Schweiz
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Bundesanwaltschaft führt zwei Strafverfahren

Was die Untersuchung zur Korruption im Seco ans Licht gebracht hat



Die Administrativuntersuchung zur Korruption im Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) hat auch ans Licht gebracht, wie der beschuldigte Ressortleiter vorgegangen ist. Nach eigenen Aussagen forderte er von der hauptsächlich involvierten Informatikfirma Fritz & Macziol nicht direkt Geld für bestimmte Leistungen.

Vielmehr habe er zu verstehen gegeben, dass die Firma «stark von der Zusammenarbeit mit dem Seco und ihm persönlich profitiere», heisst es im Bericht. Seitens der Verantwortlichen der Firma seien seine Äusserungen so interpretiert worden, dass er Leistungen erwarte.

Boris Zuercher, Leiter der Direktion fuer Arbeit, spricht waehrend einer Medienkonferenz, am Donnerstag, 21. August 2014 in Bern. Bei der Medienkonferenz wurden die getroffenen Massnahmen nach der Administrativuntersuchung im SECO praesentiert. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Boris Zürcher, Leiter der Direktion für Arbeit, informiert über die getroffenen Massnahmen nach der Administrativuntersuchung. Bild: KEYSTONE

Später ging der Ressortleiter dazu über, systematisch privat benötigte Güter wie Fernseher oder Computer durch die Firma bezahlen zu lassen – im Wissen, dass die Beträge über fiktive Arbeitsleistungen wiederum dem Seco belastet würden. Auch führte er Aufwendungen für seine Ferienhaussiedlung in Spanien ins Feld, um Leistungen zu erhalten.

Zwei Strafverfahren gegen vier Personen

Unkorrektes Verhalten lag laut dem Bericht mit hoher Wahrscheinlichkeit auch in der Geschäftsbeziehung zur Firma System Connect vor. Diese Firma habe verschiedene Leistungen für den Ressortleiter, das Ressort und weitere Mitarbeitende erbracht, darunter die Finanzierung von Anlässen, eine Fahrt mit der Gotthardkutsche über den Gotthard und einen Rückflug mit dem Helikopter oder iPads für Mitarbeitende.

Die Bundesanwaltschaft führt zwei Strafverfahren, die sich gegen insgesamt vier Personen richten. In Untersuchungshaft befindet sich niemand mehr. Ebenfalls ein Verfahren eröffnet hat die Zürcher Staatsanwaltschaft. (sza/sda)

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