Schweiz
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Die Delegierten waehrend der Delegiertenversammlung der Gruenen im Restaurant Sternen im Quartier Buempliz in Bern, am Samstag, 7. November 2015. (KEYSTONE/Dominic Steinmann)

DV der Grünen in Bern.
Bild: KEYSTONE

DV: Grüne wollen mehr auf die Strasse und wählen keinen SVP-Bundesrat



Nach ihrer Niederlage bei den Wahlen vom Oktober wollen die Grünen noch mehr auf die Strasse - nicht verkehrstechnisch, sondern um für ihre Anliegen zu kämpfen. In den Bundesratswahlen vom 9. Dezember verweigern sie den SVP-Kandidaten die Stimme.

Das sagten die beiden Co-Präsidentinnen am Samstag an der Delegiertenversammlung in Bern. Wer kämpfe, könne verlieren, sagte die Berner Nationalrätin Regula Rytz - wer nicht kämpfe, habe hingegen schon verloren. Nur mit viel Druck von unten könnten die Grünen in diesem «rechtsbürgerlichen Parlament» der nächsten Legislatur noch etwas bewegen.

Die Gruenen Co-Praesidentinnen Regula Rytz, rechts, und Adele Thorens, links, kommentieren die ersten Ergebnisse der Eidgenoessischen Wahlen am Sonntag, 18. Oktober 2015 im Rathaus in Bern. Heute finden die eidgenoessischen Wahlen 2015 in der Schweiz statt. Dabei werden die 200 Mandate des Nationalrates sowie 45 der 46 Mitglieder des Staenderates neu gewaehlt. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Adèle Thorens (links) und Regula Rytz nach den Wahlen
Bild: KEYSTONE

«Wir lassen in unserem Engagement nicht nach», kündigte auch die andere Co-Präsidentin, Adèle Thorens, an. Es gelte nun, ökologische Themen wieder vermehrt auf die Politbühne zu bringen, um alle potenziellen Unterstützer zu mobilisieren. Es brauche auch neue Wege, um die humanistischen Inhalte der grünen Politik zu vermitteln.

Appell an Mitte für eigene Kandidatur

Rytz kündigte ferner an, dass die Grünen bei den Bundesratswahlen vom Dezember den SVP-Kandidaten keine Stimmen geben werden. Sie wiederholte hingegen eine Aufforderung von Ende Oktober an die bürgerlichen Mitte-Parteien, eine eigene Kandidatur aufzustellen.

Die Grünen werden im weiteren Verlauf der DV unter anderem eine Podiumsdiskussion zum Atomausstieg abhalten. Auch die Delegierten der Grünliberalen kommen am Samstag zusammen: in Lausanne. Mit Spannung erwartet wird die Rede von GLP-Präsident Martin Bäumle. Die GLP hatte am 18. Oktober fünf Sitze verloren und ist nun nur noch mit sieben Nationalräten in der grossen Kammer vertreten.

Auch die Grünen gehören zu den Wahlverlierern und büssten vier Sitze ein. (sda)

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