Schweiz
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«Romance Scam»: Britischer Betrüger nach langer Flucht in Wädenswil ZH verhaftet

03.07.18, 11:50


Britischer Liebes-Betrüger nach monatelanger Flucht in der Schweiz verhaftet: Das Bundesamts für Polizei (fedpol) und die Kantonspolizei Zürich haben einen 45-jährigen Briten verhaftet, der in England eine Frau um über eine Million Franken erleichert hatte.

Internationales Fahndungsbild Mark Acklom. Bild: EPA/NATIONAL CRIME AGENCY

Der Mann hatte der 61-jährigen Frau, mit der er 2012 ein Jahr lang eine Liebesbeziehung hatte, vorgegaukelt, ein Banker und Geheimagent zu sein. Um mehrere Häuser zu renovieren, knüpfte er der Frau über eine Million Franken ab - und verschwand damit aus dem Land.

«Wir haben monatelang zusammen mit den britischen Behörden und den Kantonspolizeien von Zürich und Genf an dieser Zielfahndung gearbeitet.»

Lulzana Musliu, Sprecherin des Bundesamtes für Polizei

Internationale Zusammenarbeit

Am vergangenen Samstag nun, wurde der Mann in einer Wohnung in Wädenswil ZH verhaftet, wie ein Sprecher der Zürcher Kantonspolizei am Dienstag gegenüber der Agentur Keystone-SDA sagte. Er bestätigte damit verschiedene Medienberichte. Der 45-Jährige sitzt derzeit in Untersuchungshaft und wartet auf seine Auslieferung.

Die Aktion sei ein exemplarisches Beispiel von internationaler und nationaler Zusammenarbeit, sagte Lulzana Musliu, Sprecherin des Bundesamtes für Polizei (fedpol) auf Anfrage. «Wir haben monatelang zusammen mit den britischen Behörden und den Kantonspolizeien von Zürich und Genf an dieser Zielfahndung gearbeitet.»

Typischer Fall von «Romance Scam»

Die britischen Behörden hatten Hinweise, dass sich der gesuchte Betrüger in der Schweiz aufhielt - mutmasslich in der Region um Genf oder Zürich. Am vergangenen Wochenende verdichteten sich schliesslich die Hinweise auf den tatsächlichen Aufenthaltsorts. Der Mann hatte mit seiner Familie unter falschem Namen in Wädenswil gelebt.

Beim Betrug handle es sich um einen typischen Fall des so genannten «Romance Scam», sagte die fedpol-Sprecherin. Dabei umwerben die Täter ihre Opfer mit Liebesversprechen, häufig auch im Internet, auf Partnerbörsen oder sozialen Netzwerken. Haben sie sie einmal um den Finger gewickelt, versuchen sie, ihnen mit herzzerbrechenden Geschichten Geld aus der Tasche zu ziehen. (sda)

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Video: srf

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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