Schweiz
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Gewitterwolken ziehen am Montag, 30. Mai 2011 ueber das Bundeshaus in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Über der Schweiz braut sich etwas zusammen.
Bild: KEYSTONE

Die nächsten vier Jahre werden stürmisch – überlegt euch gut, wen oder was ihr wählt

Auf die «Insel der Seligen» namens Schweiz kommen unruhige Zeiten zu. Dagegen helfen weder rechte Schwarzmaler noch linke Schönfärber. Ein Plädoyer für die konstruktive Mitte.

11.10.15, 09:46 12.10.15, 10:29

Der Gaga-Wahlkampf 2015 nähert sich seinem Ende. In Erinnerung bleiben sauglatte Videos, mehr oder weniger gelungene Ratings und Rankings, end- und nutzlose Spekulationen über den Bundesratssitz von Eveline Widmer-Schlumpf und Umfragen, die einen Rechtsrutsch vorhersagen. Und sonst? Eigentlich nichts. «Eine Debatte über wirklich wichtige Themen findet nicht statt», habe ich vor zwei Monaten geschrieben. An diesem Befund hat sich bis zuletzt nichts geändert.

Klagen über inhaltsleere Wahlkämpfe sind nicht neu. Selten aber waren sie so berechtigt. Selbst die Flüchtlingskrise, die ausserhalb unserer Grenzen für prekäre Zustände sorgt, gab zuletzt kaum noch zu reden. Kein Wunder: Wenn man den Nicht-Wahlkampf auf zwei Begriffe herunterbrechen will, dann lauten sie «Richtungswahl» und «Mobilisierung». Um den «Rechtsrutsch» im Parlament herbeizuführen oder zu verhindern, haben die Parteien ihre Bemühungen darauf konzentriert, den eigenen Anhang zur Stimmabgabe zu bewegen.

Viele betrachten die Schweiz als Insel der Seligen in einem stürmischen Meer. Diese Stürme aber könnten in den nächsten Jahren auch über uns hereinbrechen.

Wer die Bekehrten bekehren will, der muss keine Debatten führen. Das ist symptomatisch. «Vielleicht geht es uns einfach zu gut, um uns auf die wirklich wichtigen Themen zu konzentrieren», lautete mein Befund im August. Grosse Reformvorhaben wie die Energiewende oder die Altersvorsorge 2020 sind im Vergleich mit den Problemen anderer Länder der reinste Luxus.

So wählst du richtig

Nationalrat

Ständerat

Der Verein Politools lässt dich deine politischen Einstellungen auf der Wahlplattform Smartvote mit denjenigen der kandidierenden Politiker vergleichen. Es empfiehlt sich, nicht Kandidaten mit der grössten Übereinstimmung zu wählen, sondern solche mit grosser Übereinstimmung und intakten Wahlchancen.

Viele betrachten die Schweiz als Insel der Seligen in einem stürmischen Meer. Diese Stürme aber könnten in den nächsten Jahren auch über uns hereinbrechen. Und es macht nicht den Anschein, als wären wir vorbereitet. Grosse Herausforderungen und heftige Auseinandersetzungen zeichnen sich in mindestens drei Bereichen ab:

Flüchtlinge

Die Zahl der Asylsuchenden nimmt auch in der Schweiz zu. Von Zuständen wie in Deutschland oder Österreich aber sind wir weit entfernt. Woran liegt das? An den strengen Gesetzen? Der geografischen Lage? Der relativ kleinen Zahl von Syrern und Irakern, die hier leben? Vermutlich spielen alle drei Gründe eine Rolle. Das muss aber nicht so bleiben.

Ein Grenzwaechter steht vor Fluechtlingen vor einem Railjet aus Wien, aufgenommen am Freitag, 25. September 2015, am Bahnhof in Buchs. (KEYSTONE/Gian Ehrenzeller)

In Buchs (SG) sind bislang wenige Flüchtlinge eingetroffen.
Bild: KEYSTONE

Wenn die Flüchtlingswelle nicht abebbt, könnte sie in absehbarer Zeit unsere Grenzen erreichen. Oder die reiche Schweiz wird von den stark betroffenen Ländern gezwungen, einen Teil der Last zu übernehmen. Das Geschrei der Rechten wird immens sein, doch wir können das Land nicht einfach abriegeln. Oder wollen wir wie Ungarn einen Zaun aus Nato-Stacheldraht entlang der Grenze aufziehen? Eine in mehrfacher Hinsicht absurde Vorstellung.

Europa

In absehbarer Zeit muss die Schweiz ihr Verhältnis zur Europäischen Union regeln. Das betrifft die Personenfreizügigkeit, die nach dem Ja zur Masseneinwanderungs-Initiative auf dem Prüfstand steht, vor allem aber das von der EU geforderte institutionelle Rahmenabkommen. Christoph Blocher will es um jeden Preis verhindern, er hat dazu das Komitee «Nein zum schleichenden EU-Beitritt» gegründet. Es dürfte der härteste Abstimmungskampf werden seit dem EWR 1992.



Frankenstärke

Die Schweizer Wirtschaft hat die Aufhebung des Euro-Mindestkurses durch die Nationalbank bislang gut verdaut. Der Frankenkurs hat sich zuletzt abgeschwächt. Für Entwarnung aber besteht kein Grund. Das Problem lautet Margendruck. Er trifft sowohl den Tourismus wie die Exporteure und hier besonders die KMU. Viele kommen knapp zurecht, auch dank Gratisarbeit ihrer Belegschaft, aber sie verdienen nicht genug, um investieren zu können.

ZUR EXPORTINDUSTRIE STELLEN WIR IHNEN AM DONNERSTAG, DEM 30. JULI 2015, FOLGENDES NEUES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG --- An employee of Man Diesel & Turbo Switzerland, manufacturer of large-bore diesel engines and turbines, works on a turbine shaft, in Zurich, Switzerland, on June 15, 2015. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Ein Mitarbeiter von Man Diesel & Turbo Schweiz, Hersteller von Grossdieselmotoren und Turbinen, arbeitet an einer Turbinenwelle, am 15. Juni 2015 in Zuerich. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Der Industriestandort Schweiz ist unter Druck.
Bild: KEYSTONE

Wenn selbst Nick Hayek, der Chef des kerngesunden Swatch-Konzerns, bei jeder Gelegenheit über die Nationalbank-Spitze lästert, muss etwas faul sein. Falls der Frankenkurs nicht weiter nachgibt, dürfte es vermehrt zu Stellenabbau und Verlagerungen ins Ausland kommen. Dieser Prozess könnte schleichend verlaufen, sich aber auch beschleunigen, wenn die Weltwirtschaft erneut in eine schwere Krise stürzt und der Franken zur bevorzugten Fluchtwährung wird.

Kann sein, dass die Schweiz vom Schlimmsten verschont bleibt. Darauf wetten sollte man nicht.

Welche Parteien aber wären für diese Stürme am besten gerüstet? Sicher nicht die SVP. Sie hat mit dem Referendum gegen das neue Asylgesetz ihre Unwählbarkeit eindrücklich unter Beweis gestellt. Langsam müsste es selbst Hardcore-Fans dämmern, dass diese Partei Probleme nicht lösen, sondern bewirtschaften will. NZZ-Inlandchef René Zeller kommt zu einem vernichtenden Fazit: «Im Rückblick auf die ablaufende Legislaturperiode lässt sich kaum ein Problemfeld finden, bei dem die SVP Teil der Lösung gewesen wäre. Kompromissbereitschaft? Fehlanzeige.»

Wir brauchen die graue Mitte. Sie ist das Fundament jeder Demokratie. Besteht diese nur noch aus Extremen, kracht sie irgendwann zusammen.

SP und Grüne unterstützen das Asylgesetz, was nicht selbstverständlich ist. Vor allem letztere haben einen Hang zur Multikulti-Romantik, Probleme in der Asyl- und Ausländerpolitik werden am liebsten verdrängt oder kleingeredet. Rückblickend war es im Zweifelsfall fast immer die Linke, die im Parlament für einen Kompromiss zu haben war. Dennoch fällt es schwer, eine dieser Parteien mit ihrem Hang zu Umverteilungsfantasien und Bessermenschengehabe zu wählen.

Grosse Probleme kann man nur mit einer pragmatischen Politik bewältigen. Und da landet man an jenem Ort, der so gar keinen Glamour austrahlt, der ziemlich unsexy ist: In der politischen Mitte.

Mein persönliches Highlight im Wahlkampf war ein Gespräch mit BDP-Präsident Martin Landolt auf dem «Raucherbalkon» vor der Wandelhalle des Bundeshauses. «Die Forderung nach mehr Profilierung geht uns gegen den Strich, sie zwingt zur Banalisierung», sagte Landolt. Ich war verblüfft. Landolts Aussage passt so gar nicht in unsere Social-Media-Welt, in der man mit schrillen Tönen mehr Beachtung erlangt als mit differenzierten Gedanken.

Der Walliser CVP-Praesident Christoph Darbellay und der Glarner BDP-Praesident Martin Landolt, von links, unterhalten sich waehrend der Debatte ueber die Volksinitiative

Die «graue» Mitte: CVP-Präsident Christophe Darbellay und BDP-Chef Martin Landolt.
Bild: KEYSTONE

Mit seinen Prinzipien nimmt es der Glarner nicht immer so genau, etwa wenn er der SVP braune Tendenzen unterstellt. Dennoch imponiert sein Bekenntnis zu einer Politik, die sich «auf Gedeih und Verderben» der Suche nach Lösungen verpflichtet fühlt. Mehr jedenfalls als die Kritik des Bündner CVP-Ständerats Stefan Engler, seiner Partei fehle «der Mut zur Niederlage». Die CVP müsse nicht ihre Siege besser verkaufen, «sondern in Kauf nehmen, weniger zu gewinnen», forderte Engler in einem Interview mit «Aargauer Zeitung» und «Südostschweiz».

Eine solche Entwicklung wäre verheerend, die Schweiz würde unregierbar. Wichtig ist deshalb, dass bei diesen Wahlen die konstruktiven Kräfte gestärkt werden. Man findet sie in allen Parteien, ein paar wenige sogar in der SVP. Wir brauchen keinen Rechtsrutsch und keinen Linksdrall, weder rechte Schwarzmaler noch linke Schönfärber. Wir brauchen die graue Mitte. Sie ist das Fundament jeder Demokratie. Besteht diese nur noch aus Extremen, kracht sie irgendwann zusammen.

Daran sollte denken, wer sein Couvert noch nicht eingeworfen hat und dazu tendiert, seinen Angstreflexen zu folgen. Oder dem Wunsch nach ideologischer Reinheit. Angesichts der Stürme, die sich am Horizont abzeichnen, braucht die Schweiz Politiker und Parteien, die sich der Lösung von Problemen verpflichtet fühlen. Nicht ihrer Bewirtschaftung oder Verdrängung.

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45
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45Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Midnight 18.10.2015 12:27
    Highlight Sehr guter Artikel, alle Achtung! ;-)
    0 0 Melden
  • Bliss 11.10.2015 23:10
    Highlight Sehr starker Artikel! Ein weiterer Autor, dem ich unbedingt folgen muss.
    5 1 Melden
  • Openyourmind 11.10.2015 20:00
    Highlight Was mich persönlich echt interessieren würde, ist wer mit wieviel Geld welche Partei im Wahlkampf unterstützt. Glaube zwar nicht, dass eine solche Offenlegung der Spendengeldern einen Einfluss auf die Wahlergebnisse haben würde, denke aber das damit Agendas/Verhalten einiger Kandidaten/Parteien besser nachvollziehbar wäre.

    @Peter, gibt es da irgendwie einen Überblick welche Partei für und welche gegen so eine Offenlegung wäre?
    6 1 Melden
  • SanchoPanza 11.10.2015 19:39
    Highlight es gibt keine richtige Mitte mehr! die FDP politisiert weit rechts der Mitte und die CVP hat hängt schief im Wind... Die BDP nur mangels Alternativen zu wählen ist auch nicht sinnvoll...
    5 8 Melden
  • Karl33 11.10.2015 17:06
    Highlight Mitteparteien in der Schweiz vertreten wirtschaftsliberale Positionen, sind dabei gesellschaftspolitisch konservativ. Weshalb um alles in der Welt soll das erstrebenswert sein? Mitte bedeutet hier nicht Durchschnitt, sondern verheiratete konservative obere Mittelschicht und Aktionäre wollen möglichst viel Vorteile vom Staat, auf Kosten des Rests der Bevölkerung. Klingt verführerisch. Dass die jetzt gar lösungsorientierter sein sollen als andere Politiker ist schlicht dummes ideologisches Geschwätz. Sorry lieber Journalist.
    29 21 Melden
    • Peter 11.10.2015 19:08
      Highlight Eine sehr enge Definition der Mitte. Sie ist weit vielfältiger. Der Vorstoss für eine "Ehe für alle" stammt von den Grünliberalen, nicht von SP oder Grünen. Auch Teile der FDP sind gesellschaftspolitisch progressiv. Im übrigen schreibe ich, dass man konstruktive Politiker in allen Lagern findet. Nur so von wegen "ideologisches Geschwätz"...
      27 3 Melden
  • Kza 11.10.2015 14:41
    Highlight "Angesichts der Stürme, die sich am Horizont abzeichnen, braucht die Schweiz Politiker und Parteien, die sich der Lösung von Problemen verpflichtet fühlen. Nicht ihrer Bewirtschaftung oder Verdrängung."

    Und welche Probleme hat Ihre "graue Mitte" in den letzten vier Jahren denn so gelöst? Sie empfehlen hier gerade die Meister der Verdrängung zur Wahl.
    33 33 Melden
    • Peter 11.10.2015 16:12
      Highlight Die Mitteparteien bemühen sich wenigstens um Lösungen, auch wenn ihnen die Polpaeteien immer wieder in die Parade fahren. Oder sie erst unter ausländischem Druck zu reagieren gezwungen sind. Dies im Unterschied zur SVP, die von konstruktiver Politik nichts wissen will.
      34 32 Melden
    • Karl33 11.10.2015 16:59
      Highlight Ich finde diese Propaganda, dass sich nur Mitteparteien um Lösungen bemühen, peinlich. Das ist jetzt nicht im Ernst gemeint, oder?
      23 17 Melden
    • strieler 11.10.2015 17:42
      Highlight Also z.B. die Asylgesetzrevision in letzter Minute das Referendum ergereifen - obwohl es nur wegen der SVP so lange ging, diese Revision auszuhandeln - ist nicht gerade konstruktiv... Das selbe kann man auch von den (in den letzen Jahren) mehreren unfertig eingereichten Initiativen sagen, bei deren Umsetzung die anderen arbeiten und die SVP weder Ja, Nein oder Amen sagt, sondern dann noch weiteren Schwachsinn wie Durchsetzungsinitiative lanciert... Andere Ideen wie Soldaten an die Grenze schicken / Grenzen dicht machen haben auch nichts mit Lösung zu tun sondern sind nur Symptombekämpfung...
      21 9 Melden
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  • atomschlaf 11.10.2015 13:54
    Highlight Mitteparteien wählen ist wie die Katze im Sack wählen. Am schlimmsten ist die BDP.
    41 51 Melden
    • Madison Pierce 11.10.2015 18:55
      Highlight Die BDP hat allerdings in diesem Wahlkampf als einzige Partei Plakate mit Inhalten und nicht nur Köpfe und nichtssagende Schlagworte drauf.
      15 8 Melden
  • _kokolorix 11.10.2015 13:50
    Highlight ich finde es extrem undifferenziert von linken 'umverteilern' zu sprechen.
    die mitte rechts parteien verteilen seit Jahrzehnten erfolgreich um. von arm nach reich nämlich.
    55 37 Melden
    • atomschlaf 11.10.2015 14:01
      Highlight Stimmt nicht. Die Umverteilung läuft von der Mitte zu arm und reich. Bei den Armen ist nämlich nichts Nennenswertes zu holen.
      54 16 Melden
    • koks 11.10.2015 14:49
      Highlight Atomschlaf, die politische Mitte ist nicht die Vertretung des Mittelstandes. Der Mittelstand wird von ziemlich allen Parteien vertreten (oder man gibts zumindest vor).
      27 7 Melden
    • atomschlaf 11.10.2015 18:44
      Highlight @koks: Umgekehrt. Der Mittelstand wird von sämtlichen Parteien auf die eine oder andere Weise über den Tisch gezogen und ausgenommen.
      - Bei den Armen ist kaum was zu holen.
      - Die Reichen sorgen via Lobbying etc. dafür, dass die Steuerbelastung für sie nicht zu stark steigt, bzw. wenn diese zu stark steigen würde, würden evtl. vermehrt Reiche wegziehen. --> Nullsumme oder negatives Resultat.
      - Ergo wird die Mittelklasse gemolken.
      Beste Gegenmittel: Schlanker Staat, der sich auf wichtige Kernaufgaben (Sicherheit, Rechtsschutz, Bildung, Infrastruktur) beschränkt, möglichst wenig Umverteilung.
      8 6 Melden
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  • zombie woof 11.10.2015 12:22
    Highlight Peter Blunschi bringt's auf den Punkt! Wir brauchen eine Regierung die zusammenarbeitet und in der Lage ist, brauchbare Lösungen zu erarbeiten. Unsere Politiker sollten sich jetzt auf ihre Aufgabe konzentrieren, diese steht im Mittelpunkt und nicht die Politiker als solche! Ich will eine funktionierende Demokratie und keine Blumenkinder oder Rassisten die sich einen Führer wünschen! Die Probleme die auf uns zukommen, können nur gemeinsam gelöst werden, alles andere endet in einem Desaster!
    76 16 Melden
    • stadtzuercher 11.10.2015 13:12
      Highlight Du darftst dich freuen, Leuthard aus der sog. Mitte tritt nochmal an. Es gibt keine andere Politikerin, die annähernd so schamlos das ausländische Kapital hofiert, neoliberale Reformen durchpeitscht und mit Privatisierungen den Ausverkauf des Schweizer Tafelsilbers vorantreibt wie Leuthard. Natürlich finanziert durch steigende Gebühren und Abgaben die wir Bürger hurra-rufend freudig bezahlen.
      51 19 Melden
  • Dooni 11.10.2015 12:08
    Highlight Ich finde es eine Unsitte, den Leser (wie im Titel) in der Mehrzahl anzusprechen. Eine Mode, die leider immer häufiger Schule macht. Ich fühle mich dadurch vom Autor in eine Schublade mit allen anderen gesteckt, nicht als urteilsfähiges Individuum.
    47 46 Melden
  • SVARTGARD 11.10.2015 11:51
    Highlight Ick wähl wat ick will 😂🍺
    40 24 Melden
  • koks 11.10.2015 11:40
    Highlight ich habe AL gewählt. dürften nach den erfolgen im kantonsrat den ersten nationalratssitz holen im kanton zürich. eine partei mit einer pragmatischen, aber deutlichen linken meinung. im gegensatz zur sp unabhängig von den pfründen des staats (aka filz).
    http://al-zh.ch/aktuelles.html
    die AL waren die, die die pauschalbesteuerung im kanton mit ihrer Initiative zu Fall gebracht haben. und die sich gegen den überwachungsstaat aussprechen, den alle grossen parteien kürzlich gestärkt haben.
    48 49 Melden
    • Topoisomerase 11.10.2015 13:05
      Highlight Die Grünen sind auch einheitlich gegen die Überwachung.
      24 9 Melden
    • koks 11.10.2015 13:30
      Highlight das stimmt. aber die grünen sind für mich unwählbar, zu staatsgläubig und feministisch männerverachtend. die pflegen die überzeugung, dass der staat uns ins privateste dreinreden muss, wie wir leben, was wir essen, was wir denken etc. beispielhaft steht dieser junge grüne politiker, der ernsthaft forderte, in pornofilmen dürfen die darsteller nicht häufiger als alle 10minuten oder so ihre stellungen wechseln. solche politiker und solch ein staat sind mir als linkswähler ein gräuel. nein danke.
      53 7 Melden
    • blueberry muffin 11.10.2015 14:14
      Highlight Habe auch AL gewählt. Wie es sich gehört. Wenigstens keine Cüpli Sozialisten drin und die AL hat schon mehrfach bewiesen das sie auch mit den Mitte und teilweise sogar Rechtsparteien zusammen arbeiten können.
      24 14 Melden
  • Sapere Aude 11.10.2015 11:30
    Highlight Ich würde mir auch eine starke Mitte wünschen, nur haben die Mitteparteien in keiner Weise irgendwelche Themen oder Lösungen präsentiert. Ausserdem haben auch die Medien einen Part im einseitigen Wahlkampf gespielt. Die Flüchtlingskrise war omnipräsent, auch hier auf Watson, da hatte es kaum Raum für andere Themen. Themen die durchaus auch von verschiedenen Parteien angesprochen wurden. Wenn man natürlich nur über den Lautesten berichtet, oder gegen ihn anschreibt, dann gehen automatisch im Getöse unter.
    48 11 Melden
    • Angelo C. 11.10.2015 12:43
      Highlight So ist es mehrheitlich 👍 !
      21 7 Melden
    • stadtzuercher 11.10.2015 13:15
      Highlight Mitte ist eben nicht Mitte zwischen links und rechts, sondern eine eigene Kategorie. So ist die CVP etwa jene Partei, die am eifrigsten staatliche Überwachung fordert und vorantreibt. Und das finden all die Mitte-Jubler gut? echt?
      27 8 Melden
    • Sapere Aude 11.10.2015 13:34
      Highlight Ich bin kein Mittejubler, aber ich finde es wichtig, dass in einem Konsens und Kompromissorientiertem System, jede Kategorie gut vertreten ist, ansonsten funktioniert das System nicht. Beim NDG bin ich selbst von meiner Partei enttäuscht, bei welcher es einige Abweichler gibt. Ist für mich unverständlich, wie man so etwas gutheissen kann.
      17 4 Melden
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  • Sagitarius 11.10.2015 11:22
    Highlight Man wirft Martin Landolt oft vor er agiere wie eine Fahne im Wind!
    Ich nenne das lösungsorientierte Kompromissbereitschaft!
    45 30 Melden
    • Jol Bear 11.10.2015 11:47
      Highlight Will man die Mitte-Politik als lösungsorientiert und kompromissbereit definieren, dann schon eher für CVP oder GLP zutreffend. BDP hat das Problem ihrer Bundesrätin: ohne Hausmacht (starke Fraktion im Hintergrund) ist sie abhängig von andern Parteien links und rechts, muss sich denen immer wieder ausliefern und, wie Landolt beweist, alle paar Wochen mit provozierenden Aussagen (bevorzugt gegen SVP gerichtet) laut werden, um überhaupt wahrgenommen zu werden. Kurz gesagt: Die BDP existiert dank ihrer BR, der Preis dafür ist glaubwürdige Unabhängigkeit.
      26 18 Melden
    • Sagitarius 11.10.2015 12:47
      Highlight @Jol Bear: provozierende Aussagen? Du hast Dich schon links und rechts ein wenig umgehört? oder? Wir kommen mit diesen linken und rechten Ansichten einfach nicht weiter! Wir brauchen Politiker, welche in der Lage sind Kompromisse einzugehen und diese Politiker kommen halt meistens aus der Mitte.
      BDP & BR EWS! Ja das ist eine spezielle Konstellation, da geb ich Dir recht und ich bin gespannt, wie die BDP das nach den Wahlen in den Griff bekommen wird.
      9 7 Melden
  • E7#9 11.10.2015 11:18
    Highlight Danke für das Plädoyer zu Gunsten der Mitte. Etwas stört trotzdem: "Rückblickend war vor allem die Linke kompromissbereit." Das geht ja gar nicht. Es braucht für einen Kompromiss immer beide Seiten. Etwa wie: Beide Teams waren gleich stark, besonders das linke Team.
    38 33 Melden
    • E7#9 11.10.2015 12:05
      Highlight Beeindruckend: Ich hab gar nichts von SVP gesagt. Aber an dieser Stelle möchte ich die Kompromissbereitschaft und den Erfolg der linken Anliegen mal ansprechen: 1/12, Mindestlohn, Erbschaftsteuer... genau gleich stur, idealistisch und erfolglos.

      Ein neutraler Kommentar zum Wesen eines Kompromisses mit einem SVP-Bashing zu beantworten bestätigt ja nur wie festgefahren auch die Linken in ihrer Position sind. Deshalb: Danke für das Votum an die Mitte.
      41 12 Melden
    • atomschlaf 11.10.2015 14:07
      Highlight @sound: Man muss schon unterscheiden zwischen Parlamentsarbeit und Initiativen.
      Bie den Initiativen konnte die SVP in den letzten Jahre mehrere beachtliche, wenn auch teilweise sehr knappe Erfolge erzielen, während linke Initiativen fast ausnahmslos den Bach runter gingen.
      Dass es im Parlament trotzdem oft zu Mitte-Links-Mehrheiten kommt, liegt an der bemerkenswerten Sturheit der SVP, die sich (leider!) immer wieder sinnvollen Kompromissen und der Zusammenarbeite mit FDP und Mitteparteien verweigert.
      22 1 Melden
    • blueberry muffin 11.10.2015 14:17
      Highlight @ Sound wenn meinten sie dann? Die SD? Die PNOS? Rechts von der Mitte gibt es ja nur die SVP.
      7 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 11.10.2015 10:45
    Highlight es ist für uns immer noch besser dass flüchtlinge zu uns kommen als das wir selbst welche sind
    31 23 Melden
    • atomschlaf 11.10.2015 14:11
      Highlight @eragon272727: Wenn wir zu rasch zu viele kulturfremde Flüchtlinge ins Land lassen und diese sich deswegen nicht mehr integrieren lassen, dann kann es rascher als erwartet dazu kommen, dass wir selbst zu Flüchtlingen werden.
      Zuerst die Flucht aus den No-Go-Zonen im eigenen Land und später vielleicht gar die Flucht aus dem Land.
      14 16 Melden
  • dracului 11.10.2015 10:33
    Highlight Bitte diesen Artikel ausdrucken und den Mitteparteien zukommen lassen! Es bleibt zu hoffen, dass die "Mitte" nach den Wahlen sich zusammenrauft, die Wunden leckt und aufhört gegeneinander zu arbeiten. Die GLP, CVP, EVP und FDP und eventuell BDP braucht es nicht als eigene Partei, sondern müssten als starke "Mitte" agieren.
    31 16 Melden

Die Schweiz hat noch 1114 Post-Filialen – die Post ist zufrieden, andere nicht

Die Post ist bei der angekündigten Verkleinerung des Poststellennetzes auf Kurs. Derzeit gibt es noch 1114 Filialen. Die Gewerkschaft Syndicom wirft der Post Augenwischerei vor.

Gemäss den 2016 bekannt gegebenen Plänen der Post soll die Zahl der Postbüros bis 2020 von 1400 auf 800 bis 900 gesenkt werden. Im Gegenzug sollen die Zugangspunkte für Postdienste von 3700 auf mindestens 4200 erhöht werden.

Das Ziel werde erreicht, sagte Thomas Baur, Verantwortlicher des Poststellennetzes, an einer …

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