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Nationalratskandidat und Chefredaktor der Weltwoche Roger Koeppel zeigt einem Delegierten ein Ausgabe der ''Weltwoche?? der Delegiertenversammlung der SVP am Samstag, 4. Juli 2015 in Kerns. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Roger Köppel führt die «Weltwoche».
Bild: KEYSTONE

Prozess gegen «Weltwoche»: Zeitschrift kann keine Zeugen mit Namen vorweisen

Der stellvertretende Chefredaktor der «Weltwoche», Philipp Gut, muss sich wegen einer Artikelserie vor Gericht verantworten. Darin unterstellte er den Historikern Philipp Sarasin und Svenja Goltermann Beziehungskorruption. Zeugen für dieses Verhältnis will Gut jedoch nicht vorbringen.



Im Prozess gegen die «Weltwoche» muss sich Vize-Chef Philipp Gut wegen übler Nachrede gegen die Geschichtsprofessoren Philipp Sarasin und Svenja Goltermann verantworten.

Für die SVP-nahe Zeitschrift ist die Ausgangslage wenig ermutigend, wie die SonntagsZeitung schreibt: Journalist Philipp Gut weigert sich, der Staatsanwaltschaft seine Quellen zu outen. Der Quellenschutz sei «unverzichtbar für einen Journalismus, der seine Rolle als kritische vierte Macht im Staat wahrnimmt», begründet Gut, der vom ehemaligen «Basler Zeitung»-Reporter Markus Prazeller verteidigt wird.

Philipp Gut. Weltwoche

Philipp Gut, stellvertretender Chefredaktor der «Weltwoche».
bild: screenhsot weltwoche

Die Staatsanwaltschaft lässt keinen Zweifel, dass sie von der Unwahrheit der «Weltwoche»-These überzeugt ist.

Gut beharrt jedoch auf seinem Standpunkt: «Die Geschichte stimmt.» Er habe bereits vor Erscheinen des ersten Artikels «ein gutes halbes Dutzend Quellen aus dem nächsten privaten und beruflichen Umfeld» Sarasins gehabt. Später hätten weitere Personen die Story bestätigt, darunter ein Mitglied der Berufungskommission.

Happige Vorwürfe 

Die Vorwürfe der Zürcher Staatsanwaltschaft an die «Weltwoche» sind happig. Mit 41 Auszügen aus «Weltwoche»-Texten begründen die Strafverfolger die Forderung, den Journalisten mit einer Geldstrafe von 31'200 Franken wegen «mehrfacher übler Nachrede» zu verurteilen.

Gut hatte in einer Artikelserie im Herbst 2014 Sarasin und Goltermann Beziehungskorruption unterstellt: Die beiden seien in einem Liebesverhältnis gestanden, während 2009 bis 2011 an der Uni Zürich das Berufungsverfahren zur Besetzung der Professur für Geschichte der Neuzeit lief.

Sarasin habe die Liaison geheim gehalten und sei nicht in den Ausstand getreten; 2012 machte schliesslich Goltermann das Rennen. Die zwei bestreiten die Anschuldigung energisch und hatten das Magazin verklagt.

Jetzt muss das Zürcher Bezirksgericht über Gut urteilen. «Meine Mandanten begrüssen die Anklage», sagt Daniel Glasl, Sarasins und Goltermanns Anwalt.

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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • AdiB 15.02.2016 08:41
    Highlight Highlight wen die quellen nicht aussagen gibts freispruch und die ww muss blechen. der gute gut wird entlassen. zeitungsartikel reichen nicht als beweismittel um jemanden schuldig zu sprechen.
    und quellenschutz gilt bei eichterlicher anordnung nicht mehr. da muss der jurnalist dann den kopf herhalten.
  • pamayer 14.02.2016 23:03
    Highlight Highlight eines dazu in die sammlung, straffällig gewordender svp-ler. wird fast schon zur normalität.
    • Thinkerer 15.02.2016 18:07
      Highlight Highlight Ich wäre ja fürs Starten einer Liste mit den unbescholtenen Svplern. Würde sicher eine recht kurze Sache.
  • arriving somewhere but not here 14.02.2016 17:40
    Highlight Highlight Es hat uns verklagt!!! Es ist böse zu uns! MEIN SCHAAAATZ!!!!! 😂😂😂
  • zombie woof 14.02.2016 16:35
    Highlight Highlight Weltwoche? Da war doch irgend etwas mit Lügenpresse und so? Nachdenk.....
  • Rotirösli 14.02.2016 15:49
    Highlight Highlight Ist halt gar nicht so einfach, gute Geschichten zu finden: so muss man halt ein bisschen nachhelfen, sei es mit Erfinden oder - wie vor einem halben Jahr - Plagiaten.
  • atomschlaf 14.02.2016 15:06
    Highlight Highlight Mann, konntet ihr nicht noch ein fieseres Foto von Köppel finden?!?
    • Moelal 14.02.2016 15:27
      Highlight Highlight Was ist daran fies....? Er sieht so aus, wie er denkt
    • nimmersatt 14.02.2016 15:42
      Highlight Highlight Passt doch: die gebückte Verkäuferkreatur, der kurzhalsige Messias dem - solange er nicht spricht - eine gewisse kindliche Naivität anhaftet; in einem Umfeld das die Basis in ihrem Grundattribut Konservativismus angemessen repräsentiert
  • Palatino 14.02.2016 14:43
    Highlight Highlight Ich kenne den Hauptzeugen. Aber ich kann ihn jetzt nicht nennen, es hat zu viele Leute hier. Aber wir können uns in einer Stunde in der Diminutiv-Bar treffen. Bis dahin sage ich: "Guten Morgen!"
  • Einstein56 14.02.2016 13:07
    Highlight Highlight O-Zitat: Kä Luscht!
  • Zarzis 14.02.2016 12:10
    Highlight Highlight Mein Schwager ist ein International Bekannter Enthüllungs-Jurnalist.
    Es gibt bei ihm nur ein Motto, eine Nachricht wird nur Veröffenmdlicht, wenn er einen Schriftliche Ermächtigung hat oder Tonband - Video Aufzeichnung.
    Alles andere ist nicht Seriöse!
    Er sagt ganz klar, er müsse sich vor allem Rechtlich Absichern!
    Sonst kann ich einfach alles schreiben und jeden der mir nicht passt so lang mit Schmutz bewerfedn bis was kleben bleibt!
    Es geht auch um den Schutz der Leute vor der Juornalie!
    • Ratboy 14.02.2016 16:25
      Highlight Highlight Aber garantiert schützt auch dein Schwager seine Quellen. Die schriftliche Ermächtigung hat erwohl eher für den Fall, dass die Quelle das gesagt plötzlich nicht mehr sagen will,oder umdrehen möchte;-)
      ( Frage ruhig mal deinen international bekannten Enthüllungsj(o)urnalistenschwager)
      Ich bin weissgott kein SVP Wähler und die WW lese ich höchst selten, aber ich bin mir sicher, dass an der Geschichte was dran ist.

      Als Quelle kann eine Situation sehr verzwickt sein. Genau wie bei einem Whistleblower. Mit Feigheit hat das nichts zu tun, meistens jedenfalls.
    • Zarzis 14.02.2016 16:41
      Highlight Highlight Ratboy, die Schriftliche Ermätigung wird gemacht, damit die Quelle vor gericht nicht sagen kann, Habe das nie gesagt.
      Ein Beispiel:
      Er führte einmal ein Interview mit der Chef Sekrätrin von James Baker, (Ex-USA Aussenminister, CEO der Carlyle Group, andere Mitglieder: G. Bush, G.W. Bush aûnd Dick Cheney)
      Diese Frau plauderte pausenlose unglaubliches aus, alles auf Tonband. Als einige Tage später sie die Aussage Bestättigen sollte, lehnte sie es ab. Und mit den Rechtsanwälten dieser Leute will man sich nicht anlegen.
    • Zarzis 14.02.2016 16:48
      Highlight Highlight Es gibt ein altes Sprichwort:
      Vom Hörensagen lehrnt man Lügen!
      Ob an der Geschichte was dran ist, hat eigendlich genau das vorgehen der WW, zur Nebensache werden lassen.
      Und es ist nicht das erste mal das genau diese WW Gerüchte in die Welt setzt mit der hoffnung, die würden sich irgend wie bestätigen!
      Das ist nicht Seriös, das ist Niveau: Klatschblatt
      Der Unterschied, man zielt nicht auf die Royals sondern auf Politische Gegner!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Howard271 14.02.2016 11:50
    Highlight Highlight Hatte schon sowohl bei Prof. Sarasin als auch bei Prof. Goltermann Seminare an der Uni und muss sagen, dass beide fachlich (und menschlich) absolut top sind. Frau Goltermann ist nicht nur eine "Geliebte" eines anderen Professoren, sondern eine kompetente Expertin auf ihrem Gebiet, welche den Lehrstuhl verdientermassen innehat. Finde diese Schlammschlacht absolut daneben.
  • burny 14.02.2016 11:37
    Highlight Highlight Genau aus diesem Grund brauchen wir bessere Gesetze zum Schutz von Whistleblowern. Es muss möglich gemacht werden dass Leute aussagen können ohne ihre Identität jedem auszuhändigen!!!
    • burny 14.02.2016 13:21
      Highlight Highlight @capucino mir ging es hierbei um die Befragung der Zeugen.
  • Lumpirr01 14.02.2016 11:35
    Highlight Highlight Die Frage ist, welche Tatsache hier stimmt: Die WW kann keine Zeugen mit Namen vorweisen oder die WW will keine Zeugen mit Namen vorweisen??
  • Der Kritiker 14.02.2016 10:39
    Highlight Highlight das zeugnis einer unseriösen berichterstattung. wenn man keine beweise hat, dann erfindet man zeugen. man erfindet auch geschichten und pseudofacts, die keine sind. die seriosität der ww muss gar nicht angezweifelt werden, denn wo nichts ist, kann auch nichts verschwinden.
    • Sillum 14.02.2016 10:47
      Highlight Highlight Sie haben nicht die leisestes Ahnung von seriösem Journalismus und den in diesem Zusammenhang wichtigen Zeugenschutz. Gerade die Linkspopulisten sollten die journalistische Freiheit hoch halten.
    • klugundweise 14.02.2016 11:04
      Highlight Highlight Weltwoche, seriös?!
      Allein die Tatsache, dass Sie Andersdenkend diffamieren zeigt, wies Geistes Kind Sie sind.
    • Der Kritiker 14.02.2016 11:26
      Highlight Highlight mich als linkspopulisten zu bezeichnen ist auf grund meines kommentars lächerlich und zeigt das verständnis einfachster texte eines teils der ww-leserschaft auf. es fehlt Euch offensichtlich! ;-)
    Weitere Antworten anzeigen
  • trio 14.02.2016 10:15
    Highlight Highlight Ausschaffen! Klarer Fall, auch ohne DSI
    • Spooky 14.02.2016 10:39
      Highlight Highlight @trio: Ich gebe dir recht. Ausschaffen! Sofort!
      Leute wie Sarasin und Goltermann brauchen wir nicht in der Schweiz.
    • Hippie-ster 14.02.2016 12:38
      Highlight Highlight Kein Thema zu abwägig um die DSI dafür zu bedienen :-)
      Benutzer Bild
    • Zarzis 14.02.2016 16:52
      Highlight Highlight Ja, geht sogar:

      j. falsche Anschuldigung (Art. 303 Ziff. 1 StGB), qualifizierte Geldwäscherei (Art. 305bis Ziff. 2 StGB), falsches Zeugnis, falsches Gutachten, falsche Übersetzung (Art. 307 Abs. 1 und 2 StGB)

      p.s.
      Google muss die Schweiz bald verlassen!
      falsche Übersetzung, aug Google Translater und raus damit!

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