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Fahrplanwechsel ging gut über die Bühne, nur Schnee hat für Ärger gesorgt



Der Fahrplanwechsel an sich hat am Sonntag kaum zu Problemen geführt: Die meisten Züge waren planmässig unterwegs. Für Störungen sorgten allerdings der Schnee und die tiefen Temperaturen.

Die Mehrheit der Züge sei pünktlich unterwegs, sagte Linus Looser am Sonntagmittag vor den Medien in Bern. Looser leitet das Verkehrsmanagement der SBB.

Gleichwohl gab es praktisch in allen Landesteilen vorübergehende Störungen im Schienenverkehr. Verantwortlich dafür waren Schnee und tiefe Temperaturen, wie aus verschiedenen Bahnverkehrsinformationen hervorgeht. Unter anderem konnten die Züge zwischen Aigle VD und Monthey VS nicht fahren, weil die Weichen wegen Schnee und Wind blockiert waren. Die Fahrgäste konnten auf Ersatzbusse umsteigen.

Bescheidene Änderungen

Der diesjährige Fahrplanwechsel fällt vergleichsweise bescheiden aus. Der neue Fahrplan bringt insbesondere in der Romandie und im Tessin sowie im internationalen Bahnverkehr mit Italien und Deutschland Verbesserungen.

So gibt es tägliche Direktverbindungen von Frankfurt über die Schweiz nach Mailand - die Strecke wird in 7.5 Stunden zurückgelegt - sowie von Zürich nach Venedig.

Dazu kommen neue Direktverbindungen im Inland: Der IR Genf-Flughafen-Bern-Luzern hält beispielsweise neu in Nyon, Morges, Palézieux und Romont. Damit erhalten Nyon und Morges eine neue Direktverbindung nach Bern und Luzern.

SBB prüfen schweizweit komplett rauchfreie Bahnhöfe

Video: srf

Die InterRegio-Züge Genf Flughafen-Lausanne-Brig verkehren neu stündlich ohne Halt zwischen Genf und Lausanne, sodass sich die Reisezeit zwischen dem Wallis sowie der Riviera und Genf um elf Minuten verkürzt.

Im Tessin entsteht mit der Inbetriebnahme der Ferrovia Mendrisio-Varese eine neue Verbindung: Die S40 und S50 von Stabio werden bis nach Varese verlängert; ab Sommer fährt die S40 dann sogar bis zum Flughafen Malpensa bei Mailand.

Gleiche Nummern wie Strassen

Die InterRegio- und die InterCity-Linien werden neu mit Nummern versehen. Damit soll den Kunden die von den S-Bahn-Systemen gewohnte Orientierung auch im Fernverkehr ermöglicht werden.

Zudem werden die Zugbezeichnungen im nationalen Fernverkehr vereinfacht und zusammengefasst. Der heutige ICN wird im Fahrplan neu als IC aufgeführt - es gibt somit nur noch die Bezeichnungen IC (InterCity) und IR (InterRegio).

Die Nummerierung orientiert sich am Nationalstrassennetz. Die Verbindung auf der West-Ost-Achse trägt neu beispielsweise die Bezeichnung «IC1», jene von Zürich nach Chur «IC3».

Ein IR verkehrt in der Regel im Stundentakt zwischen kleinen und grossen Zentren in der Schweiz, verfügt sowohl in der 1. wie auch 2. Klasse über Steckdosen und Mobilfunkempfang. Der IC hingegen fährt in der Regel alle 30 Minuten zwischen den grossen Zentren. Zusätzlich bietet er ein Bistro oder Restaurant sowie eine Ruhe- und Businesszone.

Die internationalen Züge zwischen der Schweiz und ihren Nachbarländern verkehren weiterhin unter ihren bisherigen Bezeichnungen: TGV, ICE, Railjet und EuroCity. Im Nachtverkehr gilt dies für EuroNight beziehungsweise Nightjet. Die internationalen Züge der SBB werden weiterhin unter der Bezeichnung Eurocity (EC) zusammengefasst. (kün/sda)

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