Chance zu einer Politik für Mittelstand und Arbeiter gefunden werden kann?

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

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