Schweiz
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Des affiches du parti socialiste vaudois, PS, representant les trois candidats pour le Conseil d'Etat vaudois, Pierre-Yves Maillard, Cesla Amarelle, Nuria Gorrite, de Les Verts Beatrice Metraux et de Ensemble a Gauche Hadrien Buclin, Celine Misiego et Yvan Luccarini photographiees ce mardi 11 avril 2017 devant la Cathedrale a Lausanne. Le pemier tour des elections cantonales dans le canton de Vaud se derouleront le 30 avril 2017. (KEYSTONE/Laurent Gillieron)

Wahlplakate in Lausanne: Kommt es erneut zu einer SVP-Schlappe? Bild: KEYSTONE

Wahlen im Kanton Waadt werden zum weiteren Test für die SVP



Die Waadtländerinnen und Waadtländer wählen am heutigen Sonntag Regierung und Parlament für die nächsten fünf Jahre neu. Die SVP unternimmt zum zweiten Mal den Versuch, den Sitz des 2011 im Amt verstorbenen SVP-Regierungsrates Jean-Claude Mermoud zurückzuerobern.

Dieser Sitz war bei der Ersatzwahl für Mermoud an die Grüne Béatrice Métraux gegangen. Damals kippte die bislang bürgerlich dominierte Waadtländer Regierung nach links und die SVP Waadt erlebte mehrere Rückschläge.

Kein Glück hatte die Partei mit dem umstrittenen Claude-Alain Voiblet. Dieser verpasste bei den letzten Gesamterneuerungswahlen im März 2012 den Einzug in die Kantonsregierung. Letztes Jahr sorgte Voiblet zudem wegen einer Plakataffäre für derartigen Ärger, dass er schliesslich von der Kantonalpartei ausgeschlossen wurde.

Bei den nun bevorstehenden Regierungswahlen setzt die SVP Waadt auf den 51-jährigen Nationalrat und Landwirt Jacques Nicolet, der die klassische Waadtländer SVP verkörpert und gemässigter auftritt. Die drei bisherigen FDP-Regierungsräte Pascal Broulis, Philippe Leuba und Jacqueline de Quattro treten mit Nicolet auf einer gemeinsamen Liste an. Trotz der Listenverbindung zweifeln Beobachter daran, dass sich an der bisherigen Sitzverteilung etwas ändern wird.

Insgesamt stellen sich sechs der sieben amtierenden Regierungsmitglieder der Wiederwahl. Einzig SP-Bildungsdirektorin Anne-Catherine Lyon tritt nicht mehr an, nachdem sie von der eigenen Partei zum Verzicht auf eine erneute Kandidatur gedrängt wurde. Für die Sozialdemokraten steigt SP-Nationalrätin Cesla Amarelle ins Rennen, um den Sitz ihrer Parteikollegin zu erben.

Le candidat UDC Jacques Nicolet pose apres une conference de presse organisee par la liste de centre-droite au Conseil d’Etat. Ce mardi 21 mars 2017, a Lausanne. (KEYSTONE/Christian Brun)

Jacques Nicolet will für die SVP in die Waadtländer Regierung einziehen.  Bild: KEYSTONE

Amarelle laut Umfrage vor Nicolet

Laut einer Umfrage im Auftrag der Westschweizer Radio- und Fernsehgesellschaft RTS dürften sämtliche Bisherigen die Wiederwahl schaffen, die beiden SP-Staatsräte Pierre-Yves Maillard und Nuria Gorrite sowie die drei FDP-Regierungsvertreter Pascal Broulis, Philippe Leuba und Jacqueline de Quattro eventuell sogar im ersten Wahlgang.

Métraux würde den Sprung in die Regierung laut der Umfrage erst im zweiten Wahlgang am 21. Mai schaffen. Im zweiten Anlauf würde laut der Umfrage auch Amarelle in den Staatsrat gewählt, während Nicolet das Nachsehen hätte.

Mit Spannung erwartet wird auch der Ausgang der Neuwahlen im 150-köpfigen Waadtländer Kantonsparlament. Aktuell stellen die Bürgerlichen zusammen eine knappe Mehrheit von 74 Sitzen, während die SP (40 Sitze), die Grünen (19 Sitze) und die Linksaussenparteien (5 Sitze) zusammen auf 64 Sitze kommen. Die restlichen 12 Sitze teilt sich die sogenannte Mitte-Allianz.

Die Waadtländer Wahlen werden auch zum Test für die SVP, die in der Westschweiz zuletzt herbe Verluste eingefahren hat. Die SVP verfügt derzeit im Kantonsparlament über 27 Sitze und ist damit drittstärkste Partei. (cma/sda)

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