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Wegen Deutschkurs? Weniger Einbürgerungen in der Schweiz



Die Zahl der Einbürgerungen ist in der Schweiz in den letzten acht Jahren gesunken. Dies zeigen aktuelle Zahlen des Bundesamts für Statistik: Bekamen 2006 über 38'000 Ausländer den Schweizer Pass, waren es 2014 nur noch 23 700 – ein Rückgang von über 38 Prozent.

Grund dafür seien die Behörden in den verschiedenen Kantonen, welche die Hürden erhöhten, schreibt der «Sonntagsblick». In Zürich etwa ist seit letztem Jahr ein Deutschtest obligatorisch. Seither ist die Zahl der Einbürgerungsgesuche deutlich zurückgegangen: Bewarben sich 2014 noch 5580 Personen um den Schweizer Pass, waren es 2015 nur noch 4657.

Walter Leimgruber, Praesident Eidgenoessische Kommission fuer Migrationsfragen (EKM),  praesentiert den EKM-Bericht am Dienstag, 19 Mai 2015, in Bern. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Walter Leimgruber, Präsident, Eidgenössische Migrationskommission.
Bild: KEYSTONE

«Das wird zunehmend zum Problem»

Für Sarah Notter vom Gemeindeamt des Kantons Zürich ist klar: «Der markante Rückgang der Gesuche ist mit dem obligatorischen Deutschtest zu erklären», sagte sie gegenüber der Zeitung. Und die Kantone wollen die Hürden noch höher legen: Deutschlehrer Daniel Hess (38) von der SWS in Winterthur ZH weiss laut dem Bericht: «Der Kanton ist daran, die Tests zu modifizieren.» Denn derzeit seien diese nicht allzu anspruchsvoll.

Der Basler Migrationsexperte und Präsident der Eidgenössischen Migrationskommission, Walter Leimgruber (56), kritisiert das. Für die Schweiz werde es zunehmend zum Problem, wenn ein Viertel der Bevölkerung vom politischen Leben ausgeschlossen sei. (feb)

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