Schweiz
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ARCHIV - ZUM THEMA GRENZWACHTKORPS AN DER SOMMERSESSION AM MITTWOCH, 13. JUNI 2018, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG - Members of the Swiss Border Guard on patrol at Basel SNCF railway station, Switzerland, on August 15, 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Grenzwaechter des Schweizer Grenzwachtkorps auf Patrouille am Bahnhof Basel SNCF, aufgenommen am 15. August 2017. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Grenzwache am Bahnhof Basel SNCF. (Symbolbild) Bild: KEYSTONE

«Migranten gerecht auf Schengen-Staaten verteilen»: Schweiz gegen mehr Grenzkontrollen



Die Schweiz als Schengen-Staat hält wenig von den Plänen des deutschen Innenministers Horst Seehofer für mehr Grenzkontrollen zur Zurückweisung von Flüchtlingen. «Aus Sicht der Schweiz ist es eine Illusion anzunehmen, man könne mit mehr Grenzkontrollen irreguläre Migration vollständig unterbinden.»

Dies sagte ein Sprecher des Staatssekretariats für Migration. «Nationale und einseitige Massnahmen lösen keine Herausforderungen, sondern schieben die Verantwortung lediglich an die Aussengrenzenstaaten. Dies gilt es zu verhindern.»

An ihrer Südgrenze schickt die Schweiz Migranten zurück. 2556 «Übergaben an ausländische Behörden» waren es in der Region IV an der Grenze zu Italien bis Ende Mai, wie das Grenzwachtkorps berichtet. Als Schengen-Mitglied hat die Schweiz zwar systematische Personenkontrollen abgeschafft. Sie führt aber weiter Zoll- und Ausweiskontrollen durch, weil sie nicht in der EU-Zollunion ist. Grenzen werden teilweise mit Drohnen überwacht.

In den Regionen I und II, die an die 350 Kilometer lange Grenze zu Deutschland stossen, wurden bis Ende Mai gut 2300 Migranten ohne gültige Papiere aufgegriffen. Ob sie nach Deutschland wollten, erhebt das Grenzkorps nicht.

Die Schweiz sei dafür, Migranten gerecht in den Schengen-Staaten zu verteilen, sagte der Sprecher weiter. «Zusammen mit der Angleichung der materiellen Standards in den Dublin-Staaten kann somit am besten sichergestellt werden, dass die Rechte der Schutzsuchenden gewahrt werden und Sekundärmigration verhindert wird.»

Laut der sogenannten Dublin-Verordnung ist jener Staat für einen Migranten zuständig, in dem dieser erstmals EU-Boden betreten hat. In der EU wird derzeit um eine Reform der Verordnung gerungen. (sda/dpa)

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    Alle Leser-Kommentare
  • bintang 28.06.2018 14:16
    Highlight Highlight Die Schweiz und der Rest Westeuropas kapitulieren vor dem Asylchaos. Der freie Personenverkehr und PFZ haben ein Chaos ausgelöst. Einer der glücklichen Gewinner die Türkei, welche am Ventil zu Afrika sitzt und, sofern die anderen Länder nicht kuschen, die Schleusen öffnen wird und Westeurooa im Asylchaos versinkt. Erdogan weiss das und nutzt es geschickt aus.
  • Enzasa 28.06.2018 10:40
    Highlight Highlight Sehr gute Aussage.
    Es kann nicht sein, dass 3 Länder in Europa alleine dafür zuständig sein sollen alle Asylbewerber aufzunehmen.
    Verteilt auf alle Länder in Europa, hat jedes Land eine minimale Zahl an Asylbewerber.

    Es ist der bestehende soziale Unfriede, der dazu führt Schengen abzulehnen.
  • dorfne 28.06.2018 09:54
    Highlight Highlight "Die Rechte der Schutzbedürftigen...."

    Unter Missbrauch des Asyls bringen sich Migranten in einen Zustand der Schutzbedürftigkeit.
    Nennt mir die Gründe für das Asyl! Es gibt einen Einzigen. Nur politisch Verfolgte haben Anspruch auf Asyl und dürfen als anerkannte Flüchtlinge in der Schweiz bleiben. Da Missbrauch des Asyls durch die Migranten vorliegt, hat die CH, hat die EU das Recht ihre Aussengrenze militärisch zu schützen. Die wirklich Verfolgten werden auch so den Weg zu uns finden.
  • dorfne 28.06.2018 09:44
    Highlight Highlight Wir sollten Herrn Seehofer dankbar sein. Via Kanzlerin macht er Druck auf die EU, endlich einen Verteilschlüssel durchzusetzen. Es ist das Fehlen dieses Verteilschlüssels, der menschenunwürdige Verhältnisse schafft! Und im übrigen auch die Rechte der einheimischen Bevölkerungen mit Füssen tritt!
    Der Verteilschlüssel reicht aber nicht, die EU Aussengrenze muss besser geschützt werden. In einem ersten Schritt sollten die Rettungsschiffte der privaten "Retter" konfisziert werden, nachdem man alle Flüchtlinge an Land geholt hat.
  • dorfne 28.06.2018 09:36
    Highlight Highlight Die Schutzbedürftigkeit der Migranten muss vor der EU-Aussengrenze geklärt werden. Und die Schutzbedürftigen (Kriegsflüchtlinge, politisch Verfolgte) sollten bei einem positiven Bescheid sicher in ein europäisches Land geleitet werden. Damit täten wir den Menschenrechten einen grösseren Dienst, als mit dem was heute abläuft innerhalb der EU.
    • Dominik Treier (1) 28.06.2018 19:20
      Highlight Highlight Das gab es... Es nannte sich Botschaftsasyl und wurde von den Rechten wehement bekämpft... Aber das Problem hier ist doch wohl klar. Vielen Politikern (vor allem Rechtspopulisten in Nord- und Osteuropa) ist es lieber die Probleme nach Südeuropa abzuschieben und zu hoffen, dass "tragischerweise" einige Flüchtlinge den Weg nach Europa nicht mal überstehen...
  • dorfne 28.06.2018 09:25
    Highlight Highlight Das macht die Politik am liebsten: Nichts, d.h. wie Merkel sitzt man das Problem einfach aus. Die glauben doch nicht, dass es eine Lösung ist, die Asylanten innerhalb des Schengen-Raums endlos hin und her zu schieben! Die Einwanderung soll ja nicht komplett gestoppt, sondern begrenzt werden. Oder wollen wir dieser Entwicklung bis in alle Ewigkeit hilflos ausgeliefert sein?

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