Schweiz
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Beschimpfungen, Bedrohungen, Gewalt: Homosexuelle und Transmenschen werden oft Opfer von Verbrechen aus Hass. Bild: Shutterstock

«Stirb, Schwuchtel!»: Opfer von LGBT-Verbrechen erzählen, was ihnen passiert ist

Severin Miszkiewicz
Severin Miszkiewicz

Auf der neuen LGBT+ Helpline melden sich täglich Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder ihres Geschlechts beschimpft, bedroht oder verprügelt werden. Der Leiter der Helpline meint, dass LGBT-Verbrechen in der Schweiz viel zu wenig präsent sind. watson hat mit Opfern gesprochen, die ihre Geschichten öffentlich machen wollen.



Joel, 20, trans*

«Selbstbewusst und stolz trug ich einen Rock. Er hat mir einfach gefallen und ich fühlte mich unendlich elegant darin, fast so, als ob ich leicht schweben würde. Auf dem Heimweg wurde ich von einer Gruppe junger Männer eingekesselt – aggressive Männer zwischen 17 und 19 Jahren: Sie begannen, mich im Kreis herum zu schubsen und riefen: ‹Stirb, Schwuchtel!› Plötzlich drückten sie mich zu Boden, rissen mir meinen Rucksack weg und klauten mir mein Geld. Als sie davonliefen, verabschiedeten sie mich mit den Worten: ‹Jetzt weisst du, was passiert, wenn du einen Rock anziehst.› Ich ging zur Polizei und erzählte ihnen vom Vorfall. Ich bestand darauf, dass das Verbrechen als ‹Hate Crime› erfasst wird, doch sie meinten, so eine Kategorie gäbe es gar nicht.»

«Sie begannen, mich im Kreis herum zu schubsen und riefen: ‹Stirb, Schwuchtel!›»

Ivan, 44, schwul

«Das ist jetzt 20 Jahre her, aber ich werde den Vorfall nie vergessen. In den 90ern ging ich mit meinem Bruder, der ebenfalls schwul ist, und einer guten Freundin in den Ausgang. Wir haben uns ziemlich aufgebrezelt und waren heiss auf eine langersehnte Party. Wir warteten in Wollishofen (Zürich) aufs Tram, als uns plötzlich eine Gruppe angetrunkener junger Männer auf der anderen Strassenseite auffiel. Es waren etwa zehn Männer aus Ex-Jugoslawien, die immer wieder zu uns rüber blickten. Sie zeigten mit dem Finger auf uns und riefen Beleidigungen: ‹Schwuchteln› oder ‹fette Sau›. Plötzlich kamen sie rüber und fingen an, uns rumzuschubsen. Vor allem unsere Freundin, die etwas fest war, wurde Ziel ihrer Aggressionen. Wir stellten uns zwischen sie und wollten sie abwehren – dann drehten sie durch. Sie prügelten mit voller Kraft auf uns ein. Wir kriegten Faustschläge ins Gesicht und den Magen, bis wir am Boden lagen. Wir hatten keine Chance – zehn total aggressive Männer gegen uns drei. Im Hintergrund hörten wir ein Grüppchen junger Frauen, die sie dabei anfeuerten. Als sie fertig waren, gingen sie grölend weg. Unserer Freundin haben sie die Tasche geklaut, meinem Bruder ein blaues Auge verpasst und mir haben sie die Nase gebrochen. Wir waren total fertig, sind dann aber trotzdem noch an die Party gegangen. Etwas Gutes sollte der Abend ja doch noch bringen.»

«Unserer Freundin haben sie die Tasche geklaut, meinem Bruder ein blaues Auge verpasst und mir die Nase gebrochen.»

Anna, 54, Transfrau

«‹Transe! Transe! Transe!› – einmal mehr wurde ich letzte Woche zielsicher von einer Gruppe männlicher Jugendlicher aufs Korn genommen. Wie meistens reagierte ich darauf nicht mehr. Sinnlos. Verletzen tut's mich trotzdem immer noch und ich frage mich jedes Mal: Was haben die Jungs davon? Wieso brauchen sie das? Was ist ihr Gewinn? Spass? Gemeinschaftsgefühl? Abwehr? Selbstsicherheit? Auf jeden Fall fordert sie meine Präsenz zu einer Reaktion heraus. Die einen, indem sie mich sexuell anmachen, die anderen, indem sie mich anpöbeln. Beides braucht meinerseits viel Energie und verunsichert mich in meinem labilen Selbstverständnis. Wieso könnt ihr mich nicht einfach in Ruhe leben lassen?»

«Verletzen tut's mich trotzdem immer noch und ich frage mich jedes Mal: Was haben die Jungs davon?»

Christoph, 25, schwul

«Ich spazierte mit einem Freund durchs Niederdorf (Zürich). Mein Freund ist zwar auch schwul, aber wir waren kein Paar und zeigten keinerlei Anzeichen dafür. Wir umarmten uns nicht, wir hielten nicht Händchen und wir küssten uns nicht. Plötzlich kam uns ein junger Mann entgegen und murmelte: ‹Scheiss Schwuchteln›. Am Akzent konnte ich erkennen, dass er aus dem Balkan stammt. Ich wurde unglaublich wütend und konnte mich den ganzen Tag nicht mehr beruhigen. Das ist mir schon das zweite Mal im Niederdorf passiert.»

«Ein junger Mann kam uns entgegen und murmelte: ‹Scheiss Schwuchteln›.»

Sandro, 29, schwul

«Ich outete mich ziemlich früh und so wussten in der Oberstufe alle, dass ich auf Männer stehe. In meiner eigenen Klasse war das kein Problem. Die kannten mich ja. Von den anderen Teenagern in der Schule wurde ich aber fortan täglich drangsaliert. Immer wieder hörte ich, wie mir jemand ‹Schwuchtel› nachrief und im geschlechtergetrennten Turnunterricht wurde ich immer als Letzter in die Gruppe gewählt. Es war hart, aber ich ignorierte es. Ich wollte diese Typen nicht konfrontieren, weil ich dachte, dass es dann nur noch schlimmer wird. Ich stand dazu, dass ich schwul bin und hatte einen kleinen Freundeskreis, der mir treu war. Wir waren nicht die coolste Clique, aber es waren meine besten Freunde. Die Schule ist ein Ort, wo man in einen Topf mit verschiedenen Menschen geworfen wird und mit denen auskommen muss. Zum Glück ging die Oberstufe nur drei Jahre.»

«In der Schule wurde ich täglich drangsaliert.»

Florian, 26, schwul

«Ein kurzer Rückblick auf das Zürifest. Wir laufen vom Niederdorf zum Bellevue. Eine Gruppe Frauen ruft uns nach: ‹Wäh, seid ihr schwul!› Im Café Felix am Benefizanlass für Pink Cross wird einer von uns auf dem Herrenklo von einem Mann blossgestellt: ‹Das ist nicht das Frauenklo!› Auf dem Weg vom Bellevue zum Heaven Club werden wir angerempelt. Vor dem Club spricht uns ein Mann an: ‹Seid ihr schwul? Warum wollt ihr keine Fotzen ficken?› Wir sagen ihm, er solle gehen. Er kommt später mit einer Gruppe zurück und spricht uns nochmals an: ‹Ihr seid so vollschwul und es macht euch nichts aus?› Einige von uns haben einen guten Abend und können es locker wegstecken. Ich hatte einen anstrengenderen Tag. Wir machen uns auf den Nachhauseweg, mit geballten Fäusten, aus Wut und aus Angst. Das ist auch Zürich, das ist die Schweiz.»

«Seid ihr schwul? Warum wollt ihr keine Fotzen ficken?»

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120Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • R&B 10.02.2017 12:45
    Highlight Highlight Teil 1:
    Ich bin 46 und schwul und habe mich Anfang der 90er geoutet, als Homosexualität medial noch nicht behandelt wurde. Glücklicherweise hat mein gesamtes Umfeld sehr positiv reagiert.
    Ich bin auch froh, dass ich noch nie Opfer eines Hate-Crimes wurde, vermutlich weil bei mir der Gaydar versagt.
    Wenn ich aber in der Öffentlichkeit meinen Freund zum Beispiel zum Abschied küsse, bemerke ich manchmal die irritierten Blicke.
    23 4 Melden
  • R&B 10.02.2017 12:44
    Highlight Highlight Teil 2:
    Einmal wollte mein Freund mich nicht küssen, weil eine Mutter mit ihrem 6 jährigen Kind in der Nähe stand. Wir haben uns doch geküsst, weil ich finde, dass ein Kind in diesem Alter das sieht, was es ist. Liebe. Und wenn diese Kind Glück hatte, hat es eine Mutter, die Ihrem Kind genau das erklärt hat: "Die zwei Männer haben sich gerne und darum küssen sie sich."
    Ich plädiere aber nun nicht, dass man nun seine Gefühle hemmungslos freien Lauf lassen soll. Zum einen weil mehr als ein kurzer Kuss in der Öffentlichkeit nervig ist und auch weil man keinen Hass provozieren sollte.
    34 4 Melden
    • R&B 11.02.2017 14:27
      Highlight Highlight Ach Stipps! Wir wissen, dass du ein verblendeter Ausländerhasser bist und glaubst, dass ohne Ausländer alle Probleme gelöst wären.
      Im Gegensatz zu dir kann ich differenzieren und dir versichern, dass die Homophobie nix mit Staatszugehörigkeit zu tun hat.
      3 2 Melden
  • Slavoj Žižek 10.02.2017 10:15
    Highlight Highlight Solche Situationen habe ich als nicht LGBT+ auch schon zuhauf erlebt, wenn jemand Ärger machen will findet er immer einen Grund. Man sollte Gewalt generell verurteilen.
    54 8 Melden
    • CyanidC 10.02.2017 11:27
      Highlight Highlight Aufpassen mit solchen aussagen. Dir als nicht LGBTI ist es ganz bestimmt noch nie passiert, das du wegen eines Kusses im Spital aufgewacht bist. Es ist ein unterschied ob man von betrunkenen pöblern drangsaliert wird oder von einer Gruppe homophober pöbler. Schlimmer noch wenn es betrunkene homophobe sind.
      35 29 Melden
    • CyanidC 10.02.2017 14:40
      Highlight Highlight Sagt mir lieber wo mein denkfehler liegt anstatt zu blitzen. Man könnte ja meinen ich habe einen Nerv getroffen in der ach so Heilen hetenwelt.
      18 17 Melden
    • El_Sam 10.02.2017 15:27
      Highlight Highlight Solche Attacken gibt es definitiv nicht nur gegen Mitglieder von LGBT+ (woher kommt eigentlich das Plus?)
      Jeder der aus der Norm heraussticht hat ein erhöhtes Potential solche Übergriffe erleiden zu müssen. Sei es wegen der Herkunft, der Haut- oder Haarfarbe oder sonstiger körperliche auffälliger Attribute.
      Im Gegensatz zu LGBT+ gibt es halt bei z.B. Rothaarigen keine spezifische Anlaufstelle.
      29 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Menel 10.02.2017 09:11
    Highlight Highlight Was ich bei dem Thema auch immer wieder lustig finde ist, dass viele homophobe hetero Männer die Vorstellung, zB. einen Penis in den Mund zu nehmen, absolut abstossend finden. Sich dies dann aber von ihrer Partnerin wünschen.
    Körperlichkeit mit einem Mann auszutauschen (und ich meine damit nicht den Akt) ist für sie undenkbar.
    Wie denken sie denn, dass sie auf Frauen wirken? xD
    57 55 Melden
    • chraebu 10.02.2017 10:18
      Highlight Highlight Das kann ich jetzt nicht nachvollziehen.

      Der korrekt Vergleich wäre, wenn sich hetero Männer weigern Ihre Frau oral zu befriedigen aber das von Ihr verlangen.

      Ob ein hetero Mann mehr oder weniger bi veranlagt ist, hat mit der Beziehung zu der weiblichen Partnerin wenig bis gar nichts zu tun.
      40 6 Melden
    • 8004 Zürich 10.02.2017 12:58
      Highlight Highlight Ich weiss nicht, ob das beachbsichtigt war, aber so formuliert implizierst Du, dass nicht homophobe Männer es grundsätzlich easy finden, einen Penis in den Mund zu nehmen. Wer das überforciert weiterdenkt, könnte das „wie gern nimmt ein Mann den Penis eines anderen Mannes in den Mund“ zum Parameter für jemandes (Nicht-)Homophopie erklären.

      Ich frage mich auch gerade, ob meine Freundin mir überhaupt noch eins Blasen darf, wenn sie nicht auf orale Liebkosungen von Frauen steht.
      Ich möchte auch lieber keine Männer küssen (ich meine, so richtig küssen. Einen Backenschmutz unter Freunden ...
      20 1 Melden
    • 8004 Zürich 10.02.2017 13:25
      Highlight Highlight ...in Momenten grosser Freude/Trauer/grosse Begrüssungen und Verabschiedungen, usw. finde ich hingegen ganz normal.) Darf ich dennoch meine Freundin küssen?

      Gesellschaftlich normal eingestellte, offene Frauen, die aber nicht gerne gerne blasen, bringst Du damit auch unter Zugzwang, denn die sollten sich demnach einen Mann suchen, der Schwule nicht mag, wenn sie sich nicht die ganze Zeit mit Argumenten wie „Hey, ich bin voll nicht homophob, also solltest Du mir auch mal eins blasen“ herumschlagen möchten.


      16 1 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Jemima761 10.02.2017 08:02
    Highlight Highlight Es ist himmeltraurig, dass es auch in unseren "aufgeklärten" Zeiten noch Menschen gibt, die sich ein Urteil anmassen über andere Menschen. Was geht jemanden die sexuelle Orientierung eines anderen an? Es kommt doch auf ganz andere Eigenschaften an.
    33 6 Melden
  • Joe924 10.02.2017 08:00
    Highlight Highlight Interessant finde ich die Frage wieso dieser Hass da ist. Als Jugendlicher hasste ich "die" auch, so ähnlich wie man einen anderen Fussballverein hasst. Es kamen einzelne Erlebnisse hinzu im Ausgang wo ich Schwule so erlebt habe wie Frauen Männer teilweise erleben (Offensiv, Aggressiv angemacht). Wenn ich nun Schwule deswegen hassen würde müssten alle Frauen Männer hassen..
    Heute mit 32 Jahren sehe ich nur Menschen mit einer anderen sexuellen Orientierung als ich, wie kann man sich als reflektierte Person darüber aufregen?
    29 2 Melden
  • Roman Don Hulliger 10.02.2017 07:58
    Highlight Highlight Einfach nur traurig...
    29 2 Melden
  • Silent_Revolution 10.02.2017 03:07
    Highlight Highlight Schon erschreckend wie viele Menschen das Gefühl haben, eine Meinung zur Sexualität anderer Personen haben zu dürfen.
    Das Wort Homophobie lenkt allerdings bewusst von der eigentlichen Ursache ab. So etwas wie Homophobie existiert eigentlich nicht und die Problematik ist fast immer auf religiöse Indoktrination zurückzuführen oder als deren Überbleibsel zu betrachten.
    80 12 Melden
    • Menel 10.02.2017 09:07
      Highlight Highlight Es hat wahrscheinlich auch viel mit dem Selbstbild der Männer zu tun. Studien zeigten, dass Männer, die homophob sind, sich oft dadurch als Mann definieren, in dem sie für sich alles Weibliche ablehnen.
      Männer müssen in unserer Gesellschaft noch immer wieder beweisen, dass sie "richtige Männer" sind. Den Satz "Du bist kein richtiger Mann!" hört man oft. Uns Frauen wird das Frausein dagegen kaum aberkannt.
      41 5 Melden
    • smarties 10.02.2017 11:27
      Highlight Highlight Ja, das Frausein wird uns wirklich kaum aberkannt. Oft werden die "typischen" weiblichen Attribute aber eher negativ konotiert und sobald auf den Mann übertragen als Beleidigung verwendet... Fast wie wenn das Weibliche nichts erstrebenswertes wäre.
      17 1 Melden
    • Sophia 11.02.2017 18:01
      Highlight Highlight Silent@ Woher kommt die religiöse Homophobie? Die hat den gleichen Ursprung wie die nichtreligiöse und ist ebenso falsch, wie die Vorstellung, dass der Mann der Frau überlegen wäre! Es hat die Menschen schon immer verstört, was sie nicht verstanden.
      Die sexuelle Ausrichtung eines Menschen gehört ganz alleine ihm, so wie er auch mit seinen körperlichen und geistigen Merkmalen ein Mensch ist, dem die gleiche Würde innewohnt, wie sie allen Menschen von gesetzeswegen zusteht.
      Gerade religöse Menschen müssten sich doch sagen, dass alles, was Gott erschaffen hat, nicht ihrem Urteil unterliegt.
      0 0 Melden
  • Macke 10.02.2017 01:22
    Highlight Highlight Ich danke den Personen, dass sie hier öffentlich Beispiele von Homophobie/Transphobie schildern. Nur vermisse ich an dieser Stelle auch Beispiele von lesbisch/bi-gelesenen Frauen. Das ist insbesondere schade, da bei Watson an anderer Stelle - in einem Artikel zu sexualisierter Gewalt - eine Frau ein Beispiel bereits erzählt hat: http://wat.is/jAcD_BAA6I1dP_xC
    Gerade bei lesbischen/bi-sexuellen Frauen lassen sich Übergriffe schwer als Homophobie einordnen, da sie oftmals sexualisierte Gewalt sind (sexuelle Belästigung etc.).
    30 5 Melden
    • smarties 10.02.2017 08:21
      Highlight Highlight Ich vermisse sie auch! Übergriffe geschehen auch hier, einfach anders, wie du gesagt hast. Bsp. ich als weibliche asexuelle, bin mit meiner Sexualität in der Öffentlichkeit nicht sichtbar.

      Gerade bei Outings kann aber gut sein, dass Sprüche kommen à la: Bist du nicht einfach unreif? (Nein?!) oder Bist du sicher, dass du nicht mal mit jemandem (medizinischem) darüber sprechen möchtest? Oder: Du musst nur mal gut durchgefickt werden!

      Kann mir sehr gut vorstellen, dass bei Lesben das noch viel extremer ist!
      Es ist keine Gewalt mit Narben, schmerzt aber nicht weniger!
      13 1 Melden
  • atomschlaf 10.02.2017 00:54
    Highlight Highlight "Eine Gruppe Frauen ruft uns nach: ‹Wäh, seid ihr schwul!›"
    Mir ist mal eine ähnlich dumm gekommen.
    Ich erwiderte: Lieber schwul als hässlich!
    100 7 Melden
    • dave1771 10.02.2017 08:53
      Highlight Highlight made my day
      15 2 Melden
    • R&B 10.02.2017 12:09
      Highlight Highlight @atomschlaf: Ich finde es gut, dass Sie Kontra geben.
      Wäre "Werdet erwachsen!" nicht besser? Es trifft es meiner Meinung nach den wunden Punkt der Pöbler.
      9 10 Melden
  • WyclefJean 09.02.2017 23:05
    Highlight Highlight Klassische Folge unserer Machokultur.

    Alles, was unseren anerzogenen Idealbildern des starken Mannes und der schönen Frau widerspricht, alles, was uns irritiert, zum Denken in neue Richtungen anregt, alles fremde, alles individuelle stösst zuerst auf Abneigung.
    Reich, stark, schön und emotionslos, das muss der Mensch sein wollen.
    Alles andere ist schwach, minderwertig oder gegen die Natur.

    Dieses verbreitete Denken führt zu psychischen Problemen, zu Komplexen, zu Depressionen, zu Diskriminierung, zu Kriminalität. Diese Rollenbilder sind die Wurzel vieler Übel in unserer Gesellschaft.
    83 9 Melden
  • Howard271 09.02.2017 22:36
    Highlight Highlight Diesen Angreifern (vor allem in Gruppen) geht es einfach darum, sich einmal stärker, "mächtiger" zu fühlen. Deshalb sind es ja oft ignorante, unintelligente, in Gruppen auftretende, oder sonst irgendwie gesellschaftlich schelchtergestellte Leute. Einmal nach (vermeintlich) unten treten, weil man es kann? Klar doch...
    Traurig, dass es so etwas noch gibt, und ich bin eher pessimistisch und denke, dass wir das auch in vielen Jahrzehnten noch erleben müssen.
    Mir als Schwuler ist es bisher glücklicherweise noch nie passiert, aber nur schon doofe Blicke nerven mich. Ich schaue jeweils einfach zurück
    110 27 Melden
    • Der Beukelark 09.02.2017 23:41
      Highlight Highlight warum blitzen hier leute? werde deren intoleranz nie verstehen.
      61 5 Melden
  • founded1898 09.02.2017 22:12
    Highlight Highlight Traurig gibt es solche "Meinungen"/Einstellungen - schön gibt es Newsportale wie Watson, welche diese Themen in die Massenmedien bringen. Wird meiner Meinung nach viel zu wenig Wert darauf gelegt.

    Es ist wie bei der Ausländerfeindlichkeit: Solche "Meinungen" müssen/dürfen nicht akzeptiert werden, aber es muss akzeptiert werden, dass viele Menschen eine solche Denkweise haben. Wir müssen uns von dieser Schwarz - Weiss Denkerei entfernen, von Städter - Landei, gebildet - ungebildet usw. Der einzige Weg, um diese Missstände loszuwerden, ist miteinander und nicht gegeneinander.
    66 30 Melden
  • DePippo 09.02.2017 22:04
    Highlight Highlight Traurig, dass nicht jeder sein Leben so leben kann wie er es will😩
    128 46 Melden
    • Pinga 09.02.2017 22:49
      Highlight Highlight Kann mir einer der Blitzer erklären, was dagegen spricht? Klar gibt es da Grenzen, wenn einer als Mörder leben will geht das ja schon nicht, ich nehme aber stark an DePippo meint damit Lebensarten, die anderen Menschen nicht schaden wie z.b. sexuelle Ausrichtung etc...?
      83 5 Melden
    • Der Beukelark 09.02.2017 23:43
      Highlight Highlight entweder blitzt watson, oder es gibt hier menschen, die ohne liebe geboren wurden.
      58 14 Melden
  • dääd 09.02.2017 21:49
    Highlight Highlight Sehr gut, Watsons. Weiter so, auch wenn diese Berichte weh tun.

    Human rights are our* pride.

    *LGBTIheterocisälplerbalkansatheistsreligiösjuniorseniorsblackwhiteleftrightnordsüd

    One vision.
    60 65 Melden
  • supernitpicker 09.02.2017 21:46
    Highlight Highlight Ich finde, alle halbwegs seriösen Medien (auch watson) sollten im Gesetz klar definierte Begriffe auch korrekt verwenden: "Verbrechen" ist im Strafgesetzbuch (Art. 10) definiert als Straftat, die so schwerwiegend ist, dass das Gesetz Freiheitsstrafen von mehr als 3 Jahren vorsieht. (z.B. Mord, schwere Körperverletzung, Vergewaltigung). In den Fällen im Artikel handelt es sich meist um Beschimpfung und einfache Körperverletzung. Dies ist zwar in keiner Weise zu verharmlosen, aber es sind keine Verbrechen. Den Begriff korrekt zu verwenden respektiert auch die Opfer von tatsächlichen Verbrechen.
    72 14 Melden
    • Grégory P. 10.02.2017 11:58
      Highlight Highlight Wir sind hier nun mal auf Watson und nicht im Gericht. (Duden vs. Strafgesetzbuch)
      11 3 Melden
  • Ice_11 09.02.2017 21:39
    Highlight Highlight Passt vielleicht nicht ganz, aber immer wenn ich solche Dinge lese, geht mir das Gleiche durch denn Kopf: in diesen Zeiten in denen wir leben, mit Hass, Terror und Krieg überall, sollten wir uns da nicht für jeden freuen, der sein Deckelchen gefunden hat? In diesem Deckelchen ein Ort der Sicherheit und der Erholung findet? Es ist doch egal, wer mit wem. Hauptsache Liebe.
    117 41 Melden
  • Meffi 09.02.2017 20:55
    Highlight Highlight Werde ich wohl nie verstehen, wieso man hasst, wenn zwei menschen sich lieben.
    158 34 Melden
    • Masta Ace 09.02.2017 22:22
      Highlight Highlight Vielleicht aus Mangel an Liebe, die die hassenden Personen nicht bekommen und sich daher minderwertig fühlen.
      50 27 Melden
  • dracului 09.02.2017 20:24
    Highlight Highlight Goethe sagte einst: Toleranz sollte eigentlich nur eine vorübergehende Gesinnung sein: sie muß zur Anerkennung führen. Dulden heißt beleidigen.
    Solange die Mehrheit unserer Politiker auch nur duldet und toleriert und insgeheim eigentlich Mühe mit LGBT hat (CVP, SVP, BDP und Teile der FDP), wird sich wohl nichts ändern. Übrigens gibt es, wie neu in den USA, auch keinen Treffer zu LGBT auf admin.ch).
    Ich danke Watson, dass dieses Thema aufgegriffen wird, obwohl ich eigentlich gehofft hätte, dass wird diese Evolutionsstufe hinter uns hätten.
    126 34 Melden
    • SanchoPanza 09.02.2017 21:23
      Highlight Highlight naja, sucht man lgbt oder lgbti und admin.ch kommen durchaus ein paar Treffer 😉
      Aber es wird schon ziemlich stiefmütterlich behandelt. Oder wie damals bei der Motion zur Anpassung des Flüchtlingsbegriffs einfach abgelehnt...
      12 21 Melden
    • Slavoj Žižek 10.02.2017 12:44
      Highlight Highlight Mehr als Toleranz darf nicht erwartet werden. Es gibt viele unterschiedliche Lebensvorstellungen und wenn einer aus z.B.religiösen Gründen anderslebende nicht versteht ist das für mich OK, solange keine persönlichen Angriffe stattfinden.
      4 1 Melden
  • Thanatos 09.02.2017 20:23
    Highlight Highlight Schon die Blitze unter den Kommentaren zeigt, dass noch nicht alle bereit dafür sind...
    139 32 Melden
    • Marcellino Polentarutti 09.02.2017 22:51
      Highlight Highlight Blitzen und Herzen find ich sowieso doof. Was für schreibfaule, anonym bleiben wollende... Aber zurück zum Thema. Ich dachte genau dasselbe. So viele Blitze. Offenbar alles Duckmäuser, die sich nicht trauen, zu Ihrer Meinung zu stehen und sie zu verschriftlichen.
      32 9 Melden
  • Chüdrchübu 09.02.2017 19:56
    Highlight Highlight Interessante tätergruppen...
    57 50 Melden
    • dä dingsbums 09.02.2017 20:20
      Highlight Highlight Ja, allesamt Männer.
      68 59 Melden
    • Baba 09.02.2017 22:25
      Highlight Highlight dä dingsbums, leider nicht! Auch Frauen dabei 😕

      Wirklich traurig, dass "Leben und leben lassen" offenbar so verdammt schwierig ist.
      43 2 Melden
  • Olaf! 09.02.2017 19:50
    Highlight Highlight Um Geschichten wie Nummer 2 zu erleben, muss man nicht mal schwul sein. Zur falschen Zeit am falschen Ort Schweizer sein reicht auch.
    107 50 Melden
    • SanchoPanza 09.02.2017 21:25
      Highlight Highlight spielt keine Rolle ob du Schweizer bist oder nicht.
      41 35 Melden
    • Olaf! 09.02.2017 23:06
      Highlight Highlight Och ja meinst du, finde ich aber schön, dass du dich besser erinnerst als ich selber :)
      19 21 Melden
    • Duweisches 10.02.2017 00:51
      Highlight Highlight Er meint damit wohl, dass du auch als Ausländer zur falschen Zeit am falschen Ort sein kannst. Als Frau. Als Mann. Als Alter, Junger, Schwarzer, Weisser, Jude, Christ oder Moslem. Ein paar Idioten und der falsche Moment reichen aus. Und es ist nie richtig...
      53 1 Melden
  • pulcherrima* 09.02.2017 19:28
    Highlight Highlight Ich verstehe ja, dass ein Rock tragender Mann aneckt, so wie vor nicht allzu langer Zeit auch Frauen mit Hosen noch nicht als normal angesehen wurden. Mein Traum (als hetero-cis-frau) ist, dass irgendwann jeder tragen und sich so schminken kann, was er/sie/es will.
    84 21 Melden
    • Fabio74 09.02.2017 21:35
      Highlight Highlight Anecken ja aber wenns in Gewalt ausartet, zeigt dass deutlich wie unfähig solche Täter sind mit so einem Thema umzugehen
      29 17 Melden
  • Fox Devil Wild 09.02.2017 19:02
    Highlight Highlight Die Kommentare unter dem youtube video zeigen genau, wie immernoch diskriminiert wird und reale und wichtige Anliegen von Menschen nicht ernst genommen und ins lächerlich gezogen werden. Leute die solche Aussagen tätigen sollten endlich verstehen, dass es hier um etwas geht, was für Betroffene identitätsstiftend und essentiell ist. Und es darf nicht sein, dass damit so rücksichtslos und entwürdigend umgegangen wird.
    63 7 Melden
  • mrmikech 09.02.2017 18:53
    Highlight Highlight Wieso hat die Schweiz kein Gesetz gegen hate-crimes? Ich dachte immer die Schweiz ist weiter voraus wenn's um Menschenrechte geht.
    66 60 Melden
    • SanchoPanza 09.02.2017 20:14
      Highlight Highlight Naja, die Schweiz hat zwar die meisten Konventionen ratifiziert, aber mit der Umsetzung hapert es an diversen Stellen und die offizielle Schweiz wird auch ständig gerügt.
      Bezüglich LGBTI-Gleichstellung hinkt die Schweiz im unteren Mittelfeld von Europa rum.
      http://www.ilga-europe.org/sites/default/files/Attachments/side_a_rainbow_europe_map_2016_a3_small.pdf
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    • Triumvir 10.02.2017 08:21
      Highlight Highlight Weil das entsprechende Verhalten bereits durch verschiedene Straftatbestände erfasst wird. So einfach ist das.
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    • SanchoPanza 10.02.2017 10:49
      Highlight Highlight @Triumvir, Jein. Das Problem ist meiner Meinung nach nicht das Hate-Crimes anders bestraft werden sollten, aber sie sollten separat erfasst werden damit dementsprechende Massnahmen ergriffen werden können. Ist übrigens in vielen Ländern Standard...
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  • Calvin Watsn 09.02.2017 18:51
    Highlight Highlight Auffallend ist ja, sie treten in Gruppen an/auf.
    Einfach nur traurig.
    Intolerant und Respektlos.

    Und dass in der heutigen Zeit. !!! :((
    131 10 Melden
  • Flying Zebra 09.02.2017 18:50
    Highlight Highlight Das tut mir unendlich leid, und sollte ich sowas jemals miterleben, ich verspreche, ich werde aufstehen!
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    • Tilia 09.02.2017 22:23
      Highlight Highlight Ich auch!
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  • E7#9 09.02.2017 18:47
    Highlight Highlight Kann echt nicht verstehen, wieso es bei gewissen Menschen Aggressionen auslöst, wenn jemand schwul ist. Was ist der Grund dafür?

    Christophs Geschichte ist mir aber unerklärlich. Er geht mit einem Freund spazieren, sie sind kein Paar und geben keinerlei Anzeichen schwul zu sein. Und trotzdem pöbelt jemand: "Scheiss Schwuchtel!" Wie ist das möglich?
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  • moedesty 09.02.2017 18:28
    Highlight Highlight homophobe menschen sind meiner meinung nach minderintelligent oder kommen mit sich selbst nicht zurecht. am besten ignorieren, ist die beste waffe.
    160 32 Melden
    • mortiferus 09.02.2017 18:43
      Highlight Highlight Homophobe sind Untermenschen. Man könnte ihre minderintelligents mit vermessen des Kopfes nachweisen. Am besten schon bei der Geburt selektionieren. Jetzt im Ernst, ignorieren von Andersdenkenden löst keine Probleme. Wen Du mit ignorieren meinst das man in einer brennzligen Situation mit besoffenen etwas überhört und sich aus dem Staub macht, gebe ich Dir recht. Normal kommen "Minderintelligenten" nur in Übermacht. Deshalb macht man ihnen nur einen Gefallen wen man sich auf Gewalt einlässt. Umgekehrt aber, wen man stärker ist, soll man dann den Homophoben abschlagen? Ist man dann besser?
      35 51 Melden
    • Olaf! 09.02.2017 19:46
      Highlight Highlight Redet von Intelligenzminderung und schafft es nicht das Wort richtig zu schreiben.

      Hehe.
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    • moedesty 10.02.2017 15:42
      Highlight Highlight yallix, doch Intelligenz führt dazu dass man versteht, dass jemand so geboren wird bzw. nichts dafür hat bzw. es sich nicht aussucht. Alleine diese tatsache sollte dazu führen, niemals irgendeine Homosexuelle Person zu beleidigen. Oder beleidigst du auch beeinträchtigte menschen weil sie z.B. Autisten sind?

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  • Der müde Joe 09.02.2017 18:28
    Highlight Highlight Ich finde Homosexuell sein zwar auch nicht normal, aber ich würde nie jemanden dafür verurteilen. Ich kenne selber jemand der Schwul ist, er kennt meine Meinung und trotzdem respektieren wir uns gegenseitig. Solche angriffe auf Homosexuelle ist einfach das letzte und zeigt das die Menschen teilweise immer noch in der Steinzeit leben ...zum kotzen!!!
    93 61 Melden
    • Charlie Brown 09.02.2017 19:07
      Highlight Highlight Du findest homosexuell sein auch nicht normal? Wie genau meinst du das? Im Sinn von krank?
      52 29 Melden
    • Menel 09.02.2017 19:42
      Highlight Highlight Was ist schon normal? 😏
      82 9 Melden
    • You will not be able to use your remote control. 09.02.2017 20:32
      Highlight Highlight 'Ich habe das Gefühl, dass [...]. Da ich dieses Gefühl habe stimmt dies auch! Fakten sind so was von 2015.'
      27 21 Melden
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  • Binni23 09.02.2017 18:15
    Highlight Highlight Bravo, dass ihr die Gewalt gegen LGBT zum Thema macht! Denn auch in der ach so toleranten Schweiz ist der Hass auf Schwule&Co. permanent da. Danke!
    125 14 Melden
  • Tomlate 09.02.2017 18:15
    Highlight Highlight Unsere aufgeklärte und tolerante Gesellschaft. Dachte, dass die Schweiz etwas weiter ist, was Homosexualität anbelangt.
    93 7 Melden
  • Flowaningo 09.02.2017 18:02
    Highlight Highlight Traurige Geschichten 🙁 welche mich manchmal an der Menschheit zweifeln lassen.
    104 5 Melden

Lieber Röbi Rapp, leb wohl! Als Queer-Pionier bleibst du unsterblich. Merci!

Röbi Rapp und Ernst Ostertag lebten 62 Jahre lang die vielleicht grösste Liebesgeschichte der Schweiz. Ein Nachruf.

Es gibt Menschen, denen verdanken viele andere unendlich viel. So viel, dass es gerade schwer fällt, diesen Nachruf zu schreiben. Trauer ist eine besonders gründliche Form der Überwältigung.

Röbi Rapp war einer dieser Verdienstvollen. Der zarte Coiffeur aus Zürich, der sich in Jahren, als dies gefährlich war, auf der Bühne zur Frau verwandelt und singt, dass alle betört sind. Der 1956, im Alter von 26 Jahren, einen schönen Lehrer namens Ernst kennenlernt. 2003 lassen sie sich als erstes …

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