Schweiz
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Yannick Buttet tritt als CVP-Vize zurück und macht Alkohol-Entzug



ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON YANNICK BUTTET ALS VIZE-PRAESIDENT DER CVP SCHWEIZ, AM MONTAG, 4. DEZEMBER 2017 - Nationalrat Yannick Buttet, CVP-VS, verfolgt die Debatte an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 30. November 2017, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

In den Schlagzeilen: Yannick Buttet Bild: KEYSTONE

Der mit Stalking-Vorwürfen konfrontierte Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet zieht sich vorläufig aus der Öffentlichkeit zurück. Zuvor hat er seinen Rücktritt als Vize-Präsident der CVP Schweiz erklärt. Am Nationalratsmandat hält er aber vorerst noch fest.

«Als Vize-Präsident der CVP Schweiz trete ich per sofort zurück», liess Buttet am Montag durch seinen Anwalt Andreas Meili mitteilen. Das Präsidium der CVP Schweiz hatte Buttet bereits am vergangenen Donnerstag als Vize-Präsident suspendiert.

«Ferner werde ich mich in eine ärztliche Kur begeben, um meinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekommen», wurde Buttet in der Mitteilung weiter zitiert. Nach seiner Genesung werde er sich mit der kantonalen Partei absprechen, ob er sein Mandat als Nationalrat weiterführe. «Bis auf weiteres ziehe ich mich aus meinen gewählten Funktionen zurück.»

Ab sofort krank geschrieben

«Er ist ab sofort krank geschrieben und wird sich in die Kur begeben», sagte Buttets Anwalt Meili der Nachrichtenagentur sda auf Anfrage. «Solange er nicht gesund ist, wird er seine Ämter als Nationalrat und Gemeindepräsident von Collombey-Muraz nicht ausüben.»

Yannick Buttet gab in der Erklärung zudem eine Entschuldigung ab: «Ich möchte mich zutiefst bei meiner Frau und meiner Familie und bei den Menschen entschuldigen, die durch mein unangemessenes Verhalten verletzt wurden, auch bei meinen Parteikollegen.»

Die CVP Schweiz nahm den Rücktritt von Buttet als Vize-Präsident zur Kenntnis. Buttet habe CVP-Präsident Gerhard Pfister persönlich über den Entscheid informiert.

An der heutigen Sitzung des Präsidiums habe Buttet nicht teilnehmen können, teilte die CVP Schweiz am Montag mit. Das Präsidium werde ihn baldmöglichst zu einer Aussprache einladen. Die CVP bekräftigte, dass jegliche Übergriffe auf die Integrität anderer Menschen inakzeptabel seien.

Die CVP des französischsprachigen Wallis unterstützte den Weg von Buttet. Er und andere hätten Buttet beraten, sagte Serge Métrailler, Präsident der CVP des französischsprachigen Wallis auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. «Wir haben alle möglichen Szenarien besprochen.»

ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON YANNICK BUTTET ALS VIZE-PRAESIDENT DER CVP SCHWEIZ, AM MONTAG, 4. DEZEMBER 2017 - Nationalrat Yannick Buttet, CVP-VS, spricht am Handy an der Wintersession der Eidgenoessischen Raete, am Donnerstag, 30. November 2017, in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Bild: KEYSTONE

Métrailler begrüsste auch, dass sich Buttet in Behandlung begibt. «Ich spüre bei ihm einen echten Willen,» sagte er. Der Nationalrat werde von der Kantonalpartei nicht unter Druck gesetzt.

Stalking-Affäre im Wallis

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass wegen des Walliser CVP-Nationalrats Ende November in Siders VS die Polizei ausrücken musste. Dort soll Buttet bei seiner Ex-Geliebten so lange geklingelt haben, bis die Frau die Polizei rief.

Dieser Auftritt des Nationalrats hatte eine Klage wegen Stalkings zur Folge. Da die Information darüber durch ein Leck bei der Staatsanwaltschaft oder bei der Polizei an die Medien gelangte, hat die Walliser Staatsanwaltschaft auch eine Untersuchung wegen Amtsgeheimnisverletzung eröffnet.

Nach den Enthüllungen wurden erste Rücktrittsforderungen laut. Gegenüber dem Westschweizer Radio RTS lehnte Yannick Buttet einen Rücktritt jedoch ab. Nach dem Fall wurde zudem eine Anlaufstelle für Opfer von Belästigungen im Bundeshaus gefordert. (sda)

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14Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • rundumeli 04.12.2017 18:11
    Highlight Highlight buttet entschuldigt sich bei allen und jeder ... nur zurücktreten will der kerl nicht , weil:
    - a) eringer kühe sowas auch nicht machen ;-)
    - b) die nationalrats-batzeli klingeln
  • Denk-mal 04.12.2017 16:55
    Highlight Highlight ...gopfertelli! Hätte ich mich früher besser auch krank schreiben lassen. Dann wäre ich heute trocken...
  • Thinktank 04.12.2017 15:50
    Highlight Highlight Es wäre an der Zeit bei unseren Parlamentariern regelmässig Drogen- und Alktests durchzuführen wie bei den Sportlern. Offensichtlich ist es üblich, dass man betrunken an Sitzungen und Abstimmungen gehen kann, ohne dass das jemanden stört. Sie beziehen einen Lohn und sollen sich so verhalten wie jeder Angestellte dies auch tun muss.
  • Alterssturheit 04.12.2017 15:39
    Highlight Highlight Herr Buttet, warum machen Sie sich das Leben extra schwer ? Sie füllen damit nur die Taschen Ihres RA. Treten Sie einfach zurück und basta.
  • DonPedro 04.12.2017 14:40
    Highlight Highlight Natürlich ist das, was der NR gemacht hat, nicht entschuldbar,auch wenn noch die Unschuldvermutung gilt!
    Aber bei der CVP gilt doch hoffentlich noch die Bibel:
    "Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein...."
  • Linus Luchs 04.12.2017 13:17
    Highlight Highlight Nach seiner Genesung werde Buttet sich mit der kantonalen Partei absprechen, ob er sein Mandat als Nationalrat weiterführe. Ach ja? Bis ein Alkoholiker, der seine Sucht ernsthaft therapieren lässt, von Genesung sprechen kann, vergehen mehr Jahre, als eine Amtszeit als Nationalrat dauert. Buttet hat sein Problem noch nicht wirklich begriffen.
    • bokl 04.12.2017 14:49
      Highlight Highlight "Bis ein Alkoholiker, der seine Sucht ernsthaft therapieren lässt, von Genesung sprechen kann, vergehen mehr Jahre, ..."

      Ein Alkoholiker kann nicht genesen. Er leidet an einer Sucht, nicht an einer Krankheit.

      Ein Alkoholiker kann lernen, seine Sucht in den Griff zu kriegen. Mehr nicht. Rückfall niemals ausgeschlossen.

      Herr Buttet sollte also besser vom Alkohol zurücktreten und ein CVP-Entzug könnte auch nicht schaden ...
    • Bijouxly 04.12.2017 18:07
      Highlight Highlight Woher wollen Sie wissen, dass er Alkoholiker ist? Man ist kein Alkoholiker, nur wenn man sich nach Alkoholkonsum daneben benimmt. Dann wären wir alle wohl ein bisschen Alkoholiker...
    • Saraina 04.12.2017 22:20
      Highlight Highlight Ich glaube auch, dass er sein Problem noch nicht wirklich begriffen hat. Und natürlich ist er Alkoholiker, spätestens nach dem zweiten Danebenbenehmen hätte er nämlich seinen Alkoholkonsum zügel müssen, vor allem als öffentliche Person. Aber das schien er nicht im Griff gehabt zu haben, und genau das ist es, was eine Sucht ausmacht. Sucht ist, wenn "wollen" nicht mehr geht.
  • blumenstraussenfleisch 04.12.2017 13:06
    Highlight Highlight Hihi, sich aber um die Gesundheitsfolgen des Energydrinkkonsums bei Jugendlichen sorgen...^^

    Quelle: https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/curia-vista - Curia Vista - Geschäftsdatenbank der Schweizer Parlamentes.
    Benutzer Bild
  • Mr. Raclette 04.12.2017 13:02
    Highlight Highlight So und nun lasst es mal gut sein!
  • N. Y. P. D. 04.12.2017 11:39
    Highlight Highlight Heute Montag will ihn die CVP-Spitze anhören.

    Und Yannick Buttet lässt bereits vor der Sitzung mitteilen, dass er als Vizepräsident zurücktritt.
    Das ist doch kein Opfer.

    Und er will seinen Alkoholkonsum in einer Therapie in den Griff bekommen.
    Das ist auch kein Opfer.
    Wie wäre es gänzlich vom Alkohol wegzukommen. Das wäre ein Statement.

    Und er will später entscheiden, ob er als Nationalrat zurücktritt.
    Als ob er in dieser Sache noch federführend wäre.

    Er macht es sich nach wie vor zu einfach, der Herr Buttet.
    • huck 04.12.2017 19:49
      Highlight Highlight Keine Macht den Doofen!
    • Saraina 04.12.2017 22:13
      Highlight Highlight "Alkoholproblem in den Griff bekommen" bedeutet bei so massiven Problemen und einem solchen Absturz nichts anderes als totale Abstinenz. Und nach dem Entzug kann er tatsächlich entscheiden, was er weiter machen will. Vielleicht ist ihm die Politik, nüchtern betrachter, auch gar nicht mehr soviel wert.

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