Schweiz
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Bastien Girod, Nationalrat Gruene, orientiert an einer Medienkonferenz in Zuerich am Mittwoch, 4. November 2015 ueber seine breite Unterstuetzung im 2. Wahlgang fuer die Staenderatswahlen im Kanton Zuerich am 22. November. (KEYSTONE/Walter Bieri)

«Breite Unterstützung für Bastien Girod.»
Bild: KEYSTONE

Bürgerlicher Streit und geschickte Kampagne: Bastien Girod könnte bei den Zürcher Ständeratswahlen ein Grüner Coup gelingen

Wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte: Drei Wochen vor den Zürcher Ständeratswahlen scheint der Grüne Kandidat Bastien Girod die Bürgerlichen hinter sich zu lassen. 



Girod ist überall: Auf deiner Facebook-Wall, in den Retweets deiner Freunde, frühmorgens an der Zürcher Hardbrücke. Der Grüne legt sich knapp drei Wochen vor den Ständeratswahlen mächtig ins Zeug, «die Sensation ist möglich», ist seine Message: ein linkes Doppelpack für die Zürcher in den Ständerat zu schicken. Seine Strategie geht auf: «Plötzlich reden alle von Bastien Girod», titelt die NZZ am Dienstag. 

Und es stimmt. Girod gelingt es, sich als letzte Hoffnung für die vom angeblichen Rechtsrutsch bedrohten Mitte-Links-Wähler zu inszenieren. Schon am selben Abend, an dem er verkündete, wieder als Ständeratskandidat anzutreten, war sein neuer Hashtag parat: #rechtsreichts! Er wird seither rege genutzt und unter dem Slogan «Zürich wählt Girod» lassen sich Prominente einspannen: Autorin Sibylle Berg, Schauspieler Walter Andreas Müller oder Schriftsteller Peter Stamm.

Obwohl er sich am 18. November 42'000 Stimmen weniger als SVP-Kandidat Hans-Ueli Vogt sicherte und sogar 67'000 weniger als FDP-Kandidat Ruedi Noser, lässt er seine bürgerlichen Konkurrenten Kampagnen-technisch hinter sich zurück. 

Nicht zuletzt kommt ihm zugute, dass SVP und FDP sich nicht zusammenraufen konnten, um sich geschlossen hinter einen bürgerlichen Kandidaten zu stellen – die rechten Stimmen werden sich nun auf zwei verzetteln. 

Wie die NZZ schreibt, rechnete der Alternative Niklaus Scherr kürzlich in seinem Blog vor, dass der Entscheid ohnehin zwischen Noser und Girod falle, denn Vogt habe sowieso keine Chance. Ziehe man die 26 bis 32 Prozent ab, die auf ihn und andere entfielen, verblieben 68 bis 74 Prozent für den FDP-Kandidaten und den grünen Aussenseiter. Wenn es Girod also gelinge, etwas mehr als die Hälfte dieser Stimmen auf sich zu vereinigen – 34 bis 37 Prozent –, gehe er als Gewinner aus dem Zweikampf hervor.

Einfach wird es nicht – mit Ex-Regierungsrat Markus Notter, alt Stadtpräsident Elmar Ledergerber und Regierungsrat Mario Fehr haben sich ein paar SP-Aushängeschilder zu Noser bekannt – ganz so unmöglich scheint es aber auch nicht. (rar)

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    Alle Leser-Kommentare
  • atomschlaf 04.11.2015 22:37
    Highlight Highlight Junge, Junge, das wäre aber ein peinliches Armutszeugnis für den Kanton Zürich, wenn tatsächlich ein Vertreter dieser linken Splitterpartei in den Ständerat gewählt wird.
  • Papa Swappa 04.11.2015 22:31
    Highlight Highlight Auch wenn ich Glättli lustiger gefunden hätte -Girod!
  • Adrian Schwarz 04.11.2015 19:13
    Highlight Highlight Ein wichtiges Argument um Girod zu wählen fehlt: falls Noser in den Ständerat gewählt würde, würde für ihn Hans-Ulrich Bigler in den Nationalrat nachrücken. Dies gilt es zu verhindern. Habe zum ersten mal in meinem Leben grün gewählt. Werde aber in Europa weiterhin fliegen anstatt die Bahn zu nehmen (nach Berlin, Hamburg, Barcelona) da günstiger und schneller, bin also alles andere als ein Grüner (esse auch nicht vegan und ging auch schon Heliboarden und nehme auch den Lift anstatt die Treppe und lasse auch die Kaffemaschine jeweils eingesteckt und trinke auch Importweine aus dem Ausland)
    • zettie94 04.11.2015 22:14
      Highlight Highlight Die Bahn ist auf Kurz- bis Mittelstrecken innerhalb Europas, auf denen sie auch zeitlich einigermassen konkurrenzfähig (nicht mehr als eine Stunde längere Reisezeit von Zentrum zu Zentrum) ist in ca. 80% der Fälle günstiger als das Flugzeug.
      Quelle: http://www.spiegel.de/reise/europa/preisvergleich-bahnreisen-in-europa-meist-guenstiger-als-fluege-a-938399.html
    • atomschlaf 04.11.2015 22:41
      Highlight Highlight Sorry, zettie94, auch wenn ich in Europa lieber im Zug als im Flugzeug reise, ist die Bahn leider zu keiner der von Adrian genannten Destinationen auch nur annähernd konkurrenzfähig, da die Reisezeiten schlicht zu lang sind.
    • zettie94 04.11.2015 22:55
      Highlight Highlight Nach Barcelona gebe ich dir Recht, nach Berlin und Hamburg kommt man aber zumindest heute noch bequem mit dem Nachtzug, da vergeht die Zeit im Schlaf und man spart eine Hotelübernachtung bzw. gewinnt einen halben bis ganzen Tag.
  • thompson 04.11.2015 18:40
    Highlight Highlight Thompson wählt lieber den smarten grünen! Als Regenbogen und Kapital
  • Thomas F. 04.11.2015 15:45
    Highlight Highlight Ich habe bei den letzten Wahlen Noser und Bäumle gewählt, nun wähle ich Girod. Es braucht im Parlament ein Gegengewicht und Girod ist der überzeugende Kandidat dazu. Pragmatisch und zusammen mit Jositsch eine Starke Stimme für den Kanton Zürich.
  • kEINKOmmEnTAR 04.11.2015 15:09
    Highlight Highlight Wird gewählt - mangels Alternativen. (Keine Ahnung was sich da Bäumle wieder mal gedacht hatte)
  • DerWeise 04.11.2015 14:53
    Highlight Highlight Na dann werd ich wohl meine neu entwickelte Ablehnung gegenüber den Grünen ausnahmsweise aussetzen lassen.

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