Schweiz
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View of the city of Zurich with the Uetliberg in the background and the Prime Tower (right), pictured from the Swissmill Tower grain silo in Zurich, Switzerland, on February 27, 2017. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Zürich mit dem Uetliberg und dem Prime Tower im Hintergrund. Bild: KEYSTONE

Je grösser die Städte, desto linker die Regierung



Je grösser die Städte in der Schweiz, desto mehr dominieren linke Parteien in der Regierung. In kleineren Städten mit weniger als 20'000 Einwohner hingegen hat die FDP die Nase vorn, wie eine Erhebung des Bundesamtes für Statistik (BFS) zeigt.

In den sechs Schweizer Städte mit mehr als 100'000 Einwohnerinnen und Einwohnern hielten letztes Jahr die SP, die Grünen und kleinere Linksparteien mehr als 70 Prozent der Regierungssitze, wie das BFS am Dienstag mitteilte. In den Exekutiven von Städten mit weniger als 20'000 Einwohner hingegen lag ihr Anteil lediglich bei 23 Prozent.

Der Frauenanteil blieb in den Parlamenten und Regierungen auf Gemeindeebene seit rund 20 Jahren stabil bei rund 30 Prozent.

In diesen kleineren Städten schneidet oft die FDP am Stärksten ab. Über alle Städte hinweg halten die Liberalen in den Gemeindeexekutiven einen Sitzanteil von rund 30 Prozent und sind damit die stärkste Partei. Zusammen mit SVP und CVP kommt Mitte-Rechts in den Exekutiven auf einen Sitzanteil von 56 Prozent, während die Linken mit 28 Prozent nur halb so viele Regierungssitze inne haben.

Vor allem die Regierungen der französischsprachigen Städte liegen im Vergleich zur gesamten Schweiz deutlich stärker links. Dort besetzen die SP, die Grünen und kleine Linksparteien 42 Prozent der Regierungsmandate.

Frauenanteil stabil

In den italienischsprachigen Städten halten dagegen CVP, FDP und die Lega über 80 Prozent der Exekutivsitze. Und die SVP ist in den deutschsprachigen Städten mit 16 Prozent zwar relativ stark vertreten, in den anderen Sprachregionen jedoch praktisch nicht präsent (weniger als 1 Prozent).

Wie die Statistik weiter zeigt, blieb der Frauenanteil in den Parlamenten und Regierungen auf Gemeindeebene seit rund 20 Jahren relativ stabil. Er lag im letzten Jahr bei 31.9 Prozent in den Parlamenten und bei 27.4 Prozent in den Regierungen.

Den grössten Frauenanteil gibt es bei der SP und den Grünen mit 40 Prozent in den Exekutiven und zwischen 41 und 44 Prozent in den Legislativen. Bei der SVP auf der anderen Seite liegt der Anteil der gewählten Frauen bei unter 20 Prozent. (sda)

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13Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Perwoll 17.04.2019 10:10
    Highlight Highlight Logisch je grösser die Stadt umso mehr Sozialfälle sammeln sich an. Daher auch mehr Berufstätige in der Sozialindustrie. Die sägen sich bestimmt nicht den Ast ab.
    • rodolofo 18.04.2019 07:57
      Highlight Highlight Ja genau!
      Und je mehr Spritzmittel auf dem Land eingesetzt werden, desto mehr Stellen entstehen in der Pharma-Industrie.
      Die Pharma-Industrie kann dann nicht nur das Land mit seinen Giften beliefern, sondern auch die Städtischen Psychiatrien der Sozial-Industrie mit ihren Psychopharmaka!
      So hilft also "das Land" effektiv "der Stadt" und umgekehrt "die Stadt" "dem Land".
      Eine perfekte Symbiose, so lange, bis Alles vergiftet und zugemüllt sein wird, von Rechts bis Links und von Oben bis Unten...
  • rodolofo 17.04.2019 07:32
    Highlight Highlight Die moderne, ökologisch-soziale Marktwirtschaft ist ohne professionelle- also makro-ökonomisch denkende und handelnde Behörden und Institutionen eines demokratischen Staatswesens nicht zu haben!
    Die traditionelle Kungelei, mit Vetternwirtschaft, Mafia-Netzwerken, Miliz-Parlament, bestehend aus Grossbauern und Bonzen, die in ihrer Freizeit noch Politik machen, welche im Wesentlichen daraus besteht, sich selber noch mehr unternehmerische Freiheiten, Steuererleichterungen, Steuerschlupflöcher und Staatsaufträge zuzuschanzen, führt zur Verschwendung von Steuergeldern und in den Klima-Kollaps.
  • Kronrod 17.04.2019 07:15
    Highlight Highlight Generell gilt: je mehr Leute auf engem Raum zusammenleben, desto mehr Regeln braucht man, um dieses Zusammenleben zu organisieren (Kita, Parks, ÖV, etc). In den Städten funktionieren demnach die kollektivistischen Lösungsansätze von links besser während auf dem Land die rechte Selbstverantwortung besser funktioniert. Es ist also nicht so, dass die einen falsch und die anderen richtig liegen, sondern jeder wählt das, was lokal Sinn ergibt.
    • rodolofo 17.04.2019 07:33
      Highlight Highlight Ganz genau!
      Mehr Wölfe für die Stadt!
      Sonst ist das alles für die Füchse.
    • phreko 17.04.2019 08:24
      Highlight Highlight Selbstverantwortung und Subventionen gehen doch nicht auf. Was du beschreibst hat wenig mit der Realität zu tun...
  • Schneider Alex 17.04.2019 06:17
    Highlight Highlight In den Städten wird am meisten umverteilt!
    Die Leute in den Städten sind auf Umverteilung angewiesen! Sie brauchen viel mehr Sozialhilfe und öffentliche kulturelle Leistungen als der übrige Teil der Bevölkerung, finanziert durch die öffentliche Hand oder durch Sozialversicherungen. Und wer generiert das viele Steuergeld in den Städten? Sind das nicht vor allem die reichen Unternehmungen und einige wenige reiche Noch-Bewohner?
    • El Vals del Obrero 17.04.2019 07:46
      Highlight Highlight Nehmen wir Basel als Beispiel:

      Chemie und Pharma gibt es schon seit Jahrzehnten. Denoch waren früher die Zahlen rot. Heute ist die Finanzministerin rot, die Zahlen aber nicht mehr.
    • Switch_on 17.04.2019 08:39
      Highlight Highlight @Schneider: Kannst du deine Behauptung den Sozialbezügern nur ansatzweise belegen?

      Zu den Steuern sage ich nur, dass es Zeit wird für faire Steuern. Es kann nicht sein dass Leute über 30% zahlen, während Superreiche knapp 1% zahlen müssen.
    • Walter Sahli 17.04.2019 09:49
      Highlight Highlight Laufen Subventionen eigentlich auch unter dem Begriff "Sozialhilfe"?
    Weitere Antworten anzeigen
  • wolge 17.04.2019 01:56
    Highlight Highlight Spannend wäre es zu wissen wie die Städte bezüglich Schulden, Steuern und Bürgerzufriedenheit abschliessen. Dies dann im Verhältnis zur vorherschenden Partei...
    • Switch_on 17.04.2019 08:41
      Highlight Highlight Stimmt, dass wäre noch interessant.
      Aber wenn die Bürger unzufrieden wären, würden sie dann nicht die Regierungen bestrafen?

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