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Schweizer Journalistin stirbt nach Angriff in Mossul



Bei einem Minenangriff in der irakischen Stadt Mossul ist am Montag auch eine Schweizer Journalistin verletzt worden. Nun ist sie an ihren Verletzungen gestorben. Dies teilte am Samstag France Télévisions mit.

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Véronique Robert auf einem Foto, aufgenommen im Irak und im Oktober 2016 auf Facebook geladen.

Véronique Robert arbeitete an einer Reportage für «Envoyé Spécial» des französischen Senders. Beim Angriff wurden auch der französische TV-Journalist Stephan Villeneuve und der kurdische Reporter Bachtijar Addad getötet. Ein weiterer französischer Journalist wurde verletzt.

Robert wurde in Bagdad operiert und in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in ein Spital bei Paris gebracht, wie France Télévision in einer Mitteilung schreibt. Die 54-jährige Robert hatte auch für Paris Match gearbeitet.

Die Reporter begleiteten in Mossul irakische Spezialkräfte, die derzeit versuchen, die Terrormiliz «Islamischer Staat» («IS») aus Mossul zu vertreiben.

Bundesrat Burkhalter zeigt sich betroffen

Aussenminister Didier Burkhalter sprach den Familien der getöteten Journalisten sein Beileid aus. Er habe mit Traurigkeit vom Tod Roberts erfahren, wird Burkhalter in einer Mitteilung des Aussendepartements zitiert.

Die Schweiz habe angesichts der dramatischen Situation in Mossul immer wieder die Einhaltung des humanitären Völkerrechts gefordert, so der Aussenminister. «Die Arbeit von Kriegsreportern ist dort besonders schwierig, aber auch mutig und notwendig, damit die Weltöffentlichkeit in solchen Fällen über die Realität vor Ort informiert wird.»

Die irakischen Truppen hatten am Sonntagmorgen damit begonnen, in die engen Strassen der Altstadt vorzustossen. Die Offensive gilt als entscheidende Phase bei der Rückeroberung der zweitgrössten irakischen Stadt.

Die Rückeroberung des dicht besiedelten Westteils von Mossul aus den Händen des «IS» gilt wegen der Enge der Altstadtviertel und der vielen dort festsitzenden Zivilisten als besonders schwierig. (sda/afp)

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