Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Regula Rytz, Co-Praesidentin Gruene Schweiz, rechts, spricht an der Seite von Marianne Streiff, Praesidentin EVP Schweiz, Mitte, und Heiner Studer, Praesident Traegerverein

Co-Präsidentin Regula Rytz. Bild: KEYSTONE

Frage nach einer Allianz stellt sich «heute nicht»: Grüne grenzen sich vor den Wahlen von Grünliberalen ab



Obwohl die Wahlprognosen ihnen einen Verlust voraussagen, wollen die Grünen ihre Sitze im Herbst verteidigen. Gelingen soll das mit einem «sportlichen Schlussspurt», sagte Grünen-Co-Präsidentin Regula Rytz. Einer Fusion mit den Grünliberalen erteilt sie eine Absage.

«Die Differenzen in den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sind viel zu gross.»

Regula Rytz

«Bei grünen Projekten unterstützen wir uns gegenseitig. Die Differenzen in den sozial- und wirtschaftspolitischen Fragen sind jedoch viel zu gross, als dass wir uns stärker annähern könnten», sagte die Grünen-Nationalrätin in einem Interview mit der Neuen Zürcher Zeitung vom Montag.

Frage nach einer grün-grünliberalen Allianz stellt sich nicht

Immerhin hätten Grünen-Fraktionschef Balthasar Glättli und GLP-Präsident Martin Bäumle «ihre persönlichen Animositäten beigelegt». Im letzten September hatten die beiden gemeinsam angekündigt, eine Diskussion darüber anzustossen, wie der Anspruch der Grünen auf einen Bundesratssitz geltend gemacht werden könnte.

GRAFIK --- Ergebnisse Wahlbaromter zu den Eidgenoessischen Wahlen 2015 im Vergleich zu den Wahlen 2011 (137 X 65mm quer) vom Mittwoch, 24. Juni 2015 (KEYSTONE/Sanghamitra Dhar)

Bild: KEYSTONE

Rytz sagte nun im Interview, die Frage nach einer grün-grünliberalen Allianz für einen Bundesratssitz «stellt sich heute nicht», auch wenn man in der Regierung mehr gestalten könnte als im Parlament.

Problem Budget

«Ich würde gerne unser Vorwahlbudget mit jenem der FDP tauschen.»

Regula Rytz

Auch ein Grünen-Sitz auf Kosten der SP steht für die Co-Präsidentin nicht zur Debatte. Für Mehrheiten für eine rot-grüne Politik brauche es eine Stärkung des Grünen und nicht eine Schwächung des Sozialen. «Die Zusammenarbeit mit Bündnispartnerinnen setzten wir nicht aus reinem Opportunismus aufs Spiel.»

Rytz beklagte zudem ein fehlendes Bewusstsein dafür, dass etwa der Atomausstieg «auf den Sankt-Nimmerleins-Tag vertagt» sei. Darauf angesprochen, ob ihre Partei ein Kommunikationsproblem habe, sagte die Bernerin: «Ich würde gerne unser Vorwahlbudget mit jenem der FDP tauschen.» Den Grünen stehe ein nationales Budget von «nur 200'000 Franken» zur Verfügung. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com (umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

Analyse

3 Hauptargumente der KVI-Gegner auf dem Prüfstand

Der Kampf um die Konzernverantwortungsinitiative (KVI) tobt unerbittlich. Dabei argumentieren die Gegner auch mit Vorwürfen, die sich bei genauerer Betrachtung als falsch herausstellen. Drei Argumente im Prüfstand.

Im Abstimmungskampf zur KVI gehen die Wogen hoch. Ja-Fahnen zieren jeden zweiten innerstädtischen Balkon, die Initianten machten diese Abstimmung zur teuersten aller Zeiten. Auf der anderen Seite werden die Initianten auf Facebook in einer Verleumdungskampagne als «linke Krawallanten» verunglimpft und Ueli Maurer wird «bei der Arroganz, die hinter dieser Initiative steckt, fast schlecht».

So hart die Bandagen in diesem Kampf sind, so knapp wird wohl auch das Ergebnis werden. Momentan liegen …

Artikel lesen
Link zum Artikel