Schweiz
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Greg Bovo, left, and his partner David Schmokel fill out a marriage license application as their adopted daughter, Sophia Bovo-Schmokel, 5, looks on inside the County Clerk's office in the St. Joseph County Courthouse on Wednesday, June 25, 2014, in South Bend, Ind. (AP Photo/South Bend Tribune, Robert Franklin)

Die Hälfte der Befragten in der Schweiz sprechen sich für die Stiefkindadoption bei Homosexuellen aus. Bild: AP/South Bend Tribune

Fünf Gretchenfragen: So denkt die Schweiz 2016 über Homosexuelle



Gleichgeschlechtliche Ehe, Adoption, Konkubinat und Gleichstellung: Die Schwulenorganisation Pink Cross hat in einer Umfrage dem Schweizer Volk bezüglich seiner Einstellung gegenüber Homosexuellen auf den Zahn gefühlt. Fazit: Die Forderung nach mehr Rechten scheint mehrheitsfähig – doch die Schweiz ist etwas zurückhaltender geworden als noch im vorvergangenen Jahr.

In der Erhebung, welche Pink Cross den Zeitungen «Tages-Anzeiger» und «Der Bund» vorlegte, bejahten 69 Prozent die Frage «Soll die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Beziehungen geöffnet werden?». 25 Prozent lehnten dies ab, 6 Prozent äusserten keine Meinung.

Es stehen Forderungen in Raum, die Zivilehe für gleichgeschlechtliche Paare zu öffnen. Befürworten Sie diese Öffnung?

Pink Cross Studie

screenshot pink cross

Zum Vergleich: Bei der Umfrage im Jahr 2014 sprachen sich mit 70,4 Prozent Ja oder eher Ja mehr Menschen für das Anliegen aus.

Frauen befürworten die Homo-Ehe damals wie heute leicht häufiger als Männer. Bei den Parteien reicht die Zustimmung von 59 Prozent (SVP) bis zu 94 Prozent (Grüne).

Sollen Menschen in eingetragener Partnerschaft das Kind ihrer Partnerin / ihres Partners adoptieren dürfen?

Pink Cross Studie

screenshot pink cross

Auch bei der Frage nach der Stiefkindadoption, die das Parlament bereits verabschiedet hat und gegen die ein Referendum aus rechtskonservativen Kreisen gescheitert ist, hat sich die Zustimmung binnen zweier Jahre um 3,8 Prozentpunkte verringert. Noch 50 Prozent der Befragten sind einverstanden damit, dass Homosexuelle das Kind ihres Partners oder ihrer Partnerin adoptieren dürfen. 39 Prozent sind dagegen.

Sollen Menschen in eingetragener Partnerschaft Kinder adoptieren dürfen?

Pink Cross Studie

screenshot pink cross

Ein allgemeines Adoptionsrecht für Menschen in einer eingetragenen Partnerschaft befürworten aktuell 43,2 Prozent, demgegenüber stehen 47,4 Prozent Gegner.

Befürworten Sie eine Öffnung der eingetragenen Partnerschaft für heterosexuelle Paare, die im Konkubinat leben?

Pink Cross Studie

screenshot pink cross

Ganze neun Prozentpunkte tiefer fällt bei der jüngsten Erhebung die Zustimmung aus für eine Öffnung des Konkubinats – 75,4 Prozent sagten 2014 ja oder eher ja dazu.

In der Schweiz ist es verboten, Menschen aufgrund ihrer Rasse oder Religion herabzusetzen. Soll dieses Gesetz auch Lesben, Schwule und Transmenschen schützen?

Pink Cross Studie

screenshot pink cross

Einzig bei der Frage nach der Rassismus-Strafnorm hat die Zustimmung leicht zugelegt: von 84,7 auf aktuell 85,9 Prozent.  

Für die jüngste Befragung wurden in der Deutsch- und Westschweiz 1011 Personen im April und Mai 2016 vom Forschungsinstitut GFS interviewt. (kad/sda)

Homosexueller Protest in China

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    Alle Leser-Kommentare
  • Jason84 14.10.2016 14:46
    Highlight Highlight Gleiche Rechte für alle!
    Es bricht mich an das wir uns immer aufs neue rechtfertigen, erklären und kämpfen müssen für Rechte die bei allen anderen völlig normal sind und nie in Frage gestellt würden.
  • Calvin Whatison 14.10.2016 09:01
    Highlight Highlight Es geht Niemanden an, mit wem der Nachbar ins Bett steigt, und zu interessieren hat es schon gar nicht. Typisch Schweizer Mentalität: in fremden Gärten für Ordnung herrschen zu wollen. Ein jeder kann tun und machen wie er will, solange dies mit Respekt und Anstand gegenüber anderen gelebt wird. Luxusprobleme gewisser Herrlichkeiten.
    • Fabio74 14.10.2016 10:48
      Highlight Highlight Und was genau willsz mit dem Kommentar mitteilen?
    • Calvin Whatison 14.10.2016 11:41
      Highlight Highlight @Fabio74: Minderheiten brauchen keinen "Segen" oder Zustimmung gewisser Herrlichkeiten, die glauben, Ihre Lebensweise sei die einzig richtige oder Beste.
    • Fabio74 14.10.2016 14:34
      Highlight Highlight Ok dann hab auch ichs verstanden
  • andrew1 14.10.2016 08:42
    Highlight Highlight Ich habe grundsätzlich nichts gegen schwule. Ist nir eigentlich egal was die machen, aber das beibehalten der heiratsstrafe war von ihnen wirklich nicht gerade nett. Jetzt werden millionen von schweizer um tausende von franken betrogen und diskriminiert jedes jahr. Am meisten diskriminiert wird man als arbeitender, verheirateter, autofahrender und steuer zahlenden bürger. Ist wohl von gewissen politiker lieber gesehen, wenn man den ganzen tag beim bahnhof eumgammelt und nichts arbeitet. Dann kann man auch keine pendlerabzüge beschränken.
    • SuicidalSheep 14.10.2016 10:28
      Highlight Highlight Die CVP wollte mit dieser Initiative nicht nur die Heiratsstrafe abschaffen, sondern durchs kleingedruckte die Ehe nur zwischen Mann und Frau in der Verfassung definieren. Verstehst Du, weshalb sie klar abgelehnt wurde? Nicht nur von der LGBTQ Community.
    • Incendium 14.10.2016 10:40
      Highlight Highlight @andrew1: Sorry das mein Wunsch meinen Partner i-wann mal zu Heiraten anstatt diese Unwürdige eingetragene Partnerschaft einzugehen dein Portmonaie diskriminiert. Was fällt mir eigentlich ein, GLEICHE rechte(nicht mehr aber auch nicht weniger per definition) zu wollen. Echt tut mir voll sorry. Kommt dir evtl in den sinn das auch eingetragene Paare und dann bald auch verheiratete geichgeschl. Paare unter der Heiratsstrafe leiden? Wenn es ums zahlen geht, sind wir plötzlich doch alle gleich.
    • Fabio74 14.10.2016 10:51
      Highlight Highlight Nun die Verantwortung hat ganz allein die CVP. Hätte sie diesen miesen, fiesen Zudatz der Ehedefinition nicht reingeschrieben, wäre wohl ein Ja rausgekommen.
      Aber wir wären dumm gegen die eigenen Interessen zu stimmen nur weil man bei der CVP homophob ist.
      Diskrminiert kann eine Mehrheit nicht werden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gelegentlicher Kommentar 14.10.2016 08:32
    Highlight Highlight Das schlimmste Argument gegen die Adoption von Kindern von Homosexuellen ist für mich, dass diese Kinder dann gemobbt werden würden.
    (1) Ja, die ersten dieser Kinder werden es wohl nicht immer einfach haben. Genau so wie man früher die Kinder hänselte, deren Eltern nicht verheiratet waren und dann, als das nicht mehr interessant war, die Scheidungskinder. Danach kräht heute auch kein Hahn mehr.
    (2) Dann bring doch deinem Kind bei, dass es andere nicht mobben soll. Denn da liegt das Problem.
    • Jason84 14.10.2016 10:53
      Highlight Highlight Genau... Ich sage immer wieder: Seit wann ist Mobbing die Schuld des Opfers?
    • Bruno Wüthrich 14.10.2016 11:12
      Highlight Highlight Nun ja, wenn es um Ihre Kinder ginge, müssten Sie sich als homosexueller Elternteil wegen der möglichen Mobberei schon Gedanken machen.

      Doch als heterosexueller Elternteil könnte man ja die Sache pragmatisch positiv sehen. Man könnte sagen, je mehr Kinder wegen der Homosexualität ihrer Eltern gemobbt werden, desto kleiner ist die Gefahr, dass dies meinen Kindern wegen etwas anderem widerfährt.

      Wir sehen daraus, dass Ängste manchmal auch schlicht und ergreifend irrational sind. Wir sind heute glücklicherweise unterwegs, Ungleichheiten wegen Rasse oder sexueller Orientierung abzubauen.
    • pamayer 14.10.2016 11:23
      Highlight Highlight Mobbing ist immer die schuld des täters.
      Ebenso wie Vergewaltigung.
      Und diebstahl.
      Und Steuerhinterziehung.
  • Restless Lex 14.10.2016 08:05
    Highlight Highlight An die Redaktion: Bei der Frage "Sollen Menschen in eingetragener Partnerschaft Kinder adoptieren dürfen?" Sind die Nein/eher Nein Prozente 47.4 und nicht 33.7. Somit ist die Mehrheit der Befragten gegen eine Adoption unter diesen Voraussetzungen. (Anm. der Redaktion: Hast du absolut Recht. Danke. Ist geändert.)
  • Qu-olà 14.10.2016 07:27
    Highlight Highlight Die Schulenorganisation? : D
  • maweiss83 14.10.2016 07:24
    Highlight Highlight Schön zu sehen das die Stimmung eher positiv ist. Gerade bei so konkreten Fragen wird es wohl immer Personen geben, die es ablehnen.

    Btw, Pinkcross hat nichts mit einer Schule zu tun ;-)
  • Ano Nym 14.10.2016 07:11
    Highlight Highlight Was ist eine Schulenorganisation?
    *typo
    • Martin Lüscher 14.10.2016 07:22
      Highlight Highlight @Ano Nym: Schule, kennst du nicht? Nein, im Ernst: Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.

«Der Satz ‹Ich bringe dich um› fällt täglich fast in jedem Schweizer Schulhaus»

Eine 13-jährige Schülerin aus Spreitenbach beging Suizid – mutmasslich, weil sie in den sozialen Medien gemobbt wurde. «Eine neue Dimension in der Schweiz», sagt Social-Media- Experte Philippe Wampfler. Und er erklärt, welche Rolle die Schule übernehmen müsste.

Seit Jahren befasst sich Philippe Wampfler mit dem Spannungsfeld Schule und soziale Medien. Er hat zwei Bücher zum Thema verfasst, lehrt und forscht an der Universität Zürich, zuvor an der Kantonsschule Wettingen. Den Fall in Spreitenbach kennt er aus der Berichterstattung. Im Interview mit der AZ zeigt er sich bestürzt, nimmt aber die Jugend auch in Schutz: Erwachsene dürften nicht alles wörtlich nehmen und müssten offen sein fürs Gespräch.

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