Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Jugendliche verfolgen die Rede von Bundespraesident Didier Burkhalter, an der Jugendsession, am Samstag,15. November 2014, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Jugendliche im Bundeshaus, aufgenommen an der Jugendsession 2014 Bild: KEYSTONE

Abschluss der Eidgenössischen Jugendsession

Jugendliche fordern Bildungsoffensive gegen Rassismus

16.11.14, 19:56 16.11.14, 20:27

Während vier Tagen haben 200 Jugendliche aus der ganzen Schweiz im Bundeshaus in Bern debattiert. Zum Abschluss verabschiedete das Plenum der Eidgenössischen Jugendsession am Sonntag mehrere Forderungen.

Gleich mehrfach sprachen sich die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in ihren Petitionen gegen verschiedene Formen von Diskriminierung im Alltag aus, wie die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft der Jugendverbände (SAJV) mitteilte.

Rassismus als fester Bestandteil des Lehrplans

Dem Rassismus möchten die Jungpolitiker unter anderem mit einer Bildungsoffensive entgegentreten: Als fester Bestandteil des Lehrplanes solle er an den Schulen behandelt, und Schülerinnen und Schüler sollen so für die Problematik sensibilisiert werden.

Weiter fordern die Jugendlichen, dass die Rassismus-Strafnorm auf Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung, physischer oder geistiger Behinderung sowie der sozialen Schicht ausgeweitet wird.

Zur Bekämpfung der Diskriminierung der Frauen auf dem Arbeitsmarkt fordert die Jugendsession neben Kontrollen auch Sanktionen bei Fällen von Lohndiskriminierung. Die Jungpolitiker plädieren zudem für die Einführung eines Elternurlaubs.

Bundespraesident Didier Burkhalter spricht an der Jugendsession, am Samstag,15. November 2014, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Jugendliche verfolgen die Rede von Bundespräsident Burkhalter. Bild: KEYSTONE

Bessere Verteilung von Flüchtlingen

Die Jungpolitiker beschäftigten sich auch mit dem Verhältnis der Schweiz zur EU. An den Bilateralen sollte ihrer Ansicht nach festgehalten werden. Die Jugendlichen verlangen zudem eine «bessere Verteilung von Flüchtlingen auf alle Dublin-Staaten».

Die Jugendlichen forderten die Politiker des weiteren auf, Massnahmen gegen die Verschwendung von Lebensmitteln sowie zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit zu ergreifen.

Ihre Petitionen übergaben die Jugendlichen am Sonntag an Nationalratspräsident Ruedi Lustenberger (CVP/LU). Sie werden anschliessend im Parlament behandelt.

Burkhalter mit Prix Jeunesse ausgezeichnet

Bundespraesident Didier Burkhalter laesst sich an der Jugendsession mit Jugendlichen fotografieren, am Samstag,15. November 2014, im Nationalratssaal in Bern. (KEYSTONE/Peter Schneider)

Ein Selfie mit dem Bundespräsidenten – Didier Burkhalter wurde von den Jugendlichen mit dem Prix Jeunesse ausgezeichnet. Bild: KEYSTONE

Am Samstag hatte das Plenum der Jugendsession Bundespräsident Didier Burkhalter mit dem Prix Jeunesse ausgezeichnet. Burkhalter habe die Jugend als eines von drei Schwerpunktthemen seines Amtsjahres definiert, begründete die SAJV die Ehrung. Ferner habe er sich auch als Vorsitzender der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) für die Jugend eingesetzt.

Neben Burkhalter waren die Nationalrätin Christine Bulliard-Marbach (CVP/FR) und der Genfer Regierungsrat Pierre Maudet (FDP/GE) für die Auszeichnung nominiert.

Die 200 Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren hatten von Donnerstag bis Sonntag über verschiedenste Themen debattiert. Organisiert wurde die 23. Jugendsession von Freiwilligen und einem Projektteam der SAJV. Das Bundesamt für Sozialversicherungen und weitere Partner unterstützten das Treffen finanziell. (sda)



Abonniere unseren Daily Newsletter

1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen

Die CVP-Favoritin und die ungewöhnlich starke Unterstützung aus der FDP

Die Zürcher Nationalrätin und FDP-Frauen-Präsidentin Doris Fiala ist beeindruckt, wie Viola Amherd (CVP) mit der Kritik wegen ihres Mietstreits umgegangen ist. In den Augen der FDP-Frau habe Amherd bewiesen, dass sie das Rüstzeug für höhere Weihen habe.

Zehn Tage vor Meldeschluss bei CVP und FDP wagen sich Papabili für die Nachfolge von Doris Leuthard und Johann Schneider-Ammann langsam aus dem Busch. Der Ständerat und frühere Finanzdirektor Peter Hegglin (57) kündigte als erster CVP-Vertreter seine Kandidatur an. Der gelernte Landwirt will als Brückenbauer in den Bundesrat, und er geht die Kandidatur sehr professionell an. Bereits ist seine Kampagnen-Website peter-hegglin-in-den-bundesrat online.

Die derzeit spannendste Frage ist, ob auch die …

Artikel lesen