Schweiz
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Steuer- und Sozialreform im Tessin mit nur 193 Stimmen Unterschied angenommen



Im Tessin hat das Stimmvolk am Wochenende eine kantonale Steuer- und Sozialreform mit einer hauchdünnen Mehrheit angenommen. Damit werden Vermögende und Firmen, aber im Gegenzug auch Familien, ab 2020 entlastet.

Die Vorlage wurde bei einer Stimmbeteiligung von lediglich 32.4 Prozent mit 50.1 Prozent Ja-Stimmen angenommen. Den Unterschied machten gerade mal 193 Stimmen aus.

Ein Unia-Sprecher sagte auf Anfrage, es sei noch offen, ob angesichts des äusserst knappen Ausgangs der Abstimmung eine Nachzählung verlangt werde.

Entlastung für Vermögende und Familien

Die vorgesehene Steuerreform soll Bürger mit grossem Vermögen und Firmen erheblich entlasten. Für zehn Millionen Franken Vermögen waren bisher 35’000 Franken Steuern fällig. Ab 2020 sollen es noch 20’000 Franken sein.

Gleichzeitig will der Kanton Familien mit einem Kindergeburtsprämie von 3000 Franken pro Kind und der Unterstützung bei der Kinderbetreuung unter die Arme greifen.

Dem Kanton entgehen damit gemäss Hochrechnungen des Referendumkomitees Steuereinnahmen von 50 Millionen Franken.

Das Referendumskomitee, bestehend aus UNIA, dem Schweizer Gewerkschaftsbund Sektion Tessin und Misox, der SP und den Grünen sowie verschiedenen kleine Gruppierungen, hatte die Kombination dieser Reformen kritisiert und sie als Erpressung bezeichnet.

Die Tessiner Kantonsregierung schätzt die Kosten der Reform für Kanton und Gemeinden auf lediglich 38 Millionen Franken. (leo/sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • dorfne 30.04.2018 09:27
    Highlight Highlight In der Bundesverfassung steht sinngem. Jeder müsse nach seinem Vermögen Steuern zahlen. Mit 99 Abzugsmöglichkeiten und laufenden Steuersenkungen, von denen vor allem die Reichen profitieren, wird dieser Grundsatz unterlaufen. Sicher wird die SVP Tessin bald "Verfassungsbruch, Verfassungsbruch" rufen. Ende Ironie.
  • dorfne 30.04.2018 09:25
    Highlight Highlight 32,4% Stimmbeteiligung! Die Tessiner/Innen wissen offenbar nicht, dass sie sich mit ihrer Gleichgültigkeit ins eigene Fleisch schneiden. Ich geh davon aus, dass diese 32,4% aus mitte-rechts-Wählern bestanden. Bei dem Ergebnis! Und diese 3000 Fr. Geburtsprämie kriegt offenbar Jeder, auch die Reichen, die schon bei der Vermögenssteuer entlastet werden!
    • Richu 01.05.2018 13:57
      Highlight Highlight @Graustufe Rot: Einmal mehr zeigt es sich, dass du beim Analysieren teilweise grosse Fehlüberlegungen machst! Bei einem JA-Stimmenanteil von 50,1% haben bei einer Stimmbeteiligung von 32,4% nahezu die Hälfte der an dieser Abstimmung teilnehmenden Wählerinnen und Wähler NEIN gestimmt! Diese NEIN-Stimmen kommen sicher nicht vom mitte-rechts-Lager.
  • exeswiss 30.04.2018 01:51
    Highlight Highlight steuerparadies kanton tessin....
  • Chääschueche 29.04.2018 22:04
    Highlight Highlight 10 Mio. CHF Vermögen = Steuern in der höhe von 20000

    Bei meinem Verdienst bezahle ich hier in Bern deutlich mehr als die hälfte der 20k an Steuern.

    Wieso Arbeite ich überhaupt?...
    • Chääschueche 01.05.2018 20:45
      Highlight Highlight @Bombenjunge
      Klar ist es was anderes aber es zeigt doch die Ungleichheit.
      Das e Bezahlen für Millionen aif ihrem Konto nix. Steuern bezahlen die meisten auch nix da entweder Pauschalbesteuert oder sonst irgend einen Weg gefunden nix zu betahlen.

  • B-Arche 29.04.2018 17:43
    Highlight Highlight Toll. Das heisst Zürich und Basel müssen noch mehr Geld in den NFA einzahlen damit der Tessin diese Pamperung seiner Reichen sich leisten kann.
    Und das ist halt wieder Geschäftsmodell Schweiz: Es ist offensichtlich darauf angelegt noch mehr wohlhabenden Italiener bzw dessen Geht aufzusaugen um die italienische Volkswirtschaft zu schwächen.
    • Bivio 29.04.2018 22:42
      Highlight Highlight Ihr Kommentar ist total falsch.
      1. Der Kanton Tessin bekommt weniger vom NFA als Basel-Stadt.
      2. Italien hat gar keine Vermögenssteuer.
      3. Die Ital. Volkswirtschaft ist nicht wegen der Schweiz geschwächt, sondern wegen Probleme in Italien. --> Tiefe Produktion, Schattenwirtschaft, unflexibler Arbeitsmarkt, Euro uvm.
    • rodman 29.04.2018 23:16
      Highlight Highlight Falsch - der NFA bemisst sich (neben zig anderen Faktoren) am Steuersubstrat, nicht an den Steuereinnahmen. Wenn sie weniger einnehmen sollten, ist das tessins problem. Sollten sie zuzüge verzeichnen, erhalten sie weniger vom NFA (wie in Luzern passiert).

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