Schweiz
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Ein ausgebrannter Container des Elektrizitaetswerk Zuerichs auf dem Baustellengelaende des neuen Polizei- und Justizzentrums (PJZ), am Montag, 3. Juli 2017, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Bild: KEYSTONE

Die neue Gefahr von links – Serie von Brandanschlägen mit «anarchistischer Täterschaft»

Linksextreme begehen in Zürich und Basel eine Serie von Brandanschlägen. Der Geheimdienst ist alarmiert.

andreas maurer / schweiz am wochenende



Ein Artikel von

Anfang Woche legten Unbekannte auf der Baustelle des Polizei- und Justizzentrums (PJZ) in Zürich Feuer. Mehrere Container und ein Stromverteilkasten brannten. Bei über tausend Anschlüssen fiel der Strom aus. Die Polizei wusste Ende Woche nicht mehr dazu zu sagen als kurz nach dem Feuerwehreinsatz.

Ein ähnlicher Sabotageakt hatte sich vor einem Jahr ereignet. Ein Kabelschacht der SBB brannte, wodurch der Bahnverkehr in Zürich stundenlang lahmgelegt wurde. Die Staatsanwaltschaft weiss heute nicht mehr dazu zu sagen als damals.

Einen Monat nach dem SBB-Anschlag wurde der Zürcher Polizeifunkturm Waid angezündet. Besteht ein Zusammenhang? Die Staatsanwaltschaft schweigt.

Zu den beiden Brandanschlägen von 2016 gibt jene Behörde am meisten Auskunft, die normalerweise die verschwiegenste ist: der Nachrichtendienst des Bundes. In seinem aktuellen Lagebericht bringt er die beiden Vorfälle in einen Zusammenhang. Sie seien mit «demselben Modus Operandi» erfolgt. Und: «Verschiedene Hinweise deuten auf eine anarchistische Täterschaft hin.» Die Anschläge verleiten den Geheimdienst zu einem beinahe philosophischen Gedanken: «Der Anschlag auf das Streckennetz der SBB hat gezeigt, wie verletzlich moderne Gesellschaften über die Schädigung ihrer Infrastruktur sind.»

SBB-Arbeiter begutachten den Ort eines Kabelbrandes, am Dienstag, 7. Juni 2016, in Zuerich Oerlikon. Gegen 3 Uhr am fruehen Dienstagmorgen wurde in einem Kabelkanal der SBB an der Schaerenmoosstrasse in Zuerich Nord ein Feuer festgestellt. Dieses habe technische Anlagen der SBB beschaedigt. (KEYSTONE/Pascal Bloch)

SBB-Mitarbeiter besichtigen den Kabelschacht, der durch einen Brandanschlag beschädigt wurde. Bild: KEYSTONE

Die SBB seien ein «traditionelles Ziel von Aktionen und Anschlägen Linksextremer», weil sie als Teil der sogenannten Ausschaffungsmaschinerie wahrgenommen würden, schreibt der Nachrichtendienst. In der linksradikalen Szene gelten Infrastrukturen wie das Transportnetz und das Kommunikationssystem zudem als Symbol für die gesteigerte Effizienz, die den modernen Arbeiter ausbeute. Das PJZ wiederum steht für die Staatsgewalt.

Parteizentrale der Grünen attackiert

Die Sabotageakte beschränken sich nicht auf Zürich. Eine ähnliche Serie findet in Basel statt. Hier muss das Ausschaffungsgefängnis Bässlergut, das derzeit ausgebaut wird, als Feindbild herhalten. Auf linksradikalen Online-Plattformen wurde eine Liste mit Anschlagszielen publiziert. Darauf befinden sich die involvierten Baufirmen, Architekten und die Privatadresse des Basler Sicherheitsdirektors Baschi Dürr (FDP). Ein Teil der Liste wurde inzwischen abgearbeitet, wie die Basler Ausgabe der «Schweiz am Wochenende» berichtet hatte. Firmenwagen wurden angezündet, Reifen plattgestochen und Fassaden verschmiert.

Bisher nicht bekannt war, dass auch die Parteizentrale der Grünen Partei beider Basel Opfer einer Attacke wurde. Scheiben wurden eingeschlagen und der Spruch «die Politik lügt» wurde auf die Fassade geschmiert. Über den Vorfall in Basel weiss man in der Zürcher Szene Bescheid. In der anarchistischen Zeitung «Dissonanz», die in Cafés und in einer Bibliothek verteilt wird, steht ein Kommentar dazu. Der Anschlag lasse «keine Illusion über das Interesse an einem Dialog mit den politischen Schwätzern».

Gefährlicher als Rechtsextreme

Seit einem Jahr steigt nicht nur die Zahl der vom Nachrichtendienst registrierten Gewalttaten von Linksextremen. Im vergangenen Jahr waren es 60, während nur gerade zwei vergleichbare gewaltsame Ereignisse von Rechtsextremen erfasst wurden. Auch die Qualität der linksextremen Angriffe erreicht ein neues Ausmass. Einstige Verbündete werden attackiert; die Grünen. Zudem geraten Regierungsräte persönlich ins Visier. Bisher konnten sie ihre Adressen bedenkenlos im Telefonbuch veröffentlichen. In der Nähe von Dürrs Haus wurde das Auto einer Firma des Bässlergut-Ausbaus angezündet. Die Anarchisten aus Zürich schreiben: «Dürr konnte das warme Lüftchen gleich persönlich riechen, das zurzeit in Basel weht.»

Die Szenen in Zürich und Basel überschneiden sich. Demnächst steht in Basel eine 30-jährige Rädelsführerin vor Gericht, die sich gemäss Anklageschrift an Ausschreitungen in beiden Städten beteiligt haben soll (siehe Artikel unten). In Basel ging dabei die Fassade des Gebäudes der Staatsanwaltschaft zu Bruch; in Zürich wurde ein Sachschaden von 200'000 Franken festgestellt, unter anderem an Liegenschaften der Stadtpolizei und der Securitas. Auch Polizisten und Polizeiautos wurden attackiert.

Die Basler Staatsanwaltschaft schreibt in der Anklage, die Linksautonomen seien europaweit vernetzt und würden sich international bei Protestaktionen unterstützen. Das zeigt sich auch auf den linksextremen Plattformen, auf denen zum Angriff auf Schweizer Infrastrukturen aufgerufen wird. Dort werden gleichzeitig Tickets für den Extrazug nach Hamburg angeboten. So wird die Bahn vom Feind zum Freund.

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84Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Switch_On 09.07.2017 19:50
    Highlight Highlight Ich verurteile jede dieser Taten, weil Gewalt kein politisches Statement sein darf. Aber alle Watson Freunde hier, wie DerEchteElch, Roterriese und Angelo C, welche ja immer erzählen, dass die linken ja viel schlimmer sind. Denkt daran, dass zwar die linke Seite mehr in Gruppen agiert, aber das rechte Zwischenfälle eher im kleinen passieren:

    http://www.ekr.admin.ch/pdf/Rassistische_Diskriminierung_in_der_Schweiz.pdf

    https://www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/rassismus/studien/studie-rassistische-diskriminierende-einstellungen-schweiz
    3 8 Melden
    • Switch_On 09.07.2017 19:54
      Highlight Highlight Ich distanziere mich auch ganz klar von Anarchisten, Antifa und dem Schwarzen Block.

      Tut ihr das auch bei PNOS, AUNS, AfD und Pegida?

      Ich denke erst wenn beiden Seiten sich von ihren Extremen distanzieren kann man einen anständigen Diskurs führen.
      6 8 Melden
  • ujay 09.07.2017 09:03
    Highlight Highlight Als Linker kann ich diese Gewalt nicht akzeptieren und ich weiss, dass dies bei 99,9% aller Linkswaehler auch so ist. Wenn ich einige Kommentare richtig interpretiere, gehen den ueblichen Rechtshetzern hier diese Anschlaege wie Oel runter, nach dem Motto; dann sind ja rechtsextreme Aktionen gerechtfertigt. Aermlich. Distanziert euch gescheiter mal von euren braunen "Freunden" und verharmlost nicht staendig deren Taten.
    17 31 Melden
  • Telomerase 08.07.2017 22:17
    Highlight Highlight Interessant wie hier ein paar Ewiggestrige immer noch die naive Story verbreiten, dass Linksextreme "nur" Objekte zerstören und deswegen angeblich moralisch auf der besseren Seite als Rechtsextreme stehen.
    Die Zahlen (besonders Angriffe auf Polizisten) sprechen zwar eine andere Sprache, aber was interessiert das schon, besonders da Polizisten keine Menschen sind.
    57 16 Melden
    • Randy Orton 08.07.2017 23:53
      Highlight Highlight Wo hast du solche Zahlen her, die würden mich nämlich auch interessieren.
      8 33 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 08:11
      Highlight Highlight @Randy; Medienberichte, offizielle Pressemitteilungen, Sipol Bericht.

      Setzen Sie doch einfach mal Ihre linke Hipsterbrille ab und erkennen Sie was läuft! Wenn Sie aber nur die "Statements" der linken Bewegungen auf Webseiten ohne Impressum lesen wundert mich Ihre Blindheit nicht..
      23 7 Melden
    • Randy Orton 09.07.2017 13:23
      Highlight Highlight @Elch, da kann man aber keine Vergleiche ziehen mit deinen Quellenangaben, da es Momentaufnahmen sind. Und Zahlenangaben zu Angriffen auf Polizisten durch Linksextreme macht weder ein Medienbericht, eine Pressemitteilung noch ein Sipol-Bericht. Oder kannst du mir eine Quelle schreiben, ich würde sie gerne lesen.
      4 5 Melden
  • Hoppla! 08.07.2017 19:03
    Highlight Highlight Wie bescheuert muss man sein um solche Anschläge rechtfertigen zu wollen? Egal ob links- oder rechtsmotiviert. Was kommt als nächstes? Z.B. Vergewaltigungen schönreden und als notwendig proklamieren?
    47 4 Melden
  • karl_e 08.07.2017 17:48
    Highlight Highlight Meine Damen und Herren, bis jetzt wurde kein handfester Beweis geliefert, dass die Linksextremen hinter den erwähnten Anschlägen stecken: "Die Staatsanwalt schweigt". Wenn die Beweise ausreichen, so sollen die Verantwortlichen angeklagt und bestraft werden. Bis jetzt handelt es sich nur um Mutmassungen.
    16 47 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 00:14
      Highlight Highlight Ja, wahre Tatsachen schmerzen.
      26 13 Melden
  • derEchteElch 08.07.2017 17:35
    Highlight Highlight AHA! Da haben wirs, aber als ich in den Kommentaren der früheren Artikel die Linksextremen beim Namen nannte wurde ich als Realitätsfremd und nur in die eine Richtung hetzend dargestellt. Es hagelte Blitze ohne Ende!

    Und wo stehen wir heute? Genau da wo ichs sagte; es waren/sind Linksautonome!

    Nochmals, liest den Sipol Bericht des NDB, dortdrin steht klar, dass die Linke Szene fünfmal mehr Anschläge verübt als die Rechte. Vielleicht sollten sich einige Kommentarschreiber sich entschuldigen.. z.B. Iko5566, Makatitom, seventhinkingsteps.

    Ich setz mir das Trump-Grinsen auf 😎😑
    136 52 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Tatwort 08.07.2017 17:12
    Highlight Highlight Und wenn schon von staatlicher Seite her das Wort "anarchistisch" falsch verwendet wird, darf man sich mit Fug und Recht fragen, woe es mit den anderen "Fakten" aussieht.
    Der "Journalist" jedenfalls sollte mal ein Einführungsseminar für kritisches Denken besuchen.
    32 108 Melden
    • Stachanowist 08.07.2017 18:17
      Highlight Highlight Kein wahrer Schotte, hm? Viele Urheber solcher Attacken bezeichnen sich zwar als Anarchisten, aber wenn ihre Taten nicht wasserdicht mit den Theorien von Bakunin, Kropotkin & Co. korrespondieren, sind sie keine "wahren Anarchisten". Bequeme Argumentation.
      32 1 Melden
    • Maragia 08.07.2017 18:33
      Highlight Highlight Ist klar, sobald es nicht in euer Weltbild passt, sind alle Fakten falsch und der Autor hat keine Ahnung
      26 4 Melden
    • seventhinkingsteps 08.07.2017 22:43
      Highlight Highlight @Stachanowist

      Also vertreten IS-Terroristen den wahren Islam?
      6 20 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • ma vaff... 08.07.2017 17:06
    Highlight Highlight Les extrême se touchent...
    19 14 Melden
    • seventhinkingsteps 08.07.2017 22:44
      Highlight Highlight Horseshit Theorie
      4 16 Melden
    • ma vaff... 09.07.2017 09:45
      Highlight Highlight nope
      3 2 Melden
  • Flying Zebra 08.07.2017 16:42
    Highlight Highlight Dummer, generalisierender Titel
    Nicht euer Meisterstück Watson..
    33 169 Melden
    • Richu 08.07.2017 17:26
      Highlight Highlight @neewa: Ist sicher kein "dummer" Titel von watson. Eher, diejenigen, welche überfordert sind, die Sachlage richtig zu analysieren, sind im vorliegenden Falle "dumm"!
      96 18 Melden
    • ostpol76 08.07.2017 19:41
      Highlight Highlight @neewa
      Ja die Wahrheit schmerzt...
      26 5 Melden
  • AlteSchachtel 08.07.2017 16:39
    Highlight Highlight Die Linksextremen werden immer extremer, das ist leider so und besonders Stauffacher und Entourage sind unerträglich.
    Wenn man aber den Zwischentitel "Gefährlicher als Rechtsextreme" setzt, verharmlost man Rechtsradikale.

    https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20121044

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2002-5/artikel/das-unfassbare-die-weltwoche-ausgabe-52002.html

    http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/das-ist-eine-neue-dimension/story/15924972
    46 75 Melden
    • seventhinkingsteps 08.07.2017 21:52
      Highlight Highlight Die Rechtsextremen werden von der grössten Partei vertreten und in die Arena geladen.

      Ein Andreas Glarner oder ein Ulrich Schlüer zum Beispiel vertreten durch und durch rechtsextreme Positionen, egal wie man Definitionen dreht und wendet.

      21 33 Melden
    • Maragia 08.07.2017 23:11
      Highlight Highlight Andereseits geht der Glarner aber keine Asylzentren abfakeln und plündern! Auch wenn er hetzt (genau gleich wie die linksextremen) setzt er wenigstens nichts in die Praxis um.
      11 11 Melden
    • seventhinkingsteps 09.07.2017 12:25
      Highlight Highlight Rechtsextrem und Linksextrem bezeichnen nur das Gedankengut, Bereitschaft zur Gewalt ist mit den Begriffe nicht definiert.

      Andreas Glarner kann also auch rechtsextrem sein, ohne physische Gewalt auszuüben
      8 6 Melden
  • James McNew 08.07.2017 16:25
    Highlight Highlight Wieviele Franken Sachschaden gelten eigentlich als 1 Menschenleben in diesem Vergleich mit zwischen linker und rechter Gewalt? Nicht, dass man Sabotageakte nicht verfolgen sollte, aber:

    «Ein extrem wichtiges Thema. Ich sage Ihnen ganz ehrlich: Ob Links-oder Rechtsextremismus – da sehe ich keinen Unterschied.«

    »Doch, doch«, ruft das Känguru laut dazwischen. »Es gibt einen Unterschied. Die einen zünden Ausländer an, die anderen Autos. Und Autos anzünden ist schlimmer. Denn es hätte mein Auto sein können. Ausländer besitze ich keine.«
    56 112 Melden
    • James McNew 08.07.2017 18:20
      Highlight Highlight Da bin ich einig mit dir, dass solche Aktionen für die demokratische Linke und ihre Anliegen schädlich sind. Aufgrund solcher Leute wird der Überwachungsstaat verstärkt, Polizeigewalt legitimiert etc.

      Mich stört nur dieses "Schlimmer-als-Rechte"-Geschrei, nur weil diese wieder schön aufräumen, nachdem sie kundgetan haben, dass Flüchtlinge doch bitte ersaufen, Ausländer verrecken und Muslime eingesperrt werden sollen.

      Linke Gewalt richtet sich gegen Sachen, gut geschützte Polizisten und Nazis. Rechte gegen Kebapstandbesitzer, Asylheime, nicht genehme Menschenleben.
      13 33 Melden
    • blueberry muffin 08.07.2017 18:56
      Highlight Highlight Die Anarchisten glauben nicht, dass man durch Politik etwas erreichen kann.

      Mehr und mehr denke ich, sie haben recht.
      4 21 Melden
    • Maragia 08.07.2017 23:12
      Highlight Highlight James McNew: wieder einer der Gewalt gegen Polizisten (und somit Menschen) gutheisst. Genau gleich schlimm wie die rechtsextremen, obwohl diese mittlerweile weniger Gewalttaten begehen!
      15 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Laut_bis_10 08.07.2017 15:44
    Highlight Highlight Also Linksextrem = Anarchist?
    31 10 Melden
    • Me, my shelf and I 08.07.2017 17:37
      Highlight Highlight Wobei sich linker "Terror" oft nur gegen Gegenstände richtet (Demonstrativterrorismus). Rechter "Terror" geht öfter auch gegen Leib und Leben (NSU, usw.)

      Ja auch Steine auf Polizisten sind Gewalttaten, jedoch sterben dabei kaum Leute.

      Deshalb denke ich man sollte beides nicht gleichsetzten und beide Seiten anders behandeln.

      Bsp: Gemässigt Links/Sozialist/Kommunist sein geht. Gemässigter Nazi? Schlecht möglich aus meiner Sicht.
      27 65 Melden
    • derEchteElch 08.07.2017 18:15
      Highlight Highlight @Me, my shelf and I; so? Ihrer Argumentation zufolge ist Gewalt gegen Menschen also ok, aber Gewalt gegen Menschen nicht?

      (Ersetzen Sie erstes gegen Polizisten und zweites gegen was Sie wollen.)

      Sind nicht alle Menschen gleich? Ist Gewalt nicht grundsätzlich zu verurteilen? Keine Angst, bei einer Vergewaltigung stirbt ja auch niemand! Und hey, wenn ich jemandes Eigentum zerstöre stirbt er daran auch nicht, vielleicht kann er einfach seine Familie nicht mehr ernähren und verhungern. Wer ist schuld?

      So argumentieren Sie gerade!
      26 4 Melden
    • Maragia 08.07.2017 18:43
      Highlight Highlight Aha ok, also nur weil die Leute nicht sterben, bei den Attacken von Linken, ist die Gewalt nicht so schlimm?
      Warum wollt ihr Linksterrorismus immer so verharmlosen?
      18 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Dominik I. 08.07.2017 15:10
    Highlight Highlight Beide Extreme schaden ihren ideologischen Zielen durch Attacken und Anschläge. Jemandem, der mit Gewalt zu Verhandeln versucht, soll nichts zugestanden werden. Es Braucht disskusion und Lösungen, teils auch Kompromisse. Doch in letzter Zeit kommt es mir immer mehr vor, als käme Sturheit vor gesundem Menschenverstand.
    57 2 Melden
  • Angelo C. 08.07.2017 15:02
    Highlight Highlight Es bleibt so verdächtig ruhig in der vorwiegend von links bedienten Kommentarspalte 😄!

    Ungern wird man hier, wo immer massiv gegen Faschos und gegen angeblich zunehmende "rechtsextreme Gewalt" in der Schweiz gelästert wird, solche Sätze aus dem fundierten Text zur Kenntnis nehmen:

    "Seit einem Jahr steigt nicht nur die Zahl der vom Nachrichtendienst registrierten Gewalttaten von Linksextremen. Im vergangenen Jahr waren es 60, während nur gerade zwei vergleichbare gewaltsame Ereignisse von Rechtsextremen erfasst wurden. Auch die Qualität der linksextremen Angriffe erreicht ein neues Ausmass."
    118 25 Melden
    • Randy Orton 08.07.2017 16:33
      Highlight Highlight Angelo, die gewalttätien Angriffe beinhalten Gewalt gegen Dinge wie auch Gewalt gegen Menschen. Ich finde dies problematisch, denn wenn eine Gruppe 100 Sachbeschädigungen durchführt und die andere zwei Menschen zu Invaliden schlägt, hat das ein anderes Ausmass. Die Taten sollten auch qualitativ erfasst werden, nicht nur quantitativ. Aber die aktuelle Statistik macht wenig Sinn und bietet keine fundierte Diskussionsgrundlage.
      36 75 Melden
    • blueberry muffin 08.07.2017 19:52
      Highlight Highlight Warum soll man auch was dazu sagen? Der Nachrichtendienst sieht Linke Gespenster, hat aber weder Beweise noch Täter. :'D
      6 25 Melden
    • derEchteElch 09.07.2017 00:16
      Highlight Highlight Sind Sie berufswegen Richter? Nein? Dann müssen Sie auch nicht alles wissen, leckerer Muffin. Du hast nicht das Recht, einblick in alle Akten zu haben, also äussere dich auch nicht so dazu.
      14 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • pamayer 08.07.2017 14:48
    Highlight Highlight Na ja... Schlimmer als die Rechtsextremen will ich Mal überhört haben.
    Es gibt nichts zu rechtfertigen oder verharmlosen.
    Aber vor allem aktuell in Deutschland sind die Rechtsextremen auch mordend aktiv. Und die Rechtsextremen hierzulande haben schon Rückendeckung von Seiten der SVP, deren einzelne Exponenten bekanntlich straffen als Nazis bzw Nazi Sympathisanten bezeichnet werden dürfen.
    Und die sitzen in öffentlichen Ämtern sowie in der Landesregierung.

    Und werden wieder und wieder gewählt...
    45 148 Melden
    • Xriss 08.07.2017 17:08
      Highlight Highlight Naja.. ich bin ja weiss Gott kein Sympathisant der SVP, aber deren Vertreter im Bundesrat (Landesregierung) als Nazis oder Nazisympathisanten zu bezeichnen ist doch gar übertrieben!
      59 19 Melden
    • seventhinkingsteps 08.07.2017 21:35
      Highlight Highlight @Xriss

      Gerade vor wenigen Tagen wurde von einem Gericht entschieden, dass ein SVP-Mitglied legal als "Nazi-Sympathisant" bezeichnet werden darf.
      11 17 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerHans 08.07.2017 13:43
    Highlight Highlight Einen solchen Artikel gegen Links und das auf Watson? Ich musste mich kurz kneifen, damit ich sicher bin, dass ich nicht Träume.
    75 20 Melden
  • Randy Orton 08.07.2017 13:28
    Highlight Highlight Fazit: der Nachrichtendienst verdächtigt linksextreme Täter hinter verschiedenen Brandanschlägen, da die SBB und die Grüne Partei angegriffen wurden. Man hat weder Indizien noch Beweise. Watsons Fazit ist, dass linkextreme Gewalt gefährlicher ist als rechtsextreme. Wie man die Gefährlichkeit misst, zeigt ihr auch auf, man muss einfach die Anzahl Fälle quantitativ erfassen. Was bei den einzelnen Taten passiert ist, ist egal. Sprich: ein versuchter Mordanschlag von links-/rechtsextremen kann mit einer kaputtgeschlagenen Autoscheibe aufgeglichen werden in eurer "Gefährlichkeitsstatistik".
    36 62 Melden
    • Randy Orton 08.07.2017 16:37
      Highlight Highlight Der Artikel behauptet aber Linksextremismus sei gefährlicher.
      18 27 Melden
    • derEchteElch 08.07.2017 17:39
      Highlight Highlight Nur weil keine Beweise existieren heisst es nicht dass es sie nicht gibt. Sie müssen nicht alles wissen. Das muss nur das Gericht, dort sitzen Sie bekanntlich nicht.
      17 11 Melden
    • Randy Orton 08.07.2017 19:23
      Highlight Highlight Gericht? Es steht doch nirgends etwas von Gericht. Der Nachrichtendienst hat das so veröffentlicht, lies doch deren Statement, da steht ja dass es keine Beweise gibt und alles Vermutungen sind.
      6 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 08.07.2017 12:50
    Highlight Highlight "Gefährlicher als Rechtsextreme" 😂😂 und sowas auf Watson, das wird Brauberwinzling, Lowend und den anderen chronischen Verharmloser gar nicht gefallen 😂
    73 28 Melden
  • Richu 08.07.2017 12:34
    Highlight Highlight Endlich wird nun auch in der Presse die Tatsache veröffentlicht, dass Linksextreme wesentlich gefährlicher sind als Rechtextreme. Wie im vorliegenden Artikel informiert wird, waren im vergangenen Jahr in der Schweiz 60 registrierte Gewalttaten von Linksextremen, während im gleichen Zeitraum "nur" 2 vergleichbare Ereignisse von Rechtsextremen verübt wurden!
    50 27 Melden
    • Randy Orton 08.07.2017 16:35
      Highlight Highlight Woraus schliesst du, das Linksextremismus gefährlicher ist ls Rechtsextremismus?
      16 26 Melden
  • mogad 08.07.2017 12:27
    Highlight Highlight Das Transportnetz (u.a. die SBB) wird angegriffen, das Kommunikationsnetz auch (Telefon, Internet). Das soll alles weg, da menschenfeindlich. Daraus schliesse ich folgenes: Linksextreme telefonieren nie, kein Smartphone, kein Laptop, sie fahren nie Zug, Der Staat ist ihr Feind, daher lassen sie sich nichts von ihm zahlen. Kein Arbeitslosengeld, keine IV-Rente, keine Schule, ihr Studium zahlen sie komplett selber, für Spitalbesuche zahlen sie den vollen Preis. Schliesslich ist es ja der Feind der da überall die Hände drin hat. Anarchos ab aufs Land, werdet Selbstversorger!
    55 9 Melden
  • Luzi Fair 08.07.2017 12:19
    Highlight Highlight Anarchie hat nichts mit Links/Rechts zu tun. An beiden Enden des Sektrums finden sich höchst authoritäre/totalitäre System.
    21 21 Melden
    • Luzi Fair 08.07.2017 23:40
      Highlight Highlight Das ist mir schon klar. Mein Kommentar sollte darauf hinweisen, dass Anarchie nichts mit dem politischen links/rechts Spektrum zu tun hat.
      Anarchie ist per Definition apolitisch.
      3 3 Melden
  • Regula Sterchi 08.07.2017 12:16
    Highlight Highlight SBB, vielleicht. Aber Grüne?
    Macht mE wenig Sinn.
    Es wird nie in Betracht gezogen, dass manche aufspringen - und das, obschon von offizieller Seite nur tröpfchenweise Information kommt.
    8 24 Melden
    • Telomerase 08.07.2017 22:10
      Highlight Highlight Und wieso die arme SBB? Die sind mit ihrem überlasteten Netz bereits ihre eigenen grössten Saboteure.
      6 1 Melden
  • atomschlaf 08.07.2017 12:07
    Highlight Highlight Zeit, dass dies endlich mal gebührend thematisiert wird.
    Danke für den Artikel!

    Vor allem wäre es auch an der Zeit, dass die in das demokratische System eingebundenen linken Kräfte (SP, Grüne, AL) ihr oftmals stillschweigend wohlwollendes Verhalten gegenüber der gewaltbereiten linksextremen Szene kritisch hinterfragen.

    Ebenso sollten die Medien endlich mit der Verwendung verharmlosender Begriffe wie "linksautonom" oder "Aktivisten"... oops "Aktivist*innen" aufhören und Ross und Reiter beim Namen nenne, so wie sie es bei Rechtsextremisten ja auch können.
    57 19 Melden
  • vaste 08.07.2017 12:00
    Highlight Highlight Befindet sich die extreme Linke im Guerilla-Krieg gegen den Staat, also gegen die Gesellschaft? Ich glaube ja. Brennende Strassen in Hamburg zeugen genauso davon wie das Lahmlegen des ÖV. Umweltschutz ist da egal, Hauptsache der Schaden ist gross. Wo ist die moderate Linke? Die hat wohl ihren Einfluss auf die Szene verloren.
    41 11 Melden
  • obachma 08.07.2017 11:51
    Highlight Highlight "linksextreme zünden autos an, rechtsextreme ausländer. und autos anzünden ist schlimmer, denn ausländer besitze ich keine."
    - Marc Uwe Kling
    30 51 Melden
  • G. Schmidt 08.07.2017 11:44
    Highlight Highlight Das traurige bei Linker Gewalt ist die ungleiche Verurteilung...

    Während bei rechter Gewalt alle Parteien aufschreien, scheint bei linkes-extremer Gewalt ein gewisses Verständnis vorzuliegen (Ausschreitungen bei der Reithalle in Bern, Verwüstung nach Binz-Demo usw.).

    Wendet die Polizei dann ihr Gewaltmonopol an, kommt es noch von linker Seite zum Aufschrei wegen Unverhältnismässigkeiten...

    Was die Anarchisten hier betreiben geht unter Terrorismus.
    55 20 Melden

Sozialdetektive-Befürworter leaken Betrüger-Videos – laut Datenschützer ist das verboten

Kurz vor der Abstimmung am 25. November lassen die Befürworter des neuen Sozialdetektiv-Gesetzes den Medien Videos von Versicherungsbetrügern zukommen. Diese Weitergabe von Observationsmaterial ist gemäss dem Eidgenössischen Datenschützer «nicht rechtens». Die Gegner der Vorlage sprechen von «sozialer Brandstiftung».

Das von der Aargauer Zeitung veröffentlichte Video zeigt einen Arbeiter, der gelenkig über Baugerüste geht und Wände streicht. Während der Observation arbeitete er teilweise elf Stunden auf einer Baustelle. Dabei litt er gemäss Arztberichten angeblich unter grossen Schmerzen an Schulter, Rücken und Knie und konnte deshalb offiziell lediglich drei Stunden am Tag als Magaziner arbeiten.

Auch Aufnahmen eines arbeitsunfähigen, angeblich sozial isolierten Mannes, der sich gemäss Aussagen …

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