Schweiz
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Asylsuchende unterhalten sich mit Betreuer der Betreungsorganisation ORS im Aufenthaltsraum des Bundesasylzentrums Thun am Dienstag, 22. Maerz 2016 in Thun. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Asylsuchende unterhalten sich mit Betreuer der Betreungsorganisation ORS im Aufenthaltsraum des Bundesasylzentrums Thun Bild: KEYSTONE

Firma vs. Hilfswerk: Morgen kommt es zum Showdown in der Schweizer Flüchtlingsbetreuung

Morgen fällt in Bern ein wichtiger Entscheid. Der gewinnorientierte Asylriese ORS aus Zürich will die Hilfswerke ausstechen. Diese sehen in ORS ein gefährliches Instrument, um Kritiker zum Schweigen zu bringen.

Daniel Fuchs / ch media



Es ist eine Wette auf eine steigende Zahl von Bootsflüchtlingen, die übers Mittelmeer setzen. Daran beteiligen sich gemeinnützige Asylorganisationen wie Hilfswerke – und ein gewinnorientierter Asylriese, die ORS Service AG. Die private Firma mit Sitz in Zürich und Geldgebern in London will wachsen. Und das kann sie am besten bei steigenden Asylzahlen.

Die Gewinnchancen für ORS sind nicht schlecht. Der Bund selbst wies diese Woche auf ein «beträchtliches Migrationspotenzial» hin, namentlich in Libyen. Dort beginnt für Menschen, die irregulär nach Europa wollen, die zentrale Mittelmeerroute. Für nicht wenige endet sie in der Schweiz. Machen sich mehr Menschen von Libyen auf nach Italien, steigen wenig später auch die Asylzahlen hierzulande. Und wegen des innerlibyschen Konflikts rechnet der Bund damit, dass noch dieses Frühjahr die Zahl der Überfahrten wieder ansteigen könnte.

«In Bern geht es um ein Riesenmandat. Es ist grösser als die Aufträge, die wir heute für den Bund erfüllen.»

Jürg Rötheli, CEO von ORS

Morgen Freitag nun entscheidet sich in Bern, wer in Zukunft vom Geschäft mit den Flüchtlingen profitiert. Die Vergabe von fünf grossen Asylmandaten im Kanton Bern ist speziell, denn als erster Kanton überhaupt vergibt Bern sämtliche Aufträge von der Betreuung bis hin zur Integration von Asylbewerbern neu. Bisher teilten sich mehr als zehn Organisationen, darunter Hilfswerke und andere gemeinnützige Organisationen, den Kuchen auf.

Neu soll es noch maximal fünf «Generalunternehmen» geben, so die Ausschreibung. Anbieter solcher Leistungen konnten sich für eine, mehrere oder gleich alle der fünf Grossregionen bewerben. Möglich ist also sogar ein Szenario mit einem Gewinner des ganzen Kantons.

Grösste Bieterin ist ORS. Die Firma hat sich um alle fünf Regionen beworben. «In Bern geht es um ein Riesenmandat. Es ist grösser als die Aufträge, die wir heute für den Bund erfüllen», erklärte der CEO der sonst schweigsamen Firma, Jürg Rötheli, in einem Interview mit der «Berner Zeitung». Neben ORS interessiert sich nur die Heilsarmee ebenfalls für alle fünf Grossregionen.

Überblick: Das sind die Akteure in der Betreuung von Flüchtlingen

Ob Privatfirma, Hilfswerk oder staatliche Organisation – wer Asylbewerber betreut, ist von Kanton zu Kanton verschieden.

Private: ORS wurde 1992 in der Schweiz gegründet. Während der Kosovokrise stieg die Firma mit Sitz in Zürich richtig ins Asylgeschäft ein. 2014 kaufte ORS den zweiten grossen privaten Player, die ABS Betreuungsservice AG, auf. In Basel, Boudry NE, Vallorbe VD, und Chiasso TI betreibt ORS heute die Empfangs- und Verfahrenszentren des Bundes. Hinzu kommen ein Transitzentrum am Flughafen Genf sowie weitere Bundesunterkünfte. Kantonale und kommunale Asyleinrichtungen betreibt ORS in den Kantonen Zürich, Aargau, Solothurn, Freiburg und Basel-Landschaft. Das Firmengeflecht hinter ORS ist komplex. An der Holding, zu der ORS gehört, ist die britische Gesellschaft Equistone beteiligt.

Hilfswerke: Neben Spenden sind öffentliche Aufträge, zum Beispiel in der Flüchtlingsbetreuung, eine typische Einnahmequelle der Hilfswerke. Viele mischen auf dem Markt mit, Caritas, Heks, die Heilsarmee oder das Rote Kreuz zum Beispiel. Caritas etwa betreute im Kanton Luzern bis ins Jahr 2016 die Asylsuchenden, ehe der Kanton diese Aufgabe an eine eigens dafür gestellte kantonale Stelle übertrug. Vergangenen Herbst buhlten mehrere Hilfswerke um Mandate des Bunds für die Rechtsvertretung in den beschleunigten Verfahren in den Bundesasylzentren («Gratis-Anwälte»). Heks, Caritas, das Schweizerische Arbeiterhilfswerk und andere erhielten den Zuschlag. Leer ausgegangen ist das Rote Kreuz, das zusammen mit dem Beratungsunternehmen PwC ein Angebot einreichte.

Organisationen der öffentlichen Hand: Die dritte Gruppe sind Anbieter wie die Asyl-Organisation Zürich (AOZ), welche im Auftrag des Bunds die Empfangs- und Verfahrenszentren Altstätten SG und Kreuzlingen TG sowie das Transitzentrum am Flughafen Zürich und weitere Bundesunterkünfte führt. Daneben betreut die AOZ, welche eine öffentlich-rechtliche Anstalt ist, Asylsuchende in Unterkünften des Kantons Zürich. Direkt von Mitarbeitern kantonaler Ämter betreut werden Asylsuchende etwa in den Kantonen Luzern und St. Gallen.

Warnungen vor ORS aus Österreich

Auch schweizweit werden die Karten neu gemischt. Wie Recherchen zeigen, schreibt der Bund die Mandate für die Betreuung und für die Sicherheit in seinen Asylunterkünften dieses Jahr neu aus. Die bestehenden Mandate laufen noch bis Ende 2019. Das zuständige Staatssekretariat für Migration will keine näheren Angaben machen. Die letzte Ausschreibung fand 2013 statt. Die Unterlagen von damals legen nahe, dass die neue Ausschreibung noch vor den Sommerferien publiziert wird.

Gewinnerinnen waren 2013 die beiden Zürcher Asyl-Schwergewichte ORS und die gemeinnützige AOZ (Asyl-Organisation Zürich). Drei Mandate erhielt die ORS, zwei die AOZ. Auf dieses Jahr hin hat der Bund seine Asylverfahren restrukturiert. In sechs Asylregionen werden je zwischen zwei und vier Bundeszentren für die Erstaufnahme der Asylsuchenden stehen. Wahrscheinlich ist, dass der Bund jede Region separat ausschreibt.

ORS will ein grosses Stück des Kuchens. Und die Chancen stehen nicht schlecht. Doch das gefällt nicht allen. Weshalb nicht, zeigt ein Blick nach Österreich, wo die Regierung im Asylbereich ganz auf ORS setzt.

Dort und in Deutschland betreibt ORS Tochterfirmen. Nur droht in Österreich nun das jähe Ende des Geschäfts. Denn die regierende Rechtskoalition will eine eigene Betreuungsagentur einsetzen und auf die Dienste Dritter verzichten. Das erklärte Ziel des Innenministers Herbert Kickl: der Asylindustrie ein Ende bereiten.

Österreichs Pläne betreffen alle Drittanbieter von Betreuungsdienstleistungen im Asylbereich. Also neben der ORS, welche sämtliche Bundeszentren führt, auch Hilfswerke, unter ihnen zum Beispiel die katholische Caritas oder die evangelische Diakonie Österreich.

«Die Hilfsorganisationen sind lästige Zeugen, die Missstände ansprechen und anprangern. Uns will man vor allem loswerden. Und dazu brauchte man eine Firma wie die ORS.»

Christoph Riedl, Asylexperte bei Diakonie Österreich

ORS gibt sich gelassen. Ein Sprecher betont gegenüber dieser Zeitung, die Pläne der österreichischen Regierung seien erst in Vernehmlassung. «Wir suchen mit dem Innenministerium nach Lösungen.» Eine Übergangslösung schlug die Regierung bereits vor: Sie sicherte ORS zu, die Angestellten während mindestens eines Jahres zu übernehmen.

Es sind solche Dinge, welche die Hilfswerke hellhörig machen. Zum Beispiel Diakonie Österreich, die mit einem eigenen Flüchtlingsdienst Migranten betreut und rechtlich berät. Christoph Riedl, Asylexperte bei Diakonie, nimmt kein Blatt vor den Mund. Die Arbeitsplatzgarantie für die ORS-Angestellten mache angesichts der sinkenden Asylzahlen überhaupt keinen Sinn. Ähnliche Garantien an die Hilfswerke gebe es nicht, sagt er. Das zeige ihm: «Die Hilfsorganisationen sind lästige Zeugen, die Missstände ansprechen und anprangern. Uns will man vor allem loswerden. Und dazu brauchte man eine Firma wie die ORS.»

Nächstes Ziel: Italien

Riedl sieht in der gewinnorientierten Schweizer Firma die Komplizin einer fremdenfeindlichen Politik: «Die ORS war nur eine Zwischenstufe. Sie wurde von der Politik eingesetzt zum Errichten eines Systems, das sich selber kontrolliert.» Riedl warnt vor dieser Blackbox. Missstände würden so kaum mehr an die Öffentlichkeit dringen. Doch gerade im Ausschluss der Öffentlichkeit erkennt Riedl ein Ziel rechter Politik: «Es liegt in der Stigmatisierung von Asylsuchenden. Das tut man, indem man sie von der Bevölkerung trennt. Eine Firma, die wie ORS dem Profit verpflichtet ist und aus Rücksicht vor dem guten Geschäft den Finger nie auf kritische Punkte des Asylbereichs legt, ist einer solchen Politik viel lieber.»

Hinter vorgehaltener Hand äussern auch Schweizer Hilfswerke Kritik an der Zusammenarbeit des Staats mit der profitorientierten ORS. Rechtsregierungen in Österreich oder auch Italien suchten gezielt die Zusammenarbeit mit ORS, kritisiert ein Insider, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will.

Generell lautet der Vorwurf der ORSKritiker, die Gewinnorientierung und die Niedrigpreispolitik bei ORS geschehe auf dem Buckel von Asylsuchenden und Asylbetreuern.

Tatsächlich gibt es Indizien aus der Vergangenheit, wonach ORS vor allem dann erfolgreich Aufträge an sich zieht, wenn für den Auftraggeber der Preis über allem steht. Und auch bei neuen Vergaben sind die Kosten prioritär. Ein Sprecher des Staatssekretariats für Migration schreibt zur bevorstehenden Ausschreibung auf Bundesebene: «Entscheidend ist das wirtschaftlich beste Angebot.»

Können andere Anbieter mit dem Riesen ORS mithalten oder nicht? Während sich der Markt für Caritas, AOZ und Co. auf die Schweiz beschränkt, ist ORS längst weiter gegangen. Eine Tochterfirma in Italien steht vor der Übernahme eines Auftrags in Rom. Haben die Hilfswerke recht mit ihrer Kritik, so hat ORS gute Chancen im Land, das wie Österreich von weit rechts regiert wird.

Der Expansionskurs der ORS aber geht noch weiter. Griechenland oder Spanien kommen als Nächstes infrage. Es sind neben Italien die anderen beiden Länder am Ende der Hauptfluchtrouten übers Mittelmeer. Die Wette auf eine wachsende Zahl von Bootsflüchtlingen gilt.

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107Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Maxmaster 26.04.2019 11:38
    Highlight Highlight Journalismus einseitig,
    Schade das nicht das System hinterfragt wird, sondern die Akteure im Asylwesen. Einer privaten Firma rechtspopulistische Komplizschaft nachzureden aus Konkurrenzsicht finde ich eher anmassend und gewagt. Ich bin mir sicher die Diakonie hat genau so viel Geld verdient jede andere Firma in diesem Bereich.
  • Makatitom 25.04.2019 19:07
    Highlight Highlight Ein Grund mehr die asoziale Vorlage von Rechenkünstler und Freikirchliban Schnegg und dem würgerlich und nationalblocheristisch dominierten grossen Rat am 19.5.19 WUCHTIG zu verwerfen und den sozialen Volksvorschlag anzunehmen
  • Serge Künzli 25.04.2019 13:29
    Highlight Highlight Für die Volkswirtschaft ist das gut. Geld wird verdient und kommt in Umlauf und in den Konsum. Sozialarbeiter verdienen sehr gut und zahlen Steuern. Mit diesen Steuern werden Schulen und die Infrastruktur in unserem Land finanziert. In diesem Sinne sind die Flüchtlinge ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und sichert den Wohlstand. Ich sehe nicht ein, warum es da Wiederstände gibt. Profitieren tun schlussendlich wir alle.
  • H. Fröhlich 25.04.2019 12:53
    Highlight Highlight Kann mir sehr gut vorstellen, dass wenn mal der Justizvollzug (teil)privatisiert wird, die Firma ORS dann ganz vorne in den Startlöchern sein wird. - Liebe Schweizer, dann gehts nicht mehr um Flüchtlinge, dann geht es auch um uns selbst.
  • Mutbürgerin 25.04.2019 12:04
    Highlight Highlight Dass man mit dem Leid von anderen Geld macht, gibt's ja auch bei Pharma und dem ganzen Gesundheitswesen. Auch an den Toten wird verdient, daran ist nichts verwerfliches. Normalerweise wird dies moralisch ins positive gekehrt, da man ja hilft. All die Kapitalismusabschaffer verstehen leider nicht, dass nur effiziente Unternehmen entstehen, wenn Gewinne in Aussicht gestellt werden. Unter dem Strich wird eine private Asylorganisation den Staat billiger kommen, als irgendwelche sozialmotivierten Vereine, die ihre "Kunden" überbetreuen.
    • Eh Doch 25.04.2019 14:39
      Highlight Highlight ..niiiicht
    • trio 25.04.2019 19:20
      Highlight Highlight @Mutbürgerin
      Die ganzen Kapitalismusfanboys verstehen leider nicht, das nie nachhaltige Unternehmen entstehen, wenn durch das heutige System die Zecken, Schmarotzer und Egoisten der Menschheit gefördert werden.
  • Alterssturheit 25.04.2019 10:29
    Highlight Highlight Business as usual. Die Kosten (und Probleme) dem Staat und der Allgemeinheit, den Gewinn der Privatindustrie.
    • violetta la douce 25.04.2019 14:05
      Highlight Highlight Ich glaube, der Staat spart, wenn die Privaten günstig offerieren.
      Das Ersparte kommt der Allgemeinen zu gute.
      Der Rest ist Asylpolitik.
      Möchte der Staat sparen, muss er seine grosszügige Auslegung des Asylrechts überdenken.
    • Alterssturheit 25.04.2019 16:00
      Highlight Highlight @die Freiheit die ich meine: nenn mir mal 2-3 gute Beispiele wo der Staat echte, substantielle Einsparungen erzielt hat, die dann der Allgemeinheit zu Gute kamen - und dann noch bei gleichbleibendem Servicelevel.
      Bin gespannt....
  • Ich_bin_ich 25.04.2019 09:37
    Highlight Highlight Irgendwie belustigend. Die Linken wollen allen Menschen der Welt "helfen", ohne Rücksicht auf Verluste und unter anderem die Rechten profitieren dann mit einem neokapitalistischen Asylindustriesystem, während die Linken behaupten das gäbe es nicht...

    Es wäre herrlich belustigend... wenn es im Endeffekt nicht um Menschen gehen würde.
    • Kyle C. 25.04.2019 12:20
      Highlight Highlight Nenne mal Beispiele von Linken, die die Existenz einer Asylindustrie leugnen. Aus dem Artikel geht doch hervor, dass es eben genau die Hilfswerke sind, die dieses System kritisieren.
  • kyoryu 25.04.2019 09:33
    Highlight Highlight Ich finde es eine Zumutung, dass gewinnorientierte Unternehmen überhaupt berücksichtigt werden. Für Betroffenen, Mitarbeitenden und Gesellschaft bedeutet das einen Leistungsabbau, weniger Mitsprache und Intransparenz!
    Gemessen wird nicht das Wohl der Betroffenen sonder Kennzahlen, welche wenig über die erbrachte Leistung von ORS aussagt.

    Bürgerliche Politiker sehen das natärlich anders. So haben Sie eine weitere Möglichkeit in einen Verwaltungsrat zu kommen und staatliche Leistungen abzubauen.
  • Borki 25.04.2019 09:28
    Highlight Highlight Hilfswerke, die sich für die Rechte von Flüchtlingen einsetzen, aber dank den eingeforderten Rechten auch noch gut verdienen, sind automatisch unglaubwürdig. Da entsteht tatsächlich so etwas, was Rechts-Aussen dann wieder genüsslich als "linker Asylfilz" brandmarken kann.

    Die ORS ist eine eher dubiose Firma, wo weder das Wohl der betreuten Menschen noch das Interesse der Gesellschaft im Mittelpunkt stehen wird.

    Mein persönliches Fazit: Es gibt Bereiche, die nach wie vor der Staat selber machen soll. Selbst wenn dies ev. etwas weniger "effizient" ist.
    • Kyle C. 25.04.2019 12:26
      Highlight Highlight Ich geb dir da Recht. Aber du kannst kein Netzwerk aus Hilfswerken errichten, wenn darin die Beteiligten nichts verdienen. Ansonsten würde dieses System in sich zusammenbrechen. Klar muss man genau hinschauen, ob Non Profit Organisation auch wörtlich zutrifft. Ob nicht irgendwo obenrum Leute in der Führung sitzen, die sich eine goldene Nase verdienen. Aber unter dem Strich unterliegen auch Hilfswerke gewissen wirtschaftlichen Gesetzmässigkeiten. Und selbst wenn, ich sehe lieber einen reichen NGO-Chef als einen reichen CEO, dessen gesellschaftlicher Beitrag fragwürdig bis inexistent ist.
  • dorfne 25.04.2019 09:12
    Highlight Highlight Von ORS liest man immer wieder Negatives. Gewinnmaximierung auf Kosten der Migranten. Widerlich. Aber unsere Neoliberalos von FDP/SVP behaupten stur immer wieder, die Privaten würden Alles besser machen! Gut sind die nur im Abzocken. Eine Steuersenkung nach der andern reicht nicht. Der Staat darf auch noch auf andere, vielfältige Art abgezockt werden.
    • Pisti 25.04.2019 13:00
      Highlight Highlight Grenze schliessen und keine Illegalen mehr reinlassen dann braucht es keine Firmen wie ORS. Dann fallen mal 90% Migranten weg und um die wirklich verfolgten kann sich der Staat kümmern.
      Übrigens war ja Frau Sommaruga verantwortlich fürs SEM, nichts von wegen Rechts- und Neoliberal. Würde mich nicht wundern wenn sie nach der BR-Karriere dort im VR sitzt.
    • trio 25.04.2019 19:24
      Highlight Highlight Grenze schliessen ist ähnlich Utopisch, wie eine Mauer um die Schweiz bauen, welche die EU bezahlt 😲
  • dorfne 25.04.2019 09:08
    Highlight Highlight Das ganze Asylwesen gehört in die Hand des Staates, als Teil des Service publique und nicht in die Hände neoliberaler Abzocker. Was macht eigentlich das Staatssekretariat für Migration (SEM) den lieben langen Tag? Den Wildwuchs im Asylwesen verwalten? Wieviel von unserem Steuergeld kassiert der CEO von ORS?
    • Kyle C. 25.04.2019 12:37
      Highlight Highlight Korrekt, aber dann hast du wieder diejenigen an der Backe, die monieren, dass man das ganze Asylwesen mit Steuergelder finanziert. Eine private Auslagerung sollte - in der Theorie - günstiger sein für den Steuerzahler. Deshalb tauchen hier immer mehr rechte Akteure auf, was eben moralische Fragen aufwirft. Und hier wird's dann spannend zu sehen, wie sich politisch aktive Verwaltungsräte positionieren in der Öffentlichkeit. Der Widerspruch liegt ja auf der Hand. Das ganze wird jetzt langsam publik, aber die Lobbyisten sind da schon seit Jahren aktiv im Hintergrund.



    • Fritz N 25.04.2019 12:59
      Highlight Highlight "in der Theorie" :D
      Hat dieses PPP-Dings eigentlich je Früchte getragen oder ist das mehr so ein kapitalistisches Märchen?
      asking for a friend ;)
  • dorfne 25.04.2019 08:58
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
    • Kyle C. 25.04.2019 12:39
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
    • violetta la douce 25.04.2019 12:40
      Highlight Highlight Der Kommentar, auf den du Bezug nimmst, wurde bereits entfernt.
  • Selbst-Verantwortin 25.04.2019 08:33
    Highlight Highlight Die Idee, dass eine Organisation „besser“ sei, nur weil sie sich „Non-Profit“ nennt, ist logisch nicht begründbar, respektive recht absurd.
    • Eh Doch 25.04.2019 14:44
      Highlight Highlight Vielleicht nicht, aber die Wahrscheinlichkeit dass die Grundeinstellung und daher auch das Handeln humanistischer ist als bei rein profitorientierten Firmen ist ja wohl enorm höher.
  • violetta la douce 25.04.2019 08:31
    Highlight Highlight Die Profiteure des Asyldebakels beginnen über sich selbst herzufallen. Im Streit darüber, wer am meisten Steuergelder abkriegt.

    Ist ja klar, dass den Hilfswerken die Konkurrenz nicht genehm ist. Da scheint jedes Mittel recht, um den Gegner auszubooten.
    Wenn es um Geld geht wird eben mit harten Bandagen gespielt.

    Aus meiner Sicht, sollte man mal die gesamte Asylindustrie etwas genauer auf,s Korn nehmen.
    Mit der Betreuung von Asylanten, darf kein Geld gemacht werden.
    Der Staat selbst, muss die Betreuung in die Hand nehmen.
    • Eh Doch 25.04.2019 14:47
      Highlight Highlight Einfach dass bei all deinen Begriffen wie Preis, Steuern, Geld und Profiteure einfach etwas nicht vergessen gehen sollte.
      Betroffen sind hier MENSCHEN und zwar nicht solche mit einem sozialen Auffangnetz sondern solche in einer Hilfslage stecken und darum hilflos sind aber trotzdem einen würdevollen Umgang verdient haben. Punkt
  • Randalf 25.04.2019 08:29
    Highlight Highlight
    Es machen alle Firmen Gewinn mit den Flüchtlingen bis auf die Steuerzahler.
    Migros, Denner, Aldi etc.

    Und auch die anderen Betreuungsorganisationen arbeiten nicht gratis.
    • dorfne 25.04.2019 09:19
      Highlight Highlight Zwischen nicht gratis arbeiten und Gewinnmaximierung auf Kosten des Staates und hilfsbedürftiger Menschen liegt ein grosser Unterschied. Wenn Migranten aus Gründen der Gewinnmaximierung nicht genügend Duschen, WC , Nahrung und Wasser bekommen, muss zumindest ich von einem üblen Misstand reden.
    • violetta la douce 25.04.2019 12:45
      Highlight Highlight dorfne
      Der Asylbereich ist u bleibt ein Business. Für alle Beteiligten.
      Wenn ein Anbieter günstiger offeriert, sollte dieser auch den Zuschlag erhalten.
      Er hilft mit, dass der Staat eben nicht abgezockt wird.
    • Randalf 25.04.2019 13:42
      Highlight Highlight @AlteSchachtel
      Im Kt. Zürich teilen sich sowohl die AOZ und die ORS Mandate, was auf deren websites zu erfahren ist. Und ausserdem Gemeinden welche es nicht outsourcen..
      Bei der ORS ist auch ersichtlich, dass sie für diese Arbeit zertifiziert ist.
      Ich glaube auch nicht dass die Verantwortlichen des Kanton Zürich einfach so an Kreti und Pleti Aufträge vergeben.
      Sie (die ORS) jetzt in die recht Ecke zu drängen ist schlicht und einfach töricht, es sei denn das ganze System ist in der rechten Ecke.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thierry_haas 25.04.2019 08:03
    Highlight Highlight Mich stört der Inhalt des Artikels. Ich kenne weder diese Firma noch denke ich besonders rechts angesiedelt zu sein, aber:
    - Eine Ausschreibung soll vom besten gewonnen werden, wenn der beste ORS ist gut, wenn es Caritas ist, auch gut.
    - Das die Organisationen, die eventuell das Mandat verlieren nichts gutes über ORS denken, logisch.
    - Das der Steuerzahler sich in den Kommentaren über ein günstiges Angebot aufregt, seltsam.
    - Das heute noch jemand glaubt, dass Non-Profit Organisationen nur aus Nächstenliebe arbeiten, lebt auf einem anderen Planeten.
    Alles in allem: „naja Journalismus“!
    • borael 25.04.2019 12:22
      Highlight Highlight Die ORS bekommt meist den Zuschlag weil sie günstiger ist. Und warum ist sie günstiger? Weil sie weniger Personal einsetzt. Das bedeutet aber auch schlechtere Betreuung oder Überwachung.
    • violetta la douce 25.04.2019 12:49
      Highlight Highlight boralel

      Das stimmt doch nicht.
      Weniger Personal, bedeutet nicht schlechtere Betreuung.
      Sonder mehr Effizienz.
      Als Steuerzahler sage ich Danke!
      🤭
    • borael 25.04.2019 12:59
      Highlight Highlight Dann warst du also noch nie selber in einem Asylzentrum das von der ORS betreut wird, sonst würdest du mir zustimmen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • DailyGuy 25.04.2019 07:45
    Highlight Highlight Wir (ich und zwei andere) haben im Jahr 2015 eine BM-Arbeit über das Asylwesen geschrieben. Jedes Hilfswerk in Bern hat ausgiebig geantwortet und es gab keinerlei Probleme. Nicht so bei der ORS. Erstens waren nur schriftliche Stellungnahmen möglich, zweitens wollten sie den Fragenkatalog anpassen und drittens wollten sie die Arbeit vor der Abgabe durchlesen und redigieren können. Also sie wollten das letzte Wort haben. Wenn das nicht alles über eine Firma aussagt, welche schon kritisiert wurde, dann weiss ich auch nicht. Ich traue der ORS keine Minute.
    • Ichwillauchwassagenbitte 25.04.2019 07:55
      Highlight Highlight Sehr interessant, was du da schreibst. Das ist ja schon sehr vielsagend. Normalerweise wäre man stolz auf seine Arbeit und zeigt sie gerne her. Wenn man sie verstecken muss, kann etwas nicht so ganz koscher sein.
    • WID 25.04.2019 08:11
      Highlight Highlight @DailyGuy: danke, der einzige relevante Kommentar hier
    • Gender Bender 25.04.2019 08:19
      Highlight Highlight @Was ist eine BM-arbeit?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alpöhy 25.04.2019 07:36
    Highlight Highlight Was kommt als nächstes? Werden die Gefängnisse an private börsenkotierte Firmen outgesourct wie in den USA?
    Brave new world...
    • dorfne 25.04.2019 09:46
      Highlight Highlight Ja. Das ist eines der Ziele des Neoliberalismus. Weg mit dem Sozialstaat, weg mit dem Service publique. Der Neoliberalismus betrachtet die sozialen Errungenschaften seit dem
      2. Weltkrieg als eine Kränkung, als ein Zugeständnis unter dem Druck des realen Sozialismus, der lange ein Konkurrenzsystem zum Kaptitalismus war. Und jetzt will er Rache für diese Kränkung, indem er diese Errungenschaften rückgängig macht.
    • Selbst-Verantwortin 25.04.2019 10:36
      Highlight Highlight @Neo...: der ist gut. 😂
      Fakt ist hingegen, dass der Sozialstaat noch nie so weit ausgebaut war wie heute. Die effektive Staatsquote (mit Pensionskassen, Staatsfirmen wie EWZ, Swisscom, SBB,...) ist weit über 50%. Wir sind näher am Sozialismus als am Neoliberalismus.
    • Kyle C. 25.04.2019 12:52
      Highlight Highlight Werwill….nur sind die von dir genannten Staatsfirmen eben kapitalistisch strukturiert, weshalb du Sozialstaat und Sozialismus nicht vermischen solltest. Deinen letzten Satz solltest du nochmals überdenken scheint mir...
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  • Feuerwanze 25.04.2019 07:27
    Highlight Highlight Wieso soll für eine ausgelagerte Dienstleistung nicht so bezahlt werden, dass noch ein Gewinn übrig bleibt? Ich bin mir nicht sicher, dass die Betreuung von Asylsuchenden billiger ausfallen würde, wenn sie vom Staat direkt übernommen würde (Stichwort Steuerzahler). Ausserdem werden die Dienstleister vom Auftraggeber regelmässig überprüft, beim Bund jedenfalls. Von Ausbeutung kann also nicht die Rede sein.
    • dorfne 25.04.2019 09:49
      Highlight Highlight Diese Dienstleistung sollte nicht ausgelagert werden. SVP/FDP schimpfen immer über zuviel Personal beim Bund, verschweigen aber, dass immer mehr frühere Kernaufgaben des Staates an Private ausgelagert werden. Angeblich weil die Privaten Alles besser können als der Staat. Das stimmt nicht, aber wenn mans oft genug behauptet glauben es die Leute irgendwann.
    • Eh Doch 25.04.2019 14:55
      Highlight Highlight Und wir vergessen dabei in unserem kapitalistischen Denken die Moral, weil Moral schon lange abgetauscht wurde durch den Preis.

      Wirklich traurig. Kosten kosten blablabla
      Nur weil ein hilfsbedürftiger Mensch uns etwas weniger Steuern kostet, geht es dir in deinem Leben nicht besser, du bist dann nicht zufriedener. Ich hoffe du siehst das irgendwann
  • Didabelju68 25.04.2019 07:22
    Highlight Highlight Flüchtlinge und Ihre Schicksale werden jetzt auch noch ökonomisiert und kommerzialisiert, das darf hinterfragt werden. Für die Flüchtlingsproblematik gibt es keine wirkliche Lösung. Aber es wäre sicher nützlicher und hilfreicher für betroffene Menschen, wenn neutrale und staatliche Lösungen für die Betreuung von Flüchtlingen kreiert würden. Für mich hat es einem fahlen Nachgeschmack, wenn im Flüchtlingswesen Geschäfte gemacht werden.
  • derEchteElch 25.04.2019 07:18
    Highlight Highlight Ach und noch etwas;
    Wenn eine Firma mit etwas Gewinn machen kann, heisst das, dass wir zu viel dafür bezahlen! Das hat der Steuerzahler zu berappen!

    Folglich wäre die Leistung für viel weniger möglich und die Kosten im Asylwesen können sinken. Aber das wiederum wäre der linken Asylindustrie ein Dorn im Auge.

    Dieser Artikel zeigt eines;
    In der ganzen Flüchtlingsdebatte geht es (sei es von links oder von rechts) einzig und allein um das Geld. Die einen wollen viel ausgeben/verschenken. Die anderen wollen sparen.

    Nun, mir gefällt sparen besser.
    Heisst nämlich, weniger Steuern zahlen.
    • Hierundjetzt 25.04.2019 11:31
      Highlight Highlight Und wer zahlt die Hilfswerke wohl? 😏

      Schau mal deren Bilanzen an. Dein Argument ist nicht bis zum Ende gedacht
    • dorfne 25.04.2019 11:42
      Highlight Highlight Dieser Bereich dürfte mMn nicht dem Markt überlassen werden. Jetzt kämpfen zuviele private Firmen und Hilfswerke um ein Stück vom Kuchen. Am Schluss gewinnt der Billigste und das geht auf Kosten der Migranten, die auf umfassende Hilfe angewiesen sind. Auf der Strecke bleibt die Menschenwürde.
    • Eh Doch 25.04.2019 14:57
      Highlight Highlight Nein in der Flüchtlingsdebatte geht es schlussendlich nicht ums Geld oder ob du nun 5.- mehr Steuern bezahlst pro Jahr. Es geht um MENSCHEN
  • hoorli 25.04.2019 07:15
    Highlight Highlight Es gibt noch einen Akteur: Die Kantone! Graubünden beispielsweise betreut die Asylsuchenden von A bis Z selbst, da gibt es keine Firmen die das übernehmen (dürfen). Muss schon auch gesagt sein.
    • Baba 25.04.2019 08:53
      Highlight Highlight Dann handelt Graubünden genau so wie es eigentlich sein sollte!

      Immer mehr Aufgaben der öffentlichen Hand werden outgesourced, eine in meinen Augen ganz schlechte Entwicklung. Ich möchte in meinem Land keine amerikanischen Verhältnisse, wo sogar Gefängnisse von privatwirtschaftlichen Firmen geführt werden!
  • derEchteElch 25.04.2019 07:12
    Highlight Highlight Entschuldigung, der Artikel macht keinen Sinn. Die Rechte wollen keine Asylanten, ok, kann man „so“ schreiben.

    Aber wieso sollte die Rechte dann daran interessiert sein, mit ORS zusammen zu arbeiten und liebäugeln, die das Gegenteil wollen?

    Die ORS ist eine gewinnorientierte Firma, die ein Interesse hat, viele Asylsuchende nach Europa zu bringen. Auf Kosten des Staates. Entgegen die Absicht der Rechten.

    Wenn wir schon dabei sind;
    Die ORS und alle Hilfswerke, das sind doch die von Linken geleugnete Asylindustrie! Die Hilfsorganisationen sind nämlich kaum besser als die ORS.
    • Saraina 25.04.2019 09:49
      Highlight Highlight Die rechten Parteien sind letztlich an einem Asylchaos interessiert, denn das generiert ihnen Stimmen. Deswegen hat ORS auch gute Karten bei rechten Regierungen.

      Stell dir vor, es kämen keine Flüchtlinge mehr, und die, welche schon hier sind wären gut integriert oder gehen zurück in die Herkunftsländer. Was wäre dann die Berechtigung von Kurz, Salvini, Le Pen, der AfD etc? Sozialleistungen kürzen? Das wählt normalerweise kein Mensch!
    • Hierundjetzt 25.04.2019 09:53
      Highlight Highlight Huch wir haben ja doch eine Industrie! Wer hätte das gedacht!

      Wo will den der Elch die Asylbewerber hinstecken und betreuen?

      Einfach Augen schliessen und gut ist?

      Eeeelch. Bitte. Mehr Seriosität 😏
    • noname666 25.04.2019 10:00
      Highlight Highlight Die Frage ist nicht, ob man den Auftrag für die Flüchtlingsbetreuung vergibt oder nicht. Die Frage ist an wen man den Auftrag vergibt. Und da liegt das Interesse der Rechten vermutlich nunmal mehrheitlich bei einer gewinnorientierten Firma.

      Und Fakt ist, dass die ORS gewinnorientiert ist und die Hilfswerke nicht. Und das ist keine "Lüge" von den Linken.

      Und by the way: Für"Asylant/in" gibt es schönere Ausdrücke :)
  • Dreiländereck 25.04.2019 07:02
    Highlight Highlight Gut spricht man über diese dieses Thema. Ein Monopol wäre sicher nicht gut. Wer aber glaubt, dass Hilfswerke absolut uneigennützig arbeiten und keinen Gewinn in diesem Bereich erzielen der irrt.
  • N. Y. P. 25.04.2019 06:54
    Highlight Highlight ORS

    Deren Leute sind in Nahen Osten vor Ort, um die Flüchtlinge "zu betreuen".

    Sie arbeiten auf Provisionsbasis. Ist ein von ihnen betreuter Flüchtling in einem offiziellen Verfahren in einem EU - Land, gibts Kohle.
    • borael 25.04.2019 12:35
      Highlight Highlight Woher weisst du das? Davon habe ich noch nie gehört.
    • N. Y. P. 25.04.2019 14:10
      Highlight Highlight Ich habe das mal aufgeschnappt. Frag mich aber nicht mehr wo.

      Die ORS hat ein fundamentales Intetesse an hohen Asylzahlen, daher..
    • borael 25.04.2019 15:19
      Highlight Highlight Und der hats am Stammtisch gehört? Finde ich ein bisschen eine mutige Aussage, wenn man so eine Info verbreitet, ohne zu wissen, ob sie stimmt.
  • Ichwillauchwassagenbitte 25.04.2019 06:38
    Highlight Highlight Eine Firma die mit der Betreuung von Flüchtlingen Geld verdient? Nur schon die Idee ist gruselig. Wenn ich das lese kommt mir nur ein Gedanke: Ausbeutung. Von Flüchtlingen und Angestellten. Und keiner guckt hin?

    Aus Deutschland hört man diesbezüglich nicht viel Gutes, aber genau recherchiert wurde das vielleicht noch nicht - jedenfalls nicht so, dass man davon in den Medien gelesen hätte.

    Ob Bern die Firma genau unter die Lupe genommen hat, bevor es zu so einer Entscheidung kommt?

    Einem Hilfswerk traut man da intuitiv eher...
    • Fairness 25.04.2019 07:40
      Highlight Highlight Bei den Hilfswerken verdient die Verwaltung auch zu viel!
    • Saraina 25.04.2019 07:41
      Highlight Highlight In Deutschland gab es verschiedene Vorfälle von Missbrauch der Asylbewerber seitens Betreuern, die der rechten Szene nahestehen. Es gab Gerichtsverfahren und Urteile.
    • Hierundjetzt 25.04.2019 07:46
      Highlight Highlight Das SRK als CH weit grösster Bildungsanbieter verdient aber mit dem Staat auch nicht sooo schlecht😳.

      -> konsolidierter Jahresbericht lesen 😏
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  • Töfflifahrer 25.04.2019 06:17
    Highlight Highlight Kann eine Firma damit Gewinn machen, heisst das wir bezahlen zuviel. Die wie soll das gehen, günstiges Angebot und dabei noch verdienen? Die Betreuung darf nur kostendeckend sein. Das man dies überhaupt in Bern in Betracht zieht ist doch schon Wahnsinn. Wobei, bei dem letzten Entscheid der SEM bezüglich Ärztlicher Betreuung bei Rückführungen weiss auch niemand was die studiert haben. Fas alles geht schon bald ins Menschenverachtende.
    • Fairness 25.04.2019 07:39
      Highlight Highlight Es ist dasselbe wie bei den hiesigen Spitälern. Die dürften auch nicht profitorientiert sein ...
    • WID 25.04.2019 08:09
      Highlight Highlight @Töfflifahrer: warum keinen Gewinn? Spitäler oder Elektrizitätswerke machen auch Gewinne obschon sie einen Staatsauftrag haben.
    • Helvetiavia Philipp 25.04.2019 08:16
      Highlight Highlight Zuviel bezahlt der Staat, wenn er selbst die Leistung zu tieferen Kosten erbringen könnte. Offenbar kann er das nicht, sonst würde er sie nicht vergeben. Das ist der Marktpreis. Ein angemessener (!) Gewinn muss möglich sein, denn niemand arbeitet gratis, auch Hilfswerke nicht.
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  • Spitzbuab 25.04.2019 06:17
    Highlight Highlight Es ist immer schlecht, wenn Private Aufgaben der öffentlichen Hand übernehmen.
    Die müssen ja effizient sein und Gewinn bringen. Also muss dabei auch immer jemand darunter leiden. Ob Mitarbeiter, Anspruchnehmer, Steuerzahler oder Infrastruktur.
    Es kann gar nie aufgehen, da solche Sachen in der Regel nicht Kostendeckend sind und die CEO's im Gegensatz zu den Gemeinden, möglichst viel Gewinn in den eigenen Sack stecken möchten.
    • WID 25.04.2019 08:10
      Highlight Highlight @Spitzbuab: Spitäler, Elektrizitätswerke, Bahnen, Post alles schlecht?
    • PeteZahad 25.04.2019 08:16
      Highlight Highlight Es ist nicht immer schlecht - Bei ptivatiesierung und gleichzeitiger Marktöffnung (Verhinderung von Monopol) können bislang durch den Staat erbrachte Dienstleistungen effizienter und günstiger erbracht werden. Hier geht es aber um den Sozialbereich und dieser gehört nicht in die Hände gewinnorientierter Unternehmen.
    • Saraina 25.04.2019 09:52
      Highlight Highlight Geh mal nach England, Pete und schau, wie es dort um das Wasser, die Bahn etc. bestellt ist...
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  • Astrogator 25.04.2019 06:14
    Highlight Highlight Das ist also die vielgescholtene Asylindustrie. Nicht Linke, sondern ein ausländisches Unternehmen das rechten Politikern nahesteht.

    Schön kommt das mal zur Sprache.
  • Chääschueche 25.04.2019 06:12
    Highlight Highlight Der Dumme Schweizer bezahlt ja genug Steuern...🤷‍♀️
  • trio 25.04.2019 05:52
    Highlight Highlight Unglaublich! ABS/ORS verdient auf dem Buckel der Asylbewerber Kohle, so siehts aus.
    Die Rechte finden das natürlich toll.
    Die ON berichtete immer wieder über die üblen Machenschaften dieser Firma, leider hörte man sonst in den Medien nicht viel.
    • Zauggovia 25.04.2019 06:02
      Highlight Highlight Was ist ON?
    • Ichwillauchwassagenbitte 25.04.2019 06:39
      Highlight Highlight Was ist ON? Auf Google kommt da nichts Gescheites...
    • Eskimo 25.04.2019 07:27
      Highlight Highlight @trio
      "Die Rechte findet das natürlich toll"
      Wie kommst du auf so was? Wer möchte seit Jahren die Asylindustrie unterbinden. Was denkst du wer verdient Geld mit Flüchtlingen und ihrer Betreuung?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese #DefendEurope 25.04.2019 05:48
    Highlight Highlight Und Linke auf Watson so: "Lüge! Es gibt keine Asylindustrie! Hetze!"

    Q.e.d.
    • Ichwillauchwassagenbitte 25.04.2019 06:50
      Highlight Highlight Auch wenn es auf Latein daherkommt: was ist bewiesen? Was hat die Linke damit zu tun? Wieso soll die Linke abstreiten, dass es eine Asylindustrie gibt?

      Vielleicht ist es auch einfach noch zu früh
    • Walter Sahli 25.04.2019 07:18
      Highlight Highlight Riese, die WOZ hat schon vor Jahren aufgezeigt, wer wieviel bei der Betreuung von Asylbewerbern verdient.
      Aber es geht Ihnen wohl in erster Linie darum, dass die Linken die Bezeichnung "Asylindustrie" nicht übernommen haben. Bei "Asylant" waren die Rechten erfolgreicher - diese abwertende Bezeichnung aus den 80ern hat's leider in den hintersten Winkel der Gesellschaft geschafft.
    • Saraina 25.04.2019 07:44
      Highlight Highlight Es gibt eine Asylindustrie, die sich etablieren will, und sie dient den Interessen der rechten Politik, und wird von dieser auch gesponsort. Wir nehmen es zur Kenntnis.
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Eritreischer Medienbund reicht Strafanzeige gegen Wahlvideo von SVP ein

YouTube hatte ein Wahlvideo der Zürcher SVP zuvor als Hassrede qualifiziert und gesperrt. Nun reicht der eritreische Medienbund Strafanzeige ein.

Der Eritreische Medienbund Schweiz hat bei der Staatsanwaltschaft Zürich Strafanzeige gegen die SVP eingereicht. Dies wegen eines Wahlkampf-Videos.

Im auf Facebook und YouTube verbreiteten Video verwende die SVP eine Symbolik, die Angst und Hass schüre und zur Diskriminierung von Personen aus Eritrea aufrufe, sagt Sprecher Yonas Gebrehiwet zu watson. «Immer vor den Wahlen hetzt die SVP mit rassistischen Sprüchen und Videos. Wir wollen jetzt ein Zeichen setzen und zeigen: So geht es nicht.»

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