Schweiz
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Wie die Notlandung eines US-Bombers das bernische Utzenstorf in Aufregung versetzte 

08.08.18, 21:14 09.08.18, 07:43


An den 17. August 1943 erinnern sich einige ältere Utzenstorfer noch genau: Es war ein heisser Sommertag, die Bauern waren draussen an der Arbeit, in einem «Pflanzblätz» las gerade eine Frau Stangenbohnen ab. Und plötzlich war da dieser US-B-17-Bomber.

ARCHIVE --- VOR 75 JAHREN, AM 17. AUGUST 1943, MUSSTE IN UTZENSTORF IM KANTON BERN EINE BOEING B-17 DER US-LUFTWAFFE NACH EINEM BOMBERANGRIFF IN SUEDDEUTSCHLAND NOTLANDEN. DAS EREIGNIS ZOG SCHAULUSTIGE AUS DER GANZEN REGION AN. DER BOMBER WURDE DEMONTIERT UND NACH DUEBENDORF TRANSPORTIERT UND NACH DEM ZWEITEN WELTKRIEG VERSCHROTTET --- The American Boeing B-17 (

Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Dass Kampfflugzeuge und Bomber die Region überflogen, war in den Jahren des Zweiten Weltkriegs nichts Ungewöhnliches. Doch an diesem Tag schauten die Utzenstorfer verdutzt auf: Der Motorenlärm klang anders als sonst, viel näher.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Tatsächlich kam ein amerikanischer B-17-Bomber «in beängstigendem Tiefflug» daher, wie Lokalhistorikern Barbara Kummer-Behrens im Buch «Utzenstorf im Spiegel alter Fotos und Postkarten» schreibt.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Staub und Kartoffeln

Etwas ausserhalb von Utzenstorf setzte der über Deutschland schwer angeschossene Bomber Battle Queen – Peg of my Heart zur Notlandung an. «Wir landeten mitten in einem Kartoffelacker und kamen in einem Bohnenfeld zum Stillstand», notierte Bordfunker Bill Carter danach in fein säuberlicher Handschrift in sein Tagebuch.

Die Frau im Bohnenfeld sah den Bomber auf sich zuschiessen und verkroch sich vor Schreck unter ihrem grossen Bohnenkorb. Dass sie unverletzt davon kam, grenzt an ein Wunder. Als der Bomber zum Stillstand kam, befand sich der Bohnenkorb mitsamt Frau direkt unter einem der Flügel, wie der Utzenstorfer Rolf Zaugg, ein Kenner der Ereignisse, der Nachrichtenagentur Keystone-SDA erzählt.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Doch nicht nur die Bohnenleserin hatten einen gehörigen Schreck, der zehnköpfigen Bomber-Besatzung erging es kaum besser. «Als wir zur Notlandung ansetzten, betete jeder für sich, dann hörten wir ein ohrenbetäubendes Krachen und das Innere des Bombers füllte sich mit Staub und Kartoffeln», wird der ehemalige Bordingenieur John Scott in Kummer-Behrens' Buch zitiert.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Carter notierte in sein Tagebuch: «Es war eine glatte Landung, wenn man bedenkt, dass wir mit mehr als 100 Meilen pro Stunde (rund 160 km/h) mit dem Flugzeugrumpf aufsetzten.»

Das ganze Dorf auf den Beinen

«Es verging keine Viertelstunde, und das ganze Dorf war auf den Beinen», wie aus Carters Tagebuch hervorgeht, das der Nachrichtenagentur Keystone-SDA in Auszügen vorliegt. Schliesslich habe sich ein Mann gefunden, der Englisch konnte. «Er sagte uns, wir sollen mitkommen in ein Hotel im Dorf. So stapften wir los mit der ganzen Dorfbevölkerung im Schlepptau.»

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Unterdessen waren auch die Behörden alarmiert. Der zuständige Berner Polizeikommandant rapportierte: «Die erfolgte Landung wurde dem Unterzeichneten durch Frau Gygax, Landjäger's in Utzenstorf um 14.20 Uhr telephonisch gemeldet.»

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Offiziere im Bären einquartiert

Die Offiziere der Bomber-Besatzung wurden in Utzenstorf im Bären einquartiert, die Unteroffiziere im Bahnhöfli. Später kamen die US-Soldaten nach Adelboden, wo die meisten von ihnen bis zum Ende des Krieges interniert blieben. Carter hingegen floh nach etwa einem Jahr nach Frankreich, von wo er sich wieder US-Truppen anschloss und noch diverse weitere Bomben-Angriffe flog.

In Adelboden waren die Amerikaner beliebt, verfügten sie doch über einen Sold von zwölf Dollar pro Tag, damals eine ansehnliche Summe. Die internierten Amerikaner konnten sich frei bewegen und gaben ihr Geld aus. Sie kauften sich etwa Uhren oder gingen Skifahren. Ein willkommener Zustupf in Zeiten, in denen der Tourismus im Berner Oberland wegen des Krieges zum Erliegen gekommen war.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Bomber eingezogen

Der in Utzenstorf niedergegangene Bomber wurde von den Schweizer Behörden eingezogen und zwecks militärischer Auswertung nach Zürich-Kloten abtransportiert. Der B-17-Bomber, im Volksmund «fliegende Festung» genannt, hatte beispielsweise ein sogenanntes Norden-Bombenzielgerät an Bord.

Dieses galt zu seiner Zeit als präziseste Zieloptik der Welt. Die Existenz und Funktionsweise des Geräts wurde von den Amerikanern zunächst strikt geheim gehalten. «Das Zweitgeheimste nach der Atombombe», wie Rolf Zaugg sagt, der ein «Norden Bombsight» in seinem privaten B-17 Museum in Utzenstorf stehen hat.

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Bild: PHOTOPRESS-ARCHIV

Zum Abtransport der Battle Queen – Peg of my heart hat Zaugg noch eine Anekdote auf Lager: Um das Flugzeug verladen zu können, wurde es teilweise demontiert. Dies verlangte den Männern einiges an Improvisationsvermögen ab. Die Amerikaner hatten für die Konstruktion nämlich Kreuzschrauben verwendet.

In der Schweiz waren aber nur Schlitzschraubenzieher gebräuchlich. So wurden kurzerhand Schweizer Armee Stylet-Bajonette auf den gewünschten Schraubenkopf-Durchmesser eingekürzt, fertig war der Kreuzschraubenzieher. (whr/sda)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

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38
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38Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sherlock_Holmes 09.08.2018 11:40
    Highlight Eine der diesbezüglich am besten dokumentierten Webseite ist warbird.ch von Daniel Egger
    Dort sind sämtliche Vorkommnisse detailliert geschildert, inkl. Suche nach Ereignis, Datum, Ort, Kanton, Flugzeugtyp/-art, Nation, Archiv mit Hintergrundinformationen zu Einsatz, Besatzung, Augenzeugenberichten, Karten und Fotos.
    Danke für den Bericht. Aviatik, Technik und Geschichte gehören zu meinen Interessen.
    Kenne mütterlicherseits auch die Perspektive der Betroffenen im Ruhrgebiet/Bochum.
    5 0 Melden
    • Flughund 10.08.2018 10:44
      Highlight Merci für den Link. Tolle Seite, da hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben
      0 0 Melden
  • Thom Mulder 08.08.2018 23:02
    Highlight Da fehlt mir doch noch etwas mehr Information. Wieso wurden die interniert? Die Schweiz war "neutral" (wenigstens offiziell), da sollte doch alles schleunigst an die USA ausgeliefert werden...
    6 64 Melden
    • McStem 08.08.2018 23:29
      Highlight Neutralität wurde dadurch erreicht, indem die Deutschen ebenfalls interniert wurden.
      74 1 Melden
    • derEchteElch 09.08.2018 00:45
      Highlight Neutral ja, aber trotzdem ist eine fremde Armee auf schweizer Boden gelandet und im eigentlichen Sinne „eingefallen“. Dies verstösst gegen Schweizer Recht, sofern nicht ausdrücklich bewilligt. Es waren keine Kriegsgefangenen, sondern quasi Personen ohne Aufenthaltsbewilligung..

      Und wie bitte sollten sie an die USA zurück gebracht werden, wenn rund herum deutsche Truppen stehen?

      Schafft man sie in die USA zurück, wären die Deutschen sauer. Händigt man sie den Deutschen aus, wären die Amis sauer. Also, was wäre denn noch neutraler, als sie einfach bei zu uns behalten?
      91 5 Melden
    • Stan_the_man 09.08.2018 01:12
      Highlight Eben nicht, als neutraler Staat war/ist die Schweiz verpflichtet, ausländische Streitkraftangehörige bis zum Konfliktende zu "neutralisieren".
      79 0 Melden
  • Hierundjetzt 08.08.2018 22:41
    Highlight Das einzige was wir vom tödlichsten aller Kriege mit 60‘000‘000 Toten mitbekamen war eine Notlandung.

    Wer auch immer uns aus dem Krieg rausgehalten hat: Merci.

    (Und nein es war nicht unsere Armee, tut mir leid)
    39 111 Melden
    • dan2016 08.08.2018 23:14
      Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Alliierte_Bombenabwürfe_auf_die_Schweiz

      Gab schon etliches mehr. Einschneidende Erlebnisse für meine Eltern
      63 0 Melden
    • Blitzableiter 09.08.2018 00:31
      Highlight Nicht ganz. Es gab 84 Tote in diversen Städten der Schweiz, durch Fehlbombardements der Allierten.
      56 0 Melden
    • derEchteElch 09.08.2018 00:37
      Highlight Welche Notlsndung? Diese hier beschriebene? In der Schweiz gab es massenhaft Notlandungen von US-Bombern!

      Und betreffend Armee; weisst du wie viele Luftraumverletzungen es damals gab? Die Flugwaffe (ja, richtig geschrieben) war im Dauereinsatz, auch wenn nicht aktiv abgeschossen wurde..
      41 5 Melden
    • Mutzli 09.08.2018 00:56
      Highlight Na ja, da gab es noch viele andere Internierte, ganz zu schweigen von den teils doch schweren Bombardierungen von Schweizer Städten (wie etwa Schaffhausen).
      42 0 Melden
    • Hierundjetzt 09.08.2018 02:10
      Highlight *hüstel: ihr vergleicht jetzt aber nicht Stalingrad mit der Schweiz? Den Feuersturm von Hamburg oder Dresden mit Schaffhausen?

      Wir waren in keinster Weise im Krieg involviert! Nur Zaungast und grosse Sprüche.

      Das was Ihr von Euch gebt ist Relativierung von Milionen Gefallenen Allierten die UNS gerettet haben.

      WIR haben keinen einzige Soldaten im Gefecht verloren, der für sein Vaterland starb!!

      Hört auf, Euch auf Augenhöhe mit denen zu stellen, die in der Normandie gelandet waren.

      Blablabla wir hattens hart. Die Versorgung der CH war im Mai 1945 (Kriegsende) bei 70%!!
      19 64 Melden
    • Hierundjetzt 09.08.2018 02:20
      Highlight Als Ur-Schweizer mit über 2‘000 Diensttagen bei den Panzern muss ich euch klar den Kopf zurecht rücken: Wir hatten 1‘000 MG aus dem 1 WK, 30 Panzerlein aus Blech und 10 Flugzeuge. Der Rest hatte den Karabiner 11 mit 5 Schuss. Keine Festung, nichts. Die gabs erst ab den 50gern. Nix da von heroisch!

      Also hört auf mit, wir waren dann voll auf Augenhöhe waisch und mussten auch leiden. So ein Quark. „Leiden“ 😂😂😂 wie die im Osten, oder was?

      Der Grund warum wir überlebt haben, liegt im Bundesarchiv mit einer 100 jährigen Sperrfrist. 2036 - 2045 werden wir die Wahrheit erfahren.
      44 37 Melden
    • bullygoal45 09.08.2018 07:36
      Highlight Im Militärdienst erzählte man uns Geschichten von duzenden, wenn nicht hunderten Bombern und Jägern die in Dübendorf Notgelandet sind. Die amerikanischen Piloten/Crew brachten unseren bei, wie man so Vögel repariert und fliegt um sie auf andere Flughäfen zu verschieben weil Dübi so überfüllt war.

      @hierundjetzt: bin voll bei dir. tolle Geschichten, aber nichts im Vergleich
      4 4 Melden
    • dan2016 09.08.2018 08:36
      Highlight lieber Hierundjetzt. Alle die Dir geantwortet haben, haben zurecht drauf hingewiesen, dass Deine Darstellung zu eng ist (vermutlich hottest du mehr lesen und weniger Militär leisten sollen). Niemand hat nur drangedacht, Stalingrad mit der Schweiz zu vergleichen.
      Und übrigens, OHNE die Schweiz mit den anderen zu vergleichen, es starben Schweizer Piloten in Luftkämpfen. Aber soviel Detailwissen must Du nicht haben.
      23 1 Melden
    • Eine_win_ig 09.08.2018 10:20
      Highlight Hierundjetzt: Jain zu allen Aussagen.

      Obschon sie näher an der Wahrheit dran sind als unsere Giardino-Kollegen, die dieUnversertheit der Schweiz nur der Armee zuschreiben.

      Die Daten allerdings müssten Sie nochmals anschauen. Klar, das Réduit war erst nach Ende des Kriegs vollständig fertig, doch grosse Teile davon waren auch während des Kriegs verfügbar.

      Der Bau beganm ja erst relativ spät, da man vor der Einnahme Frankreichs durch Deutschland an der Aare-Limmatt-Stellung festhalten wollte...
      6 0 Melden
  • no-use-for-a-name 08.08.2018 22:20
    Highlight Spannender Artikel. Warum
    wurden die Alliierten eigentlich nie für den durch die Bombardements deutscher Städte verursachten Massenmord bzw. Kriegsverbrechen zur Rechenschaft gezogen? Es wurde ja in Dresten oder Köln bewusst die Bevölkerung angegriffen und der auch der Einsatz von Brandbomben zielte explizit auf massenhaftes Töten ab.

    Bei Assad und Putin die genau das in Syrien auch machen wird ja auch zu recht Den Haag grfordert.
    23 61 Melden
    • reaper54 08.08.2018 22:44
      Highlight Erstens, der Sieger schreibt die Geschichte.
      Zweitens, die Regierungen waren halt teilweise ein wenig toleranter als heute wenn der Gegner Kriegsverbrechen beging machte es halt nicht so viel wenn von den eigenen Personen auch ein paar begangen wurden. Das muss nicht zwingend schlecht oder gut sein es ist halt Krieg...
      63 5 Melden
    • G.Oreb 09.08.2018 12:31
      Highlight @reaper54 zwei Tipps:
      Kommas müssen nicht ums verrecke grammatikalisch korrekt sein. Aber mach doch ein paar, dann checkt mans mit 1x lesen.

      “halt“ in einem Argument kommt selten gut an. Damit drückst du Unsicherheit aus. Lass es einfach weg und der gegenüber glaubt dir eher dass du weisst du wovon du sprichst.
      0 5 Melden
  • pinguinpinguin 08.08.2018 22:15
    Highlight Wieso kann man Kreuzschrauben (+) nicht mit einem Schlitzschraubenzieher (-) schrauben? Umgekehrt passt der Zieher nicht in die Schraube, aber so herum?
    36 5 Melden
    • ldk 08.08.2018 22:46
      Highlight Äuä weil der Schlitzschraubenzieher zu breit war für die Kreuzschrauben..
      44 0 Melden
    • Laborchef Dr. Klenk 08.08.2018 22:48
      Highlight Nein, eine gut sitzende Kreuzschraube muss mit passendem Kopf gelöst werden, der Schlitzkopf würde nicht tief genug sitzen, um wirklich formschlüssig Kraft zu übertragen.

      Was ich interessant finde: Warum hatten die Amis die gut funktionierenden Kreuzschrauben, während die Schweiz, eines der führenden Länder in Sachen Feinmechanik, nur Schlitzschrauben kennt? Die kann man ja für IKEA-Gestelle brauchen, aber wir haben damals ja auch echte Mechanik hergestellt.
      37 3 Melden
    • elnino 08.08.2018 22:48
      Highlight Nicht genug Kraftübertragung/Torque
      20 1 Melden
    • Der Tom 09.08.2018 00:14
      Highlight Beim spielzeugflugi das Batteriefach öffnen geht das schon aber bei einer B 17 hoffentlich nicht 🤪 Die Schrauben sitzen fester.
      28 1 Melden
    • 7immi 09.08.2018 07:43
      Highlight ich nehme mal an, dass nur abdeckungen so zugeschraubt waren. das flugzeug an sich ist vollständig genietet.

      die kreuzschraube war eher neu (ca 1920 erfunden), sie wurde vor allem in der massenindustrie eingesetzt. und war verhältnismässig teuer. daher waren die werkzeuge vermutlich moch nicht so weit verbreitet. die uhrenindustrie ist eine andere grössenordnung, solch kleine schrauben findet man nur in den instrumenten, nicht am flugzeug.
      7 0 Melden
    • Laborchef Dr. Klenk 09.08.2018 09:08
      Highlight 7immi vielen Dank!

      An einem solchen Flugzeug waren wohl viele Kreuzschrauben dazu noch Holzschrauben, ich kenne die Konsteuktion der B17 nicht im Detail, aber Holz war damals im Flugzeugbau noch sehr verbreitet.
      1 0 Melden
    • 7immi 09.08.2018 20:22
      Highlight @laborchef
      der fussboden und einige verkleidungen bestehen aus holz. die flugzeugstruktur besteht aus aluminium und teils stahl. die ruder bestehen aus verklebtem holz, das bespannt wird.
      holz wird auch heute noch eingesetzt, zb von robin oder msw. bei grossen strukturen kann holz nicht mithalten.
      während im innenraum vieles verschraubt wird, findet man in der struktur ausschliesslich nietverbindungen oder klebeverbindungen (holz, cfk, gfk). schrauben können sch lösen. im innenraum ist das nicht so wichtig, die tragende struktur sollte sich dagegen nicht selber zerlegen.
      1 0 Melden
  • Konstruktöhr 08.08.2018 21:54
    Highlight Damals, als man Amerikaner noch bewundert hatte...
    91 33 Melden
    • Zauggovia 09.08.2018 09:17
      Highlight Ich bewundere die "Greatest Generation" noch heute.
      7 5 Melden
  • Gzuz187ers 08.08.2018 21:42
    Highlight Toller Beitrag. Was noch spannender wäre, wäre ein Beitrag über die internierten Flugzeuge der Deutschen ( Me262, Bf 110 Nachtjäger)
    39 4 Melden
  • Blitzableiter 08.08.2018 21:38
    Highlight Im Titel hat sich ein Rechtschreibfehler eingeschlichen. Ansonsten ein toller und interessanter Artikel! Danke!
    54 2 Melden
  • Bynaus 08.08.2018 21:37
    Highlight Spannend! Für mich offene Fragen: woher hatten die US Soldaten ihren Sold? Wurde der von der CH ausbezahlt und bei den USA in Rechnung gestellt? Kam es öfters vor, dass internierte Soldaten flohen, und hat man das aktiv unterbunden - oder sie gewähren lassen? Was geschah nach dem Krieg mit dem Bomber? Verschrottet oder zurück gegeben?
    207 4 Melden
    • Skip Bo 08.08.2018 22:04
      Highlight Meines Wissens wurde der Bomber in Armeewerkstätten zerlegt und genaustens studiert. Die Schweiz war sehr an amerikanischer Technik interessiert.
      Mein Vater war übrigens einer der Schulbuben der den Bomber aus der Nähe anschaute. Er hat eine MG Patrone als Souvenir nach Hause gebracht.
      61 1 Melden
    • ueilaa 08.08.2018 22:38
      Highlight Der Sold wurde (wie die hotels, essen und medikamente) über das amerikan. Konsulat abgewickelt und bezahlt. Der Chef war der spaetere CIA Boss Allen Dulles. In den Kurorten Adelboden, Davos etc. kamen Fluchten doch relativ häufig vor - mit der Gefahr im Straflager Wauwilermoos zu landen. Die Bevölkerung hat diese zt. Unterstützt wie auch das amerikan. Konsulat, jedoch erfolgten sie nur auf eigeninitiative - und wurde von der CH zu verhindern versucht. Die Bomber wurden 1945 von den amis flottgemacht und zurückgeflogen. Der Schrott (gesuchte Rohstoffe nach dem Krieg) zurueckgelassen. Gruss :)
      57 2 Melden
    • urwe 08.08.2018 22:49
      Highlight Mein Grosvater war auch vor Ort, da sein damaliger Bauernbetrieb ca 1 Kilometer von der Absturzstelle entfernt war.
      36 2 Melden
    • Butschina 09.08.2018 07:21
      Highlight Die internierte Besatzung wurde den US Streitkräften bestimmt gemeldet.
      4 0 Melden

«Die AfD plant den Staatsstreich» – eine Aussteigerin packt aus

Franziska Schreiber war vier Jahre lang Mitglied der AfD. Zuerst als Vorsitzende der Jugendorganisation Junge Alternative, dann als Mitglied im Bundesvorstand. Kurz vor den Bundestagswahlen im Herbst 2017 trat die 27-Jährige aus der Partei aus. Jetzt hat sie ein Buch geschrieben, in dem sie vor ihrer ehemaligen Partei warnt.

Frau Schreiber, wenn Sie noch in der AfD wären, und wenn die AfD stärkste Partei wäre in Deutschland, könnte ich dann dieses Interview mit Ihnen noch führen?Franziska Schreiber: Nein, könnten Sie nicht, aus dem einfachen Grund, dass Sie dann als Journalist in Deutschland gar keine Lizenz mehr hätten. Sie sind, in der Sprache der AfD-Funktionäre, Schreiberling eines «linksrotgrün versifften Mediums», das man um jeden Preis eindämmen müsste. Die Medienlandschaft würde gesäubert, wer …

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